Reichsdramaturgie
Kulissen und Choreographien der Macht im NS-Staat
Seiten
2016
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-66982-2 (ISBN)
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-66982-2 (ISBN)
Reichsdramaturgie, 1933 etabliert durch Goebbels zur Durchsetzung der NS-Theaterpolitik, hatte die Gleichschaltung von Bühne und NS-Alltag zum Ziel. Sie ist Chiffre für Strategie und Inszenierung der Theatralik des Faschismus und ideologische Basis der Massenauftritte u.a. bei den Reichsparteitagen als Einübung für den Krieg.
«Reichsdramaturgie» wird definiert als Chiffre für totalitäre Massensuggestion. Sie bezieht sich sowohl auf die Instrumentalisierung des Theaters durch Goebbels als auch auf die Inszenierungsformen des sich als ästhetisches Spektakel präsentierenden faschistischen Staates.
Rückgriffe auf Denk- und Handlungsmuster der NS-Zeit sowie Ausgrenzung und Verfolgung Andersdenkender prägen weiterhin Teile der deutschen Öffentlichkeit und beginnen, demokratische Übereinkünfte und Grundrechte auszuhebeln. Die Analyse der Theatralik des Faschismus bestätigt die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit als einen unverzichtbaren Bestandteil unseres gesellschaftlichen Denkens und Handelns.
«Reichsdramaturgie» wird definiert als Chiffre für totalitäre Massensuggestion. Sie bezieht sich sowohl auf die Instrumentalisierung des Theaters durch Goebbels als auch auf die Inszenierungsformen des sich als ästhetisches Spektakel präsentierenden faschistischen Staates.
Rückgriffe auf Denk- und Handlungsmuster der NS-Zeit sowie Ausgrenzung und Verfolgung Andersdenkender prägen weiterhin Teile der deutschen Öffentlichkeit und beginnen, demokratische Übereinkünfte und Grundrechte auszuhebeln. Die Analyse der Theatralik des Faschismus bestätigt die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit als einen unverzichtbaren Bestandteil unseres gesellschaftlichen Denkens und Handelns.
Gunter Reiß war Lehrstuhlinhaber für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Leiter der Forschungsstelle Theater und Musik für Kinder und Jugendliche.
Inhalt: "Neubau" des Theaters - Verwandlung der Guckkastenbühne - Bühnenausstattung in Anlehnung an die Herrschaftsarchitektur - Instrumentalisierung des Theaters - Choreographie der Massenauftritte - Führerkult - Von der Bühne zum Schlachtfeld - Totenkult - Enthistorisierung.
| Erscheinungsdatum | 03.02.2016 |
|---|---|
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 90 g |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Theater / Ballett |
| Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► 1918 bis 1945 | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Germanistik | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Sprachwissenschaft | |
| Schlagworte | Bühnenausstattung und NS-Architektur • Choreographien • Gunter • Kulissen • Macht • Macht der Bilder • NS-Theaterpolitik • Reichsdramaturgie • Reiß • Staat • Theatralik des Faschismus |
| ISBN-10 | 3-631-66982-8 / 3631669828 |
| ISBN-13 | 978-3-631-66982-2 / 9783631669822 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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