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Dornen aus Dornach - Kabarett "Die Pikanten"

Texte aus den Programmen der 60-er Jahre

(Autor)

Buch | Hardcover
123 Seiten
1996
jürgensendesign (Verlag)
978-3-939240-15-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Dornen aus Dornach - Kabarett "Die Pikanten" - Peter Stühl
CHF 39,20 inkl. MwSt
Heinrich O. Proskauer hat hier alle Texte, Lieder, Gedichte, Satyren, Coinferenzen und Sketsches des Kabarett "Die Pikanten" aus Dornach/Schweiz aus den Jahren 1965 bis 1969 gesammelt herausgegeben.
Es ist ein Zeitdokument vom Goetheanum, dem Sitz der Anthroposophischen Gesellschaft.

Das Kaberett hat sich leisten lassen vom Ausspruch Rudolf Steiners:

"Wer beim Humoristischen keinen Humor finden kann, der kann im wahren Sinne dem Ernst gegenüber nicht ernst sein. Gerade da, wo nach Erkenntnis des Geistes gestrebt wird, muss gelacht werden können über die Auswüchse mancher 'Geistsucher'". (29.5.1915)

Das Einganslied der Pikanten:

Wir nennen und die "Pikanten",
Für Euch die noch unbekannten, -
Wior sprechen und spielen und singen, -
Und was wir Euch heute ringen
Ist nicht immer zart und galant,
Dafür interessant - und pikant.

Denn es piekt uns der Rose ihr Dorn - ach!
Drum piecken auch wir das Dornach.
Und gibt's ein Wehwechen und gibts einen Schmerz,
Dann beißt auf die Zähne, denn nicht jeder Scherz
Ist immer zart und galant,
Dafür interessant und pikant!

Wir sagen's Euch offen, und sagen's Euch klar,
S'ist manches noch schief, und manches nicht wahr,
Was Ihr stolz als Weisheit der Welt wollt schenken;
Ihr redet vom Geischt und redet vom Denken,
Dass Viele der Schlaf übermannt, -
Wie interessant! - Wie pikant!

Nun gehören wir drei Pikanten
Ja selbst zu den Onkels und Tanten,
Die da flohn aus der welt, nach Dornach ins Grüne,
Wir möchten, wie Ihr alle, - so gern auf die Bühne,
Daswär' uns das Höchste, das wäre charmant.!
Aber ob interessant? - ob pikant?

Auch möchten wir alle gern Vorträge halten,
Denn wir haben laute Stimmen und können auch behalten
Was in den vielen Büchern zu lesen ist;
Und woher wir's gestohlen, Ihr doch nicht mehr wißt,
So zitier'n wir ganz frech und gewandt:

Anonym - interessant - und pikant!

Wir wollen vor allem die Welt verbessern
Mit Moral und mit Weisheit, in riesigen Fässern,
Wir schöpften und melkten uns dafür leer -
Deshalb haben wir selber nun keine mehr,
Sind nur noch schiockant - ignorant
Ist das nicht interessant? - und pikant?

Nun kennt Ihr schon etwas von uns Pikanten,
Dieweil wir uns jetzt schon die Mäuler verbrannten;
Drum rasch jetzt die schönen Worte betont!
Die hört Ihr viel lieber, die seid Ihr gewohnt!
Die klingen gelcih höflich, galant - elegant.

Doch ob interessant? - ob pikant?

Ihr wollt ja nur Freude, nur Wonne, Ihr Lieben,
Nur Harmonie und nur Einheit und Dreiheit und Sieben,
Ihr wollt nur das Große, das Hohe, das Schöne,
Nur strahlende Einheit, das Wort und die Töne,
Ihr wollt nicht das Dunkle, den Schmerz und die Qualen,
Ihr wollt nur Genuß - und nie was bezahlen.

wird nachgereicht

Rudolf Steiner über den Humor
Lieber Leser
Eingangslied der Pikanten
Visitenkarte
L'erschaffung des Menschen
Zwischentakt zur Gegenwart
Nur aus Positivität
Kino-Song
Dornacher Informationen
Übers Kabarett im Kabarett
Mit der Zeit
Introdiction
Die Dornacher Gretchenfrage
Mensch bleibt Mensch
Was soll ein Kabarett in Dornach?
Dornacher Beatles-Song
S' war doch Betrieb
Neues Einganslied
Schlußlied
Die Okkulte Zahl
Alte Bekannte
Dr. Illusion
Fräulein Naivität
Du kommst nach Dornach, junger Mensch
Die Harfenjule
Harfenjule Zwei
K.O. - Adept - eine Puppe
Wer ist gemeint?
Zwischentakt zur Vergangenheit
Kinder-Spiel-Lied
Besuch im Bau
Schön ist das Gesellschaftsspiel
Meine Damen und Herren (Prof. Pico)
Ein weiteres Pikantenlied
Wie denn?
Das Lied von der Lehrer-Not
Dornacher Limericks
Pikantenlied
Schön ist auch ein Puppenspiel
Eignungstest
Appertura a sinistra
Das Kind im Menschen
Schlusslied
Lied der späten Altersreife
Wo es gelingt
Emphasion
Bühnenkünstler und Publikum
Die geistige Wahl
Pikantenlied
Sonntäglich Eurythmieaufführung
Das Dornacher Lied
Ist doch nicht wahr!
Einsamkeit
Lied des Sandmännleins
Schlußlied

Lieber Leser, was hier vor Dir liegt, war nicht zum Lesen bestimmt; es wurde gesprochen, laut, deutlich und beschwingt, und die Lieder wurden gesungen, die allermeisten zu dritt, von Roswitha Knietsch, später von Annemarie Wollenweide, von dem leider viel zu früh von uns gegangenem, lieben, Erwin Thomalla und dem Verfasser dieser Zeilen, Heinrich Proskauer, der auch alle diese Texte für das Dornacher Kabarett verfasst hat. Die so gut passenden Musiken schrieb uns Joachim Riedel in Berlin. Am Klavier gab es manchen Wechsel. Das Kabaratt bestand vom Mai 1965 bis zum Oktober des Jahres 1969, im Saal des damaligen Puppentheaters "Felicia" im Hause "Zu den sieben Zwergen", gegenüber dem Kaffee- und Speisehaus am Goetheanum. Es kamen in jenen Jahren vier Programm zur Aufführung: Es piekt uns der Rose ihr Dorn - ach! Schön ist das Gesellschaftsspiel Auch wir wurstel heiter weiter Ganz unter uns. und zwar, noch mit einem Reiseprogramm in über 70 Aufführungen. Wir gastierten im Speisehaus, in der Lukas-Klinik in Arlesheim, in der Rudolf-Steiner-Schule in Zürich und - mit drei Aufführungen - in der Eurythmieschule Berlin. Die Aufführungen dauerten jeweils ca. zwei Stunden und fanden eine erstaunlich freundliche Aufnahme. Und damit weißt Du, lieber Leser, das äußerlich Wissende genugsam. Es waren jene Jahre in Dornach, wie in der ganzen anthroposophischen Gesellschaft, recht, recht schwere Jahre. Wütete doch der "Bücherstreit", der Vorstand und Gesellschaft zerriss, zwischen alle Menschen, - wenn auch teilweise nur halb offen geführt - fast täglich und stündlich. Das wahrhaft Menschliche drohte zu versinken. Nun, dieses und was sich auf und hinter der so bedeutenden Goetheanumbühne abspielte, gab Stoff, der, gründlich verzerrt und übertrieben, als ein heilsamer Zerrspiegel allen Beteiligten vorgehalten werden konnte. Und heildend wirkte doch das, - die Nachbarschaft oft erschreckende, - schallende Gelächter, über. uns selbst!

Erscheint lt. Verlag 22.4.1996
Zusatzinfo mit Originalfotos aus den Veranstaltungen
Verlagsort Ottersberg
Sprache deutsch
Maße 170 x 235 mm
Gewicht 440 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Literatur Comic / Humor / Manga Humor / Satire
Kunst / Musik / Theater Theater / Ballett
Schlagworte Die Programme des ersten anthroposophischen Kabaretts am Goetheanum • Geisteswissenschaft • Goetheanum • Hardcover, Softcover / Belletristik/Comic, Cartoon, Humor, Satire/Humor, Satire, • Kabarett
ISBN-10 3-939240-15-X / 393924015X
ISBN-13 978-3-939240-15-0 / 9783939240150
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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