Finja, Die Pummelfee (eBook)
382 Seiten
BoD - Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-7473-7 (ISBN)
Loreley Parker schreibt mit Herz, Humor und einer Prise Feenstaub. Finja die Pummel-Fee, ist ihr erstes Buch,ein liebevoll erzähltes Abenteuer über eine ungewöhnliche Heldin, die zeigt, dass wahre Stärke im Anderssein liegt. Mit einem feinen Gespür für Magie, Selbstwert und kindliche Fantasie erschafft Loreley Geschichten, die Kinder bestärken und Erwachsene berühren. Sie lebt mit ihrer Familie in einer Kleinstadt und träumt gern laut, am liebsten mit einem Stift in der Hand und einem sprechenden Waschbären im Kopf.
KAPITEL 1
OSKAR UND DER VERLORENE HUND
Es war einmal eine kleine Pummel-Fee namens Finja.
Wo könnten Feen wohl leben? Hast du vielleicht eine Idee?
Feen wohnen üblicherweise in Faunalia, einem zauberhaften Ort im Weidenwald. Ihre kunstvollen Baumhäuser, die hoch oben in den Kronen verborgen sind, bleiben für die meisten Augen unsichtbar – nur jene mit einem reinen Herzen und einem wahrhaften Blick können sie erkennen.
Wenn die Dämmerung hereinbricht, erwachen die Glühwürmchen in den kleinen Laternen, die an den Häusern hängen, und tauchen den Wald in ein warmes, goldenes Licht. Der Weidenwald selbst erstreckt sich wie ein endloses, grünes Meer. Seine schlanken, eleganten Bäume scheinen den Himmel zu berühren, ihre dichten Kronen hängen wie sanfte Vorhänge herab.
Die langen, biegsamen Äste der Weiden schweben fast über dem Boden und bewegen sich im Wind wie tanzende Finger, die ein leises Lied in die Stille der Natur zeichnen. Das satte Grün der Blätter leuchtet smaragdfarben, wenn Sonnenstrahlen ihren Weg durch das dichte Blätterdach finden und auf den Waldboden fallen.
Auf dem Boden breitet sich ein weicher Teppich aus Moos aus, der bei jedem Schritt federnd nachgibt. Zwischen den mächtigen Wurzeln der Weiden schimmern kleine Farne und wilde Blumen, die einen Hauch von Silber und Weiß in die grüne Pracht zaubern. Ihre zarten Blüten glitzern, als würden sie das Licht der Sterne einfangen.
Der Wald verströmt das Gefühl von Ruhe und Geborgenheit, als ob die Weiden ihre Äste schützend über das Land ausbreiten. Der Duft von feuchter Erde und frischen Blättern erfüllt die Luft.
Die Baumhäuser der Feen befinden sich mitten in den Weidenbäumen, umgeben von dichten Blättern. Sie sind aus Zuckerrohr gebaut und werden von ihren Einwohnern liebevoll auch Zuckerhut genannt.
Sie glitzern wie Diamanten, wenn die Sonne darauf scheint. Feen sind von Natur aus freundliche und humorvolle Fabelwesen. Sie nutzen ihre Magie nur für wunderbare Dinge, die in ihnen Freude und Glück hervorrufen.
Weil das Haus von Finja aus Zuckerrohr gebaut ist, riecht Finja immer nach Zuckerwatte.
Finja liebt es, ihre Magie anzuwenden. Oft beschenkt sie sich selbst mit goldenem Konfetti, das sie mit einem Schwung ihres roten, gewundenen Zauberstabs über sich regnen lässt.
Dabei reckt und streckt sie sich genüsslich.
Finja ist keine typische Fee. Sie ist etwas rundlicher und hat winzig kleine Flügel, die sie bisher noch nie benutzt hat.
Ihre Brüder und Schwestern sehen Finja kaum ähnlich, sie sind größer und schmaler. Finja stört das nicht. Sie findet es schön, so zu sein, wie sie ist.
Sie mag ihren runden Feenkörper. Die älteren Feen werfen ihr oft neugierige Blicke nach, stecken anschließend ihre Köpfe zusammen und tuscheln. Finja lächelt zurück und lässt eine goldene Konfetti-Bombe über den Köpfen der Älteren platzen.
Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie das stets endet!
Eines Tages, als Finja fröhlich durch den Weidenwald schlenderte und sich wieder einmal unter einer Dusche aus goldenem Konfetti drehte, entdeckte sie auf einer Lichtung einen schlafenden Jungen. Der Junge trug Jeans, Turnschuhe und ein rotes T-Shirt mit einem Fußball darauf. In seiner Hand hielt er eine rote Leine.
Finja weckte ihn mit einem sanften Windstoß aus ihrem Zauberstab. Als er seine Augen öffnete, waren sie voller Kummer. „Wer bist du?“, fragte Finja.
Der Junge sah sie verwundert an und antwortete: „Ich bin Oskar.“
„Ich bin Finja. Was ist passiert? “, fragte Finja.
Mein Hund ist weggelaufen und während ich ihn suchte, habe ich mich verirrt und bin vor Erschöpfung eingeschlafen“, antwortete Oskar.
„Riecht es hier nach Zuckerwatte?“, fragte Oskar plötzlich und schnupperte in die Luft. Finja hielt inne. „Zuckerwatte?“, sie runzelte die Stirn.
Er sprach weiter, seine Stimme war leicht zittrig: „Ich weiß nicht, in welche Richtung er gelaufen ist. Ich mache mir große Sorgen. Ich war noch nie ohne meinen Hund.“ Er schaute zu Boden, als ob er dort eine Antwort finden könnte. „Wo gibt es hier Zuckerwatte?“
Finja schüttelte den Kopf und sah Oskar an. „Was hast du nur mit der Zuckerwatte?“, fragte sie. In ihrer Stimme lag eine Mischung aus Verwirrung und Neugier.
Oskar zuckte mit den Schultern, schnupperte noch einmal in die Luft und deutete vage in eine Richtung. „Ich rieche Zuckerwatte. Ganz deutlich!“
Finja fragte: „Wie sieht dein Hund aus? Ist er klein oder groß?“
„Er hat zerzaustes schwarzes Fell mit einem weißen Muster, wie ein Blitz über dem rechten Auge. Sein Name ist Max und er ist ganz lieb“, sagte Oskar traurig. „Wir waren noch nie getrennt, außer wenn ich in der Schule bin. Er wartet jeden Tag vor der Schule auf mich.“
Finja lächelte. „Das ist furchtbar, dass dein Hund weg ist, aber ich glaube fest daran, dass wir ihn finden werden!“
Oskar hatte nun die Augen auf Finja gerichtet und gemerkt, dass Finja irgendwie anders aussieht als die Personen, mit denen er sich sonst unterhält.
Er fragte etwas verunsichert: „Wer bist du?“
Finja gluckste vergnügt und bewegte ihre kleinen Flügel, die aufgrund der Bewegung eine wundersame Melodie von sich gaben.
Oskar schaute voller Begeisterung und hörte gespannt zu. Leider wurde diese Melodie wieder leiser und verstummte. Noch nie zuvor hatte er solch eine wundersam schöne Melodie gehört.
Finja erklärte ihm, dass sie eine Fee sei und im Weidenwald wohne. Er würde sicherlich den Weidenwald kennen.
Nun war Oskar gänzlich durcheinander, wollte aber nicht zugeben, dass er eigentlich gar nichts mehr wusste.
Finja steckte ihren roten, gewundenen Zauberstab in ihren smaragdgrünen Gürtel aus Samt. An ihm baumelten kleine Taschen und jede hatte eine andere Form: rund wie ein Mondtropfen, spitz wie ein Kristall oder weich wie ein Marzipanherz. Darin bewahrte Finja ihren Lieblingskuchen, ihre Wunschperlen und andere geheimnisvolle Dinge auf, die nur sie kannte.
„So, wollen wir nun deinen Hund suchen?“, fragte Finja.
Finja hielt Oskar die Hand hin, doch Oskar zögerte und sah verängstigt aus. Seine Hand verharrte mitten in der Bewegung.
„Wenn ich Angst habe, dann spreche ich mir selbst Mut zu: ,Ich will das, ich kann das, ich schaff das!‘ Ich nenne es meine geheime Magie“, sagte Finja.
Finja lächelte Oskar an. Sie schnappte sich Oskars Hand und die beiden machten sich auf den Weg. Obwohl sie nicht genau wussten, wohin sie gehen würden, folgte Finja ihrem Bauchgefühl, das sie tiefer in das Waldgebiet führte.
Die beiden überquerten den Weidenweg und liefen in den Birkenwald hinein. Dort wuchsen alte Erlen, junge Eschen und riesige Buchen. Mitten im Wald stand eine Art riesiges Vogelhaus. Oskar blieb wie angewurzelt stehen, als er das ungewöhnliche Vogelhaus erblickte – einen Turm aus kunstvoll geschnitztem Holz. An der Seite waren kleine Balkone, und das leise Zwitschern der Vögel gab ihm das Gefühl, direkt in einem Märchen zu sein.
Als er ein Schild entdeckte, dachte er für einen Moment: „Ist das wirklich ein Postamt für Vögel?“ Der Anblick löste in ihm eine Mischung aus Staunen und Unwirklichkeit aus. Sein Herz schlug schneller und seine Gedanken wirbelten in seinem Kopf herum.
„Wie kann so etwas existieren? Ich fühle mich, als hätte ich einen Blick in eine andere Welt geworfen – eine Welt, in der Magie und Wunder ganz normal sind. Was für Geheimnisse verbirgt dieser Ort? Und warum kommt mir alles so vertraut vor, obwohl ich noch nie etwas Vergleichbares gesehen habe?“
Finja ging zielstrebig auf das große Vogelhaus zu. Über dem großen Eingang des Hauses hing ein Holzschild, auf dem in geschwungener Schrift stand: Spatzenpost – Nachrichten überall hin.
„Ich muss meinen Eltern eine Nachricht schicken“, sagte Finja und hob ihren kleinen roten Zauberstab, der leicht in der Sonne glitzerte. „Sonst machen sie sich noch Sorgen, warum ich so lange wegbleibe. Ich muss beim Leuchten der Glühwürmchen normalerweise zurück sein!“
Oskar blieb wie angewurzelt stehen und starrte das Gebäude an. „Ein Postamt für Vögel?“, murmelte er. „Das ist unglaublich.“
„Natürlich“, antwortete Finja mit einem Zwinkern. „Wie sollten wir sonst Nachrichten verschicken? Mit den Wolken?“
Sie trat durch die große Tür des Vogelhauses und sprach einen der Spatzen an, die hinter einer Theke aus winzigen Zweigen standen. Der Spatz, der eine kleine Krawatte trug, sah sie aufmerksam an, während Finja ihr Vorhaben erklärte. „Hier ist meine Adresse“, sagte sie und reichte ihm ein Blatt, das sie aus ihrem Beutel gezaubert hatte. „Flieg bitte schnell. Meine Eltern...
| Erscheint lt. Verlag | 20.10.2025 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch ► Kinderbücher bis 11 Jahre |
| Schlagworte | Cozy Fantasy für Kinder • Drache • Fantasievolle Vorlesegeschichte über magische Welten • Fantasy Kinderbuch mit Fee • Fee Kinderbuch Fantasie • Feelgood-Kinderfantasy • Finja • Geschichte über Fee und Hund • Hundegeschichte in einer magischen Parallelwelt • Kinderbücher Fantasy Abenteuer • Kinderbücher Magie und Zauberei • Kinderbuch magische Welt • Kinderbuch über Mut und magische Freundschaft • Kinderbuch zur Stärkung des Selbstvertrauens • Kinderfantasy über Vertrauen und Selbstentdeckung • Magische Quest für Kinder • Mutmachgeschichte für Kinder • Oskar • Welche Fantasybücher für Kinder ab 9 • Winterliche Vorlesegeschichte Fantasie |
| ISBN-10 | 3-6951-7473-0 / 3695174730 |
| ISBN-13 | 978-3-6951-7473-7 / 9783695174737 |
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