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The Secret Behind His Mask (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
432 Seiten
BoD - Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-9016-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

The Secret Behind His Mask - Laura Henk
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Min Jiho ist der Bad Boy an der Oberschule. Er prügelt sich immerzu mit anderen Schülern und alle haben Angst vor ihm. Niemand will etwas mit ihm zu tun haben. Jeder geht ihm aus dem Weg, bis ein Mädchen Namens Jang Sora hinter seine aufgesetzte Maske blickt und den wahren Jiho kennenlernt. Sie merkt, dass er nicht der ist, der er zu sein scheint, obwohl er vehement versucht, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Wird Sora herausfinden, wieso er sich so verhält? Und welches Geheimnis trägt er mit sich herum?

Laura Henk, geboren 1995 in Bretten, begann nach der Realschule die Ausbildung zur Erzieherin und schloss diese mit Erfolg ab. Danach arbeitete sie noch 3 Jahre in einem Kindergarten, bevor sie eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten anfing und nun in einer Hausarztpraxis arbeitet. Nach der Veröffentlichung ihres Kinderbuches hegte sie den Wunsch, nun ein Buch für Teenager zu veröffentlichen, das das Thema Verliebtsein und Beziehung behandelt und die Leser in eine frische junge Liebe eintauchen lässt.

1


"Jang Sora! Wenn du jetzt nicht sofort aufstehst, kommst du zu spät zur Schule!"

"Ja, gleich..."

Verschlafen drehte ich mich nochmal in meinem weichen Bett mit der pastellgrünen Bettwäsche um und hatte keine Lust aufzustehen. Heute war wieder mal Montag. Schule. Ich wollte gar nicht daran denken und zog mir die Decke über den Kopf, damit der Wecker nicht so laut in mein Ohr klingelte.

Ich war im ersten Jahr der Oberschule. Da war das Lernniveau sehr hoch und es wurde von uns einiges verlangt. Zu allem Übel schrieben wir heute auch noch eine Arbeit in Chemie. Da war ich nicht sonderlich gut drin. Allein der Gedanke daran zog an meinem Magen. Aber wenn ich mich davor drückte, würde ich sie nachschreiben müssen. Und ob ich jetzt scheiterte oder ein paar Tage später machte keinen Unterschied.

Ich entschied mich dafür, es hinter mich zu bringen. Gähnend schlug ich die Decke, auf der auch bunte Schmetterlinge zu sehen waren, auf die Seite und richtete mich auf, um mich ausgiebig zu strecken. Den Wecker schaltete ich sicherheitshalber noch aus, damit er nicht losging, wenn ich weg war. Unsere Nachbarn würden sich sonst wundern, wieso man aus unserer Wohnung Vogelgezwitscher hört.

Schnell war ich auf den Beinen und lief zu meinem Kleiderschrank, der gegenüber meinem Bett stand. Mit einem geschickten Handgriff hatte ich meine Schuluniform herausgeholt und zog sie an. Sie bestand aus einem grauen Rock aus Polyester und Baumwolle und einer weißen Bluse. Bei den Jungs war es eine dünne graue Hose, ebenfalls aus Polyester und Baumwolle und ein weißes Hemd mit einer Krawatte, die die gleiche Farbe wie die Hose hatte. Für kalte Tage hatten wir außerdem noch ein graues Jackett, passend zu den Unterteilen.

Meinen Schlafanzug mit den aufgedruckten Sternen schmiss ich einfach achtlos auf mein Bett.

Meine Mutter hatte immer mit mir geschimpft, weil ich nie mein Bett machte. Doch ich hatte ihr erklärt, dass es sich in einem ungemachten Bett einfach besser schlief. Also hatte sie es aufgegeben. Außerdem hatte ich morgens keine Lust dazu.

Ich griff, nach einem kurzen Blick in den Spiegel, um meine braunen Haare zu kämmen und um die Müdigkeit aus meinen braunen Augen zu reiben, noch nach meinem Mäppchen auf dem Schreibtisch in der Ecke und steckte es in meine Schultasche, ehe ich die Treppe hinunter stieg.

In der Küche traf ich dann auf meine Mutter.

"Guten Morgen Mom", begrüßte ich sie und gab ihr einen Kuss auf die Wange, bevor ich mich für das Frühstück an den Tisch setzte.

"Guten Morgen mein Schatz, hast du gut geschlafen?“, fragte sie mich. Kurz nickte ich und begann mit dem Frühstück. Ich wollte ihr nicht sagen, dass ich absolut keine Motivation hatte, in die Schule zu gehen, weil ich meine Eltern nicht enttäuschen wollte. Obwohl es gar nicht so unwahrscheinlich war, dass sie mich verstanden. Aber ich wollte nicht, dass sie sich Sorgen machten und versteckte es hinter einem Lächeln. Außerdem war mein Nicken noch nicht mal gelogen, denn ich hatte gut geschlafen.

Meine Mutter sagte zum Glück nichts mehr dazu und stellte ihr dreckiges Geschirr in die Spüle. Anscheinend hatte sie schon gefrühstückt. Aber sie musste ja auch früher aus dem Haus, als mein großer Bruder und ich.

Kurz darauf erschien dieser auch schon auf der Bildfläche und gesellte sich mit einer Tasse Tee zu mir. Mein Vater war schon längst aus dem Haus. Er ging arbeiten, während wir noch schliefen.

"Hey Binnie", begrüßte ich meinen Bruder.

"Hey", antwortete er und schob sich etwas Reis in den Mund.

"Sag mal, kannst du mir nach der Schule ein bisschen bei meinen Chemiehausaufgaben helfen?“, fragte ich nach einer Weile.

Mein Bruder Jang Sobin war auch auf meiner Oberschule, zwei Jahre über mir. Er war also im letzten Schuljahr und würde dann bald seine Abschlussprüfungen haben. Da er einen sehr hohen IQ hatte, war er der Jahrgangsbeste, weshalb ihn somit viele aus der Schule kannten. Das war für mich nicht einfach. Ständig wurde ich mit ihm verglichen, was meine Schwächen noch mehr in den Vordergrund brachte. Das frustrierte mich sehr, denn ich wollte doch genauso gut wie er sein. Schließlich waren wir Geschwister. Aber stattdessen schaffte ich es einfach nicht, mit ihm mitzuhalten, obwohl ich mein Bestes gab. Dennoch war ich nicht eifersüchtig auf ihn, er war eben einfach schlauer als ich und ich froh, dass er mir ab und zu half.

Sobin zögerte mit seiner Antwort. Ich konnte es ihm überhaupt nicht verübeln. Er hatte im Moment selbst genug um die Ohren und musste nicht auch noch der kleinen Schwester Nachhilfe geben. Aber bei Chemie brauchte ich einfach seine Hilfe, das wusste er.

"Klar, heute nach dem Abendessen dann, okay?“

"Danke!“ Zufrieden und mit etwas besserer Laune schob ich mir mein Frühstück in den Mund. Meine Gedanken wollten schon abdriften, als er noch etwas hinzufügte.

"Dafür hab ich aber was gut bei dir"

Fragend sah ich ihn an.

"Kannst du meinen Spüldienst übernehmen?"

Im ersten Moment wollte ich protestieren, aber dann glaubte ich zu wissen, warum. Nein, eigentlich wusste ich es sicher. Mein Bruder war nämlich der schusseligste Mensch, den ich in meinem Umfeld je gesehen hatte. Fast alles, das er in die Hand nahm, ging zu Bruch. Und was er am meisten hasste war deshalb, Geschirr abzuspülen oder abzutrocknen.

Eigentlich hatten wir ja eine Spülmaschine, die diesen Dienst übernahm, aber die war vorgestern kaputt gegangen und wir mussten uns erst eine neue anschaffen. Also mussten wir vorerst das Geschirr per Hand abspülen.

"Okay, ich übernehme deinen Dienst"

Da mein Bruder und ich zur gleichen Uhrzeit Schule hatten, konnten wir immer zusammen hinlaufen. Zum Glück war der Weg nicht so weit. Es dauerte nur fünfzehn Minuten zu Fuß.

Dort angekommen trennten sich unsere Wege, weil sein Klassenzimmer am anderen Ende des Gebäudes war.

Ohne ihn betrat ich den Eingang und ging erst einmal zu meinem Schließfach. Schon von Weitem entdeckte ich meine beste Freundin. Fröhlich grinsend ging ich auf sie zu.

Ich kannte Lee Hyejin schon seit der Grundschule. Damals war sie in meiner Klasse gewesen und hatte den Platz neben mir gehabt. So hatten wir uns kennengelernt und angefreundet, weshalb wir uns auch privat immer öfter getroffen hatten. Mittlerweile kannten wir uns in und auswendig, was auch daran lag, dass wir uns so gut verstanden und alles miteinander teilten. In der Mittelschule waren wir dann leider in verschiedenen Klassen gewesen, doch das hatte uns nicht daran gehindert, uns weiter zu treffen. In der Oberschule hatten wir das Glück gehabt, dass wir wieder in eine Klasse gehen konnten. Und es war keine Frage gewesen, dass wir nebeneinander sitzen würden.

"Hey", grinste ich und umarmte sie fest zur Begrüßung, was sie erwiderte.

"Guten Morgen, wie war dein Wochenende?", wurde ich gleich gefragt, was ich mit einer genervten Miene erwiderte und mein Schließfach öffnete.

"Erinner mich bloß nicht da dran. Ich habe Stunden mit dem Versuch verbracht, mir irgendetwas von dem Chemiestoff zu merken, damit ich heute wenigstens annähernd eine gute Note bekomme", jammerte ich und legte meine Jacke und meine Schuhe in mein Schließfach, um mir dann die Hausschuhe, die wir in der Schule tragen mussten, anziehen zu können. Von Hyejin bekam ich einen mitleidigen Blick, ehe sie mir antwortete.

"Ich hätte dir ja angeboten, dass wir zusammen dafür lernen, aber ich war ja wie gesagt mit meinen Eltern bei Bekannten und hab mich dort für die Arbeit vorbereitet. Außerdem bin ich ein schlechter Erklärer. Was ist mit deinem Bruder? Konnte nicht er dir ein bisschen dabei helfen?" Meine beste Freundin sah mir in die Augen und schloss ihr Fach ab. Seufzend schloss ich auch meins, nachdem ich die Unterlagen für die erste Schulstunde heraus geholt hatte.

"Das ist nicht so einfach. Er hat ja selber viel zu tun und musste für eine Arbeit lernen, die er heute schreibt. Es ist wichtig, dass er gute Noten hat, damit er es auf eine angesehene Universität schafft"

"Also wenn er das nicht schafft, dann weiß ich auch nicht, wer es sonst schaffen würde"

Gerade wollte ich etwas darauf sagen, als die Schulglocke andeutete, dass wir uns nun schnell ins Klassenzimmer begeben sollten. Trotzdem ließen wir uns auf dem Weg dorthin Zeit.

Das Schulgebäude war nicht sonderlich groß. Es war mit seinen drei Stockwerken sogar das kleinste in ganz Seoul. Die Stockwerke waren mit einem Treppenhaus verbunden. Es gab zwar auch einen Fahrstuhl, doch wir Schüler mussten die Treppe benutzen. Im untersten Stock waren die naturwissenschaftlichen Räume, während ganz oben der Musiksaal, der Kunstraum und der Hauswirtschaftsraum waren. Im Erdgeschoss war die Aula. Die restlichen Räume waren Klassenzimmer. Es gab auch noch ein Nebengebäude, in dem die Schulabgänger untergebracht waren, zu denen Sobin gehörte. Die Sporthalle war ein paar Gebäude weiter, die Straße runter. Im Winter mit verschwitzten Köpern wieder den Berg hoch zur Schule laufen zu müssen war nicht gerade angenehm, aber wir hatten zum Glück...

Erscheint lt. Verlag 8.7.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch
Schlagworte Jugendroman • Korea • Liebe • Schule • verliebtsein
ISBN-10 3-8192-9016-8 / 3819290168
ISBN-13 978-3-8192-9016-9 / 9783819290169
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