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Eine (Wieder-)Erfindung des Holzschnitts in Resonanz mit Merleau-Pontys Chiasma / A Woodcut (Re-)invention in Resonance with Merleau-Ponty’s Chiasma

(deutsch/englisch)

(Autor)

Christoph M. Loos (Künstler)

Buch
304 Seiten
2017
ATHENA-Verlag
978-3-89896-658-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Eine (Wieder-)Erfindung des Holzschnitts in Resonanz mit Merleau-Pontys Chiasma / A Woodcut (Re-)invention in Resonance with Merleau-Ponty’s Chiasma - Christoph M. Loos
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Christoph M. Loos, der im deutschsprachigen Raum zu den wichtigsten Künstlern des zeitgenössischen Holzschnitt gehört, unternimmt mit seiner Dissertation den zugleich gewagten als auch faszinierenden Versuch, die theoretischen und konzeptuellen Grundlagen seines eigenen Werkes philosophisch und medientheoretisch zu untersuchen. Kreation und Reflexion gehen Hand in Hand. Er steht damit in einer lang währenden – aber in den vergangenen Jahrzehnten in Vergessenheit geratenen – Tradition eines poeta doctus, eines gelehrten Künstlers. Christoph M. Loos has made a name for himself as one of the most important artists working in the medium of the woodcut in German-speaking countries, and now in his dissertation he has undertaken the daring and fascinating project to investigate the theoretical and conceptual basis of his own work both in terms of its philosophical implications and from the perspective of media theory. Creation and reflection go hand in hand. Here the artist is following in a venerable – though in the past decades largely forgotten – tradition of the poeta doctus, a learned artist.

Der Künstler und Kunsttheoretiker Christoph M. Loos (*1959) arbeitet in Essen und in Grafschaft bei Bonn. Er studierte Bildhauerei, Philosophie und Freie Graphik u. a. an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 2004 bis 2007 hatte er die Dix-Stiftungs-Professur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach a. M. inne. Im Zuge seiner Ausstellungstätigkeiten war er zuletzt national im Museum Morsbroich Leverkusen und international auf der 6. »Beijing International Art Biennale« im National Art Museum of China vertreten.

»Christoph M. Loos' Position bedeutet also eine Singularität im aktuellen Wissenschaftsbetrieb. In einer Zeit, in der den künstlerischen Produkten allerhand gesellschaftliche Serviceleistungen (›Kunst als Therapie‹, ›Kunst als Wissensvermittlung‹ ...) abverlangt und Forderungen nach transmedialer Erkenntnisproduktion laut werden, wirkt es wie eine unzeitgemäße Strategie, wenn ein Künstler die heroische Aufgabe auf sich nimmt, gegen den Relevanzverlust einer Gattung zu arbeiten und sich um die Rettung einer gefährdeten Art bemüht: um die Wiedergeburt des Holzschnitts aus dem Geist der Installation.«
Harald Kimpel: Rezension von: Christoph M. Loos: Eine (Wieder-)Erfindung des Holzschnitts in Resonanz mit Merleau-Pontys Chiasma / A Woodcut (Re-)invention in Resonance with Merleau-Ponty?s Chiasma, in: sehepunkte 18 (2018), Nr. 5 [15.05.2018], URL: http://www.sehepunkte.de
/2018/05/30944.html (29.05.2018)

»Am und mit dem Baum hat der Künstler Christoph M. Loos dargelegt, wie es möglich ist, ein komplettes Lebenswerk zum ›Sinn-System Baum‹ anzulegen, in dem die traditionsreiche Vervielfältigungstechnik des Holzschnitts nicht nur als Medium, sondern zugleich als Thema des künstlerischen Prozesses einer erweiterten, gänzlich neuen Bedeutung zugeführt wird. […] Im Wissen um diese kunstgeschichtliche Erneuerungstat darf der Künstler / Autor den Status eines poeta doctus beanspruchen, bei dem ästhetische Produktion und deren Reflexion eine unlösbare Verbindung eingehen. […] Christoph M. Loos überschreitet die Grenzen, die dem Baum natürlich gesetzt sind – und er überschreitet die Grenzen, von denen die Gattung Druckgrafik traditionell limitiert wird. […] Nicht zuletzt ist die äußere Gestalt des fulminanten Gesamtprodukts zu würdigen – weniger eine Publikation als vielmehr eine Buch-Plastik, in der sich die theoretische Darlegung durch Text und Bild in Form eines eigenständigen Kunstobjekts materialisiert. […] Die Reflexion über das Verhältnis von Geist und Materie, von Blatt und Skulptur materialisiert sich in einem Buch-Objekt, das seinerseits zur Skulptur wird: zu einem Objekt, das die These vom Ende des analogen Buchs triumphal widerlegt […]. Schwierig im Umgang, sperrig in jeder Hinsicht, ist es ein Gegenstand für ein Skriptorium: am Pult im Stehen zu studieren – nicht nur aus Respekt vor seinem Inhalt, sondern auch vor der überwältigenden Präsenz seiner äußeren Form.« Harald Kimpel, Journal für Kunstgeschichte, 3/2018, S. 277–289

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Artificium ; 55
Zusatzinfo mit zahlreichen farbigen und schwarzweißen Abbildungen
Verlagsort Oberhausen
Sprache englisch; deutsch
Maße 240 x 320 mm
Gewicht 2800 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Malerei / Plastik
Schlagworte 20. Jahrhundert (1900 bis 1999 n. Chr.) • 21. Jahrhundert (2000 bis 2100 n. Chr.) • Bildhauerei und Plastik • Deutschland • Druck • Druckgrafik • Druckstock • einzelne Künstler, Künstlermonografien • Holzschnitt • Installation • Kunst • Kunstästhetik • Kunstphilosophie • Kunst: Schnitzereien • Merleau-Ponty • Skulptur
ISBN-10 3-89896-658-5 / 3898966585
ISBN-13 978-3-89896-658-0 / 9783898966580
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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