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H. Bol / H.v.Schoel >Die vier Jahreszeiten - Bilder<  gedeutet nach der rituellen verborgenen Geometrie -  Volker Ritters

H. Bol / H.v.Schoel >Die vier Jahreszeiten - Bilder< gedeutet nach der rituellen verborgenen Geometrie (eBook)

Hans Bols buddhistisches Konzept die Hieroglyphe &quot;Kreis + Radialstrahlen&quot;
eBook Download: EPUB
2021 | 1. Auflage
288 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7534-2866-6 (ISBN)
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(CHF 9,75)
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Die vier Jahreszeiten-Bilder 'Ver/ Frühling, Aestas/ Sommer, Autumnus/ Herbst, Hiems/ Winter' behandeln vier besondere Schwerpunkte: 1. Die 'Lesegesellschaft', a) die von Musik begleitet die Einweihung des Einzuweihenden erlebt, erhält durch diesen Einzuweihenden einen geistigen Sonnenaufgang, und sie stellt b) den Einweihungsweg in ihrem 'Buch' dar, welches das 'schöpferische (hervorbringende) Wort' (der 12 Stufen des Weges) beinhaltet, und sie erlebt c) die Strahlkraft der Fußabdrücke des Buddha an diesem Ort. 2. Die Geometrie des zweiten jahreszeitenbildes hebt das den Zutritt zur Wiese versperrende Wiesen-Gatter fort und hebt damit zugleich den linken Arm das am Heuberg ruhenden Erntearbeiters hoch, so dass dieser beide Arme mit den dann in den Ellenbogen angewinkelten Armen zum Zeichen des 'Ka' (zur unsterblichen Triade des Menschen), aufhebt, so dass der Interpret sich den Zugang zur Wiese (diesen Zugang erkennend) und zu dem inzwischen unsterblichen Eingeweihten (als seinesgleichen) öffnet. 3. Der Einweihungsweg im Herbst-Bild zeigt das Übersteigen (Transzendieren) des eigenen Universums zum jenseitigen Ort 'P9", welches Überstiegen hier, sehend auf das eigene Herkommen von höchster Höhe und von tiefster Tiefe, arbeitet, im Rückblick auf dieses Herkommen, im Sinne seiner Ganzheit. 4. Das vierte Winterbild erklärt, welche Unterschiede Hans Bol zwischen Kirchenchristentum und Buddhismus sieht: Ersteres ist vergleichbar mit dem toten Kernholz eines vergehenden Baumstumpfes, - letzteres ist vergleichbar mit dem neu ausschlagenden Holz der Rinde eines Baumstumpfes und derart mit dem ewigen Leben.

5. "AESTAS", DER SOMMER (BOL/VAN
SCHOEL


ZUM BILD:

[Abb. 45, 46] Am linken Bildrand liegen Bauernhäuser entlang eines leicht erhöhten und kurvig ausgefahrenen Weges, der einen von links leicht abfallenden Hang nach rechts mit leicht erhöhtem, von hohen Eichen bestandenem Wall, säumt, der nach weiterem leichten Abfall weiter nach rechts den Uferstreifen eines breiten Baches begleitet.

Dieser Bach fasst die mehr als halbe Bildbreite einnehmende Talaue gegen den links abfallenden, bzw. ansteigenden Hang ein und bietet hier im Sommer den Anblick der Heuernte mit den vereinzelt aufgestellten Heuhaufen, die das zu trocknende Gras (wahrscheinlich) mit einem inneren Holzgestell (Heureuter oder Heuhütte) zur besseren Durchlüftung aufgenommen haben. - Allerdings scheint der Bildentwerfer oder der die Druckplatte herstellende Radierer den Heuhaufen ohne das innen liegende Holzgestell dargestellt zu haben, was deswegen vermutet werden kann, weil nicht eine aus dem Heuhaufen heraus ragende Holzstange zu sehen ist, so dass die Heuhaufen als kompakte durch und durch aus Gras, bzw. aus Heu bestehende Haufen erscheinen.

[Abb. 45] Hans Bol/ Hendrik van Schoel: AESTAS/SOMMER", Fotokopie nach dem Originalbild (Radierung).

Im Hintergrund der Wiese wird zusammen geharktes Gras mit einer Heugabel (Forke) zu einem Heuhaufen und auch zu einem Erntewagen (Leiterwagen) getragen. Im Mittelgrund des Bildes harkt eine Frau mit einer Heuharke (einem Heurechen) Gras zusammen, rechts trägt eine andere Frau eine größere Menge Gras zu einem Heuhaufen, während zwei Männer, mehr liegend als sitzend, gegen einen Heuhaufen gelehnt, ein Schläfchen halten.

Im Bildvordergrund wird - von der Wiese durch eine geschlossene Tür (ein Gatter) abgetrennt - ein beladener Heuwagen von einem Pferdegespann abtransportiert. Oberhalb der beiden ruhenden Arbeiter stehen zwei sich x-förmig überschneidende Bäume (Erlen?), wodurch im Bild eine senkrechte Achse ensteht, die den mittleren und größten Heuberg (mit den Themen von "Arbeiten + Ruhen", "Licht + Schatten", "Unbewusstes/ Dunkles + Bewusstsein/ Helles") betont.

[Abb. 46] Hans Bol/ Hendrik van Schoel: AESTAS/ SOMMER", Umrisszeichnung nach dem Originalbild (Radierung).

Des Weges kommen zum linken Vordergrund hin ein Reiter mit Schwert und Tierfalle (?), und neben seinem Pferd gehend, ein Armbrustschütze, wohl ein Jäger, begleitet von einem Hund.

Zur entfernten Bild-Tiefe hin windet sich der Auen-Bach um eine vorspringende Geestzunge mit Windmühle zu einer größeren Stadt hin um deren Türme, Häuser und Burganlage, die bereits von dem rechts liegenden Hang aus vorliegender Sicht etwas verdeckt wird.

[Abb. 47, 48,] Die Sonne am hohen Himmel sendet ihre Strahlen wie heiße Pfeile über das Land, unterbrochen von einer schweren Haufenwolke, deren starker Hell-dunkel-Kontrast übertrieben erscheinen mag, aber doch auch mit der heutigen, sommerlichen Wirklichkeit der Wolken in der holländisch-belgischen Grenzregion überein zu stimmen scheint. Die beiden folgenden Wolkenbilder wurden in Breda (Südholland) zum Anfang des Monats Mai 2019 morgens gegen sieben Uhr aufgenommen, - und diese waren bereits nach etwa vier Stunden in weiße Sommerwolken vor blauem Himmel gewandelt.

[Abb.47] Morgenhimmel über Breda (Provinz Noord Brabant) im Mai 2019 (Fotografie).

ZUR VERBORGENEN GEOMETRIE DES KUNST-BILDES:

Zum Rasterfeld der 3 mal 3 Werte:

[Abb. 49]

Zu den Werten des vorzeichnenden und nachmessenden Meisters (W.–St–Sch.):

Der Ort und Wert der "Schönheit/ Sch." (Übergegensätzlichkeit) liegt (so etwa) auf dem Mittelpunkt der am oberen Bildrand angegebenen Sonne. Sie versinnbildlicht Osiris, [1] bzw. Horus [2] oder Atma [3] und stellt so den höchsten Wert des ganzen symbolischen Systems der rituellen verborgenen Geometrie dar, welche überwiegend nach dem nördlichen, spirituellen Mahayana-Buddhismus arbeitet.

Der Ort und Wert der "Weisheit/ W." (Erkenntnis des Diesseitigen und des Jenseitigen) liegt unterhalb von "Schönheit/ Sch." auf der Harke (auf dem Holzrechen) auf ihrem T-förmigen Verbindungsteil zwischen dem Stiel (Handstock) und der Querlatte mit den Zinken (bzw. kleinen Rundstäben). "Diesseitig gesehen" wird das gemähte Gras, das entstehende Heu, zusammen geharkt und "jenseitig gesehen" wächst aus dem fruchtbaren Erdboden das Gras nach, so dass im Sommer mehrfach eine Heuernte vorgenommen werden kann. Es ist ein Ort des Aberntens (diesseitig) und des Nachwachsens (jenseitig).

[Abb 48] Morgenhimmel über Breda (Provinz Noord Brabant) im Mai 2019 (Fotografie).

Der Ort und Wert der"Stärke/ St." (Überwindung des Materiellen und Körperlichen) liegt zwischen den Orten "Schönheit/ Sch." und "Weisheit/ W." in einer vier Siebtel Höhe dieser Strecke "W.-Sch." auf einem in den Himmel nach rechts vorragenden und belaubten Ast einer mächtigen Eiche, die wegen ihres harten Holzes als "Symbol der Unsterblichkeit" galt. [4] Ihr Vorragen und Einteilen der Strecke "W–Sch" überdauert also die dem Menschen nahe Zeit-Einteilung nach einer sinnlichen Phase (der "4" zugeordnet) und einer geistigen Phase (der "3" zugeordnet) dessen Lebens.

Da der Ort "Stärke/ St." nicht auf der Schulter einer im Kunstbild vorhandenen Person liegt, wird hier auch keine im Kunstbild vorhandene Person zum Einzuweihenden bestimmt. Der Interpret des Kunstbildes, der aber an Stelle eines im Kunstbild dargestellten Einzuweihenden die im Kunst-Bild aufzufindenden Werte selbst imaginieren und bestimmen muss (sonst wird er nicht die "Eigenschaften/ Merkmale Gottes" dem Kunstbild entnehmen können), wird also diese "Schulter" des Eichenbaumes als seine Schulter im Sinne seiner Aufgabe des "Überwindens bei St." übernehmen, - sonst bleibt eben diese "symbolische Schulter" (als eines "verborgen-geometrischen Bestimmungsstücks" im Rahmen der Verborgenen Geometrie) lediglich ein nach rechts in den Bildraum vorgewachsener Ast (als ein "bildgegenständliches Bestimmungsstück" eines derart gewachsenen Baumes).

[Abb.49] Bol/ v. Schoel: AESTAS/ SOMMER", Zeichnung mit: das Rastergitter-Feld mit den "3 mal 3 Werten" (W.–St..–Sch., N..–R..–F., PA.–P2.–P.3).

Wenn aber eine Symbolbedeutung der Eiche hinsichtlich einer Unsterblichkeit bedacht wird, so mag die Aussage ihres Wertes der "Stärke" ausdrücken, dass der Gedanke einer Unsterblichkeit angesichts des bei ihr liegenden Wertes "St." überwunden werden solle zugunsten auch ihrer möglichen individuellen Hinfälligkeit, - dass von allem Sichtbaren, das ist, nichts beständig sein muss, im Gegensatz zum Zugrundeliegenden eines (damals vermeintlichen) beständigen Wesens der Natur, - womit wiederum auf eine Renaissance antiker Philosophie hinsichtlich des Zugrundeliegenden (eines Wesens) [5] und eines Hinzutretenden (eines Merkmales/ Werdens) [6] hingewiesen wäre.

[Abb. 50] Sand-Skulptur von einem Kind ("Sonne mit zentralem Berg") am Strand von Zandvoort (Provinz Noord Holland) vom September.2018 (Fotografie).

Dieser Wert (St.) der Verborgenen Geometrie bereitet also den Interpreten auf einen selbst bei einer Eiche nicht zu erwartenden Wert eines Unsterblichen vor. Dieser Wert müsse nicht bei dieser Pflanze einer Eiche liegen. Sie kann auch als sterblich gelten. Zu den Werten des kontemplativen Lehrlings (N.–R.–F.):

Der Ort und Wert der "natura/N." (die Natur des Menschen, wie man sie ansieht) liegt auf dem Bauch des die Armbrust tragenden Jägers, der mit jenem Wert des Bauches (des Wandelns) und des Bauchzeichens (Stomachale) [7] bereits als ein Meister zu bezeichnen ist. Anscheinend ist er ein Meister im Armbrustschießen, ohne damit etwas auf ihn bezogenes Rituelles auszusagen. Hier jedoch ist seine rituelle Bedeutung (des Bauches), nämlich die "Kraft der Wandlung" zu einer Höherentwicklung hin [8] anzunehmen, welche rituelle Möglichkeit, dem Ewigkeitswert des Meisters nahe kommt.

Der Ort und Wert der "religio/ R." (Kultus, Heiligkeit) liegt oberhalb von Punkt "Natur/ N." und auf gleicher Höhe mit Punkt "Stärke/ St." in einer Astgabel der die linke Bildhälfte ausfüllenden, mächtigen Eiche. Diese Y-Figur der Astgabel bedeutet den Y-Buchstaben im Sinne des "Yiós" (des Gottes-Sohnes/ Gotteskindes, welches wir seien [9]), sowie das Auffangbecken (oder den Trichter) für eine vom "Sohn/ Heiland" überbrachte Botschaft oder Energie, die also etwas...

Erscheint lt. Verlag 16.4.2021
Sprache deutsch
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Malerei / Plastik
ISBN-10 3-7534-2866-3 / 3753428663
ISBN-13 978-3-7534-2866-6 / 9783753428666
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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