Präprintium
Moskauer Bücher aus dem Samizdat. Mit einer Multimedia-CD
Seiten
1998
|
1., Aufl.
Edition Temmen (Verlag)
978-3-86108-534-8 (ISBN)
Edition Temmen (Verlag)
978-3-86108-534-8 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
keine Neuauflage - Artikel merken
Das Buch zur gleichnamigen Ausstellung 'Präprintium' ist das Resultat einer mittlerweile 15jährigen übersetzerischen, editorischen und archivarischen Begleitung der Moskauer Post-Avantgarde durch die Herausgeber, wobei hier erstmals die fundamentale Bedeutung der Samizdat-Bücher gewürdigt und wissenschaftlich aufgearbeitet wird. Diese nicht gedruckten, handgemachten Bücher aus der inoffiziellen Moskauer Kulturszene werden auch durch einige Beispiele des literarischen Samizdat aus der Provinz ergänzt. Insgesamt 65 verschiedene Künstler und Künstlergruppen werden im Katalogteil vorgestellt, mit ihren Werken und durch Selbstaussagen porträtiert.
Der zeitliche Schwerpunkt der Dokumentation liegt auf den späten sechziger, siebziger und achtziger Jahren. Gerade in dieser spätsowjetischen Periode findet das Samizdat-Buch 'zu sich' als einer eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform. Die fünfziger und frühen sechziger Jahre, in denen sich die Infrastrukturen des Samizdat entwickelten, werden mit Autorenbänden und Almanachen aus den ersten Gruppierungen und Kreisen eines inoffiziellen Kulturlebens dokumentiert. Die neunziger Jahre finden insofern eine recht starke Berücksichtigung, als hier unter neuen, legalen Bedingungen experimentelle Buchkunst auf die Erfahrungen des Samizdat bewußt zurückgreift, denn das Phänomen einer 'anderen' Literatur und 'anderer' Bücher ist mit dem Wegfall der Zensur keinesfalls verschwunden.
Quellengrundlage für diese ungewöhnliche Dokumentation sind in erster Linie private Sammlungen in Deutschland und Russland. Eine Sonderstellung als Leihgeber nimmt das historische Archiv der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen ein, das zahlreiche Samizdat-Bücher aus seinem wissenschaftlichen Sammlungsbestand beisteuern konnte.
Zu diesem Buch gehört eine CD-ROM, die eine Auswahl von 27 Samizdat-Büchern vorstellt und durch die einsame Begegnung zwischen dem Bildschirm und seinen Lesern nicht zuletzt einen simulativen Effekt des 'geheimen Lesens' von einst Verbotenem bewirkt.
Die Ausstellung 'Präprintium' war vom 14. Mai bis zum 27. Juni 1998 in der Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz und vom 7. November 1998 bis 7. März 1999 im Neuen Museum Weserburg Bremen zu sehen.
Der zeitliche Schwerpunkt der Dokumentation liegt auf den späten sechziger, siebziger und achtziger Jahren. Gerade in dieser spätsowjetischen Periode findet das Samizdat-Buch 'zu sich' als einer eigenständigen künstlerischen Ausdrucksform. Die fünfziger und frühen sechziger Jahre, in denen sich die Infrastrukturen des Samizdat entwickelten, werden mit Autorenbänden und Almanachen aus den ersten Gruppierungen und Kreisen eines inoffiziellen Kulturlebens dokumentiert. Die neunziger Jahre finden insofern eine recht starke Berücksichtigung, als hier unter neuen, legalen Bedingungen experimentelle Buchkunst auf die Erfahrungen des Samizdat bewußt zurückgreift, denn das Phänomen einer 'anderen' Literatur und 'anderer' Bücher ist mit dem Wegfall der Zensur keinesfalls verschwunden.
Quellengrundlage für diese ungewöhnliche Dokumentation sind in erster Linie private Sammlungen in Deutschland und Russland. Eine Sonderstellung als Leihgeber nimmt das historische Archiv der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen ein, das zahlreiche Samizdat-Bücher aus seinem wissenschaftlichen Sammlungsbestand beisteuern konnte.
Zu diesem Buch gehört eine CD-ROM, die eine Auswahl von 27 Samizdat-Büchern vorstellt und durch die einsame Begegnung zwischen dem Bildschirm und seinen Lesern nicht zuletzt einen simulativen Effekt des 'geheimen Lesens' von einst Verbotenem bewirkt.
Die Ausstellung 'Präprintium' war vom 14. Mai bis zum 27. Juni 1998 in der Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz und vom 7. November 1998 bis 7. März 1999 im Neuen Museum Weserburg Bremen zu sehen.
| Reihe/Serie | Dokumentationen zur Kultur und Gesellschaft im östlichen Europa ; 5 | Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz - Ausstellungskataloge, Neue Folge |
|---|---|
| Zusatzinfo | mit 1 CD-ROM ; 165 Abb. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 210 x 260 mm |
| Gewicht | 954 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Kunstgeschichte / Kunststile |
| Schlagworte | Ausstellungskataloge; Literatur • Berlin; Museen • Bremen; Museen • Buchkunst /CD-ROM • HC/Sachbücher/Kunst, Literatur/Bildende Kunst • Moskau /Buch • Moskau, Literatur • Neues Museum Weserburg Bremen • Russland /Kultur, Künste • Samizdatliteratur • Staatsbibliothek zu Berlin |
| ISBN-10 | 3-86108-534-8 / 3861085348 |
| ISBN-13 | 978-3-86108-534-8 / 9783861085348 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Mehr entdecken
aus dem Bereich
aus dem Bereich
kleine Kulturgeschichte einer brillanten Allianz
Buch | Softcover (2025)
Iudicium (Verlag)
CHF 33,90