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Pepe & Leonie - Die Spur der verschwundenen Pferde (eBook)

Ein tierisches Abenteuer mit Herz

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
210 Seiten
BoD - Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-8822-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Pepe & Leonie - Die Spur der verschwundenen Pferde - Jan Reitzig
Systemvoraussetzungen
7,99 inkl. MwSt
(CHF 7,80)
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Ein Pferd. Ein Geheimnis. Ein Abenteuer, das Mut fordert. Als der spanische Schimmel Pepe bei Leonie einzieht, spürt sie sofort: Dieses Pferd ist anders. Mutig, feinfühlig - und voller Geheimnisse. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft. Doch als sie rätselhaften Spuren folgen, geraten sie in ein Abenteuer, das gefährlicher ist, als Leonie es sich je vorgestellt hat. Mit jeder entdeckten Wahrheit wächst nicht nur ihr Mut, sondern auch die Kraft der Verbindung zwischen Mensch und Tier. Ein spannender Roman über Freundschaft, Vertrauen und den Mut, über sich hinauszuwachsen. Ideal für Kinder ab 9 Jahren, die tierische Geschichten lieben und selbst kleine Heldinnen sein wollen. Wirst du das Geheimnis lüften?

Jan Reitzig schreibt spannende Kinderbücher voller Abenteuer, Freundschaft und Pferdeliebe. Inspiriert von seinen eigenen Kindern, seiner großen Leidenschaft für Pferde und der Freude am Entdecken neuer Welten, erzählt er Geschichten, die Mut machen. Seine Bücher drehen sich um ein mutiges Mädchen und ihr Pferd. Zwei unzertrennliche Freunde, die sich gemeinsam jeder Herausforderung stellen. Mit seinen Geschichten möchte Jan Kindern ab 9 Jahren zeigen, wie wichtig Selbstvertrauen ist und dass es sich lohnt, für das Gute einzustehen. Obwohl er lange mit dem Gedanken spielte, ein Buch zu schreiben, ist es erst jetzt Wirklichkeit geworden. Der Anfang einer Herzensreise. Wenn er nicht gerade schreibt, verbringt Jan gerne Zeit mit seiner Familie, draußen in der Natur oder bei den Pferden.

Ein fremder Ort


Pepe stand am Zaun seiner neuen Weide und ließ seinen Blick über den Hof schweifen. Der Wind roch hier anders. Nicht nach Sonne und warmem Sand, sondern nach feuchtem Gras und kühler Erde. Statt des leisen Summens von Zikaden hörte er das Rascheln der Bäume und das entfernte Wiehern anderer Pferde.

Alles war neu. Alles war fremd.

Er fühlte sich unruhig, trat von einem Huf auf den anderen und schlug mit seinem Schweif durch die Luft. Seine Ohren zuckten bei jedem ungewohnten Geräusch. Die Geräusche waren hier anders – keine zirpenden Grillen, keine fernen Rufe der Stallburschen. Stattdessen das leise Gackern von Hühnern, das Summen von Insekten und das gelegentliche Brummen eines Traktors.

Er konnte die Blicke der anderen Pferde auf sich spüren. Sie musterten ihn aus der Ferne, neugierig, aber vorsichtig. Er fühlte sich beobachtet. In seiner alten Heimat hatte er gewusst, wo er stand – er war schnell, kräftig und klug. Hier wusste niemand, wer er war. Und das machte ihn nervös.

Dann hörte er eine Stimme. Eine warme, fröhliche Stimme.

„Na, da bist du ja endlich, Pepe!“

Pepe drehte den Kopf ruckartig um und sah sie zum ersten Mal: Ein Mädchen mit langen blonden Haaren und leuchtenden braunen Augen. Sie trug Jeans und Gummistiefel, ihre Wangen waren von der frischen Luft gerötet, und ein schelmisches Lächeln lag auf ihren Lippen.

Leonie trat vorsichtig näher, ihre Bewegungen waren ruhig und sanft. Sie hielt einen Apfel in der Hand, den sie ihm hinhielt. "Ich hoffe, du hast Hunger. Die Reise war sicher lang für dich."

Pepe spitzte die Ohren und schnupperte an dem Apfel. Der süße Duft war vertraut, doch alles andere hier war es nicht. Er nahm einen vorsichtigen Bissen und schmeckte die saftige Frische. Einen Moment lang vergaß er seine Unsicherheit.

Leonie beobachtete ihn aufmerksam. "Weißt du, ich habe so lange auf dich gewartet. Ich habe alles über Andalusier gelesen. Du bist wirklich wunderschön."

Pepe kaute langsam und betrachtete sie mit seinen großen, dunklen Augen. Ihre Stimme war sanft und freundlich. Vielleicht, nur vielleicht, war dieses Mädchen jemand, dem er vertrauen konnte.

„Leonie, lass ihm etwas Zeit. Er muss sich erst eingewöhnen.“

Pepe drehte den Kopf zur neuen Stimme. Ein Mann und eine Frau standen am Weidezaun und beobachteten ihn. Der Mann hatte breite Schultern, einen warmen Blick und trug eine wetterfeste Jacke. Die Frau neben ihm hatte eine weiche Stimme und sanfte Augen.

„Das sind meine Eltern!“, erklärte Leonie stolz. "Und irgendwo hier ist auch mein Bruder Jonas, aber der interessiert sich nicht so sehr für Pferde."

Pepe warf einen vorsichtigen Blick zu den Erwachsenen. Sie wirkten ruhig und freundlich, aber noch war sich Pepe nicht sicher, ob er ihnen trauen konnte.

Leonies Vater trat einen Schritt näher. "Er ist wirklich ein beeindruckendes Pferd. Wir sind sehr froh, dass du jetzt bei uns bist, Pepe."

„Und du musst keine Angst haben“, fügte Leonies Mutter hinzu. "Wir werden gut auf dich aufpassen."

Pepe schnaubte leise. Worte verstand er nicht, aber er konnte die Bedeutung hinter den Stimmen spüren. Es klang ehrlich.

Leonie strahlte. "Ich wette, du bist mutig. Vielleicht ein bisschen frech?" Sie lachte leise. "Aber das ist okay. Ich bin nämlich auch manchmal ein bisschen frech."

Pepe schüttelte seine dichte Mähne, als wollte er ihr widersprechen. Mutig? Ja. Frech? Vielleicht ein bisschen. Aber im Moment fühlte er sich mehr als alles andere unsicher. Er wusste, dass er schlau war, dass er sich in neuen Situationen zurechtfinden konnte. Aber hier? Hier war alles anders.

Leonie trat einen Schritt zurück und ließ ihm Raum. "Weißt du was? Ich werde jeden Tag hier sein, damit du dich nicht so alleine fühlst. Und irgendwann, wenn du bereit bist, machen wir unser erstes großes Abenteuer zusammen."

Pepe spürte, dass ihre Worte ehrlich waren. Sie hatte eine Art, mit ihm zu sprechen, als würde sie ihn verstehen. Vielleicht verstand sie ihn tatsächlich ein bisschen.

Er blickte erneut über die Weide. Es würde Zeit brauchen, bis er sich hier zu Hause fühlte. Aber Leonie… sie war anders. Sie war kein Fremder mehr.

Zum ersten Mal, seit er die Hacienda verlassen hatte, fühlte Pepe sich nicht mehr ganz so verloren.

***

Die ersten Sonnenstrahlen des Morgens tauchten den Reiterhof in ein warmes Licht. Pepe stand bereits an der Weide, seine Ohren drehten sich aufmerksam in alle Richtungen. Über Nacht hatte er nicht besonders gut geschlafen. Die ungewohnten Geräusche, das entfernte Bellen eines Hundes, das Krächzen und Kreischen der Eulen und das Rascheln der Blätter im Wind – all das war anders als in seiner Heimat.

Heute war der Tag, an dem er den Hof erkunden würde.

Plötzlich hörte er schnelle Schritte im feuchten Gras. Er hob den Kopf und sah Leonie, die mit einem fröhlichen Lächeln auf ihn zulief. In ihrer Hand hielt sie ein kleines Leckerli.

„Guten Morgen, Pepe! Hast du gut geschlafen?“ Sie streckte ihm das Leckerli hin. „Ich dachte mir, du magst vielleicht ein kleines Frühstück. Das ist extra für dich.“

Pepe schnupperte an dem Leckerli, dann nahm er es vorsichtig mit seinen weichen Lippen. Es schmeckte anders als das, was er gewohnt war, aber es war süß und angenehm. Er schnaubte zufrieden.

Leonie kraulte ihn sanft zwischen den Ohren. „Heute zeige ich dir den ganzen Hof! Es gibt so viel zu entdecken. Und keine Sorge, ich bleibe die ganze Zeit bei dir.“

Pepe beobachtete sie. Er mochte ihre sanfte Stimme und die Art, wie sie mit ihm sprach, als wäre er nicht nur ein Pferd, sondern ein richtiger Freund.

„Komm mit!“ Sie öffnete das Weidetor und winkte ihm aufmunternd zu. Einen Moment zögerte Pepe. Dann setzte er vorsichtig einen Huf auf den Weg, dann den nächsten. Schließlich folgte er Leonie.

Der Hof war lebendig. Überall gab es etwas zu sehen. In der Ferne hörte Pepe das rhythmische Hämmern, vermutlich von einem Hufschmied, der an einem Pferd arbeitete. Der Geruch von frischem Heu, vermischt mit dem leichten Duft von Sattelseife, lag in der Luft. Pepe hob den Kopf und sog die vielen neuen Eindrücke in sich auf.

Schließlich führte Leonie ihn an einen alten, verwitterten Stall am Rand des Hofs. Ihre Stimme wurde leiser. „Und das hier… das ist der alte Stall. Da geht niemand mehr rein.“

Pepe hob neugierig den Kopf. Die Türen waren geschlossen, die Fenster mit Staub bedeckt. Ein leichter Windzug ließ die Blätter an den Bäumen rascheln. Irgendetwas an diesem Ort fühlte sich… anders an. Ein schwacher, fremder Geruch lag in der Luft. Er konnte es nicht genau bestimmen, aber es war nicht der vertraute Duft von frischem Stroh oder Pferden. Es roch… seltsam, alt und ein wenig nach Angst.

Leonie bemerkte seine gespitzten Ohren. „Manchmal hört man seltsame Geräusche von da drin. Ich habe mich noch nie getraut, nachzusehen…“

Pepe trat einen Schritt näher. Seine Hufe knirschten auf dem Kiesweg. Der Stall schien verlassen, doch er spürte eine merkwürdige Unruhe, die ihn nicht losließ. Irgendetwas in seinem Inneren sagte ihm, dass dort drinnen mehr war, als man auf den ersten Blick erkennen konnte.

Ein leises Knarren ließ ihn abrupt innehalten. Hatte er sich das nur eingebildet? Oder hatte sich die Tür ein kleines Stück bewegt?

Leonie lachte nervös. „Das war bestimmt nur der Wind…“ Doch ihre Stimme klang nicht ganz überzeugt.

Pepe legte die Ohren leicht an. Er war neugierig – aber auch vorsichtig. Sollte er näher herantreten? Oder lieber auf Abstand bleiben?

In diesem Moment erklang ein dumpfes Geräusch aus dem Inneren des Stalls. Ein Scharren. Ein leises Klopfen. Fast, als ob dort jemand – oder etwas – wäre.

Leonie riss die Augen auf und packte vorsichtig sein Halfter. „Hast du das auch gehört?“ Sie klang nun eindeutig aufgeregt.

Pepe schnaubte. Sein Herz schlug schneller. Ja, er hatte es gehört. Und er war sich nun sicher: Der alte Stall war nicht so leer, wie er schien.

Leonie zog an seinem Halfter und lächelte unsicher. „Das ist eine Geschichte für ein anderes Mal. Komm, ich zeige dir noch den Bach hinter der Weide!“

Pepe folgte ihr, doch während sie weitergingen, warf er einen letzten, neugierigen Blick auf den alten Stall.

Irgendetwas sagte ihm, dass er dieses Gebäude nicht zum letzten Mal gesehen hatte…

***

Leonie führte Pepe über eine schmale, bunte Wiese, die von hohen, sanft wiegenden Gräsern gesäumt wurde. Die Luft war frisch und roch nach feuchter Erde und Tau. In der Ferne hörte man das leise Plätschern von Wasser.

„Wir sind gleich da“, sagte Leonie mit aufgeregter Stimme. „Ich wette, du wirst den Bach lieben.“

Pepe spitzte die Ohren. Das Geräusch war beruhigend, aber auch fremd. In seiner Heimat kannte er das Rauschen der Wellen am Meer und das leise Tropfen von...

Erscheint lt. Verlag 4.6.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Kinderbücher bis 11 Jahre
Schlagworte Abenteuerbuch für Kinder • abenteuerbuch für mädchen deutsch • abenteuerliche tierbücher • ABenteuerliche Tiergeschichten • Abenteuer mit Tieren • Bücher für Pferdefans • Detektivgeschichten für Kinder • Emotionales Pferdeabenteuer • Female Hero Kinderbuch • Kinderabenteuer mit Tieren • Kinderbuch für Mädchen ab 9 Jahren • Kinderbuch mit emotionaler Tiefe • Kinderbuch mit tierischem Detektivteam • Kinderbuch über Freundschaft • Kinderbuch zum Miträtseln • Kinderkrimi Reiterhof • Lesestoff für Tierfreunde ab 9 • Mädchenbuch über Freundschaft und Mut • Mädchenroman Abenteuer • Pferdekrimi für junge Leserinnen • Reiterhofgeschichten für junge Mädchen • Spannende Mädchenliteratur ab 9 • Spannende Pferdegeschichte für Kinder • Spannendes Pferdebuch für Mädchen • Tierabenteuer Mädchen
ISBN-10 3-8192-8822-8 / 3819288228
ISBN-13 978-3-8192-8822-7 / 9783819288227
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