Dantes Paolo und Francesca in der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts
Entstehung und Entwicklung eines "romantischen" Bildthemas
Seiten
2002
VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
978-3-89739-294-6 (ISBN)
VDG Weimar - Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften
978-3-89739-294-6 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
keine Neuauflage - Artikel merken
Dante Alighieris Liebespaar Paolo und Francesca ist heute nur Literaturbegeisterten überhaupt noch ein Begriff - geschweige denn Thema der bildenden Kunst. Im 19. Jahrhundert jedoch gehörte gerade diese Episode aus dem 5. Höllengesang der Göttlichen Komödie zu den beliebtesten Sujets der Epoche. Künstler von Füssli über Ingres und Delacroix bis hin zu Böcklin und Rodin haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt; mit Gustave Dores berühmten Divina-Commedia-Illustrationen erreichte die Dante-Begeisterung einen Höhepunkt: Das im Sturmwind der Hölle schwebende Liebespaar war zum pathosgeladenen Inbegriff der leidenschaftlichen Liebe schlechthin geworden. Im Zuge der nach 1900 einsetzenden Neudefinition dessen, was Kunst der Avantgarde sein soll, büßt das narrative Dante-Sujet seine überragende Bedeutung als autonomes Bildthema bis auf entweder bewußt ironisch distanzierende oder nostalgisch-traditionalistische Reminiszenzen ein. Im 20. Jahrhundert werden Paolo und Francesca schli eßlich bestenfalls noch als notwendiger Bestandteil von Dante-Illustrationen toleriert.
Die Autorin beschreibt diesen Transformationsprozeß anhand ausführlicher Werkanalysen, bei denen vor allem die Frage nach der Motivation des jeweiligen Künstlers, sich mit Dante zu befassen, und die Frage nach dem Auswahlprinzip und dem kreativen Umgang mit Vorbildern eine Rolle spielt. Es werden sowohl werkmonographische Einsichten vermittelt als auch ein Einblick in den geistesgeschichtlichen Prozeß der Etablierung und Entwicklung eines Bildthemas gegeben, der über das bloße Aufzeigen von ikonographischen Bezügen weit hinausgeht.
Die Autorin beschreibt diesen Transformationsprozeß anhand ausführlicher Werkanalysen, bei denen vor allem die Frage nach der Motivation des jeweiligen Künstlers, sich mit Dante zu befassen, und die Frage nach dem Auswahlprinzip und dem kreativen Umgang mit Vorbildern eine Rolle spielt. Es werden sowohl werkmonographische Einsichten vermittelt als auch ein Einblick in den geistesgeschichtlichen Prozeß der Etablierung und Entwicklung eines Bildthemas gegeben, der über das bloße Aufzeigen von ikonographischen Bezügen weit hinausgeht.
| Sprache | deutsch |
|---|---|
| Maße | 200 x 280 mm |
| Gewicht | 1135 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Kunstgeschichte / Kunststile |
| Kunst / Musik / Theater ► Malerei / Plastik | |
| Schlagworte | Dante (Alighieri) • Dante Alighieri • Göttliche Komödie • HC/Kunst/Kunstgeschichte • Kunsttheorie • Paar (Motiv in d. bild. Kunst) • Paar (Motiv in der Literatur) • Paar (Motiv in d. Literatur) • Rezeption (Literatur) |
| ISBN-10 | 3-89739-294-1 / 3897392941 |
| ISBN-13 | 978-3-89739-294-6 / 9783897392946 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
kleine Kulturgeschichte einer brillanten Allianz
Buch | Softcover (2025)
Iudicium (Verlag)
CHF 33,90