Roter Stern über Russland
MEHRING Verlag
978-3-88634-091-0 (ISBN)
David King (1943–2016) war ein britischer Künstler, Designer, Herausgeber, Fotohistoriker und Archivar – »eine der bemerkenswertesten künstlerischen und intellektuellen Persönlichkeiten unserer Zeit« (David Walsh). Er leitete das Kunstressorts bei der »Sunday Times« von 1965 bis 1975 und lebte in London. David King hat eine der bedeutendsten Sammlungen russischer revolutionärer Kunst aufgebaut. Zu seinen Werken zählen »Ganz normale Bürger – Die Opfer Stalins« (2012), »Roter Stern über Russland – Eine visuelle Geschichte der Sowjetunion« (2010) und »Russische revolutionäre Plakate – Bürgerkrieg und bolschewistische Periode, sozialistischer Realismus und Stalin-Ära« (2012).
»Der britische Fotohistoriker David King ... hat mit 'Roter Stern über Russland' einen glänzenden Beitrag zum Verständnis der Sowjetunion und Russlands vorgelegt.« Jörn Genoux, Kieler Nachrichten »Die Bandbreite seines Schatzes reicht von Flugblättern über Plakate bis hin zu Fotografien jeglicher Art: In Buchform stehen sie gleichberechtigt nebeneinander, stets versehen mit einem kundigen Kommentar. Claudia Falk, Rhein-Neckar Zeitung »Der Leser bekommt einen einzigartigen Eindruck von der Aufbruchsstimmung der 1920er Jahre.« Ralf Stiftel, Westfälische Allgemeine »So reißerisch es auch klingen mag: 'Roter Stern über Russland' von David King ist wahrhaft ein Bildband der Superlative! Nirgendwo sonst hat die dreieinhalb Jahrzehnte währende Geschichte der Sowjetunion von ihren Anfängen bis zum Tode Stalins einen auch nur annähernd so dramatischen visuellen Niederschlag gefunden wie in diesem Buch.« Adelbert Reif, Universitas »Ein international viel beachteter Bildband« Bernd Bexte, Westfalenblatt »So wird der Anspruch einer visuellen Geschichtc vollauf erfüllt.« Erhard Hexelschneider, Leipzigs Neue »Dramatische Intensität« Alexander Bahar, junge welt »David King's Roter Stern über Russland, eine Liaison von Bild und Text, erschließt die Symbolik der Sowjetära, geschaffen von einem Meister der Archive mit dem Auge des Künstlers.« Karl Miller, Times Literary Supplement, Books of the Year 2009 »Ein wunderbares Werk von gewaltiger emotionaler Kraft.« Laurent Pericone, La Tribune »Dieses Buch gehört in jede öffentliche Bibliothek, in jede weiterführende Schule und in die Hände eines Jeden, der bestrebt ist zu verstehen, was Russland zu dem Staat gemacht hat, der er heute ist ... Kaufen Sie eines für sich und eines zum Verschenken.« Donald Rayfield, Literary Review »Ihn in die Hand zu nehmen ist schwer, ihn aus der Hand zu geben noch viel schwerer ... King ist zweifelsohne einer der größten Sammler der Welt.« James M. Murphy, Times Literary Supplement »Ein hervorragendes Werk« Alex Rabinowitch, emeritierter Professor für Geschichte, Indiana University Bloomington »Ein Mammutwerk ... ein filmisches Panorama.« Steven Heller, New York Times Book Review »Eine Goldmine ... Ein Bildband, wie kein anderer.« Eric Gibson, The Wall Street Journal »Dieses wunderbare Buch ist eine Bereicherung.« Le Figaro
»Der britische Fotohistoriker David King ... hat mit ›Roter Stern über Russland‹ einen glänzenden Beitrag zum Verständnis der Sowjetunion und Russlands vorgelegt.«
Jörn Genoux, Kieler Nachrichten
»Die Bandbreite seines Schatzes reicht von Flugblättern über Plakate bis hin zu Fotografien jeglicher Art: In Buchform stehen sie gleichberechtigt nebeneinander, stets versehen mit einem kundigen Kommentar.
Claudia Falk, Rhein-Neckar Zeitung
»Der Leser bekommt einen einzigartigen Eindruck von der Aufbruchsstimmung der 1920er Jahre.«
Ralf Stiftel, Westfälische Allgemeine
»So reißerisch es auch klingen mag: ›Roter Stern über Russland‹ von David King ist wahrhaft ein Bildband der Superlative! Nirgendwo sonst hat die dreieinhalb Jahrzehnte währende Geschichte der Sowjetunion von ihren Anfängen bis zum Tode Stalins einen auch nur annähernd so dramatischen visuellen Niederschlag gefunden wie in diesem Buch.«
Adelbert Reif, Universitas
»Ein international viel beachteter Bildband«
Bernd Bexte, Westfalenblatt
»So wird der Anspruch einer visuellen Geschichtc vollauf erfüllt.«
Erhard Hexelschneider, Leipzigs Neue
»Dramatische Intensität«
Alexander Bahar, junge welt
»David King‘s Roter Stern über Russland, eine Liaison von Bild und Text, erschließt die Symbolik der Sowjetära, geschaffen von einem Meister der Archive mit dem Auge des Künstlers.«
Karl Miller, Times Literary Supplement, Books of the Year 2009
»Ein wunderbares Werk von gewaltiger emotionaler Kraft.«
Laurent Pericone, La Tribune
»Dieses Buch gehört in jede öffentliche Bibliothek, in jede weiterführende Schule und in die Hände eines Jeden, der bestrebt ist zu verstehen, was Russland zu dem Staat gemacht hat, der er heute ist … Kaufen Sie eines für sich und eines zum Verschenken.«
Donald Rayfield, Literary Review
»Ihn in die Hand zu nehmen ist schwer, ihn aus der Hand zu geben noch viel schwerer ... King ist zweifelsohne einer der größten Sammler der Welt.«
James M. Murphy, Times Literary Supplement
»Ein hervorragendes Werk«
Alex Rabinowitch, emeritierter Professor für Geschichte, Indiana University Bloomington
»Ein Mammutwerk … ein filmisches Panorama.«
Steven Heller, New York Times Book Review
»Eine Goldmine … Ein Bildband, wie kein anderer.«
Eric Gibson, The Wall Street Journal
»Dieses wunderbare Buch ist eine Bereicherung.«
Le Figaro
EINFÜHRUNG KOMMUNISTEN SCHLAFEN NIE ROTER STERN ÜBER RUSSLAND Roter Stern über Russland ist eine visuelle Geschichte der Sowjetunion im Zeitraffer – unzählige Plakate, Fotografien, Zeichnungen und Textbeiträge über die revolutionären Umwälzungen von 1917, den anschließenden Bürgerkrieg, die Niederlage der Bolschewiki und ihrer Ideale, vom verhängnisvollen Aufstieg des Stalinismus bis zum heldenhaften Kampf und endgültigen Sieg des russischen Volkes über die Nazi-Invasoren im Großen Vaterländischen Krieg. Das Buch endet mit Stalins letzten Lebensjahren, mit den Intrigen, die seinen Tod umgaben, und dem Aufstieg von Nikita Chrustschow. Die darauf folgende „Phase der Stagnation” unter Leonid Breschnew war in politischer Hinsicht wie auch für die visuelle Kunst öde und unergiebig, weshalb sie hier nicht behandelt wird. Ebenso unberücksichtigt blieben die Jahre unter Michail Gorbatschow und Boris Jelzin, die letzten vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Leser sei gewarnt: Es wird ihm keine leichte Kost serviert. Während der vier hier behandelten Jahrzehnte litten Dutzende Millionen Russen unter den Folgen von drei Kriegen, zwei Hungersnöten und unter einem totalitären Diktator. Nach Lenins Tod gelangte Stalin zu solcher Machtfülle, dass er das Leben eines gewöhnlichen Bürgers, und besonders das eines hochrangigen Kommunisten, nach Belieben in einen Albtraum von Verhaftung, Verhör und Folter verwandeln konnte – mit anschließenden harten Jahren im Gulag oder dem Gang vors Hinrichtungskommando. Dieses Buch berichtet über das Leben einiger der Männer und Frauen, deren frühe revolutionäre Kämpfe sich in schier unfassbare Tragödien verwandelt hatten, und es präsentiert Hunderte unvergänglicher Bilder der Designer, Künstler und Fotografen, die die Bildende Kunst des ersten Arbeiterstaates prägten. Viele dieser Arbeiten, die von großem Können zeugen, jedoch oft ohne Angabe des Künstlernamens blieben, sind wenig bekannt oder seit langem in Vergessenheit geraten. In Stalins Russland konnte jemand noch Lob und Anerkennung erfahren, obwohl seine Hinrichtung kurz bevorstand. Chaos Während ich diese Zeilen schreibe, herrscht in meinem Dachstudio das Chaos. Tausende noch nicht gesichteter und verarbeiteter russischer Fotografien und Zeichnungen türmen sich zu hohen Stapeln auf Tischen oder liegen verstreut überall auf dem Boden herum. Beinahe einhundert gerade erst gerahmte Plakate stehen vor ihrem Abtransport ins Tate Modern Museum für die aktuelle Ausstellung von Bildmaterial aus meiner Sammlung. Bücher und Alben, frühe sowjetische Zeitungen und Zeitschriften stapeln sich in meiner russischen Bibliothek und blockieren den Zugang beinahe vollständig. Überall auf der Treppe stehen Kartons mit noch mehr Fotografien, die nicht in die Auswahl gekommen sind und wohl auch ungeordnet bleiben. Über vier Jahrzehnte hinweg habe ich die 250 000 Objekte der Sammlung zusammengetragen; zwei weitere Jahre habe ich mit dem Planen, Gestalten und Schreiben dieses Buches verbracht. Bestimmt wird es noch einmal sechs Monate dauern, bis alles in Kartons verpackt und verstaut ist. Auf den folgenden Seiten findet der Leser einige Aufzeichnungen, Begebenheiten und persönliche Erinnerungen, wie diese unüberschaubare Sammlung zustande gekommen ist, die die Vision des Kommunismus in einer aufgewühlten Zeit dokumentiert. Wo ist Trotzki? Im tiefsten Winter 1970 besuchte ich die Sowjetunion zum ersten Mal. Es war ein besonders trister und verschneiter Februar in Moskau, und das Thermometer fiel oft auf 30 Grad unter Null. Gelegentlich protestierten meine Nikon F2-Kameras gegen die Kälte und waren zugefroren, so dass ich ins Hotel gehen und sie zum Auftauen eine halbe Stunde auf den Heizkörper legen musste. Eines Abends war es wieder soweit, und als ich die Zimmertür öffnete, sah ich, wie jemand meine Aufzeichnungen durchblätterte. Das war nicht schlimm, denn ich hatte nichts zu verbergen und hatte im Grunde mit so etwas gerechnet. Er entschuldigte sich auf Englisch und verließ unverrichteter Dinge das Zimmer. Ich weiß noch, wie erleichtert ich war, dass die 1930er Jahre Vergangenheit waren. Alle waren sehr nett zu mir, besonders nachdem ich in einem Anruf nach London erwähnt hatte, dass das Essen zu wünschen übrig ließe. Damals dauerte es noch drei bis vier Stunden, ehe über die russische Vermittlungsstelle eine Auslandsverbindung zustande kam. Am folgenden Tag erkundigte man sich aufmerksam über meine Vorlieben beim Essen. Irgendwie entwaffnend. Bei diesem ersten Besuch in Russland wollte ich für zwei umfangreiche Bildreportagen des Londoner Sunday Times Magazine über das Leben Lenins recherchieren und fotografieren. Die revolutionären Museen waren damals etwas Außergewöhnliches und sehr beliebt. Ihre Räume waren voll von Gemälden, Skulpturen, Transparenten, Plakaten, Fotografien und großformatigen, hervorragend gestalteten Gedenkalben aus den 1920er, 1930er und 1940er Jahren. Doch die Person, die mich vor allem interessierte, war nirgendwo sichtbar. Deshalb fragte ich immer wieder: „Ja, schon, aber wo ist Trotzki?“ oder: „Das ist sehr interessant, und was ist mit Trotzki?“ In den amtlichen Fotoarchiven unternahm man schüchterne Versuche, wenigstens ein einziges Foto des zweiten Führers der russischen Revolution zu finden. Es gab keines. Man hatte ihn ganz und gar beseitigt, und, wie ich bald herausfinden sollte, mit ihm auch unzählige andere.
EINFÜHRUNGKOMMUNISTEN SCHLAFEN NIEROTER STERN ÜBER RUSSLANDRoter Stern über Russland ist eine visuelle Geschichte der Sowjetunion im Zeitraffer - unzählige Plakate, Fotografien, Zeichnungen und Textbeiträge über die revolutionären Umwälzungen von 1917, den anschließenden Bürgerkrieg, die Niederlage der Bolschewiki und ihrer Ideale, vom verhängnisvollen Aufstieg des Stalinismus bis zum heldenhaften Kampf und endgültigen Sieg des russischen Volkes über die Nazi-Invasoren im Großen Vaterländischen Krieg. Das Buch endet mit Stalins letzten Lebensjahren, mit den Intrigen, die seinen Tod umgaben, und dem Aufstieg von Nikita Chrustschow.Die darauf folgende "Phase der Stagnation" unter Leonid Breschnew war in politischer Hinsicht wie auch für die visuelle Kunst öde und unergiebig, weshalb sie hier nicht behandelt wird. Ebenso unberücksichtigt blieben die Jahre unter Michail Gorbatschow und Boris Jelzin, die letzten vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion.Der Leser sei gewarnt: Es wird ihm keine leichte Kost serviert. Während der vier hier behandelten Jahrzehnte litten Dutzende Millionen Russen unter den Folgen von drei Kriegen, zwei Hungersnöten und unter einem totalitären Diktator. Nach Lenins Tod gelangte Stalin zu solcher Machtfülle, dass er das Leben eines gewöhnlichen Bürgers, und besonders das eines hochrangigen Kommunisten, nach Belieben in einen Albtraum von Verhaftung, Verhör und Folter verwandeln konnte - mit anschließenden harten Jahren im Gulag oder dem Gang vors Hinrichtungskommando.Dieses Buch berichtet über das Leben einiger der Männer und Frauen, deren frühe revolutionäre Kämpfe sich in schier unfassbare Tragödien verwandelt hatten, und es präsentiert Hunderte unvergänglicher Bilder der Designer, Künstler und Fotografen, die die Bildende Kunst des ersten Arbeiterstaates prägten. Viele dieser Arbeiten, die von großem Können zeugen, jedoch oft ohne Angabe des Künstlernamens blieben, sind wenig bekannt oder seit langem in Vergessenheit geraten. In Stalins Russland konnte jemand noch Lob und Anerkennung erfahren, obwohl seine Hinrichtung kurz bevorstand.ChaosWährend ich diese Zeilen schreibe, herrscht in meinem Dachstudio das Chaos. Tausende noch nicht gesichteter und verarbeiteter russischer Fotografien und Zeichnungen türmen sich zu hohen Stapeln auf Tischen oder liegen verstreut überall auf dem Boden herum. Beinahe einhundert gerade erst gerahmte Plakate stehen vor ihrem Abtransport ins Tate Modern Museum für die aktuelle Ausstellung von Bildmaterial aus meiner Sammlung. Bücher und Alben, frühe sowjetische Zeitungen und Zeitschriften stapeln sich in meiner russischen Bibliothek und blockieren den Zugang beinahe vollständig. Überall auf der Treppe stehen Kartons mit noch mehr Fotografien, die nicht in die Auswahl gekommen sind und wohl auch ungeordnet bleiben.Über vier Jahrzehnte hinweg habe ich die 250 000 Objekte der Sammlung zusammengetragen; zwei weitere Jahre habe ich mit dem Planen, Gestalten und Schreiben dieses Buches verbracht. Bestimmt wird es noch einmal sechs Monate dauern, bis alles in Kartons verpackt und verstaut ist. Auf den folgenden Seiten findet der Leser einige Aufzeichnungen, Begebenheiten und persönliche Erinnerungen, wie diese unüberschaubare Sammlung zustande gekommen ist, die die Vision des Kommunismus in einer aufgewühlten Zeit dokumentiert.Wo ist Trotzki?Im tiefsten Winter 1970 besuchte ich die Sowjetunion zum ersten Mal. Es war ein besonders trister und verschneiter Februar in Moskau, und das Thermometer fiel oft auf 30 Grad unter Null. Gelegentlich protestierten meine Nikon F2-Kameras gegen die Kälte und waren zugefroren, so dass ich ins Hotel gehen und sie zum Auftauen eine halbe Stunde auf den Heizkörper legen musste. Eines Abends war es wieder soweit, und als ich die Zimmertür öffnete, sah ich, wie jemand meine Aufzeichnungen durchblätterte. Das war nicht schlimm, denn ich hatte nichts zu verbergen und hatte im Grunde mit so etwas gerechnet. Er entschuldigte sich auf Englisch und
| Erscheint lt. Verlag | 21.4.2010 |
|---|---|
| Übersetzer | Peter Sondershausen |
| Zusatzinfo | über 550 farb. u. schw.-w. Abb.: Fotografien, Plakate, Druckkunst mit erläuternden Texten |
| Verlagsort | Essen |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Red Star over Russia |
| Maße | 245 x 290 mm |
| Gewicht | 2180 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Kunst / Musik / Theater ► Fotokunst |
| Geschichte ► Allgemeine Geschichte ► 1918 bis 1945 | |
| Schlagworte | David King • Design • Design Buch • Hardcover, Softcover / Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) • Leo Trotzki • Russische Revolution • Sowjetunion; Bildband • sowjetunion geschichte • Sowjetunion, Geschichte; Bildband • sowjetunion ideologie • Sowjetunion, Kunst • sowjetunion planwirtschaft • sowjetunion stalin • Stalinismus • Sunday Times • Trotzkismus • Visuelle Geschichte |
| ISBN-10 | 3-88634-091-0 / 3886340910 |
| ISBN-13 | 978-3-88634-091-0 / 9783886340910 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich