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St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets

Thomas Schilp, Barbara Welzel (Herausgeber)

Buch | Softcover
280 Seiten
2011
Verlag für Regionalgeschichte ein Imprint von Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG
978-3-89534-914-0 (ISBN)
CHF 33,55 inkl. MwSt
Die Wahrnehmung des Ruhrgebiets ist stark durch Industrialisierung und Strukturwandel geprägt. Doch birgt die Region bedeutende Zeugnisse vormoderner Kultur. Die Geschichte der Kirche St. Johannes in Brechten, die zum Frauenstift in Essen gehörte, beginnt mit der Christianisierung. Bis heute ist der Kirchenbau des 13. Jahrhunderts mit seiner bedeutenden Ausmalung erhalten: ein Kleinod mittelalterlicher Architektur und Kunst.
Auch dieser Band der Dortmunder Mittelalter-Forschungen setzt die nahsichtige Erschließung des Ortes (seiner Geschichte, der Pfarrorganisation, des Kirchenbaus, der Ausstattung und der Glocken) mit Horizonterkundungen (etwa zur Geschichte der Denkmalpflege oder zur Erinnerungskultur) in einen spannungsreichen Dialog. Er möchte Ergebnisse aktueller interdisziplinärer Forschung für die interessierte Öffentlichkeit kommunizieren und so zur kulturellen Selbstverständigung der Region im europäischen Kontext beitragen. St. Johannes in Brechten wird lesbar als bemerkenswerter Erinnerungsort Europas.

Thomas Schilp, Prof. Dr. Geboren 1953 in Friedberg, gestorben 2019 in Dortmund. Studium: Geschichtswissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft in Marburg; Archivschule Marburg. Stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Dortmund, apl. Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Forschungsschwerpunkte: Memoria, religiöse Frauengemeinschaften, Stift Essen, Stadt Dortmund. Mitherausgeber der Reihen »Dortmunder Mittelalter-Forschungen« und »Dortmunder Exkursionen zur Geschichte und Kultur«. https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schilp Bücher im Verlag für Regionalgeschichte: Der Berswordt-Meister und die Dortmunder Malerei um 1400. Stadtkultur im Spätmittelalter, 2002 https://www.buchhandel.de/buch/Der-Berswordt-Meister-und-die-Dortmunder-Malerei-um-1400-9783895344886 Dortmund und Conrad von Soest im spätmittelalterlichen Europa, 2004 https://www.buchhandel.de/buch/Dortmund-und-Conrad-von-Soest-im-spaetmittelalterlichen-Europa-9783895345333 Städtische Repräsentation. St. Reinoldi und das Rathaus als Schauplätze des Dortmunder Mittelalters, 2005 Stadtführer Dortmund im Mittelalter, 2006, 2. Auflage 2006 Ferne Welten – Freie Stadt. Dortmund im Mittelalter, 2006 Die Dortmunder Dominikaner und die Propsteikirche als Erinnerungsort, 2006 https://www.buchhandel.de/buch/Die-Dortmunder-Dominikaner-und-die-Propsteikirche-als-Erinnerungsort-9783895346286 Mittelalter und Industrialisierung. St. Urbanus in Huckarde, 2009 https://www.buchhandel.de/buch/Mittelalter-und-Industrialisierung-9783895348525 … mit Gold und Seide reich verziert. Ein mittelalterliches Reliquiar aus Dortmund-Barop, 2009 https://www.buchhandel.de/buch/-mit-Gold-und-Silber-reich-verziert-9783895348310 St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets, 2011 https://www.buchhandel.de/buch/St-Johannes-in-Brechten-als-Erinnerungsort-des-Ruhrgebiets-9783895349140 Dortmund als Hansestadt. Fernhandel und Kulturtransfer, 2012 https://www.buchhandel.de/buch/Dortmund-und-die-Hanse-9783895349157 Die Marienkirche in Dortmund, 2012 https://www.buchhandel.de/buch/Die-Marienkirche-in-Dortmund-9783895349430

Barbara Welzel, Prof. Dr. Geboren 1961. Studium: Kunstgeschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Bochum und Berlin. Professorin für Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dortmund, Prorektorin. Forschungsschwerpunke: niederländische Kunstgeschichte, Hofkultur, Sammlungsgeschiche, Kunstgeschichte Dortmunds. Mitherausgeberin der Reihen »Dortmunder Mittelalter-Forschungen« und »Dortmunder Exkursionen zur Geschichte und Kultur« www.fb16.tu-dortmund.de/kunst/cms/welzel.html Bücher im Verlag für Regionalgeschichte: Das »Goldene Wunder« in der Dortmunder Petrikirche. Bildgebrauch und Bildproduktion im Mittelalter, 2003, 2. Auflage 2004 Altes Gold in neuer Pracht. Das »Goldene Wunder« in der Dortmunder St. Petri-Kirche, 2006, 2. Auflage 2013 https://www.buchhandel.de/buch/Altes-Gold-in-neuer-Pracht-9783895348396 Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter, 2008, 6. Auflage 2020 https://www.buchhandel.de/buch/Dortmund-entdecken-9783739511115

Grußwort 7

Vorwort 9

Barbara Welzel
Kunstgeschichte vor Ort: St. Johann in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets und Europas 13

Otto Gerhard Oexle
Das Mittelalter in unserer Gegenwart 23

Markus Harzenetter
Behauste Erinnerung. Die Rolle der Denkmalpflege 45

Hanno Gerke
Lebendige Steine – Die St.-Johann-Baptist-Kirche als Ort der religiösen Erfahrung 51

Thomas Schilp
Im Blick der Lebenden. Brechten mit dem 'Jüngsten Gericht' als Erinnerungsort des Ruhrgebiets – und Europas 59

Ulrich Rehm
Im Blick der Verstorbenen. Das Brechtener 'Jüngste Gericht' und die Kultur des Gedächtnisses 87

Silke Rüsche
Die Fresken der St.-Johann-Baptist-Kirche und die Denkmalpflege um 1900 99

Wilhelm Janssen
Die mittelalterliche Pfarre Brechten 113

Roland Pieper
Von Planwechseln und Umbauten. Die St.-Johann-Baptist-Kirche in Brechten in der westfälischen Baukunst des 13. Jahrhunderts 125

Dokumentation 145

Gabriele Isenberg
Baufreudige Grundherren am Hellweg. Der Wandel der Kirchenlandschaft im Dortmunder Raum vom Früh- zum Hochmittelalter 177

Joakim Hansson
Brechten – Gotland? 193

Johannes Tripps
Rätselhafte Löcher in Gewölben – merkwürdige Nischen in Wänden. Spurensuche zur Inszenierung von Festen in gotischen Kirchen 203

Christian Helbich
Reformation und Reformationsgedenken in Dortmund und Brechten 221

Ulrich Althöfer
Zeugen einer vergessenen Zeit. Annäherungen an die barocke Ausstattung der St.-Johann-Baptist-Kirche in Brechten 239

Claus Peter
Die Brechtener Glocke des Antonius Paris von 1652 im Kontext lothringischer Glockenkunst in Westfalen 265

Die Fensterrose von Notre Dame, der Chorgang der Kathedrale von Amiens und Elemente aus Reims – alles auch in der Kirche St. Johann Baptist am Widumer Platz vorhanden. Notre Dame am Widumer Platz? Ja, genau. Wenn auch nicht aus Stein, sondern als Gemäldekopie an der Wand. Kopierer waren also auch schon vor über 700 Jahren am Werk. Aber die haben nicht so getan, als wäre das Werk auf ihrem eigenen Mist gewachsen. 'Die haben das den Menschen erzählt, woher das Motiv stammt', betonte Prof. Dr. Thomas Schilp bei der Präsentation des neuerschienen Buches mit dem Titel 'St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets'. Und war ja auch nur abgemalt und nicht nachgebaut. Obwohl, da Bestand gar kein so großer Unterschied: 'Für den Menschen im Mittelalter machte es keinen Unterschied, ob ein Gegenstand gemalt oder aus Stein war. Es war dasselbe'.
In Zusammenarbeit mit 13 wird das ganz besondere Gotteshaus am Widumer Platz genauer beleuchtet. Ganz besonders, weil anhand der Brechtener Kirche, die 1250 erbaut wurde, europäische Kirchengeschichte ablesbar wird und sie ein bedeutendes Zeugnis vormoderner Kultur ist. Mit der Christianisierung begann auch die Geschichte der St. Johann Baptist, die damals zum Frauenstift Essen gehörte. 'Es handelt sich bei der Kirche um ein Kleinod mittelalterlicher Architektur und Kunst'. Wer noch nicht da war, sollte das nachholen. Schon beim Eintritt in das Kleinod fallen die detailreichen und aus dem 13. Jahrhundert erhaltenen Fresken ins Auge. Diesbezüglich haben Schilp und Welzel auch für die damalige Zeit Ungewöhnliches herausgefunden.
Thilo Kortmann, in: Westfälische Rundschau, 10.12.2011

Erscheint lt. Verlag 1.12.2011
Reihe/Serie Dortmunder Mittelalter-Forschungen ; 14
Verlagsort Bielefeld
Sprache deutsch
Maße 170 x 240 mm
Gewicht 805 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Kunstgeschichte / Kunststile
Geschichte Allgemeine Geschichte Mittelalter
Geschichte Teilgebiete der Geschichte Kulturgeschichte
Schlagworte Brechten • Dortmund • Erinnerungsort • Mittelalter • Ruhrgebiet
ISBN-10 3-89534-914-3 / 3895349143
ISBN-13 978-3-89534-914-0 / 9783895349140
Zustand Neuware
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