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Musik als Spiel (eBook)

Ein interaktives Musikspiel

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
300 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-8687-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Musik als Spiel -  Janos Klotz
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9,49 inkl. MwSt
(CHF 9,25)
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Ein Musiklehrbuch der anderen Art mit vielen Liedbeispielen und Grafiken. Es soll Kinder und Jugendliche in die Lage versetzen, selbst Musik zu machen: zum Beispiel mit der Kenntnis, wie sie selbst Musikstücke komponieren können. Es ist als Lese-, Sing- und Spielabenteuer in Form eines lebendigen Zwiegesprächs angelegt. Ein Musiklehrer und eine junge Schülerin erforschen gemeinsam die Welt der Musik. Dieses Buch soll Jung und Alt auch ohne musikalische Vorkenntnisse die Spielregeln in der Welt der Töne näherbringen. Die natürlichste Art zu musizieren ist das Singen! Hat nicht jeder von uns zumindest ein Kinderlied erlernt? Mehr Vorbildung ist nicht nötig. Die Welt der Töne zu entdecken, gleicht währenddessen einer abwechslungsreichen Reise. Das Buch verfolgt eine kreative, spielerische Herangehensweise. Es will nicht nur gelesen werden, sondern lädt ein, selbst phantasie- und ideenreich mit Tönen umzugehen, wie in einer Werkstatt, in der entworfen, geformt und gestaltet wird.

Der Autor Janos Klotz lebt in Wien und studierte einige Semester lang Jazzgitarre und Tontechnik. Er setzt sich seit vielen Jahren mit Lerntheorien auseinander. Beruflich engagiert ist Janos Klotz heute für einen wichtigen österreichischen Verein für Menschen mit Lehrbehinderungen, unterrichtet darüber hinaus innerhalb der musikalischen Früherziehung.

1. Die Spielfiguren: Vorstellung der Familie Do


Wir wollen in diesem Buch die Musik auf spielerische Weise kennenlernen. Es gibt drei Personen: ein junges Mädchen Nora, die gerne singt und wissen möchte, wie sie Melodien erfinden kann, und der Musiklehrer Peter. Eine Person fehlt noch! Die wichtigste: Du! Du hast nämlich eine sehr wichtige Rolle. Du sollst die Töne hörbar machen. Wie? Durch Singen. Bist du schon neugierig geworden? Dann lies einfach weiter, belausche Nora und Peter, wie sie miteinander über Musik reden. Die zwei befinden sich in Wien, im Zimmer des Lehrers Peter, wo bunte Zeichnungen, ein Klavier, eine Gitarre, ein Metronom und ein Schachbrett mit Schachfiguren zu sehen sind. Nora kommt zur ersten Stunde.

- Hallo Peter! Mein Vater hat mir gesagt, dass du Lieder schreiben kannst. Zeigst du mir, wie das geht? - fragt Nora.

- Natürlich! - sagt Peter. Dafür gibt es Regeln. Musik machen ist ähnlich wie ein Spiel, ein Spiel mit den Tönen. Lass uns die Musik ansehen und anhören. Kennst du Kinderlieder, die du nachsingst?

- Mit meiner Mutter habe ich früher viele Lieder gesungen. Jetzt singe ich oft allein mit, wenn mir ein Lied gefällt, das ich im Radio oder im Internet höre.

- Also fangen wir an. Zuerst: Melodien bestehen aus Tönen. Wir hören sie.

- Sie sind aber unsichtbar.

- Wenn wir aber für die Töne Zeichen erfinden, die wir aufmalen können, werden sie sichtbar.

- Gute Idee, ich zeichne gern.

- Wenn Leute Musik hören, beginnen sie zu tanzen oder mitzuwippen. Das ist, als hätten die Töne Zauberkräfte. Die Töne können wir als Lebewesen betrachten, die wie auf einer Leiter auf- und abspringen, sich zwischendurch ausruhen müssen, Freundschaften schließen, gemeinsam auf Reisen gehen oder eigene Kinder haben.

- Dann wollen sie bestimmt nicht allein sein.

- Genau! Deshalb kommen Töne in der Musik selten allein vor. Sie leben in einem Familienverbund. Du hörst vielleicht einen einzigen, wenn du auf einem Schiff stehst und das Signal zum Ablegen gegeben wird.

- Das ist wie bei meinem Bruder und seiner Blockflöte. Manchmal klingt das schrecklich, wie er spielt.

- Dein Bruder muss genau reinblasen, damit zum Beispiel die hohen Töne gut klingen. Der lernt das noch.

- Du sagtest, was Töne so machen. Können die durch Wände gehen wie Gespenster?

- Wenn du viel zu laut bist, werden die Nachbarn dich hören. Und du hörst deinen Bruder durch die Wand, wenn er übt.

- So laut ist mein Bruder nicht. Gott sein Dank!

- Musik sollte für alle schön sein. Lass deinem Bruder ruhig noch etwas Zeit, sonst hört er für immer auf und mag nicht mehr selbst musizieren. Die Familie der Töne ist nicht anders. Manche vertragen sich dort nicht, müssen aber miteinander zurechtkommen. Am Ende sind sie aufeinander eingespielt. Lass uns die Welt der Töne zuerst mit unserem eigenen Instrument, der Stimme, erforschen. Die Stimme hast du stets bei dir, wenn du nicht gerade erkältet und heiser bist. Mit der Stimme können wir Melodien tiefer oder höher singen. Mit einem Instrument funktioniert das nicht so leicht wie mit der Stimme. Dort musst du Tasten und Griffe verwenden.

- Du erklärst mir das zuerst mit der Stimme? Ich dachte, du sagst mir, wie eine Band mit deren Instrumenten Musik macht.

- Warte ab Nora. Durch Singen kannst du die Musik am schnellsten verstehen lernen. Wir können am einfachsten Töne erzeugen, indem wir singen. Jeder Ton befindet sich dabei an seinem Platz und ist so wichtig wie alle anderen. Die Töne sind aber nicht groß oder klein, sondern hoch oder tief, nehmen ihre Plätze ein wie die Mutter, der Vater oder die Kinder.

- Auch wie im Theater! - rief Nora.

- Die Schauspieler verkörpern andere Personen. Schauspieler stellen einen Ritter oder einen Verkäufer dar. Die Töne schlüpfen ebenso in verschiedene Rollen. Manchmal klingen sie sanft oder erschrecken dich. Das machen die Schauspieler auch so. Sie springen, wiederholen sich und wollen auf sich aufmerksam machen. Keinen sollte man vergessen. Deshalb strengen sie sich besonders an.

- Und die Schauspieler sind oft Stars!

- Unsere Stars heißen Do Re Mi Fa So La Ti. Sie bilden eine Familie. Es gibt noch andere Mitglieder. Aber über die reden wir später.

- Ich habe sie gezählt. Sieben ist eine komische Zahl. Da gibt es sieben Zwerge, sieben Tage in der Woche und die sieben Weltwunder.

- Lass uns bei den Familienmitgliedern bleiben. - sagte er. Jeder Kopf entspricht einem Ton. Jedes Mitglied einer Familie hat seine Eigenschaften, so auch die Töne. Also „Do“ steht für den Vater. Ich habe ihn mit der Farbe Grün gezeichnet, weil er wie ein guter Mann wirken soll. „So“ ist sein ältester Sohn. Zu sein wie der Vater, das gelingt ihm meist nur kurze Zeit lang. Seine Farbe ist auch grün, nur etwas heller. „Mi“ ist wie die Mutter zuhause, die alle und alles zusammenhält. Deswegen trägt sie die warme Farbe Orange. Der Ton „Re“ steht neben dem Vater. Er ist sein Bruder, neidisch auf „Do“. Deswegen hat er die Farbe Gelb bekommen. „Ti“ ist die kleine Schwester, die beim Vater sein will, um mit ihm zu spielen. Sie ist ziemlich vorlaut und zappelig. Rot ist eine gute Farbe für sie. Dann gibt es noch einen Ton in der Familie, der wie ein Kind ist, der Ton „Fa“,ein Muttersöhnchen, anders als das hellgrüne „So“ für das Vatersöhnchen. Gut aufgepasst? Der Vater hat einen neidischen Bruder. Dann kommt die Mutter. Vater und Mutter haben vier Kinder. Zwei hängen mehr am Vater, ein drittes Kind besonders an der Mutter. Dann gibt es noch das „La“. Dieser Ton hängt an Mutti und Papa, kommt mit beiden gleich gut klar, will sich nicht entscheiden, wo er lieber ist. Manchmal kommt einem „La“ vor, als wünschte es sich, ein Luftballon zu sein, der durch die Lüfte schwebt. Die ganze Familie heißt die „Do“-Familie, weil alle Vaters Nachnamen angenommen haben. Der Vater ist auch sonst der Wichtigste in der Familie.

- Das verstehe ich, die Töne haben Namen und verschiedene Eigenschaften. Aber kann ich diese Eigenschaften auch hören?- erkundigte sich Nora.

- Wenn die Töne nicht alleine, sondern als Familie erklingen, hört man das sofort. Das ist wichtig, wenn Musik gemacht wird. Ich zeige dir gleich, wie du die Eigenschaften der Töne hören und erkennen kannst. Jeder Ton hat einen Namen. Wir werden die Namen wie Do Re Mi usw. zusammenfassend als Tonsilben bezeichnen.

- Tonsilben? Ach ja, weil sie ja wie Wortsilben sind.

- Die Tonsilben ermöglichen uns, ganz einfach über Töne, das heißt, über die Musik zu reden.

- Klar, aber wie wird daraus eine Melodie?

- Die Töne werden in einer bestimmten Reihenfolge gespielt, so entsteht eine Melodie. Ich zeige dir jetzt, wie die ersten fünf Töne Do Re Mi Fa und So erklingen. Das geht am einfachsten, wenn wir eine Melodie, die einen ähnlichen Verlauf wie die ersten fünf Töne hat, singen. Jeder kennt die Melodie „Alle meine Entchen.“ Sing den Anfang des Liedes vor!

- Warum ein Kinderlied?

- Weil die Melodie von „Alle meine Entchen“ wie die ersten fünf Tonsilben klingt. Immer einen Schritt höher. Wer den Anfang der Melodie singen kann, weiß auch, wie die ersten fünf Tonsilben Do Re Mi Fa So klingen. Der Text besteht zwar aus sechs Wortsilben, „Al-le mei-ne Ent-chen“, aber nur die letzten zwei Silben „Ent“ und „chen“ haben die gleiche Tonhöhe. Sing den ersten Teil der Melodie bis „Entchen“ vor!

Nora singt: Al-le mei-ne Ent-chen.

- Und jetzt sing die Melodie statt des Textes mit den Tonsilben, also Do Re Mi Fa So So.

- Das ist ja einfach. Ich höre die gleiche Melodie.

- Nur der Text hat sich verändert.

- Wenn ich wissen und hören will, wie die ersten fünf Tonsilben Do Re Mi Fa So klingen, denke ich einfach an den Anfang der Melodie von „Alle meine Entchen“.

- So ist es!

Du bist jetzt dran! Das ist deine erste Aufgabe. Sing den Anfang von „Alle meine Entchen“ zuerst mit dem Text, dann mit den Tonsilben. Wie du bestimmt gehört hast, hast du bei jeder Wortsilbe eine andere Tonhöhe gesungen, außer bei den letzten zwei. Der Verlauf der Melodie ist ähnlich, wie eine Leiter, wo man stufenweise in die Höhe steigen kann. Deswegen heißt sie Tonleiter. Jede Leiter hat Stufen. Diese Bewegung, stufenweise nach oben, entspricht den ersten fünf Tonstufen. Diese Tonstufen werden mit den Tonsilben benannt. Jede Tonleiter besteht aus Tonstufen. So kannst du also ohne Instrument die ersten fünf Tonstufen mit Hilfe der Tonsilben hörbar machen.

- Jetzt weiß ich, wie die ersten fünf Tonsilben, Do Re Mi Fa So klingen, und die anderen?- fragt Nora neugierig.

- Jeder Ton hat seinen festen Platz in der „Do“-Familie! Am besten üben wir das gleich. Ich singe zuerst die ersten fünf, Do Re Mi Fa So und dann aufsteigend, immer höher La und Ti.

- Das ist ja logisch, aber wie hört sich das an? Hast du dafür auch ein Lied?

- Nein, aber ich kann...

Erscheint lt. Verlag 25.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte Musiktheorie • Musik verstehen • Notenlesen • Regeln der Musik • Singen
ISBN-10 3-8192-8687-X / 381928687X
ISBN-13 978-3-8192-8687-2 / 9783819286872
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