Dramaturgie der Drohung
Das Theater des israelischen Dramatikers und Regisseurs Hanoch Levin
Seiten
2006
Tectum Wissenschaftsverlag
978-3-8288-8973-6 (ISBN)
Tectum Wissenschaftsverlag
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Hanoch Levin (1943 - 1999) darf als der wichtigste Theatermacher des noch jungen israelischen Theaters gelten. In dramaturgischen Anordnungen, die auf Mechanismen von Drohung, Tausch und Aufschub basieren, konstruiert Levin Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Figuren, welche der Verhältnisse zwar gewahr zu werden, ihnen aber nicht zu entrinnen vermögen. Die israelische Gesellschaft durchziehende politische Konflikte nehmen im Verhalten der Figuren Gestalt an: der Zionismus als Staatsideologie, der öffentliche Umgang mit der Erinnerung an die Shoah, traditionell und militärisch geprägte Geschlechterverhältnisse sowie der Wert des einzelnen Lebens gegenüber der Gemeinschaft. Levins Texte sind oft poetisch oder reizen zum Lachen - und zugleich zumWeinen über die Unentrinnbarkeit, in der sich die Figuren befinden. Mit Effekten einer emotionalen Verfremdung bindet Levin den Leser/Zuschauer in sein Theater so ein, dass sich dieser weder mit den Handelnden identifizieren kann, noch sich eines Angesprochenseins durch das Bühnengeschehen zu entziehen vermag. Trotz der Relevanz der Bezüge zur israelischen Gesellschaft erweist es sich, dass Hanoch Levin grundlegende politische und gesellschaftliche Fragen im Theater zu stellen weiß, die ihn zu einem bedeutenden Autor machen, welcher jedoch für das deutsche Theater noch zu entdecken bleibt. Vorliegende Studie unternimmt die doppelte Aufgabe einer Vorstellung dieses die Entwicklung des israelischen Theaters prägenden Autors sowie einer Ausleuchtung des Politischen im Theater Hanoch Levins.
Hanoch Levin (1943-1999) darf als der wichtigste Theatermacher des noch jungen israelischen Theaters gelten. In dramaturgischen Anordnungen, die auf Mechanismen von Drohung, Tausch und Aufschub basieren, konstruiert Levin Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Figuren, welche der Verhältnisse zwar gewahr zu werden, ihnen aber nicht zu entrinnen vermögen. Die israelische Gesellschaft durchziehende politische Konflikte nehmen im Verhalten der Figuren Gestalt an: der Zionismus als Staatsideologie, der öffentliche Umgang mit der Erinnerung an die Shoah, traditionell und militärisch geprägte Geschlechterverhältnisse sowie der Wert des einzelnen Lebens gegenüber der Gemeinschaft. Levins Texte sind oft poetisch oder reizen zum Lachen - und zugleich zum Weinen über die Unentrinnbarkeit, in der sich die Figuren befinden. Mit Effekten einer emotionalen Verfremdung bindet Levin den Leser/Zuschauer in sein Theater so ein, dass sich dieser weder mit den Handelnden identifizieren kann, noch sich eines Angesprochenseins durch das Bühnengeschehen zu entziehen vermag. Trotz der Relevanz der Bezüge zur israelischen Gesellschaft erweist es sich, dass Hanoch Levin grundlegende politische und gesellschaftliche Fragen im Theater zu stellen weiß, die ihn zu einem bedeutenden Autor machen, welcher jedoch für das deutsche Theater noch zu entdecken bleibt. Vorliegende Studie unternimmt die doppelte Aufgabe einer Vorstellung dieses die Entwicklung des israelischen Theaters prägenden Autors sowie einer Ausleuchtung des Politischen im Theater Hanoch Levins.
Hanoch Levin (1943-1999) darf als der wichtigste Theatermacher des noch jungen israelischen Theaters gelten. In dramaturgischen Anordnungen, die auf Mechanismen von Drohung, Tausch und Aufschub basieren, konstruiert Levin Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Figuren, welche der Verhältnisse zwar gewahr zu werden, ihnen aber nicht zu entrinnen vermögen. Die israelische Gesellschaft durchziehende politische Konflikte nehmen im Verhalten der Figuren Gestalt an: der Zionismus als Staatsideologie, der öffentliche Umgang mit der Erinnerung an die Shoah, traditionell und militärisch geprägte Geschlechterverhältnisse sowie der Wert des einzelnen Lebens gegenüber der Gemeinschaft. Levins Texte sind oft poetisch oder reizen zum Lachen - und zugleich zum Weinen über die Unentrinnbarkeit, in der sich die Figuren befinden. Mit Effekten einer emotionalen Verfremdung bindet Levin den Leser/Zuschauer in sein Theater so ein, dass sich dieser weder mit den Handelnden identifizieren kann, noch sich eines Angesprochenseins durch das Bühnengeschehen zu entziehen vermag. Trotz der Relevanz der Bezüge zur israelischen Gesellschaft erweist es sich, dass Hanoch Levin grundlegende politische und gesellschaftliche Fragen im Theater zu stellen weiß, die ihn zu einem bedeutenden Autor machen, welcher jedoch für das deutsche Theater noch zu entdecken bleibt. Vorliegende Studie unternimmt die doppelte Aufgabe einer Vorstellung dieses die Entwicklung des israelischen Theaters prägenden Autors sowie einer Ausleuchtung des Politischen im Theater Hanoch Levins.
Matthias Naumann (M.A.) ist freier Theaterwissenschaftler, Dramaturg, Publizist und Übersetzer. Er forscht und veröffentlicht in den Bereichen Theater, Film und Medien. Er ist Mitgründer der Künstergruppe manche(r)art, Vorstandsmitglied des Ismar Elbogen Netzwerks für jüdische Kulturgeschichte e.V. und arbeitet in der offenen Bildungsarbeit mit Jugendlichen zum Thema Israel
| Erscheint lt. Verlag | 2.9.2008 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Kleine Mainzer Schriften zur Theaterwissenschaft |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 365 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Theater / Ballett |
| Schlagworte | Dramaturgie • Hanoch Levin • HC/Kunst/Theater, Ballett • israelisches Theater • Levin, Honoch • Regisseure/-innen (Einz.) • Regisseure/-innen (Einzelne Personen) • Regisseur / Regisseurin (Einzelne Personen) • Shoah • Zionismus |
| ISBN-10 | 3-8288-8973-5 / 3828889735 |
| ISBN-13 | 978-3-8288-8973-6 / 9783828889736 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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