Tiefenenttrümmerung
Deutsche Topographien
Seiten
2021
Steidl Verlag
978-3-95829-905-4 (ISBN)
Steidl Verlag
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In Tiefenenttrümmerung schaut Arwed Messmer zurück: auf die gewaltigen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umbrüche in Ostdeutschland und Berlin nach der Wiedervereinigung 1990. Seine panoramatischen Bilder fangen Landschaften und Stadtansichten im Übergang ein, schon kurze Zeit später werden sie nicht mehr so sein wie zuvor. Nach zahlreichen, viel beachteten Projekten, die aus Archiven unterschiedlichster Gebrauchsfotografie schöpften (Polizei-, Militär- und stadtbaugeschichtlichen Archiven), widmet sich Messmer nun seinem eigenen Archiv. Er nutzt bisher unveröffentlichte Bilder, editiert bestehende Werkgruppen neu, formt sie um und setzt die Serien zueinander in Beziehung.
Viele problematische Aspekte der jüngeren deutschen Geschichte, wie zum Beispiel der erstarkende Nationalismus, finden ihren Ausdruck in den Bildern dieses Buchs. Besonders nimmt es jedoch die Zerstörung der ostdeutschen Nachkriegsmoderne in den Blick. Das Verschwinden dieser Architektur aus dem Stadtbild verfolgte einen Zweck: die Teilung des Landes und den sozialistischen Staat vergessen zu machen. Auf den Brachflächen wurde gebaut, und zwar die Gebäude, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren. So musste dem Wiederaufbau des Berliner Schlosses der imposante Palast der Republik weichen, auf dessen letzter stehengebliebener Stützmauer noch für einige Wochen ein Graffiti zu lesen war: »Die DDR hat's nie gegeben«.
Viele problematische Aspekte der jüngeren deutschen Geschichte, wie zum Beispiel der erstarkende Nationalismus, finden ihren Ausdruck in den Bildern dieses Buchs. Besonders nimmt es jedoch die Zerstörung der ostdeutschen Nachkriegsmoderne in den Blick. Das Verschwinden dieser Architektur aus dem Stadtbild verfolgte einen Zweck: die Teilung des Landes und den sozialistischen Staat vergessen zu machen. Auf den Brachflächen wurde gebaut, und zwar die Gebäude, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden waren. So musste dem Wiederaufbau des Berliner Schlosses der imposante Palast der Republik weichen, auf dessen letzter stehengebliebener Stützmauer noch für einige Wochen ein Graffiti zu lesen war: »Die DDR hat's nie gegeben«.
Arwed Messmer, geboren 1964, widmet sich seit Anfang der 1990er Jahre als dokumentarischer Stadtfotograf den Veränderungen Berlins und Ostdeutschlands. Ab 2007 setzt er sich auch mit Bildsammlungen in Archiven auseinander, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben. Entstanden sind umfangreiche Ausstellungen und Publikationen zum Ost-Berlin der 1950er Jahre, zur Berliner Mauer, zu den Archiven der Staatssicherheit und zum westdeutschen Linksterrorismus.
| Erscheinungsdatum | 30.04.2021 |
|---|---|
| Zusatzinfo | 320 Seiten mit 17 Ausklappern und einem 48seitigen Booklet |
| Verlagsort | Göttingen |
| Sprache | englisch; deutsch |
| Maße | 210 x 335 mm |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst |
| Schlagworte | Deutschland • Ostdeutschland • Wiedervereinigung |
| ISBN-10 | 3-95829-905-9 / 3958299059 |
| ISBN-13 | 978-3-95829-905-4 / 9783958299054 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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