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Die Öffnung des Sichtbaren - Jean-Luc Marion

Die Öffnung des Sichtbaren

(Autor)

Buch | Softcover
121 Seiten
2005 | 2005
Brill | Schöningh (Verlag)
978-3-506-72867-8 (ISBN)
CHF 51,90 inkl. MwSt
Jean-Luc Marion entwirft eine Phänomenogie des Gemäldes, die sich auf die Kompetenz der Theologie im Verständnis des Bildes beruft. Das theologische Erbe sieht er in der für die Phänomenologie grundlegenden Rede von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit angelegt, für die die Ikone eine der größten Herausforderungen darstellt. Die Frage nach der Malerei stellt sich weder zuerst noch einzig den Malern oder weniger noch allein den Ästhetikern, sondern der Sichtbarkeit selbst, also all denjenigen, denen das Sehen nichts Selbstverständliches ist. Und aus diesem Grund kann sich die Philosophie - gerade in der Form der Phänomenologie - in der Malerei zweifellos nur heimisch fühlen. Denn die Phänomenologie behauptet nur deshalb, "zu den Sachen selbst zurückzukehren", weil sie es zunächst unternimmt, das zu sehen, was sich dem Sehen darbietet. Die außergewöhnliche Sichtbarkeit des Gemäldes wird so zu einem Weg, der Phänomenologie im Allgemeinen zu begegnen. Genügt jedoch die Phänomenologie, um die Sichtbarkeit und folglich alle überhaupt möglichen Gemälde zu erfassen? Erlaubt ihr das Gemälde nur einen Status oder verfügt es nicht über andere Quellen? Indem wir vom Idol zur Ikone übergehen, verfolgen wir zwar frühere Untersuchungen, jedoch vor allem die Notwendigkeit der Sache selbst: das Gemälde, also das Sichtbare par excellence, bietet sich dem Dilemma in zwei Formen der Erscheinung dar, die gegenteilig, gegnerisch und indes unverzichtbar, untrennbar sind. Die Theologie wird in dieser Situation zu einer unwiderruflichen Instanz für jegliche Theorie des Gemäldes. Indem das ästhetische Denken diese manchmal zurückgewiesen und dann einfach vergessen hat, hat sie sich in lange Aporien verfangen. Es ist jetzt an der Zeit, sich davon zu lösen und dem Sichtbaren im Sinne einer Gabe des Erscheinens vor das Angesicht zu treten.

Jean-Luc Marion, geb. 1946, ist Professor für Philosophie an der Sorbonne (Paris IV) und Professor für Religionsphilosophie und Theologie an der University of Chicago. 2008 wurde er mit dem Karl-Jaspers-Preis ausgezeichnet und als Mitglied in die Académie française gewählt. Marion gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Philosophen Frankreichs.

Erscheint lt. Verlag 8.7.2005
Reihe/Serie IKON. Bild + Theologie
Sprache deutsch
Maße 157 x 233 mm
Gewicht 225 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Allgemeines / Lexika
Geisteswissenschaften Philosophie Philosophie der Neuzeit
Geisteswissenschaften Religion / Theologie
Schlagworte Ästhetik • Hardcover, Softcover / Religion/Theologie/Allgemeines, Lexika • HC/Religion/Theologie/Allgemeines, Lexika • Ikon • Kunst • Kunstphilosophie • Kunsttheorie • Malerei • Marion • Öffnung • Phänomenologie • Philosophie • Religionsphänomenologie • Sichtbaren • theoretische Kunst
ISBN-10 3-506-72867-9 / 3506728679
ISBN-13 978-3-506-72867-8 / 9783506728678
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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