Instagram Residency - Visarte Biel/Bienne
Edition Haus am Gern (Verlag)
978-3-907350-31-7 (ISBN)
Born in 1978 in Bogota, Colombia, Guadalupe Ruiz moved to Switzerland in 1996 with art studies in mind. She studies photography at the ECAL in Lausanne and the HGKZ in Zürich. In 2004 and 2005, she twice won the renowned price Kiefer Hablitzel. More recently in 2009 and 2011 her work has been recognized by the city of Zürich and awarded a study journey in San Francisco and Genova. Also, Guadalupe is currently working on a personal project: KLEINE FOTOENZYCLOPËDIE which shall start hit the libraries in fall 2015.
Beth Dillon is an Australian artist based in Biel/Bienne, Switzerland. Working across visual and live arts, she has created performances, videos, and installations for art spaces, festivals, museums, nightclubs, theatres, and public spaces in Australia and Europe. Often created in collaboration with friends, family members and other artists, her works are intimate, tragicomic, and absurd explorations of contemporary experiences of home, work, travel, and leisure. Dillon was co-director of the Espace Libre (Visarte Biel/Bienne) in collaboration with Vera Trachsel (2021–2023) and is a founding member of the collective 110% alongside Lachlan Herd and Kieran Bryant. She holds a Master of Fine Arts Research (2019) and a Bachelor of Fine Arts (2013) from the University of New South Wales, and received the Anderfuhren Prize in 2021. Her work is part of the visual arts collection of the Canton of Bern and has been supported by Pro Helvetia, the city of Biel/Bienne, Canton Bern, fOrum culture, CicaS, the Oertli Foundation, Australia Council for the Arts, Create NSW, the National Association for the Visual Arts, the Australian Postgraduate Award, the University of NSW, and the Copyright Agency (AU).
Felix Stöckle (*1994) ist bildender Künstler und Mitbegründer des Vereins Q90 in Biel/Bienne, der die offene Siebdruck-Werkstatt Turbo Press betreibt. Er hat einen Bachelor der Hochschule Luzern im Bereich Kunst und Vermittlung, den er 2021 mit der Lithografie & Siebdruck-Reihe HG 85 abschloss. Die Serie von Granaten-Monotypien ist Teil einer andauernden Recherche; Felix Stöckle bearbeitet kritische Fragen zur Position der Schweiz in vergangenen und gegenwärtigen Kriegen und nähert sich in einer zeitgenössischen Betrachtung und mit verflochtenen Referenzen den Widersprüchen und dem kulturellen Erbe dieser Kriege an. Seine Suche führte ihn beispielsweise in den Kampfmittel-Fundus der Schweizer Armee in Interlaken: Daraus entstanden bereits mehrere Werkreihen; Stöckle setzt sich in vielfältigen Medien wie der Fotografie und dem Druck, sowie kunsthandwerklichen Techniken wie dem Holzschnitzen und Kachelarbeiten mit der Abstraktion und der Ästhetik der bunten Kriegsmaterialien auseinander. Waffen und Geschosse werden in der Schweizer Armee farbcodiert, die Übertragung dieser Farben in einen zweidimensionalen Druck isoliert den ästhetischen Aspekt dieser Objekte, die aus der Schweiz in Kriegsgebiete exportiert werden – in eine Realität, die sich dem hiesigen Verständnis grösstenteils entzieht. Die bonbon-poppigen Illustrationen in den Drucken und die handwerkliche, unbedarfte Ausführung der skulpturalen Arbeiten vergrössern einerseits den Abstand zur grimmen Kriegsrealität, bringen sie aber gleichzeitig durch ihren affektiven Charakter nahe. Felix Stöckle transportiert die Beziehung der Schweiz zu ausländischen Kriegen auch durch das Kunsthandwerk mit (lokalen) geografischen und historischen Bezügen. In einer textilen Arbeit von 2019 stickte er ein oranges Schweizerkreuz auf ein weisses Baumwolltuch, das auf die traditionelle Ostschweizer Textilindustrie und ihre Exporte im ersten Weltkrieg verweist. Die orange Farbe evoziert die Gegenwart mit Detailhändlern, Versandhäusern und globalem Warenverkehr. Neben seiner künstlerischen Arbeit engagiert er sich in vielfältigen kulturellen Kontexten: Schon vor seinem Studium arbeitete er in St. Gallen im Kunst Kiosk, dem Jugendkulturraum flon und als Assistent bei Frank & Patrik Riklin sowie bei Daniel Eggli. Über dieses breite Netzwerk bekam er Einblick in das konzeptuelle künstlerische Arbeiten, gewann neue handwerkliche Kenntnisse und in der Organisation von Kunstprojekten. Diese Erfahrungen spiesen seine Motivation, sich vertiefter mit Kunst auseinanderzusetzen, und prägen bis heute eine vielseitige, engagierte Praxis. Felix Stöckle setzte sich zudem im Vorstand des St. Galler Kulturkonsulats – und heute im Kunstverein Biel – für die Anliegen des lokalen Kunstschaffens ein und prägt so die Förderung und Aktivierung von regionalem künstlerischen Schaffen mit. In der hybriden Form des Ateliers von Turbo Press, in dem auch Ausstellungen und Workshops organisiert werden, findet Felix Stöckles polyvalente künstlerische und kuratorische Praxis mit vielfältiger Kooperation zusammen und setzt seine breite Erfahrung produktiv ein. Das Atelier wurde in kurzer Zeit zu einem Raum der fleissigen, lokalen Kunstproduktion und -präsentation. Durch rege Zusammenarbeit mit Künstler:innen, Institutionen und Verlagen und der Öffnung der Werkstatt für Residenzen ist der Verein gleichzeitig Katalysator und Refugium künstlerischer Experimente und schlägt Brücken zwischen verschiedenen Praxen der ganzen Schweiz, insbesondere der französischen und deutschen Sprachregion. Geschrieben von: Anja Delz, Merci
Die Sehnsucht nach Natur in einer urbanisierten Welt kennt viele Spielformen: Schrebergärten sind wieder im Kommen, wer es sich leisten kann, richtet sich ein Refugium auf dem Land ein, die anderen hegen und pflegen ihren Vorgarten oder betreiben Urban Gardening. Die Fotografin und Installationskünstlerin Esther van der Bie nimmt in ihren Werken unser Verhältnis zur Natur humorvoll-kritisch unter die Lupe. Dass die Fotografie kein objektives Medium ist und einen manipulativen Charakter haben kann, ist längst bekannt. Dass dies auch auf die Landschaftsfotografie zutrifft, machen wir uns nur bewusst, wenn allzu eindeutig mit Filtern oder nachträglichen Korrekturen gearbeitet wurde. Esther van der Bie nutzt die Fotografie für Manipulationen, die enttarnen statt zu kaschieren. In der Kunstsammlung der Mobiliar befinden sich drei ihrer Werke aus der Serie Wälder und Verwandte (2002) sowie zwei Bilder aus der Serie Nur Natur. Für Wälder und Verwandte hat die Künstlerin in ihrem Studio Natur nachgebaut – allerdings so, dass sie eindeutig als Nachbau erkennbar wird, etwa bei den in Plastikkisten gesetzten Birkenstämmen. Und doch, trotz dieser Künstlichkeit, assoziieren wir einen Wald. Andersherum verfuhr sie in Nur Natur. Hier suchte sie in der Natur nach Bildmotiven, die künstlich wirken, als seien sie im Studio inszeniert worden. Auf diese Weise hinterfragt Esther van der Bie romantisierende Vorstellungen von Natur in einer Welt, die von Kontrollierbarkeit und Künstlichkeit geprägt ist. Esther van der Bie absolvierte in Bern eine Ausbildung zur Kunsterzieherin, anschliessend arbeitete sie selbstständig, unter anderem als Food-Fotografin. Für ihre künstlerischen Arbeiten hat sie bereits diverse Stipendien und Preise erhalten, darunter den des Schweizerischen Wettbewerbs für Berufsfotografie (SELECTION) 2004. Sie ist Dozentin an der Schule für Gestaltung Bern/Biel und unterrichtet regelmässig als Gastdozentin mit Schwerpunkt Fotografie an der Hochschule der Künste Bern. 2016 widmete ihr das Pasquart Kunsthaus in Biel eine umfangreiche, viel beachtete Einzelausstellung.
| Erscheinungsdatum | 02.03.2025 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Farbfotografie |
| Verlagsort | Biel/Bienne |
| Sprache | englisch; französisch; deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst |
| Schlagworte | Fotografie • Instagram • Kunst • Residenz • visarte |
| ISBN-10 | 3-907350-31-6 / 3907350316 |
| ISBN-13 | 978-3-907350-31-7 / 9783907350317 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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