Der Blaue Reiter für Kinder
Prestel (Verlag)
978-3-7913-4041-8 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
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Barbara Stieff lebt und arbeitet in Wien. Seit 2006 verbindet sie ihre Ausbildungen zur Schauspielerin, Kreativitätstrainerin und Kulturmanagerin in der freiberuflichen Tätigkeit als künstlerische Kulturvermittlerin. Ihrer Feder entstammen seither Bücher, Audioguides, Hörspiele und Vermittlungskonzepte.
Kennst du den "Blauen Reiter"? Hinter dem geheimnisvollen Namen "Der Blaue Reiter" verbirgt sich eine Künstlergruppe. Diese malenden Männer und Frauen waren natürlich nicht wirklich blau. Das hast du ohnehin schon vermutet, nicht? Vor etwa 100 Jahren suchten sie gemeinsam nach einer neuen Art der Malerei. Sie wollten die Menschen mit unbekannten und wilden Farben und Formen beschenken. Dieses Buch lädt dich zu einer Zeitreise ein, auf der du die erstaunliche Welt des Blauen Reiters und die Künstler und ihre Werke kennenlernen kannst. Mit dem Buch in der Hand wird es dir gelingen, das Rätsel um den sonderbaren Namen zu lösen. Hier geht es aber auch um dich! Bitte schön, wer außer dir könnte deine Lieblingsmusik malen oder auf der Glasorgel spielen? Und auch im Formentheater warten die Schauspieler schon ungeduldig darauf, deine ganz besondere Geschichte zu spielen. Bist du bereit? Kann es losgehen? Dann spring auf! Das Buch ist gestriegelt und gesattelt und freut sich Seite für Seite auf eure gemeinsamen Abenteuer. Aber keine Angst, es ist ein braves Buch. Du kannst die Zügel locker lassen und es auf- und zuschlagen, wann immer du willst. Es wird geduldig auf dich warten. Gemeinsam durch dick und dünn REITER Wenn man etwas Wichtiges vorhat, wie zum Beispiel einen Staudamm bauen, allen Puppen neue Sommerkleidung nähen, den Eisschrank leer essen, bevor man in den Urlaub fährt, oder die gegnerische Bande im Fahrradwettrennen zu besiegen, dann ist man am besten nicht alleine! Almanach "Der Blaue Reiter", 1912. Lenbachhaus, München Die Aufgabe, der sich die Maler und Malerinnen des "Blauen Reiters" vor etwa hundert Jahren stellten, war nichts Geringeres als die Kunst zu erneuern. Sie fanden, es war höchste Zeit neue, aufregende Wege in der Malerei zu gehen und mit Farben und Formen zu experimentieren. Für so ein großes Vorhaben ist es auch besser nicht alleine zu sein. Und so fanden sie zueinander, um gemeinsam zu malen und ihre Kunst auszustellen. Bist du Mitglied in einer Bande, in einem Klub oder Team? Wenn ja, wie heißt denn eure Gruppe? Stell dir mal vor, du würdest eine Bande gründen, in der du gemeinsam mit Freunden das tun kannst, was dir am allerliebsten ist. Wie würdest du die Bande nennen? Und hättet ihr auch ein Symbol oder ein Maskottchen? Welches wäre es? Den Namen "Der Blaue Reiter" haben sich Wassily Kandinsky und Franz Marc ausgedacht. Eigentlich ist es ja der Titel des Buches, das sie schreiben wollten. Doch dann hat es sich einfach ergeben, dass die ganze Gruppe so hieß. Immer wieder sind sie gefragt worden, was der Reiter und die Farbe Blau für sie bedeuteten. Das war gar nicht so leicht zu erklären, und die Leute haben es nicht immer verstanden. So hat Wassily Kandinsky einfach geflunkert und folgende Geschichte erzählt: "Den Namen "Der Blaue Reiter" erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf; beide lieben wir Blau, Marc Pferde, ich Reiter. So kam der Name von selbst. Und der Kaffee von Frau Maria Marc mundete uns noch besser." (Wassily Kandinsky) Aber so neu war der Name nicht. Kandinsky hatte schon Jahre zuvor ein Bild gemalt, das er "Der Blaue Reiter" nannte. Hier siehst du, wie ein Reiter in seinem blauen Mantel auf einem Schimmel durch die Landschaft prescht. Das Blau des Umhangs steht dabei für die Träume und romantischen Ziele, die der Mann verfolgt. Hat sich Kandinsky schon damals auf die Spur der neuen Kunst gemacht? Sie zu finden, war sein Ziel. Lies nach auf. Seite 89! Die Künstler und Künstlerinnen Wer war nun alles bei der Gruppe "Der Blaue Reiter"? Als Erstes ist wohl Wassily Kandinsky zu nennen und gleich danach Franz Marc und mit den beiden in einem Atemzug Gabriele Münter, Alexej Jawlensky, Marianne Werefkin und August Macke. Es war eine offene Gruppe ohne Aufnahmeprüfung oder Regeln. Alle, die sich Getroffen haben sie sich in München - doch warte, bevor die Geschichte da weitergeht, sehen wir uns diese Menschen erstmal ein bisschen näher an. Wassily Kandinsky Vielleicht hast du es schon vermutet, als du den ungewöhnlichen Namen gelesen hast. Wassily Kandinsky stammt nicht aus Deutschland. Er wird am 4. Dezember 1866 in Moskau, der Hauptstadt von Russland, geboren. Sein Vater ist ein wohlhabender Teehändler. Als Wassily fünf Jahre alt ist, lassen sich seine Eltern scheiden. Das hat ihn oft traurig gemacht. Als Erwachsener erzählte er, dass er immer Sehnsucht nach etwas hatte, das er nicht benennen konnte. Wahrscheinlich war es die Geborgenheit einer Familie. Seine Mutter zieht mit ihm in die Stadt Odessa. Dort geht Wassily ins Gymnasium. Sehr früh ist zu sehen, dass er eine große Begabung im Zeichnen hat. Doch er wird nicht gleich Maler von Beruf. Zunächst studiert er Jura, Wirtschaft und Völkerkunde. Erst mit dreißig Jahren entscheidet er sich dazu, sein Leben der Malerei zu widmen. 1896 fährt Wassily nach München, um dort an der Azbe-Schule Malerei zu studieren. Franz Marc Er wird am 8. Februar 1880 in München geboren. Schon sein Vater war Maler. Franz möchte eigentlich einen anderen Beruf erlernen. Professor an einem Gymnasium zu werden, findet er toll. Doch schlussendlich ist die Liebe zur Malerei größer. Als er zwanzig Jahre alt ist, schreibt er sich an der Universität ein, um Malerei zu studieren. Auf Reisen sieht er die Bilder französischer Maler. Sie begeistern ihn. Franz beginnt in seinem Atelier im Münchner Stadtteil Schwabing Tiere zu zeichnen und zu malen. Tiere und die natur haben eine ganz besondere Bedeutung für ihn. Gabriele Münter Am 19. Februar 1877 wird Gabriele Münter in Berlin geboren. Von ihrer Familie wird sie Ella gerufen, meistens, wenn sie - wie oft - ganz ins Zeichnen versunken ist. Ihre Bilder zeigen großes Talent. Ella darf die Düsseldorfer Damen-Kunstschule besuchen. Nach einer zweijährigen Amerikareise entscheidet sie sich, für ihr weiteres Kunststudium nach München zu ziehen. Da Mädchen und Frauen zu dieser Zeit in Deutschland nicht an öffentlichen Akademien* unterrichtet werden, besucht sie die private Kunstschule Phalanx. Der Schulleiter heißt Wassily Kandinsky.
| Erscheint lt. Verlag | 31.10.2008 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Prestel Junior |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 193 x 240 mm |
| Gewicht | 585 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch ► Sachbücher ► Kunst / Musik |
| Schlagworte | Antolin (5. Klasse) • Der Blaue Reiter; Kindersachbuch/Jugendsachbuch • Kunst für Kinder, Malerei für Kinder, Mitmach-Buch, fragen-suchen-entdecken, Rätseln, Kindersachbuch, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky |
| ISBN-10 | 3-7913-4041-7 / 3791340417 |
| ISBN-13 | 978-3-7913-4041-8 / 9783791340418 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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