Die Entdeckung (eBook)
110 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-3527-6 (ISBN)
Mein Name ist Armin Roland, 1966 geboren, seit 1989 verheiratet und Vater von vier Kindern. Ich lebe in Heidelberg, wo ich auch aufgewachsen bin. Meine berufliche Tätigkeit als Servicetechniker, führte mich in viele Länder der Erde. Ich wurde christlich erzogen und lebe diesen Glauben. Meine Hobbys sind Sport, Malen und Zeichnen. Meine Phantasie versuche ich auch schriftlich festzuhalten.
PLANUNG UND VORBEREITUNG
Kurz nach dem Tagebucheintrag hatte er schon über die Schnellkommunikation seine Freunde zusammengerufen und ein Treffen bei sich zuhause für den Abend um 19.00 Uhr verabredet. Durch versteckte Andeutungen war es ein Leichtes, seine Freunde zusammen zu rufen. Schließlich sind es seine besten Freunde, die auch gekommen wären, wenn er sie gebraucht hätte, um ihm beim Unkraut jäten im Garten zu helfen. Aber John wollte sicher gehen, dass auch wirklich alle drei kommen.
Endlich war es so weit. Gleich 19.00 Uhr. John war schon vorbereitet und konnte es fast nicht mehr erwarten. Zuerst kam Alex. Eigentlich war sein voller Name Alexander, aber er wurde von allen nur Alex genannt. Er hatte eine sportliche - kräftige Statur. Wenn John der eher schlank war, neben Alex stand, wirkte er noch dünner.
Als nächstes kamen Nicole und Susanne, wie meist zusammen. Susanne wurde von allen mit Sus gerufen. Manchmal konnten Johns Freunde es sich nicht verkneifen, ihn Professor zu nennen. Aber das erinnerte ihn oft daran, dass er nicht mit ihnen zusammen in die Schule ging. Wegen seiner Begabung war er schon lange an der Universität und studierte Naturwissenschaften, Entwicklungswesen und Biomechanik.
Endlich begann John: „Ich glaube, dass sich die Prophezeiungen erfüllen!“
Alle schauten sich an und Nicole kam mit der ersten Frage heraus: „Das glauben viele - hast du Hinweise darauf gesehen oder andere Beweise gefunden?“
„Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten. Zum Beispiel der Einbruch, von dem man gehört hat und“
„Halt, Stopp!“ fiel ihm Sus ins Wort. „Ob es ein Einbruch war, steht doch noch gar nicht fest. Und Sünde gibt es ja schon immer. Das ist eben nach sehr langer Zeit mal wieder etwas Schlimmeres. Niemand ist perfekt.“
„Ist schon richtig“ gab John zu „aber der Wagen vom Bischof unserer Nachbargemeinde, Präsident Seiler, wurde gestohlen und einige tausend Kilometer weiter erst mit einem Defekt stehen gelassen. Und viele glauben, dass es mit der Prophezeiung zu tun hat.“
„Wer weiß was dahintersteckt.“ warf Alex ein. „Ihr könnt euch doch sicher noch daran erinnern, als unserem Prof ein kleines Experiment in die Hose ging und dadurch die gesamte Kanalisation verstopft wurde. Da haben auch gleich alle gemeint, Satan wäre zurück und hätte seine Finger im Spiel. Von allen Seiten hieß es „Prophezeiung, Prophezeiung“, bis man ein paar unbedeutende Hinweise auf uns fand. Man Leute brach da Ärger los. Und erst als John seine Erfindung mit der Spezial - Versickerung präsentierte, war plötzlich alles harmlos und eine Fügung des Schicksals, um John die Entdeckung des Jahrzehnts zu ermöglichen. – Nur mal so viel zu dem, was Andere für die Erfüllung von Prophezeiungen halten.“
„Okay, schon gut, aber dann hatte ich da noch einen Traum“ fuhr John fort. „Dass die Familie Schneider im Urlaub war und als sie zurück waren, hatte sich bei ihnen einiges verändert. Und sie benahmen sich seltsam.“
„Also ich glaube du hast von der hübschen Isabel geträumt und als du aufgewacht bist, hast du die Geschichte weitergesponnen“
„Wie bitte!?-“ fuhr Sus Alex ins Wort „John träumt von Isabel?“ „Natürlich nicht!“, ging John sofort dazwischen. „Aber wir könnten doch in unseren Ferien versuchen herauszufinden, ob etwas an der Sache dran ist? Wir wären zusammen, hätten ein tolles Ziel und wenn wir nichts herausfinden, hätten wir trotzdem eine super Reise und entspannen uns zum Abschluss an einem netten Strand.“
„Ahh – das klingt ja schon viel besser!“ meinte Alex. Nicoles Kommentar war: „Wenn du an dieser Stelle gleich angefangen hättest, würden die Urlaubsvorbereitungen schon laufen.“
„Ja, bei so etwas nützt Begabung offensichtlich nichts. Aber wie sieht’s aus? Seid ihr damit einverstanden, dass wir in unseren Ferien diesen möglichen Merkwürdigkeiten nachgehen?“
Nachdem alle zugestimmt hatten, mussten sie sich eine Strategie überlegen, wie sie ihre Eltern dazu bringen konnten, der Reise zu zustimmen. Das Ziel wollten sie nicht preisgeben. Lügen kamen aber noch viel weniger in Frage. Keiner der Vier hatte eine Lüge überhaupt in Erwägung gezogen. So beschlossen sie, sich wieder zu treffen oder eine Schnellkommunikation einzuleiten, wenn ihnen ein guter Grund eingefallen wäre, den sie ihren Eltern präsentieren könnten.
Wie immer, wenn sich das Gespann traf, wurde es noch ein lustiger, geselliger Abend, bevor sie sich wieder trennten.
John arbeitete gerade in seinem Labor, als er durch sein Kommunikationssystem die Nachricht über den bevorstehenden Wissenschaftswettbewerb bekam. Wem es gelänge, die beste Entwicklung innerhalb von vier Monaten zu machen, der würde die neuesten Laboreinrichtungen, 10 Jahre Krediteinheiten frei und einen besonderen Preis erhalten. Die Übergabe des Preises und die Ehrung würde der Präsident persönlich durchführen.
Da wollte John unbedingt mitmachen. Dieser Wettbewerb war öffentlich und somit konnte jeder daran teilnehmen. Aber so wie viele andere Wissenschaftler, bekam John eine persönliche Einladung, um an diesem Wettstreit teilzunehmen. Die Idee nach Satan zu suchen, war wirklich nicht gut und schon gar nicht geeignet, um sie seinen Eltern als Reisegrund zu präsentieren. Der Wissenschaftswettbewerb hingegen war dafür geradezu perfekt. Und der Urlaub mit seinen Freunden würde ihm sicher helfen auf gute Ideen zu kommen. Seine besten Einfälle hatte er schon immer, wenn er mit ihnen zusammen war. Das waren die besten Voraussetzungen, um eine herausragende Entdeckung zu machen.
John war schon Feuer und Flamme. Er konnte sich gar nicht mehr bremsen. Sofort leitete er eine Komm-Konferenz ein. Sus, Nicole und Alex waren genauso begeistert. Jetzt hatten sie auch einen guten Grund vorzuweisen, den ihre Eltern gerne unterstützen würden. Mit etwas Fingerspitzengefühl und der richtigen Taktik sollte es klappen, sie zu überzeugen.
Nachdem sie, so wie sie es gewohnt waren, gemeinsam gebetet hatten, um in der kommenden Zeit geführt und geleitet zu werden, gingen sie daran, mit ihren Eltern zu sprechen.
Als erstes waren Johns Eltern dran. Zuerst machten sie deutlich, dass die vier Freunde ihre Zeit gemeinsam verbringen wollten und in der ganzen Zeit auch immer zusammenbleiben würden. Dennoch müssten sie sich ein Mal pro Woche melden. Zum Glück mussten sie keine Versprechungen irgendwelcher Art machen, die sie auf ihrer Reise einschränken würden. Denn alle Versprechungen, die sie machen würden, wollten sie auch unbedingt halten. Und je weniger Versprechen sie machen würden, desto besser. Deshalb war dieses Gespräch super gelaufen.
Die Eltern von Alex konnten gut überzeugt werden, indem Alex ihnen von der einmaligen Chance erzählte, alles sehen zu können, was auch immer sie wollten, weil John als Begabtem kein Weg verschlossen bleiben würde. John versicherte, dass sie es nicht geplant hätten, aber wenn sich die Gelegenheit bieten würde, etwas Außergewöhnliches zu sehen, dann würden sie dies „bei aller Vorsicht“ auch nutzen.
Bei den Eltern der Mädchen war mehr Überzeugungsarbeit nötig. Außergewöhnliche Besichtigungen wurden genauso wenig erwähnt, wie die Tatsache, dass sie ohne ein festes Ziel, möglicherweise die ganze Welt bereisen würden. Die Mädchen sollten besonders aufeinander aufpassen und die Jungs versprachen, sich immer für sie einzusetzen. Das hatte natürlich besonderes Gewicht. Alex war schließlich der beste Kampfsportler des Landes in seiner Altersklasse.
Ihr Kommunikationssystem hätten sie auch täglich auf mögliche Nachrichten zu kontrollieren.
Diese Hürde war genommen. Jetzt mussten sie noch festlegen, beziehungsweise herausfinden, wohin der erste Teil der Reise gehen würde. John fragte seine Freunde, ob es wohl ok wäre, wenn sie für den Anfang die letztjährige Urlaubsroute der Schneiders verfolgen würden. Sus funkelte John einmal an. Aber dann waren sie doch alle damit einverstanden.
Zunächst befragten sie Isabel und ihren Bruder Martin, wo sie im letzten Urlaub waren und wie es ihnen gefallen hat. Was dies als Reiseziel interessant machte war der Umstand, dass Martin es für empfehlenswert hielt, aber Isabel hingegen von einer Reise dorthin abriet. Das war genau das, was die Vier hören wollten. Nicole meinte nur: „Mit dem Reiseziel ist es wie mit Knödel. Der Eine hat gerne Semmelknödel und der Andere liebt sie halb und halb.“
Das erste Ziel stand jetzt fest. Sie mussten nach Sydney in Australien. Das war ja gut erreichbar. Man fährt von Zion/USA über Japan und China. Mit dem neuen Zug konnten sie die neue Schnellstrecke nehmen und Sydney mit nur einem Mal Umsteigen in etwa 3,5 Stunden erreichen.
„Nun“ sagte Sus „es sieht so aus, als ob wir uns von unserem schönen Sommer in den Winter aufmachen. Da werden wir entsprechende Kleidung einpacken müssen.“
„Ich werde für uns alle je einen Satz der...
| Erscheint lt. Verlag | 14.4.2025 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch |
| ISBN-10 | 3-8192-3527-2 / 3819235272 |
| ISBN-13 | 978-3-8192-3527-6 / 9783819235276 |
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