Margret Bilger in Wort und Bild
Bibliothek der Provinz (Verlag)
978-3-99028-898-6 (ISBN)
Melchior Frommel wurde am 2. März 1937 in Münster im Taunus (Deutschland) als Sohn des Komponisten Gerhard Frommel (1906–1984) und seiner Frau Gertrud (Puppenspielerin, 1906–2001) geboren. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in Heidelberg verbrachte er ein Lehrjahr beim Maler Karl Rödel (1907–1982) in Mannheim. Von 1957 bis 1963 besuchte Frommel die Kunstakademie in München, Klasse Franz Nagel. Im Herbst 1958 nahm er als Zeichner an den Ausgrabungen unter Ernst Buschor im Heraion auf der griechischen Insel Samos teil. Im Sommer 1960 begann Frommel ein Praktikum bei Margret Bilger und Odilo Kurka in der Glasmalerei des Klosters Schlierbach in Oberösterreich. Seit 1963 ist er mit der Österreicherin Franziska Frommel (geb. Holzinger) verheiratet und er wohnt seither im oberösterreichischen Oberschlierbach. Aus der Ehe gingen vier Kinder (und fünf Enkel) hervor: Elisabeth, Vincent, Gerhard, Roland. Von 1965 bis 1973 war Frommel Kunsterzieher und Deutschlehrer am Gymnasium in Laufen an der Salzach, Bayern. In den 1970er Jahren erhielt er die Gelegenheit, an der Deutschen Schule in Thessaloniki zu lehren. Er lebte mit der Familie von 1973 bis 1979 in Thessaloniki. Danach wechselte Frommel bis 1998 als Kunst-, Deutsch- und Ethiklehrer ans Gymnasium Oberhaching bei München. Neben seiner pädagogischen und künstlerischen Tätigkeit war er Herausgeber zahlreicher Publikationen, insbesondere zu Leben und Werk der Margret Bilger.
Martin Hochleitner: 1970 in Salzburg geboren, verheiratet, ein Sohn. Studium der Klassischen Archäologie (Mag. phil, 1992) und Kunstgeschichte (Dr. phil, 2002) an der Universität Salzburg. Dissertation: „Grundlagen und Rezeption skulpturaler Erscheinungsformen in der oberösterreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts“. 1993 bis 2000 Mitarbeiter am Institut für Kulturförderung des Landes Oberösterreich (Leitung der Förderungsbereiche Bildende Kunst, Foto, Film, Neue Medien und Architektur); 1993 bis 2000 Leiter der Galerie im Stifterhaus (gemeinsam mit Mag. Dr. Peter Assmann); seit 1997 Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an der Kunstuniversität Linz; Schwerpunkte im Bereich Bildtheorie, projektorientierte Kunsttheorie, Vergleichende Kunstgeschichte, Ikonographie und Rezeptionsgeschichte; 2000 bis Sept 2012 Leiter der Landesgalerie Linz am Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz; 2002 bis 2004 Mitglied des Fotobeirats der Republik Österreich (gemeinsam mit Monika Faber und Seiichi Furuya); seit 2005 Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte am Institut für Kunstwissenschaften und Philosophie der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz; Studienjahr 2007/08 Gastprofessur für Fototheorie an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Professorin Gabriele Rothemann; 2007 Projektauftrag der Direktion Kultur des Landes Oberösterreich für die Konzeption und Einrichtung der Kunstsammlung – als Schaulager und Ausstellungseinrichtung für Gegenwartskunst in Linz (Eröffnung Juli 2009); 2008 Universitätsprofessor für Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der Kunstuniversität Linz; seit September 2012 Direktor des Salzburg Museum, 2013 „Ars docendi“ – Staatspreis für excellente Lehre an österreichischen Universitäten
Margret Bilger: 1904 geboren am 12. August in Graz als zweites von drei Kindern des Historikers Ferdinand Bilger (1875–1949) und seiner Frau Margit, geb. Matthéy-Guenet (1874–1933) 1907–11 Familie Bilger in Heidelberg, 1911 Übertritt von Vater Bilger mit den Kindern zur protestantischen Konfession seiner Frau; Rückkehr nach Graz 1922–23 auf Kunstschulen in Stuttgart 1924 Hilfsschwester bei TBC-kranken Kindern auf der Stolzalpe 1925–29 Kunstgewerbeschule Wien, Graphik (Bertold Löffler), Glasmalerei (Reinhold Klaus), Schrift (Rudolf Larisch); wohnt gegen Mithilfe im Kinderheim der Baronin Mayer in Nussdorf 1928 Erster Österr. Staatspreis für die beste Gesamtleistung an der Kunstgewerbeschule 1929/30 Verkäuferin an der Wiener Werkstätte 1933 Tod der Mutter. 24.11. Heirat mit dem Flickschuster Markus Kastl in Graz 1934 18.3. Totgeburt, Eklampsie 1936 Herbst: Reise nach Dänemark zu den Freunden Elisabeth Karlinsky und Hans Scherfig 1937 kurzes Liebeserlebnis mit H.Z. in Taufkirchen an der Pram 1938 19.10.: Erster Besuch bei Alfred Kubin in Zwickledt, Beginn der Freundschaft Juni 1939 das großmütterliche Haus in Taufkirchen, Leoprechting 10, wird dauernder Wohnsitz 1940 bei der Freundin in Bad Homburg, zeigt im Kunstverein Frankfurt Aquarelle 1941 zeichnet und aquarelliert am Gardasee 1942 schlägt ‚Holzrisse’ als terminus technicus für ihre Art Holzschnitte vor 1943 April: 1. Ausstellung bei Günther Franke in München; Juni: Im Böhmerwald auf Adalbert Stifters und Kubins Spuren 1946 lernt den vom Bauhaus kommenden Maler Hans Joachim Breustedt kennen 1949 Tod des Vaters. Mai: Ausstellung von Holzrissen und Aquarellen in der Albertina 1949–52 bei Wolfgang Gurlitt unter Vertrag 1950 mit sechs Holzrissen und zwei Aquarellen auf der 25. Biennale von Venedig als eine von vier Frauen unter 43 österreichischen Künstlern 1950–71 Das glasmalerische Werk entsteht im Zisterzienserkloster Stift Schlierbach. 1953 Heirat mit Hans Joachim Breustedt 1954 Goldene Medaille für Glasmalerei bei der Internationalen Ausstellung Christlicher Kunst in Wien für das Taufkapellenfenster Wien-Liesing 1960 April: mit Breustedt in Assisi 1961 Erhält den Titel Professor h.c., Freitod des Bruders Ferdinand Bilger 1963–64 13 Fenster ‚Glaubensfeste’ für die Bernardi-Kapelle in Stift Heiligenkreuz 1963 Das Spätwerk der Hinterglasbilder und Webereien entsteht 1966 konvertiert zur röm.-kath. Konfession 1970 Januar: Operation; Arbeit am Fenster für Duisburg-Hamborn 1971 Entwürfe Ideenwettbewerb Emporenfenster Stephansdom, Wien 24. Juli stirbt in Schärding am Inn 1975 Das Land Oberösterreich veranstaltet vom 24. Mai bis 31. August eine Gedächtnisausstellung über das Gesamtwerk in den Räumen von Stift Schlierbach. 1978 Eröffnung der Margret-Bilger-Galerie in Stift Schlierbach 2004 Eröffnung des Bilger-Breustedt-Hauses Taufkirchen an der Pram durch den 1998 gegründeten ‚Verein Bilger-Haus‘ als öffentliche Gedenkstätte mit alljährlich wechselnden Ausstellungen
| Erscheinungsdatum | 28.11.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | artedition · Verlag Bibliothek der Provinz |
| Vorwort | Martin Hochleitner |
| Zusatzinfo | zahlr. vierfärbige Abb. |
| Verlagsort | Weitra |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Gewicht | 1050 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater |
| Schlagworte | Bilger, Margret, 1904–1971 • Gedicht • Glasmalerei • Hinterglasmalerei • Holzriss • Holzschnitt • Malerei • Webarbeit • Zeichnung |
| ISBN-10 | 3-99028-898-9 / 3990288989 |
| ISBN-13 | 978-3-99028-898-6 / 9783990288986 |
| Zustand | Neuware |
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