Experiment
Neofelis (Verlag)
978-3-95808-115-4 (ISBN)
Genomprojekte, Mensch-Maschinen-Schnittstellen in der Robotik und Nanotechnik, eine erstarkende posthumanistische Ethik sowie eine Biopolitik, die auch Tiere als Akteur*innen ernst nimmt, erfordern neue Theorien des Tierexperiments.
Bei den Beiträgen dieser Ausgabe von Tierstudien handelt es sich um exemplarische geisteswissenschaftliche und künstlerische Diskussionen sowie Analysen der Entwicklung, der Perspektiven und der ethischen Bewertung von Tierversuchen in verschiedenen Kontexten. Fallstudien zur Technoscience, zur Pestforschung im kolonialen Indien und zu einem österreichischen Lawinenexperiment setzen sich sowohl mit dem Leiden der Tiere als auch mit der ethischen Vertretbarkeit und gesellschaftlichen Akzeptanz von medizinischen Experimenten an Tieren auseinander. Diesen Diskussionen naturwissenschaftlicher Tierversuche stehen kunsthistorische und literaturwissenschaftliche Texte zum Tierexperiment gegenüber, z. B. zu Victor Hugos Krakenbildern, zu Installationen mit Rentieren, Ratten und Gold fischen und zum Personenstatus von Gorillas.
Lyrische und künstlerische Beiträge, u. a. über das Ziege- und Hündin-Werden von Künstler*innen, runden den Band ab und eröffnen Perspektiven auf einen kreativen Umgang mit Umweltkrisen und Artensterben.
Jessica Ullrich (Dr. phil) ist Lehrbeauftragte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Sie kuratierte diverse Ausstellungen von zeitgenössischer Skulptur und Fotografie. Sie ist Mitglied des Senior Editorial Board von Antennae, Journal for Nature in the Visual Arts , Repräsentantin und Board-Mitglied von Minding Animals Germany und Mitglied von Bündnis für Mensch und Tier, München, ferner von Animalität und Ästhetik Berlin, der Forschungsinitiative Tiertheorie (FiTT), CLAS (Cultural Literary Animal Studies) an der Universität Würzburg und Animals in History, einer von den Universitäten Konstanz, Wien und Zürich getragenen Gemeinschaftsinitiative. Ullrich studierte Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Germanistik in Frankfurt am Main sowie Kultur- und Medienmanagement in Berlin. Sie promovierte zu dem Thema Wachs als ästhetisches Material. Körper und Körperfragmente in der Wachsbildnerei am Ende des 20. Jahrhunderts und ihre kulturhistorischen Einflüsse .
Mara-Daria Cojocaru, geb. 1980 in Hamburg, studierte Politikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Recht für Sozialwissenschaftler an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit Sommersemester 2007 Promotion in Politikwissenschaft. Teilnahme an der Autorenwerkstatt des Lyrikkabinett, München 2007.
| Erscheinungsdatum | 01.11.2016 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Tierstudien ; 10 |
| Zusatzinfo | Mit 20 S/W- u. farbigen Abbildungen |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 210 mm |
| Gewicht | 208 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Kunstgeschichte / Kunststile |
| Geisteswissenschaften | |
| Schlagworte | Animal Studies • Bioethik • Experiment • Geschichtsschreibung, Historiographie • Installationskunst • Kunstgeschichte • Literaturwissenschaft: 1900 bis 2000 • Tierethik • Tiere und Gesellschaft • Tierversuch |
| ISBN-10 | 3-95808-115-0 / 3958081150 |
| ISBN-13 | 978-3-95808-115-4 / 9783958081154 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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