Im Frühjahr 1987 generiert Mitscher im Landeskriminalamt Düsseldorf unter dem späteren Titel „Opfer“ eine Reihe fiktiver Gesichter und merkt dazu an: „Die Segmente für diese Art von Phantombildern stammen immer aus den zentralen Fotoarchiven der Polizeibehörden, das ist Inzucht, denn aus Tätern, deren Gesichtsmerkmale benutzt werden, generiert man schließlich immer neue Täter“.
Ursprünglich in Japan für die Simulation plastischer chirurgischer Eingriffe entwickelt, revolutioniert das "Minolta Montage Unit" seit 1973 in Deutschland unter anderem die Suche nach Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF). Aus bis zu 4 Segmenten verschiedener fotografischer Einzelporträts entstehen nahtlos Simulationen neuer Gesichter. Augen, Lippen, Ohren, Mund oder Nase werden über ein Spiegelsystem zusammengeführt, von einer Videokamera aufgenommen und auf einem Monitor dargestellt. Die jeweiligen Größen der einzelnen Segmente können in Echtzeit individuell angepasst werden. Mit einer Kleinbildkamera wird das Ergebnis schließlich abfotografiert und vervielfältigt. Im Frühjahr 1987 generiert Mitscher im Landeskriminalamt Düsseldorf unter dem späteren Titel „Opfer“ eine Reihe fiktiver Gesichter und merkt dazu an: „Die Segmente für diese Art von Phantombildern stammen immer aus den zentralen Fotoarchiven der Polizeibehörden, das ist Inzucht, denn aus Tätern, deren Gesichtsmerkmale benutzt werden, generiert man schließlich immer neue Täter“. T.O. Immisch schreibt 1997 im Katalog zur Ausstellung „Chimaera“ über Mitschers Serie: „Das Phantombild macht aus Tätern Opfer. Die Technik hebt die Übergänge ihrer Körperfragmente auf und die Zeilen des Monitors gaukeln Authentizität nur vor: Opfer werden wieder zu Tätern“.
Ursprünglich in Japan für die Simulation plastischer chirurgischer Eingriffe entwickelt, revolutioniert das "Minolta Montage Unit" seit 1973 in Deutschland unter anderem die Suche nach Terroristen der Roten Armee Fraktion (RAF). Aus bis zu 4 Segmenten verschiedener fotografischer Einzelporträts entstehen nahtlos Simulationen neuer Gesichter. Augen, Lippen, Ohren, Mund oder Nase werden über ein Spiegelsystem zusammengeführt, von einer Videokamera aufgenommen und auf einem Monitor dargestellt. Die jeweiligen Größen der einzelnen Segmente können in Echtzeit individuell angepasst werden. Mit einer Kleinbildkamera wird das Ergebnis schließlich abfotografiert und vervielfältigt. Im Frühjahr 1987 generiert Mitscher im Landeskriminalamt Düsseldorf unter dem späteren Titel „Opfer“ eine Reihe fiktiver Gesichter und merkt dazu an: „Die Segmente für diese Art von Phantombildern stammen immer aus den zentralen Fotoarchiven der Polizeibehörden, das ist Inzucht, denn aus Tätern, deren Gesichtsmerkmale benutzt werden, generiert man schließlich immer neue Täter“. T.O. Immisch schreibt 1997 im Katalog zur Ausstellung „Chimaera“ über Mitschers Serie: „Das Phantombild macht aus Tätern Opfer. Die Technik hebt die Übergänge ihrer Körperfragmente auf und die Zeilen des Monitors gaukeln Authentizität nur vor: Opfer werden wieder zu Tätern“.
Clemens Mitscher wird am 23.03.1955 in Marburg geboren. Er studiert von 1985 bis 1991 zunächst Experimentalfilm bei Helmut Herbst, dann Fotografie und Kunst bei Adam Jankowski an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. 1989 erhält er den Förderpreis für die Bildende Kunst des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft. Schwerpunkt seiner fotografischen Arbeit sind konzeptuelle Serien. Von 1997 bis 2022 unterrichtet er Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
| Erscheinungsdatum | 18.08.2022 |
|---|---|
| Illustrationen | Clemens Mitscher |
| Zusatzinfo | 9 s/w Abbildungen 17 cm x 25 cm |
| Verlagsort | Marburg |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 200 x 250 mm |
| Gewicht | 400 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Design / Innenarchitektur / Mode |
| Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst | |
| Schlagworte | Fotografie • Fotokunst • Kunstfotografie • Minolta Montage Unit • Phantombild • photography • RAF • Rote Armee Fraktion • Schwarzweißfotografie |
| ISBN-10 | 3-910328-11-3 / 3910328113 |
| ISBN-13 | 978-3-910328-11-2 / 9783910328112 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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