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Die Floragier (eBook)

eBook Download: EPUB
2025
172 Seiten
BoD - Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-5714-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Floragier - Mariella Zörner
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Die dreizehnjährige Sophie lebt in Dänemark in einem idyllischen Dorf. Sie genießt ihre Freiheit entdeckt mit ihrem Surfbrett das Meer und streift durch die Dünen. Bis ihre Eltern ihr mitteilen, dass sie über die Sommerferien zur Verwandtschaft in die Stadt gehen. Sophies Albtraum... Dort angekommen fällt Sophie immer mehr das komische Verhalten der Menschen auf. Sie sind verblendet, abgetrennt von sich und ihrer Umwelt. Mit leeren Blicken verhalten sie sich wie Marionetten: Sie führen keine Gespräche mehr, sind nur noch mit der Arbeit beschäftigt und haben ihr Lachen verloren. Sophie findet den geheimnisvollen Grund heraus: Ein nebulöses Etwas verschleiert die Menschen und ihre Persönlichkeit. Das Potential der Menschen fällt in sich zusammen! Zeitgleich entdeckt Sophie einen geheimnisvollen Bund von Jugendlichen und Erwachsenen die sich dem Nebel entziehen können. Der "Bund der Floragier" versucht den Nebel zu bekämpfen, was einer geheimnisvollen Magie gleicht. Sophie schließt sich den Floragiern an und stürzt sich damit in ein gefährliches und spannendes Abenteuer. Gelingt es Sophie und den Floragiern mit viel Mut, Zusammenhalt, Intuition und Magie die Menschheit zu retten?

Mariella Zörner wurde 2011 in Erlangen geboren und besucht derzeit die Montessori Schule in Bamberg. Schon seit sie denken kann, liebt sie es, sich Geschichten auszudenken, neue Welten zu erschaffen und spannende Charaktere zum Leben zu erwecken. Schreiben ist für sie nicht nur ein Hobby, sondern eine Herzenssache - genauso wie Musik, Zeit in der Natur und das Lesen guter Bücher. Mit ihrem Debüt verwirklicht sie einen großen Traum: Sie möchte die Leserinnen und Leser in ihre Fantasiewelten mitnehmen und zum Träumen einladen.

KAPITEL 1


Die Wellen brachen sich am Strand von Løkken, während Möwen sich kreischend vom Wind in die Dünen tragen ließen. Eine kühle Brise wehte Sophie durchs blonde Haar. Sie ließ den Blick schweifen. Gab es etwas auf dieser weiten Welt, was noch schöner und stärkender war als dieser Strand? Dieser Strand mit dem Meer, in dem sich die Wellen um die Wette schlugen? Dieser Strand, der eine unendliche Weite bot? Sophie lächelte, bückte sich nach ihrem Surfbrett und schlenderte gut gelaunt durch die Dünenberge zurück nach Hause. Seit sie klein war surfte sie an „ihrem“ Strand, es war ihre absolute Leidenschaft. Als sich Sonnenstrahlen durch die Wolken kämpften, drehte sie sich noch einmal zum Meer um, dessen Oberfläche nun magisch glitzerte. Sie legte ihren Kopf in Richtung Himmel, um die Wärme zu genießen. So war der Nachhauseweg noch schöner. Ihre Haare fingen in der Sonne an zu trocknen und der Himmel verwandelte sich in wolkenloses blau. Fast war sie an ihrem Haus angelangt, als sie ein vertrautes Bellen hörte. Ihr kleiner brauner Pudel Harald Blauzahn1 stürmte ihr entgegen. Seitdem ihre Freundin den abenteuerlustigen und wilden Junghund aus Spaß einmal so genannt hatte, war der Name geblieben. Aus Jux wandelten sie ihn ab und zu in Bluetooth um. Der lockige Pudel stand nun direkt vor ihr und drehte sich überglücklich im Kreis.

„Hej2 Kleiner!“ rief Sophie und folgte ihm zum kleinen Gartentor. Das Haus ihrer Familie erhob sich mitten in den Dünenlandschaften und war so versteckt, dass außer der Familie hier selten jemand aufkreuzte. Es war ein weißes Fachwerkhaus mit grünen Fensterläden und einem traditionellen Reetdach, was wunderbar in die Landschaft passte. Es wirkte von außen so gemütlich und behaglich, dass Spaziergänger, die sich zufällig hier her verirrten, meistens mit einem sehnsüchtigen Seufzen stehenblieben. Das Weiße Haus trug dunkelbraunes Fachwerk und hatte kräftige grünen Fensterläden. Über dem Reetdach lugten zwei kleine Kamine hervor, die auf derselben Höhe wie die rot-weiße dänische Flagge standen, die auf dem Fahnenmast aufgespannt war.

Sophie ging durch die offenstehende Tür und rief freudig „Ich bin wieder da!“ Sie folgte dem Geruch nach Zimt und Zucker, der sie schon beim ersten Schritt fast umhaute. Sie lief in die Küche und sah ihre Mutter, die schon vorfreudig am grünen gusseisernen Backofen stand, der seinen Job fast besser als die Neuen machte. Er passte wunderbar in die Küche, die von wuchtigen alten Holzbalken gesäumt war. Der gesamte Raum war vom Sonnenschein durchflutet, der durch die geöffneten Fenster schien. Die kleinen Schränke waren befüllt mit Wildblumen-Sträußen, Muscheln und anderen Dingen von Sophies Funden, die sie von ihren Spaziergängen mitgebracht hatte.

„Es gibt Kanelsnegle3!“ rief ihre Mutter Line so euphorisch, als ob sie selbst noch ein Kind wäre.

„Klasse!“, antwortete Sophie und schnappte sich eine dieser noch warmen Leckereien. „Ich bin so hungrig vom Surfen!“ Herzhaft biss sie hinein. „Ich geh dann mal duschen. Ruf mich, sobald es Abendessen gibt!“ Und schon war sie mit ihrem kleinen braunen Hund im Schlepptau verschwunden.

Oben im Badezimmer angekommen öffnete sie den lockeren Knoten aus ihren Haaren. Sie sah in den Spiegel und wurde von einem blondhaarigen Mädchen mit leicht gebräunter Haut angestarrt, dessen grünbraunen Augen freundlich blitzten.

Sophie Sønderstrøm war ein dreizehnjähriges, dänisches Mädchen, was im kleinen und idyllischen Løkken im Nordwesten von Dänemark lebte. Sie grinste. Sie war rundum zufrieden mit sich und ihrem Leben. Nicht jeder hatte das Glück, direkt am Meer zu wohnen.

Løkken war ein süßer kleiner Ort, voll von kleinen bunten Fischerhäusern, Bonbon-Manufakturen, Sanddünen und einem riesigen weißen, scheinbar endlosen Strand, an dem zahlreiche bunte Fischerboote lagen und kleinen Surfer Buden waren, an denen abends die Leute am Lagerfeuer zusammensaßen. Es herrschte schon eine besondere Stimmung hier in Løkken: Alle waren so herzlich, egal ob man sich gut kannte oder nicht. Am Abend saß jeder mit jedem zusammen. Manchmal war es irgendwie magisch. Es war klar, dass Løkken ein ganz besonderer Ort war.

Sofie riss sich aus ihren Gedanken und legte ihre nassen Klamotten auf das Fensterbrett ihres liebevoll gestalteten aber leicht chaotischen Zimmers, um sie von der Sonne trocknen zu lassen. Auch hier waren die Dachbalken wiederzufinden, doch allerdings waren sie, anders als in der Küche, mit Lichterketten geschmückt. Sophie mochte den Kontrast von weißen Möbeln und türkiser Farbe und hat daher die Wand gegenüber ihres Bettestürkis gestrichen. In Kombination mit ihrer pastell-rosafarbenen Bassgitarre sah ihr Zimmer knallig und außergewöhnlich aus.

Als ihre Mutter rief, hüpfte sie vergnügt nach unten, um den Tisch für das Abendessen zu decken. Gemeinsame Mahlzeiten waren in ihrer Familie wichtig und wurden sehr ernst genommen. Und auch Sophie schätzte die gemeinsame Zeit mit ihrer Familie. Gerade als sie das kleine Esszimmer mit dem Blick auf den Garten betrat, hörte sie, wie ihr Vater von der Arbeit nach Hause kam. Er stellte seine schwere Tasche mit einem dumpfen Geräusch auf dem Boden ab und begrüßte Line, die ihm schon freudestrahlend entgegenkam.

„Hej Magnus! Sophie dein Vater ist da!“ Auch Sophie kam in den Flur gerannt und begrüßte ihn stürmisch.

„Hej Sophie!“ rief ihr Vater lachend und setzte sich erschöpft aber mit strahlenden Augen an den Tisch. Sophies Vater gehörte die Segelschule am Leuchtturm Rubjerg Knude und er verbrachte den ganzen Tag dort, bei Regen und Sonnenschein. Das Meer und das Segeln waren seine Leidenschaft. Sophies Mutter witzelte oft darüber, dass sich Vater und Tochter so ähnlich waren.

„Würde ich nicht zuhause mit dem Abendessen auf euch warten, würdet ihr vermutlich 24 Stunden am Tag am Strand verbringen.“

Zum Abendessen gab es vegetarische Köttbullar mit einer selbstgemachten Soße und Preiselbeeren. Sie unterhielten sich über alles Mögliche und Sophie trug klinkte sich manchmal ein, manchmal hing sie ihren eigenen Gedanken nach. Doch als ihr Vater plötzlich auf seine Schwester Hannah zu sprechen kam, wurde Sophie hellhörig.

Hannah war schon immer ein ziemlich durchschnittlicher Mensch gewesen, der Abenteuer, Verrücktheiten und andere „abnormale“ Dinge grundsätzlich mied, was natürlich gar nicht zu Sophie und ihren Eltern passte, die in Sophies Augen wohl die lebensfrohste Familie der Welt war. Hannah wohnte weit weg in einem unauffälligen Viertel in Kopenhagen und besuchte nur äußerst widerwillig ihre „überdrehte“ Familie. Magnus und Hannah hatten gegenseitig ihre unterschiedlichen Lebensweisen akzeptiert. Doch im letzten halben Jahr hatte sich Hannah merkwürdig verändert. Ihre Anrufe waren weniger geworden und sie widmete sich nur noch ihrer Arbeit und dem Fernseher. Ihr Mann Henrik war schon seit Sophie ihn kannte ein Arbeitstier und ziemlich eintönig, wie Sophie fand. Auch mit ihrer ein Jahr jüngeren Cousine Pia konnte sie wenig anfangen. Umso mehr wunderte sich Sophie, als ihr Vater, auf sie zu sprechen kam.

„Hannah hat uns für ein paar Tage nach Kopenhagen eingeladen. Henrik feiert seinen 50. Geburtstag und fühlt sich wohl verpflichtet, auch uns einzuladen. Ich weiß nicht, woher sein Familiensinn plötzlich kommt, aber Hannah hat es nachdrücklich verlangt.“ Sophie und ihre Mutter rissen überrascht die Augen auf.

„Also ich für meinen Teil kann mir deutlich besseres vorstellen, als meine restlichen Sommerferien in Kopenhagen zu verbringen und mich zu langweilen“ stellte Sophie schnell klar und schaute besorgt ihren Vater an.

„Nun ja. Die Sommerferien sind ja noch lang, und einen kurzen Besuch könnten wir erwägen“, gab Mama zu bedenken. „Als Lehrerin habe ich ja noch frei und du könntest dich im Geschäft sicherlich für kurze Zeit vertreten lassen.“ Wütend blitzte Sophie ihre Mutter an.

„Auch wenn ich mir Schöneres vorstellen kann, aber ich fürchte, wir können ihre Einladung nicht ausschlagen. Vielleicht hat sie sich ja geändert und sucht wieder ein wenig Familienkontakt“, sagte Papa mürrisch und fuhr sich durch die Haare.

„Ein kurzer Besuch wäre ja wirklich schön. Ich war schon so lange nicht mehr in Kopenhagen und es bedeutet ja nicht, dass wir die ganze Zeit mit Hannah, Hendrik und Pia vor dem Fernseher sitzen müssen“ überlegte Mama weiter. Doch für Sophie war sogar ein kleiner Besuch der reinste Horror und ein schlimmer Gedanke. Sie fühlte sich im Haus von Hannah immer unwohl und irgendwie eingesperrt. Das ganze Haus war in langweiligen Braun und Beige gehalten, nichts war grün. Die Gespräche waren oberflächlich und es war unnütze ein Gespräch mit ihrer Cousine anzufangen, da Sophie das Gefühl hatte, sie würde ihr eh nicht...

Erscheint lt. Verlag 30.6.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch
Schlagworte Abenteuer • Freundschaft • Magie • Natur • Spannung
ISBN-10 3-8192-5714-4 / 3819257144
ISBN-13 978-3-8192-5714-8 / 9783819257148
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