Eine (Wieder-)Erfindung des Holzschnitts in Resonanz mit Merleau-Pontys Chiasma / A Woodcut (Re-)invention in Resonance with Merleau-Ponty’s Chiasma
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Der Künstler und Kunsttheoretiker Christoph M. Loos (*1959) arbeitet in Essen und in Grafschaft bei Bonn. Er studierte Bildhauerei, Philosophie und Freie Graphik u. a. an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 hatte er die Dix-Stiftungs-Professur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach a. M. inne. Im Zuge seiner Ausstellungstätigkeiten war er zuletzt national im Museum Morsbroich Leverkusen und international auf der 6. »Beijing International Art Biennale« im National Art Museum of China vertreten.
»Christoph M. Loos' Position bedeutet also eine Singularität im aktuellen Wissenschaftsbetrieb. In einer Zeit, in der den künstlerischen Produkten allerhand gesellschaftliche Serviceleistungen (›Kunst als Therapie‹, ›Kunst als Wissensvermittlung‹ ...) abverlangt und Forderungen nach transmedialer Erkenntnisproduktion laut werden, wirkt es wie eine unzeitgemäße Strategie, wenn ein Künstler die heroische Aufgabe auf sich nimmt, gegen den Relevanzverlust einer Gattung zu arbeiten und sich um die Rettung einer gefährdeten Art bemüht: um die Wiedergeburt des Holzschnitts aus dem Geist der Installation.«
Harald Kimpel: Rezension von: Christoph M. Loos: Eine (Wieder-)Erfindung des Holzschnitts in Resonanz mit Merleau-Pontys Chiasma / A Woodcut (Re-)invention in Resonance with Merleau-Ponty?s Chiasma, in: sehepunkte 18 (2018), Nr. 5 [15.05.2018], URL: http://www.sehepunkte.de
/2018/05/30944.html (29.05.2018)
»Am und mit dem Baum hat der Künstler Christoph M. Loos dargelegt, wie es möglich ist, ein komplettes Lebenswerk zum ›Sinn-System Baum‹ anzulegen, in dem die traditionsreiche Vervielfältigungstechnik des Holzschnitts nicht nur als Medium, sondern zugleich als Thema des künstlerischen Prozesses einer erweiterten, gänzlich neuen Bedeutung zugeführt wird. […] Im Wissen um diese kunstgeschichtliche Erneuerungstat darf der Künstler / Autor den Status eines poeta doctus beanspruchen, bei dem ästhetische Produktion und deren Reflexion eine unlösbare Verbindung eingehen. […] Christoph M. Loos überschreitet die Grenzen, die dem Baum natürlich gesetzt sind – und er überschreitet die Grenzen, von denen die Gattung Druckgrafik traditionell limitiert wird. […] Nicht zuletzt ist die äußere Gestalt des fulminanten Gesamtprodukts zu würdigen – weniger eine Publikation als vielmehr eine Buch-Plastik, in der sich die theoretische Darlegung durch Text und Bild in Form eines eigenständigen Kunstobjekts materialisiert. […] Die Reflexion über das Verhältnis von Geist und Materie, von Blatt und Skulptur materialisiert sich in einem Buch-Objekt, das seinerseits zur Skulptur wird: zu einem Objekt, das die These vom Ende des analogen Buchs triumphal widerlegt […]. Schwierig im Umgang, sperrig in jeder Hinsicht, ist es ein Gegenstand für ein Skriptorium: am Pult im Stehen zu studieren – nicht nur aus Respekt vor seinem Inhalt, sondern auch vor der überwältigenden Präsenz seiner äußeren Form.« Harald Kimpel, Journal für Kunstgeschichte, 3/2018, S. 277–289
| Erscheinungsdatum | 28.08.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Artificium ; 55 |
| Zusatzinfo | mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Abbildungen |
| Verlagsort | Oberhausen |
| Sprache | englisch; deutsch |
| Maße | 240 x 320 mm |
| Gewicht | 2800 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Malerei / Plastik |
| Schlagworte | 20. Jahrhundert (1900 bis 1999 n. Chr.) • 21. Jahrhundert (2000 bis 2100 n. Chr.) • Bildhauerei und Plastik • Deutschland • Druck • Druckgrafik • Druckstock • einzelne Künstler, Künstlermonografien • Holzschnitt • Installation • Kunst • Kunstästhetik • Kunstphilosophie • Kunst: Schnitzereien • Merleau-Ponty • Skulptur |
| ISBN-10 | 3-89896-658-5 / 3898966585 |
| ISBN-13 | 978-3-89896-658-0 / 9783898966580 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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