St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets
Verlag für Regionalgeschichte ein Imprint von Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG
978-3-89534-914-0 (ISBN)
Auch dieser Band der Dortmunder Mittelalter-Forschungen setzt die nahsichtige Erschließung des Ortes (seiner Geschichte, der Pfarrorganisation, des Kirchenbaus, der Ausstattung und der Glocken) mit Horizonterkundungen (etwa zur Geschichte der Denkmalpflege oder zur Erinnerungskultur) in einen spannungsreichen Dialog. Er möchte Ergebnisse aktueller interdisziplinärer Forschung für die interessierte Öffentlichkeit kommunizieren und so zur kulturellen Selbstverständigung der Region im europäischen Kontext beitragen. St. Johannes in Brechten wird lesbar als bemerkenswerter Erinnerungsort Europas.
Thomas Schilp, Prof. Dr. Geboren 1953 in Friedberg, gestorben 2019 in Dortmund. Studium: Geschichtswissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft in Marburg; Archivschule Marburg. Stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Dortmund, apl. Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Duisburg-Essen. Forschungsschwerpunkte: Memoria, religiöse Frauengemeinschaften, Stift Essen, Stadt Dortmund. Mitherausgeber der Reihen »Dortmunder Mittelalter-Forschungen« und »Dortmunder Exkursionen zur Geschichte und Kultur«. https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schilp Bücher im Verlag für Regionalgeschichte: Der Berswordt-Meister und die Dortmunder Malerei um 1400. Stadtkultur im Spätmittelalter, 2002 https://www.buchhandel.de/buch/Der-Berswordt-Meister-und-die-Dortmunder-Malerei-um-1400-9783895344886 Dortmund und Conrad von Soest im spätmittelalterlichen Europa, 2004 https://www.buchhandel.de/buch/Dortmund-und-Conrad-von-Soest-im-spaetmittelalterlichen-Europa-9783895345333 Städtische Repräsentation. St. Reinoldi und das Rathaus als Schauplätze des Dortmunder Mittelalters, 2005 Stadtführer Dortmund im Mittelalter, 2006, 2. Auflage 2006 Ferne Welten – Freie Stadt. Dortmund im Mittelalter, 2006 Die Dortmunder Dominikaner und die Propsteikirche als Erinnerungsort, 2006 https://www.buchhandel.de/buch/Die-Dortmunder-Dominikaner-und-die-Propsteikirche-als-Erinnerungsort-9783895346286 Mittelalter und Industrialisierung. St. Urbanus in Huckarde, 2009 https://www.buchhandel.de/buch/Mittelalter-und-Industrialisierung-9783895348525 … mit Gold und Seide reich verziert. Ein mittelalterliches Reliquiar aus Dortmund-Barop, 2009 https://www.buchhandel.de/buch/-mit-Gold-und-Silber-reich-verziert-9783895348310 St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets, 2011 https://www.buchhandel.de/buch/St-Johannes-in-Brechten-als-Erinnerungsort-des-Ruhrgebiets-9783895349140 Dortmund als Hansestadt. Fernhandel und Kulturtransfer, 2012 https://www.buchhandel.de/buch/Dortmund-und-die-Hanse-9783895349157 Die Marienkirche in Dortmund, 2012 https://www.buchhandel.de/buch/Die-Marienkirche-in-Dortmund-9783895349430
Barbara Welzel, Prof. Dr. Geboren 1961. Studium: Kunstgeschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Bochum und Berlin. Professorin für Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dortmund, Prorektorin. Forschungsschwerpunke: niederländische Kunstgeschichte, Hofkultur, Sammlungsgeschiche, Kunstgeschichte Dortmunds. Mitherausgeberin der Reihen »Dortmunder Mittelalter-Forschungen« und »Dortmunder Exkursionen zur Geschichte und Kultur« www.fb16.tu-dortmund.de/kunst/cms/welzel.html Bücher im Verlag für Regionalgeschichte: Das »Goldene Wunder« in der Dortmunder Petrikirche. Bildgebrauch und Bildproduktion im Mittelalter, 2003, 2. Auflage 2004 Altes Gold in neuer Pracht. Das »Goldene Wunder« in der Dortmunder St. Petri-Kirche, 2006, 2. Auflage 2013 https://www.buchhandel.de/buch/Altes-Gold-in-neuer-Pracht-9783895348396 Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter, 2008, 6. Auflage 2020 https://www.buchhandel.de/buch/Dortmund-entdecken-9783739511115
Grußwort 7
Vorwort 9
Barbara Welzel
Kunstgeschichte vor Ort: St. Johann in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets und Europas 13
Otto Gerhard Oexle
Das Mittelalter in unserer Gegenwart 23
Markus Harzenetter
Behauste Erinnerung. Die Rolle der Denkmalpflege 45
Hanno Gerke
Lebendige Steine – Die St.-Johann-Baptist-Kirche als Ort der religiösen Erfahrung 51
Thomas Schilp
Im Blick der Lebenden. Brechten mit dem 'Jüngsten Gericht' als Erinnerungsort des Ruhrgebiets – und Europas 59
Ulrich Rehm
Im Blick der Verstorbenen. Das Brechtener 'Jüngste Gericht' und die Kultur des Gedächtnisses 87
Silke Rüsche
Die Fresken der St.-Johann-Baptist-Kirche und die Denkmalpflege um 1900 99
Wilhelm Janssen
Die mittelalterliche Pfarre Brechten 113
Roland Pieper
Von Planwechseln und Umbauten. Die St.-Johann-Baptist-Kirche in Brechten in der westfälischen Baukunst des 13. Jahrhunderts 125
Dokumentation 145
Gabriele Isenberg
Baufreudige Grundherren am Hellweg. Der Wandel der Kirchenlandschaft im Dortmunder Raum vom Früh- zum Hochmittelalter 177
Joakim Hansson
Brechten – Gotland? 193
Johannes Tripps
Rätselhafte Löcher in Gewölben – merkwürdige Nischen in Wänden. Spurensuche zur Inszenierung von Festen in gotischen Kirchen 203
Christian Helbich
Reformation und Reformationsgedenken in Dortmund und Brechten 221
Ulrich Althöfer
Zeugen einer vergessenen Zeit. Annäherungen an die barocke Ausstattung der St.-Johann-Baptist-Kirche in Brechten 239
Claus Peter
Die Brechtener Glocke des Antonius Paris von 1652 im Kontext lothringischer Glockenkunst in Westfalen 265
Die Fensterrose von Notre Dame, der Chorgang der Kathedrale von Amiens und Elemente aus Reims – alles auch in der Kirche St. Johann Baptist am Widumer Platz vorhanden. Notre Dame am Widumer Platz? Ja, genau. Wenn auch nicht aus Stein, sondern als Gemäldekopie an der Wand. Kopierer waren also auch schon vor über 700 Jahren am Werk. Aber die haben nicht so getan, als wäre das Werk auf ihrem eigenen Mist gewachsen. 'Die haben das den Menschen erzählt, woher das Motiv stammt', betonte Prof. Dr. Thomas Schilp bei der Präsentation des neuerschienen Buches mit dem Titel 'St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets'. Und war ja auch nur abgemalt und nicht nachgebaut. Obwohl, da Bestand gar kein so großer Unterschied: 'Für den Menschen im Mittelalter machte es keinen Unterschied, ob ein Gegenstand gemalt oder aus Stein war. Es war dasselbe'.
In Zusammenarbeit mit 13 wird das ganz besondere Gotteshaus am Widumer Platz genauer beleuchtet. Ganz besonders, weil anhand der Brechtener Kirche, die 1250 erbaut wurde, europäische Kirchengeschichte ablesbar wird und sie ein bedeutendes Zeugnis vormoderner Kultur ist. Mit der Christianisierung begann auch die Geschichte der St. Johann Baptist, die damals zum Frauenstift Essen gehörte. 'Es handelt sich bei der Kirche um ein Kleinod mittelalterlicher Architektur und Kunst'. Wer noch nicht da war, sollte das nachholen. Schon beim Eintritt in das Kleinod fallen die detailreichen und aus dem 13. Jahrhundert erhaltenen Fresken ins Auge. Diesbezüglich haben Schilp und Welzel auch für die damalige Zeit Ungewöhnliches herausgefunden.
Thilo Kortmann, in: Westfälische Rundschau, 10.12.2011
| Erscheint lt. Verlag | 1.12.2011 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Dortmunder Mittelalter-Forschungen ; 14 |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Gewicht | 805 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Kunstgeschichte / Kunststile |
| Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► Mittelalter | |
| Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte | |
| Schlagworte | Brechten • Dortmund • Erinnerungsort • Mittelalter • Ruhrgebiet |
| ISBN-10 | 3-89534-914-3 / 3895349143 |
| ISBN-13 | 978-3-89534-914-0 / 9783895349140 |
| Zustand | Neuware |
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