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Martha vor dem Spiegel - Stefan Kuntze

Martha vor dem Spiegel

Ein Roman um das Doppelleben des Malers Otto Dix

(Autor)

Buch | Softcover
124 Seiten
2015
epubli (Verlag)
978-3-7375-2745-3 (ISBN)
CHF 11,90 inkl. MwSt
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Der Maler Otto Dix hat ein Doppelleben geführt. 1937 porträtierte er seine Ehefrau als Prostituierte. 1990 soll das Bild teuer verkauft werden. Drei Beteiligte wollen betrügen; zwei Menschen sterben
Der Maler Otto Dix war gnadenloser Beobachter der Gesellschaft und begnadeter Porträtist. Seine sozialkritische Darstellungen und Bilder aus der Bordellszene brachten dem "Dirnenmaler" den Vorwurf ein, er produziere Pornografie. Im Nationalsozialismus wurden zahlreiche Werke zerstört oder beschlagnahmt. Einige tauchten im Schwabinger Kunstfund auf. Otto Dix hat ein Doppelleben geführt. Von 1923 bis zu seinem Tod 1969 war er mit Martha verheiratet. Ab 1927 war er Professor in Dresden und mit Käthe König liiert, die 1939 die gemeinsame Tochter Katharina zur Welt brachte. Otto Dix war in beiden deutschen Staaten anerkannt.
Fünf Klassenkameraden des Abiturjahrgangs 1960 aus Stuttgart kommen mit dem Bild in Berührung. Einer will es für die städtische Galerie, welche die weltweit größte Dix-Sammlung besitzt. Der zweite will seinen Kunsthandel retten. Ein dritter will eine nach der Wende sich bietende Chance auf hohen Gewinn nutzen. Der vierte missbraucht dienstliches Wissen für private Bereicherung.
Als Käthe 1984 stirbt, findet Katharina Briefe von Otto Dix, die pornografische Zeichnungen enthalten. Ein Schulkamerad verkauft einige nach Westdeutschland. Im Frühjahr 1990 findet sie das Gemälde 'Martha vor dem Spiegel', welches dem verschollenen 'Mädchen vor dem Spiegel' ähnelt, das Dix 1923 eine Anklage wegen Verletzung der Sittlichkeit eingebracht hatte und als "entartete Kunst" vernichtet wurde.
Die Öffnung der Grenzen 1989 führt dazu, dass es mehrere Interessenten gibt. Das Bild kommt im April 1990 nach Stuttgart. Beim Erwerb des Bildes will der Galerievorstand absahnen und seine Firma sanieren. Der zweite Klassenkamerad agiert als Sachverständiger. Der fünfte ist in einer Krise; er hat sich in eine jüngere Kollegin verliebt. Durch einen Sozialhilfeprozess begegnet seinen ehemaligen Mitschülern und will einen Skandal um das Sozialamt und Wuchermieten für Hotelzimmer in die Öffentlichkeit bringen. Die Ereignisse treiben im Juni 1990 einem Höhepunkt zu.

Stefan Kuntze, geboren 1947 in Stuttgart. Bis 2013 im Justizdienst des Landes, zuletzt Präsident des Verwaltungsgerichts. Verheiratet, eine Tochter, drei Enkel. Interessen: Literatur, Geschichte, Theater, Musik, bildende Kunst. Hobbies: Radfahren, Fußballspielen und Geigen. Vorstand des Vereins Theater in der Badewanne e.V., der in Stuttgart ein Figurentheater führt. 2014 „Martha vor dem Spiegel“, Kriminalroman um ein nie gemaltes Bild von Otto Dix. 2018 „Sieben Leben“, Szenen einer Biografie, die das Leben von Karl Kuntze zwischen 1909 und 1951 als Widerstandskämpfer und Aufbauhelfer der Demokratie vor dem Hintergrund der Zeitgeschichte darstellen. 2021 "Coronas Zeugen", ein Stuttgart-Roman, der die seltsame Welt der Coronaleugner in eine fast wahre Geschichte einbettet.

Erscheinungsdatum
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 201 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Kunstgeschichte / Kunststile
Schlagworte Doppelleben • Dresden • Entartete Kunst • Kunstkrimi • Martha Dix • Neue Sachlichkeit • otto dix • Stuttgart
ISBN-10 3-7375-2745-8 / 3737527458
ISBN-13 978-3-7375-2745-3 / 9783737527453
Zustand Neuware
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