Das Bildmaterial, der Sand, wurde von Sven Hoffmann selbst gesammelt. Eine durchaus nicht unübliche und im Beginn noch keineswegs mit der Absicht einer künstlerischen Arbeit behaftete Idee, aus Urlauben Sand mitzunehmen, in Filmdosen (die gab es damals noch), und mit Datum und Ort zu beschriften. Der Beginn dieser Sammlung datiert mit 1979. Die Sammlung wuchs im Laufe der Jahre und begleitete Sven Hoffmann auch bei seiner künstlerischen Arbeit mit Wasser immer weiter, auch geographisch. Die künstlerische Auseinandersetzung mit Wasser mündet in den Arbeiten Sven Hoffmanns zu einer ganz eigenen Form der konzeptionellen und auch sozialen Skulptur.
Sven Hoffmann nutzt die Photographie nicht zur Dokumentation der Kluft zwischen den Pools und den schlammigen Quellen, sondern bildet stets nur das Material ab. Die Bilder werden nicht zur Erzählung genutzt, sondern bleiben Bilder aus Licht, eine nachgerade abstrakte Photographie. Diese Photographie darf schön bleiben und soll es auch sein. Es ist und bleibt eine Betrachtung der Welt voller Staunen über ihre Schönheit.
Gleichzeitig hat sich bei Sven Hoffmann eben durch seine Arbeit an den verschiedensten Orten in der Welt das Bewusstsein für die Fragilität dieser Schönheit geschärft, für die Brisanz dieser doch so harmlosen Bilder. Die scheinbare Endlosigkeit von Sand und Wasser ist trügerisch. Der Mensch verbraucht diese Stoffe in ungeheurem Ausmaß, die Sandstrände, die vor unserem inneren Auge entstanden sind, sind schon fort oder werden weggespült – Sand wird illegal abgebaut, interkontinental verschifft und ist durch das Wachstum der Menschheit und die Sehnsucht nach Wohlstand ein begehrter und knapper werdender Rohstoff. Durch den illegalen Sandabbau werden Küstenlinien verändert und Siedlungen wie auch natürliche Ressourcen bedroht. Der Mensch verbraucht buchstäblich den Boden, auf dem er steht.
Sven Hoffmann nutzt die Photographie nicht zur Dokumentation der Kluft zwischen den Pools und den schlammigen Quellen, sondern bildet stets nur das Material ab. Die Bilder werden nicht zur Erzählung genutzt, sondern bleiben Bilder aus Licht, eine nachgerade abstrakte Photographie. Diese Photographie darf schön bleiben und soll es auch sein. Es ist und bleibt eine Betrachtung der Welt voller Staunen über ihre Schönheit.
Gleichzeitig hat sich bei Sven Hoffmann eben durch seine Arbeit an den verschiedensten Orten in der Welt das Bewusstsein für die Fragilität dieser Schönheit geschärft, für die Brisanz dieser doch so harmlosen Bilder. Die scheinbare Endlosigkeit von Sand und Wasser ist trügerisch. Der Mensch verbraucht diese Stoffe in ungeheurem Ausmaß, die Sandstrände, die vor unserem inneren Auge entstanden sind, sind schon fort oder werden weggespült – Sand wird illegal abgebaut, interkontinental verschifft und ist durch das Wachstum der Menschheit und die Sehnsucht nach Wohlstand ein begehrter und knapper werdender Rohstoff. Durch den illegalen Sandabbau werden Küstenlinien verändert und Siedlungen wie auch natürliche Ressourcen bedroht. Der Mensch verbraucht buchstäblich den Boden, auf dem er steht.
Sven Hoffmann, Jahrgang 1965, studierte Malerei und Photographie an der renommierten Universität der Künste in Berlin. Seine Einzelausstellungen waren unter anderem in Brasilien, China, Georgien, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Deutschland, Polen und der Schweiz zu sehen. Zahlreiche Bücher sind bisher über seine Arbeiten erschienen: „Der kühle Blick der Leidenschaft“, „Körperfraktale“, „slow m´Ocean“ sowie die „Aqua Globalis“-Reihe.
| Erscheinungsdatum | 19.08.2021 |
|---|---|
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 210 x 300 mm |
| Gewicht | 400 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst |
| Schlagworte | Rohstoff • Sammlung • Sand |
| ISBN-10 | 3-946632-22-X / 394663222X |
| ISBN-13 | 978-3-946632-22-1 / 9783946632221 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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