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Das Fürstentum Minden und die Grafschaft-Ravensberg

Denkmäler der Geschichte, der Kunst und des Altertums (1825)
Buch | Hardcover
L, 166 Seiten
2009
Aschendorff (Verlag)
978-3-89534-661-3 (ISBN)
CHF 33,55 inkl. MwSt
Die von Leopold Freiherr von Ledebur 1825 verfaßte Handschrift gehört zu den wichtigsten historiographischen Quellen der westfälischen Landesgeschichte des frühen 19. Jahrhunderts. Anliegen ist es, die Denkmaltopographie Ledeburs nicht nur zum wissenschaftlichen Nutzen, sondern auch zum Vergnügen interessierter Laien wieder greifbar zu machen. Ledebur hat seine Aufzeichnungen mit zahlreichen Skizzen illustriert, darunter schematische Zeichnungen von Wappen, Epitaphien oder Altären, die erstmals zugänglich gemacht werden. Fotografien von Albert Ludorff, die ab 1893 im Auftrag der Provinzialverwaltung der Provinz Westfalen entstanden, bieten den Lesern die Möglichkeit, Unbekanntes neu zu entdecken oder längst Liebgewonnenes mit anderen Augen zu sehen.
1825 erwanderte der junge Leopold von Ledebur (1799-1877) das Minden-Ravensberger Land, die Heimat seiner Vorfahren. Was der spätere Direktor der Königlichen Kunstkammer in Berlin bescheiden als 'Kunstreise' bezeichnete, war alles andere als ein Privatvergnügen. Im Auftrag des Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medicinalangelegenheiten verzeichnete der preußische Offizier Gebäude, Kunstwerke und Archivalien in Bielefeld, Herford, Minden und Umgebung und illustrierte seine Aufzeichnungen mit zahlreichen Skizzen. Das Ergebnis ist einer der frühesten und elaboriertesten Ordnungsversuche der Bau- und Kunstdenkmäler in Deutschland.Das reich bebilderte Buch lädt dazu ein, die Geschichte Minden-Ravensbergs auf den Spuren von Leopold von Ledebur neu zu entdecken.

Leopold Karl Wilhelm August Freiherr von Ledebur (* 2. Juli 1799 Berlin, † 17. November 1877 Potsdam) ist heute vor allem als Direktor der Königlichen Kunstkammer in Berlin weithin bekannt. Im Vaterländischen Saal des soeben wiedereröffneten Neuen Museums in Berlin erinnert eine Büste an die Verdienste des vielseitigen Historikers, dem die Leitung der Ethnographischen Sammlung keineswegs in die Wiege gelegt war. Hochgradige Kurzsichtigkeit zwang den in Münster und Herford aufgewachsenen und anschließend zum Offizier ausgebildeten Spross eines alten westfälischen Adelsgeschlechts 1828 den Dienst in der preußischen Armee aufzugeben. Was schon den Schüler, später dann den Offizier privat umtrieb, die Beschäftigung mit der Geografie des Mittelalters, der Geschichte von Städten, Burgen und Klöstern, der Genealogie, Adelsgeschichte, Heraldik, Sphragistik, Numismatik sowie der Literatur und Kunst, wurde fortan zur Lebensaufgabe. Dank der Fürsprache des preußischen Kultusministers Karl Freiherr vom Stein zum Altenstein wurde Ledebur im Dezember 1828 in den Dienst der Königlichen Museen in Berlin berufen. Binnen weniger Jahre stieg er zum Leiter der Königlichen Kunstkammer bzw. zum Direktor des Museums Vaterländischer Altertümer auf. Bis zu seiner Pensionierung 1873 hat Ledebur Entscheidendes für die Erweiterung, Systematisierung und Präsentation der Sammlungen geleistet. Neben seiner hauptamtlichen Tätigkeit trat der Gelehrte mit zahlreichen Veröffentlichungen zur brandenburgisch-preußischen Geschichte hervor, ohne die Geschichte Westfalens jemals ganz aus den Augen zu verlieren. Ledebur gehört zu den Protagonisten der vorwissenschaftlichen Altertumsforschung im 19. Jahrhundert, war Begründer und Herausgeber des „Allgemeinen Archivs für die Geschichtskunde des Preußischen Staates“ (1830-1835) und zeichnete u. a. für die Herausgabe des „Adelslexikons der Preußischen Monarchie“ (1854-1857) sowie des „Archivs für deutsche Adelsgeschichte, Genealogie, Heraldik und Sphragistik“ (1863-1865) verantwortlich. Der 1824 in Paderborn gegründete „Verein für Geschichte und Altertumskunde“ ist nur einer von vielen namhaften historischen Vereinen, denen der zum Kollegiat des Domstifts zu Zeitz (1861) sowie zum Ehrendoktor der Universität Leipzig (1863) ernannte Gelehrte als Ehren-, Gründungs- oder Vorstandmitglied angehört hat.

Danksagung VIII
Einführung XI
Verzeichnis der Handschriften XLVIII

Das Fürstenthum Minden in Beziehung auf Denkmäler der Geschichte, der Kunst und des Alterthums

Einleitung 1

Kreis Minden 1
Stadt Minden 1
a) Der Dom 1
b) Die Martini Kirche 11
c) Die Marien Kirche 14
d) Kirche und Kloster St. Simeonis 18
e) Die übrigen Kirchen und Stiftungen in Minden 20
f) Das Rathhaus und andere merkwürdige Bauwerke Denkmäler der Stadt 22
g) Privat=Sammlungen 24
h) Die Merkwürdigkeiten der Mindener Landgemeinde 24
Kirchspiel Bergkirchen 25
Kirchspiel Buchholz 28
Kirchspiel Dankersen 28
Kirchspiel Eidinghausen 29
Kirchspiel Eisbergen 30
Kirchspiel Friedewalde 31
Kirchspiel Frille 32
Kirchspiel Hartum 32
Kirchspiel Hausberge 33
Kirchspiel Heimsen 37
Kirchspiel Hille 39
Kirchspiel Holtrup 39
Kirchspiel Holzhausen 40
Kirchspiel Klein Bremen 42
Kirchspiel Lahde 43
Kirchspiel Lerbeck 44
Kirchspiel Ovenstädt 45
Kirchspiel Peetzen 45
Stadt Petershagen 45
Stadt Schlüsselburg 48
Kirchspiel Veltheim 49
Kirchspiel Volmerdingsen 50
Kirchspiel Windheim 51

Kreis Rahden 52
Kirchspiel Alswede 52
Kirchspiel Blasheim 53
Kirchspiel Dilingen 54
Kirchspiel Gehlenbeck 55
Kirchspiel Levern 56
Stadt Lübbeke 58
Kirchspiel Rahden 62
Kirchspiel Wehdum 64

Kreis Bünde 65
Kirchspiel Gohfeld 65
Kirchspiel Hüllhorst 65
Kirchspiel Lengern 66
Kirchspiel Löhne 67
Kirchspiel Meninghüffen 67
Kirchspiel Quernheim 68
Kirchspiel Schnathorst 70

Die Grafschaft Ravensberg in Beziehung auf Denkmäler der Geschichte, der Kunst und des Alterthums

Einleitung 72

Kreis Herford 72
Stadt Herford 72
a) Die Münster Kirche 72
b) Die Neustädter Kirche 79
c) Die Radewiger Kirche 85
d) Die übrigen Kirchen und Stiftungen Herfords 86
e) Die Abtei und das Rathhaus 88
f) Andere Bauwerke von historischem oder Kunst=Interesse 89
g) Privat=Sammlungen 90
h) Einige Merkwürdigkeiten außerhalb der Stadt und in der Landgemeinde 91
Kirchspiel Berg 91
Kirchspiel Exter 96
Kirchspiel Jöllenbeck 97
Kirchspiel Rehme 97
Kirchspiel Valdorf 99
Stadt Vlotho 100

Kreis Bielefeld 103
Stadt Bielefeld 103
a) Die Altstädter Kirche 103
b) Die Neustädter Kirche 105
c) Die übrigen Kirchen und Stiftungen Bielefelds 111
d) Andere Bauwerke von historischem oder Kunstwerthe 111
e) Privat=Sammlungen 112
f) Der Sparenberg 115
Kirchspiel Brackwede 115
Kirchspiel Dornberg 116
Kirchspiel Heepen 117
Kirchspiel Isselhorst 117
Kirchspiel Oerlinghausen 118
Kirchspiel Schildische 118

Kreis Halle 127
Kirchspiel Bockhorst 122
Stadt Borgholzhausen 122
Kirchspiel Brockhagen 126
Stadt Halle 127
Kirchspiel Hörste 127
Kirchspiel Steinhagen 128
Stadt Versmold 129
Stadt Werther 130

Kreis Bünde 131
Stadt Bünde 131
Stadt Engern 132
Kirchspiel Hiddenhausen 141
Kirchspiel Rödinghausen 141
Kirchspiel Spenge 143
Kirchspiel Wallenbrück 144

Kreis Rahden 145
Kirchspiel Börninghausen 145
Kirchspiel Holzhausen 146
Stadt Oldendorf 146

Anhang
Tafeln 149
Bildnachweis 153
Ortsverzeichnis 154
Personenregister 156

Die Neuauflage des von Leopold von Ledebur 1825 vorgelegten Inventars ist in mehrfacher Hinsicht ein Glücksfall. Nicht nur weil die Ausgabe von 1934 schon lange vergriffen ist, sondern weil es sich um das früheste beschreibende flächendeckende offizielle Denkmalinventar handelt und in seiner umfassenden Herangehensweise beispielgebend für die spätere Erfassung von Denkmälern in Preußen war. Obwohl die in den Text eingefügten Fotos einer anderen Zeitschicht angehören, erleichtern sie das Lesen sehr. Die Kombination von erster wissenschaftlicher Inventarisierung mit früher Fotodokumentation darf als überaus gelungen angesehen werden.
David Gropp, in: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe 16, 2010

Erscheint lt. Verlag 23.10.2009
Reihe/Serie Herforder Forschungen ; 21
Mitarbeit Stellvertretende Herausgeber: Jan H. Sachers
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Maße 210 x 300 mm
Gewicht 1160 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Kunstgeschichte / Kunststile
Schlagworte Bielefeld • Denkmäler • Enger • Herford • Inventarisation • Minden • Minden-Ravensberg • Minden-Ravensberg, Geschichte • MInden-Ravensberg, Kunst; Architektur • Preußen
ISBN-10 3-89534-661-6 / 3895346616
ISBN-13 978-3-89534-661-3 / 9783895346613
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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