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Hans Makart – Werkverzeichnis der Gemälde

(Autor)

Agnes Husslein-Arco (Herausgeber)

Buch | Hardcover
376 Seiten
2013 | 1. Aufl.
Bibliothek der Provinz (Verlag)
978-3-99028-194-9 (ISBN)
CHF 82,55 inkl. MwSt
Kunsthistorisch reiht sich Makart nahtlos in die Entwicklung der Wiener Kunst seiner Zeit ein und stellt ein unverzichtbares Verbindungsglied zwischen dem Historismus und der Kunst des ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Fin de Siècle dar. Seine Popularität verschaffte er sich mit den Sensationsbildern, die er mit literarisch-historischen Bezügen legitimierte, wie dem monumentalen Werk "Venedig huldigt Caterina Cornaro" oder "Der Einzug Karls V. in Antwerpen", die in ihrer Sinnlichkeit gleichzeitig den Skandal provozierten. Diese breite Popularität eröffnete Freiheiten, die das Mäzenatentum ersetzten und die Möglichkeit für künstlerische Entwicklungen bot. Die Verselbständigung als Künstler brachte eine Nobilitierung der Farbe mit sich: Makarts heute sprichwörtlichem Farbenrausch liegt ein Arbeiten vom Material her zugrunde, das sich in der Überwindung der fest an Narratives gebundenen Historienmalerei hin zu einer rein sensuellen Malerei vollzieht. Dieser physisch-haptische Einsatz der Farbe charakterisiert Makart als mächtigen Vorboten der Moderne. Seine Kunst ist nicht, wie in der Literatur oft fälschlich behauptet, ein von der Wiener Secession abgelehnter und letztlich hinter sich gelassener Ansatz, sondern diente ihr vielmehr als eines ihrer Vorbilder. Sein Schaffen bildete eine der Grundlagen für das Streben der Secessionisten nach dem Gesamtkunstwerk.
Gerbert Frodl führte seine Forschungen über all die Jahrzehnte bis heute akribisch fort und erweiterte sein privates Makart-Archiv zudem kontinuierlich. Dies ermöglichte ihm in vielen Fällen eine neue Beurteilung der Gemälde und führte zur Kenntnis und Neuaufnahme unbekannter Werke weltweit. Somit war mir klar, dass nur er als der Makart-Experte schlechthin dazu berufen sein konnte, ein grundlegend überarbeitetes Werkverzeichnis des Künstlers zu erstellen.
(Agnes Husslein-Arco)

Gerbert Frodl: Österr. Kunsthistoriker, geboren 1940 in Klagenfurt, Direktor der Österreichischen Galerie Belvedere 1991–2006

Agnes Husslein-Arco wurde 1954 als Tochter von Karl Heinrich und Felicitas Arco geboren (weswegen sie in Medien gelegentlich als „Gräfin Arco“ bezeichnet wird). Sie ist eine Enkelin des österreichischen Malers Herbert Boeckl. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin und war von 1996 bis 2000 Vorstandsmitglied der Wiener Secession. 1996 wurde sie zur Vizepräsidentin des Kunstvereins Kärnten gewählt; diesen Posten hatte sie bis 1998 inne. Von 2001 bis 2005 war Husslein-Arco Direktorin des Rupertinums in Salzburg. Die Eröffnung des Museums der Moderne am Mönchsberg im Jahre 2004 ist ebenfalls mit ihrem Namen verbunden. 2007 wurde sie von Elisabeth Gehrer, der damals für Museumspolitik zuständigen Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, zur Direktorin des Belvedere bestellt.

Erscheint lt. Verlag 2.12.2013
Reihe/Serie Belvedere Werkverzeichnisse ; 3
Zusatzinfo zahlr. farb. Abb.
Verlagsort Weitra
Sprache englisch; deutsch
Maße 235 x 315 mm
Gewicht 2400 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Malerei / Plastik
Schlagworte Bildband • Makart, Hans, 1840–1884 • Werkverzeichnis
ISBN-10 3-99028-194-1 / 3990281941
ISBN-13 978-3-99028-194-9 / 9783990281949
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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