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Kritische Masse Von Profis und Amateuren im Design - Florian A Schmidt, Peter Lasch, Susanne Stauch, Friedrich Kautz, Fritz Gobbesso

Kritische Masse Von Profis und Amateuren im Design

Buch | Softcover
196 Seiten
2010
form + zweck (Verlag)
978-3-935053-32-7 (ISBN)
CHF 25,20 inkl. MwSt
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Wie interagieren Designer mit Nutzern, wenn diese sich nicht mehr mit fertigen Produkten begnügen, sondern in den Designprozess selbst eingreifen wollen – und können? Muss die Profession auf ihrem ureigensten Terrain Übergriffe von Amateuren, ja Dilettanten befürchten oder gibt sich hinter dem ominösen Publikumsgeschmack endlich der Benutzer für den Designer zu erkennen? Und wird, etwa im Sinne Bertolt Brechts ('Wir müssen aus einem kleinen Kreis von Kennern einen großen machen.'), Walter Benjamins und Theodor W. Adornos, ein neues Zeitalter der Kultur und der Künste heraufziehen, in dem jene Hierarchien, die stets auch Ausdruck von Herrschaft waren, ihre Wirkungsmacht verlieren?Auf dem Feld der Kreativität, das lange Zeit von den Künsten und dem Design diszipliniert und wirksam kontrolliert wurde, haben sich seit vierzig Jahren subkulturelle Revolten und digitale Revolutionen neue Freiräume geschaffen. 'Access to tools' und 'Open Source' haben einen breiten Zugang zu den Werkzeugen, die zuvor den Professionellen vorbehalten waren, eröffnet. Die visuelle Kommunikation war die erste unter den Designprofessionen, die von Surf- und Rockfans im Zuge des Desktop Publishings einer gründlichen Revision unterzogen wurde. Mit dem Rapid Prototyping kündigt sich eine ähnliche Entwicklung beim Produktdesign an. Und auch die Architektur wird jetzt von dieser Bewegung erfasst. Soeben erreicht uns die Nachricht, dass das erste Haus 'ausgedruckt' wurde.Viele dieser neuen Kulturtechniken stammen aus dem amerikanischen Raum und einer Kultur, die technische Innovation ganz selbstverständlich mit populärmedialer Inszenierung vermischt. Die Lust am Mitmachen und am Do it yourself hat auch dem Design einiges von seiner statuarischen Würde genommen. Mit der 'Creative Class' und der mit ihr einhergehenden 'Urban Renaissance' sind neue soziale und urbane Felder entstanden, – Berlin, City of Design, ist das beste Beispiel dafür – auf denen sich alle begegnen, die ein kreatives Spiel miteinander spielen wollen. Nach welchen Regeln wird hier gespielt? – Sie werden soeben neu formuliert, und die Autoren beteiligen sich daran. Wie interagieren Designer mit Nutzern, wenn diese sich nicht mehr mit fertigen Produkten begnügen, sondern in den Designprozess selbst eingreifen wollen – und können? Muss die Profession auf ihrem ureigensten Terrain Übergriffe von Amateuren, ja Dilettanten befürchten oder gibt sich hinter dem ominösen Publikumsgeschmack endlich der Benutzer für den Designer zu erkennen? Und wird, etwa im Sinne Bertolt Brechts ('Wir müssen aus einem kleinen Kreis von Kennern einen großen machen.'), Walter Benjamins und Theodor W. Adornos, ein neues Zeitalter der Kultur und der Künste heraufziehen, in dem jene Hierarchien, die stets auch Ausdruck von Herrschaft waren, ihre Wirkungsmacht verlieren?Auf dem Feld der Kreativität, das lange Zeit von den Künsten und dem Design diszipliniert und wirksam kontrolliert wurde, haben sich seit vierzig Jahren subkulturelle Revolten und digitale Revolutionen neue Freiräume geschaffen. 'Access to tools' und 'Open Source' haben einen breiten Zugang zu den Werkzeugen, die zuvor den Professionellen vorbehalten waren, eröffnet. Die visuelle Kommunikation war die erste unter den Designprofessionen, die von Surf- und Rockfans im Zuge des Desktop Publishings einer gründlichen Revision unterzogen wurde. Mit dem Rapid Prototyping kündigt sich eine ähnliche Entwicklung beim Produktdesign an. Und auch die Architektur wird jetzt von dieser Bewegung erfasst. Soeben erreicht uns die Nachricht, dass das erste Haus 'ausgedruckt' wurde.Viele dieser neuen Kulturtechniken stammen aus dem amerikanischen Raum und einer Kultur, die technische Innovation ganz selbstverständlich mit populärmedialer Inszenierung vermischt. Die Lust am Mitmachen und am Do it yourself hat auch dem Design einiges von seiner statuarischen Würde genommen. Mit der 'Creative Class' und der mit ihr einhergehenden 'Urban Renaissance' sind neue soziale und urbane Felder entstanden, – Berlin, City of Design, ist das beste Beispiel dafür – auf denen sich alle begegnen, die ein kreatives Spiel miteinander spielen wollen. Nach welchen Regeln wird hier gespielt? – Sie werden soeben neu formuliert, und die Autoren beteiligen sich daran.
Illustrationen Andreas Töpfer
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 160 x 240 mm
Gewicht 456 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Design / Innenarchitektur / Mode
Schlagworte Crowdsourcing • Fälschung • Hardcover, Softcover / Kunst/Innenarchitektur, Design • Open Design • Open Design, Crowdsourcing
ISBN-10 3-935053-32-0 / 3935053320
ISBN-13 978-3-935053-32-7 / 9783935053327
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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