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Magisterium - Das 3. Jahr (eBook)

Magische Schulgescichte für Leser:innen ab 10 Jahren - Spaß und Spannung garantiert!. Band 3
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
288 Seiten
Baumhaus (Verlag)
978-3-7517-8293-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Magisterium - Das 3. Jahr - Cassandra Clare, Holly Black
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
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Im dritten Schuljahr am Magisterium steht Call vor der bisher größten Bedrohung: Ein gefährlicher Chaosbesessener ist aus den Verliesen der magischen Schule entkommen und hat Call angegriffen. Noch schlimmer: Irgendjemand hat dem unheimlichen Wesen geholfen und darauf gehofft, dass Callum bei dem Angriff stirbt. Doch wer wollte ihn aus dem Weg räumen und hat ihn verraten? Call und seine Freunde müssen den Spion in den eigenen Reihen enttarnen, bevor es zu spät ist und sie ihm erneut in die Falle tappen.



<p>Holly Black und Cassandra Clare sind Bestsellerautorinnen, die mit ihren Büchern Leser:innen in der ganzen Welt begeistern. Sie sind beide mit eigenen Reihen international erfolgreich. Mit der Magisterium-Reihe haben die Freundinnen, die ihre Vorliebe für Fantasy-Abenteuer teilen, das erste Mal eine Geschichte gemeinsam entwickelt und geschrieben.</p>

ERSTES KAPITEL


Call nahm die letzten Feineinstellungen an seinem Roboter vor und sandte ihn dann direkt in den »Ring« – einen mit blauer Kreide umrissenen Bereich auf dem Garagenboden. Das war die Kampfzone für die Roboter, die Aaron und er mühevoll mit Autoersatzteilen, Metallmagie und viel Paketband gebastelt hatten. Auf dem mit Benzin getränkten Betonboden würde einer der beiden Roboter tragisch in Stücke gerissen werden, während der andere den Sieg davontrug. Der eine war dem Aufstieg, der andere dem Niedergang geweiht. Aarons Roboter tuckerte vorwärts, stieß einen Arm nach vorn, schwankte und riss Calls Roboter den Kopf ab. Funken stoben.

»Voll unfair!«, schrie Call.

Aaron antwortete mit einem Schnauben. Er hatte einen Schmutzstreifen auf der Wange, und seine Haare standen hoch, nachdem er sie frustriert zerwühlt hatte. Die erbarmungslose Sonne von North Carolina hatte ihm einen Sonnenbrand auf der Nase und Sommersprossen beschert. Er hatte keinerlei Ähnlichkeit mehr mit dem eleganten Makar, der den vergangenen Sommer auf Gartenpartys verbracht und mit langweiligen Wichtigtuern gepflegte Unterhaltung betrieben hatte.

»Tja, ich kann offenbar besser Roboter bauen als du«, sagte Aaron lässig.

»Ach ja?«, entgegnete Call und konzentrierte sich. Schließlich bewegte sich sein kopfloser Roboter vorwärts, erst langsam, dann, von der Metallmagie wiederbelebt und beflügelt, immer schneller. »Und was ist damit?«

Calls Roboter hob den Arm, aus dem Feuer wie Wasser aus einem Schlauch schoss, und besprühte Aarons Roboter mit Flammen. Sein Gegenspieler rauchte plötzlich am ganzen Körper, und obwohl Aaron zum Löschen Wassermagie beschwor, kam jede Hilfe zu spät. Das Paketband brannte lichterloh, und sein Roboter löste sich in einen Haufen rauchender Einzelteile auf.

»Krass!«, jubelte Call, der den Rat seines Vaters, sich als großzügiger Gewinner zu erweisen, in den Wind schlug. Mordo, Calls chaosbesessener Wolf, schreckte aus dem Schlaf hoch, als ein Funke sein Fell traf. Er bellte aus vollem Hals.

»Hey!«, schrie Calls Vater Alastair; er kam aus dem Haus und sah sich mit wildem Blick um. »Nicht so nah an meinem Auto! Das habe ich gerade erst repariert.«

Call reagierte entspannt auf den Vorwurf. Er fühlte sich schon den ganzen Sommer ziemlich locker und hatte sogar aufgehört, Kriegstreiberpunkte an sich selbst zu verteilen. Alle gingen davon aus, dass der Feind des Todes, Constantine Madden, tot war – besiegt von Alastair. Nur Aaron und Tamara, Calls eher widerstrebender Freund Jasper DeWinter und Calls Vater kannten die Wahrheit – nämlich, dass Call selbst der wiedergeborene Constantine Madden war, allerdings ohne dessen Erinnerungen und hoffentlich auch ohne seinen Hang zum Bösen.

Da alle Constantine für tot hielten und Calls Freunde kein Problem mit ihm hatten, war er aus dem Schneider. Aaron, der Makar, konnte wieder mit ihm herumblödeln, und bald würden sie alle gemeinsam ins Magisterium zurückkehren. Mittlerweile waren sie bereits Bronzeschüler, sodass sie sich mit richtig toller Magie befassen durften – zum Beispiel mit Kampfflüchen und Flugzauber.

Alles war besser als vorher. Alles war super.

Außerdem war Aarons Roboter ein qualmendes Wrack.

Wirklich, Call konnte sich kaum vorstellen, was noch besser werden könnte.

»Ich hoffe, ihr zwei denkt dran«, sagte Alastair, »dass heute Abend die Feier im Kollegium stattfindet. Ihr wisst schon – euch zu Ehren.«

Aaron und Call tauschten einen erschrockenen Blick. Selbstverständlich hatten sie das vergessen. Die Tage waren in einer verschwommenen Abfolge von Skateboardfahren, Eisessen, Filmegucken und Videospielen verstrichen, und sie hatten vollkommen verdrängt, dass das Magierpräsidium ein Fest im Kollegium gab. Sie wollten feiern, dass der Feind des Todes nach einem kalten Krieg, der dreizehn Jahre gedauert hatte, endgültig besiegt worden war.

Das Präsidium hatte fünf Ehrengäste erkoren: Call, Aaron, Tamara, Jasper und Alastair. Zu Calls großer Überraschung hatte Alastair zugesagt – solange Call sich erinnern konnte, hatte Alastair das alles gehasst, die Magie, das Magisterium und überhaupt alles, was mit den Magiern zu tun hatte. Call hatte ihn im Verdacht, dass er nur mitkam, um zu erleben, wie das Präsidium Call applaudierte und wie alle bekräftigten, dass Call zu den Guten gehörte. Dass er ein Held war.

Call musste schlucken, so nervös war er auf einmal. »Ich habe überhaupt nichts anzuziehen«, sagte er.

»Ich auch nicht.« Aaron wirkte überrumpelt.

»Aber Tamaras Familie hat dir letztes Jahr so viele schicke Sachen gekauft«, protestierte Call. Tamaras Eltern hatten es so spannend gefunden, dass ihre Tochter mit einem Makar befreundet war, einem der wenigen Magier, die Chaosmagie bewirken konnten, dass sie Aaron praktisch adoptiert hatten. Sie hatten ihn zu sich eingeladen und viel Geld für Friseure, Kleidung und Partys ausgegeben.

Call konnte immer noch nicht verstehen, warum Aaron diesen Sommer mit ihm und nicht mit den Rajavis verbrachte, doch Aaron hatte darauf bestanden.

»Das ist mir alles zu klein«, antwortete Aaron. »Ich habe nur noch Jeans und T-Shirts.«

»Darum gehen wir jetzt shoppen, Jungs.« Alastair ließ die Autoschlüssel klimpern. »Los geht’s.«

»Tamaras Eltern sind mit mir zu Brooks Brothers gefahren«, sagte Aaron, als sie zur Sammlung von Alastairs restaurierten Autos gingen. »Das war schon komisch.«

Call musste grinsen, als er an das Mini-Einkaufszentrum in seinem Ort dachte. »Dann mach dich auf was gefasst; komisch wird es gleich auch«, sagte er. »Eine Zeitreise, nur ohne Magie.«

»Ich glaube, dagegen bin ich allergisch«, sagte Aaron. Er stand vor dem Ganzkörperspiegel im hinteren Teil von JL Dimes. Hier gab es einfach alles – von Traktoren über Kleidung bis zu preiswerten Spülmaschinen. Alastair kaufte dort seine Overalls für die Werkstatt. Call konnte den Laden nicht ausstehen.

»Sieht doch gut aus«, sagte Alastair, der auf ihrem Rundgang durchs Einkaufszentrum einen Staubsauger aufgegabelt hatte, den er nun genauer in Augenschein nahm. Vermutlich wollte er herausfinden, ob sich etwas davon als Ersatzteil verwenden ließ. Er hatte auch schon ein Jackett gekauft, das er gar nicht erst anprobiert hatte.

Aaron musterte sich erneut in dem alarmierend glänzenden grauen Anzug. Die Hosenbeine krumpelten sich um die Knöchel, und die Jackenaufschläge erinnerten Call an Haifischflossen.

»Okay«, sagte Aaron unsicher. Er war sich immer bewusst, dass alles, was man ihm kaufte, geschenkt war. Er hatte weder Geld noch Eltern, die ihm etwas spendieren konnten. Aaron war stets die Dankbarkeit in Person.

Aarons und Calls Mütter waren gestorben. Aarons Vater lebte noch, doch Aaron wollte für sich behalten, dass er im Gefängnis saß. Call fand das nicht so schlimm, aber das lag wahrscheinlich daran, dass sein eigenes Geheimnis viel schwerer wog.

»Also, ich weiß nicht, Dad«, sagte Call mit einem kritischen Blick in den Spiegel. Er trug einen Anzug aus dunkelblauem Polyester, der unter den Armen spannte. »Das passt irgendwie alles nicht.«

Alastair seufzte. »Ein Anzug ist ein Anzug. Aaron wird schon noch hereinwachsen und du … du probierst am besten noch einen anderen an. Wir wollen nichts kaufen, das nur einen Abend lang passt.«

»Ich mache ein Foto«, sagte Call und holte sein Handy aus der Tasche. »Tamara soll uns beraten. Sie weiß bestimmt, was man zu einer steifen Magierveranstaltung anzieht.«

Es klickte, als Call ihr das Foto schickte. Kurz darauf simste sie zurück: Man könnte meinen, Aaron wäre ein geschrumpfter Gauner und du wärst einer katholischen Grundschule entsprungen.

Aaron las über Calls Schulter mit und zuckte zusammen.

»Und?«, fragte Alastair. »Wir könnten die Beine mit Paketband abkleben, dann passt das schon.«

»Oder wir fahren zu einem anderen Laden und blamieren uns nicht vor dem versammelten Präsidium.«

Alastair sah von Call zu Aaron und willigte seufzend ein. Dann gab er den Staubsauger zurück. »Meinetwegen, fahren wir.«

Alle waren erleichtert, als sie das stickige überhitzte Einkaufszentrum verließen. Nach einer kurzen Autofahrt standen Call und Aaron vor einem Secondhandladen, in dem es allen möglichen alten Kram gab, von Zierdeckchen über Frisiertische bis zu Nähmaschinen. Call war mit seinem Vater schon einmal dort gewesen und erinnerte sich an die Besitzerin Miranda Keyes, die für die Mode früherer Epochen schwärmte. Sie trug selbst nichts anderes, ohne Rücksicht auf die Farbzusammenstellung oder einen bestimmten Stil. Da konnte es schon mal vorkommen, dass sie in einem Tellerrock, mit GoGo-Stiefeln und einem paillettenbesetzten Tanktop, das als Motiv wütende Katzen zeigte, durch die Stadt lief.

Von all dem wusste Aaron nichts. Als er sich mit einem zögerlichen Lächeln umschaute, wurde Call unruhig. Das würde noch schlimmer enden als im JL Dimes. Es hatte ja ganz lustig begonnen, doch allmählich wurde ihm übel von dieser Aktion. Er wusste, dass sein Vater als »exzentrisch« galt – ein beschönigendes Wort für »wunderlich« – und es war ihm eigentlich auch egal, doch es war nicht gerecht, dass nun auch Aaron »exzentrisch« eingekleidet werden sollte. Was, wenn Miranda nur rote Samtsmokings oder noch etwas Schlimmeres auf Lager hatte?

Es reichte schon, dass Aaron den ganzen Sommer über Limonade aus löslichem Pulver hatte trinken müssen, statt aus frisch gepressten Zitronen wie bei...

Erscheint lt. Verlag 27.6.2025
Reihe/Serie Magisterium
Übersetzer Anne Brauner
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Kinderbücher bis 11 Jahre
Schlagworte Abenteuergeschichten • All Age • Bücher ab 10 Jahren • Bücher ab 12 Jahre • Bücher ab 14 Jahre • Bücher für Mädchen • Bücher für Teenager • Cassandra Clare • Cornelia Funke • Der kupferne Handschuh • Der Weg ins Labyrinth • Die silberne Maske • Dystopie • Freundschaft • für Jugendliche • Geschenke für Kinder ab 10 • Holly Black • John Greene • Jugendbuch • Kinderbücher • Magie • The Bronze Key • The Golden Boy • YA • Zauber • Zauberschule
ISBN-10 3-7517-8293-1 / 3751782931
ISBN-13 978-3-7517-8293-7 / 9783751782937
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