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Masquerade of the Heart – Ein Garden of the Cursed-Roman (eBook)

Das atemberaubende Finale der Enemies-to-Lovers-Fantasy

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025
504 Seiten
cbt (Verlag)
978-3-641-31526-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Masquerade of the Heart – Ein Garden of the Cursed-Roman - Katy Rose Pool
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Liebe ist ein Fluch, der nicht zu brechen ist

Nach dem Anschlag auf seinen Vater weigert Adrius sich, mit Marlow zu sprechen, und verkündet öffentlich, noch vor Jahresende eine andere zu heiraten. Trotz ihres Liebeskummers ist Marlow weiter fest entschlossen, den Zwangsfluch zu brechen, der auf Adrius lastet. Dafür muss sie ihrem lange verschollenen Vater die liebevolle Tochter vorspielen – dem Urheber des Fluchs, der alle Macht in Caraza an sich zu reißen versucht. Nach dem Anschlag auf seinen Vater weigert Adrius sich, mit Marlow zu sprechen, und schwört öffentlich, noch vor Jahresende eine andere zu heiraten. Trotz ihres Liebeskummers ist Marlow weiter fest entschlossen, den Zwangsfluch zu brechen, der auf Adrius lastet. Dafür muss sie ihrem lange verschollenen Vater die liebevolle Tochter vorspielen – dem Urheber des Fluchs, der alle Macht in Caraza an sich zu reißen versucht. Doch ist sie auch bereit, das zu opfern, woran ihr Herz am meisten hängt?
Das fulminante Finale der fesselnden Enemies-to-Lovers-Dilogie mit origineller Welt, atemberaubendem Plot und hinreißenden Figuren

Die Garden-of-the-Cursed-Reihe:
Garden of the Cursed (Band 1)
Masquerade of the Heart (Band 2)

Katy Rose Pool ist in Los Angeles geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Geschichtsstudium in Berkeley hat die Autorin einige Jahre lang tagsüber Websites erstellt und sich nachts Prophezeiungen ausgedacht. Derzeit lebt sie in der Nähe von San Francisco.

Zwei


Der erste Gang war bereits serviert und wieder abgetragen worden, als Adrius ins Esszimmer kam. Er konnte noch die Überreste eines Appetithappens aus kandierten Feigen und hauchdünn geschnittenem Pökelfleisch erkennen.

»Adrius«, begrüßte ihn Amara von der Stirnseite des Tischs aus. Die Falten um ihre Mundwinkel verrieten ihr Missfallen. »Ich wusste nicht, dass du uns Gesellschaft leisten wolltest.«

Adrius schlenderte an der Tafel entlang, an der die Gäste saßen, und stibitzte im Vorübergehen beiläufig ein Glas Wein vom Tisch, um sich dann auf einen leeren Stuhl links von Amara fallen zu lassen. »Machst du Witze? Das würde ich niemals verpassen.«

In Wahrheit hatte er durchaus beschlossen, diese kleine Zusammenkunft auszulassen und den Abend damit zu verbringen, so sturzbetrunken zu werden, dass er nicht mehr geradeaus sehen konnte. Aber irgendwann, als er gerade auf den Boden einer leeren Flasche starrte, hatte er spontan entschieden, dass ein Abendessen mit den Oberhäuptern der wichtigsten Familien von Caraza doch eigentlich spaßig klang – und sei es nur, weil seine bloße Anwesenheit die wie auch immer gearteten Pläne durchkreuzen würde, die Amara so blindwütig in die Tat umzusetzen versuchte.

Seit dem Tag ihrer Hochzeit hatte Amara sich nach Kräften bemüht, Adrius’ Existenz zu ignorieren, und er hatte es nun endlich satt.

Er lächelte sie munter über den Rand seines Weinglases hinweg an und wandte seine Aufmerksamkeit dann den Gästen zu. Vertreter aller Vasallenhäuser der Falcrests saßen um die Tafel herum, dazu die Oberhäupter der übrigen Fünf Familien – Zeno Morandi, Dahlia Starling und Cormorant Vale. Natürlich fehlte die Delvigne-Familie. Während sie nominell noch immer den Fünf Familien angehörte, war die Familie, der Adrius’ Mutter entstammte, schon lange von den Falcrests vereinnahmt worden.

»Also!«, sagte er überschwänglich, wobei Wein aus dem Glas schwappte und sich über das feine Tischtuch ergoss. »Worüber reden wir gerade?«

»Tatsächlich sprachen wir über dich«, erwiderte Amara scharf. »Und ich sollte dir wirklich dafür danken, dass du meinen Standpunkt so eindrucksvoll untermauert hast.« Sie wandte sich an ihre Gäste. »Wie Sie mit eigenen Augen sehen können, ist Adrius wohl kaum dazu in der Lage, die Falcrest-Familie als Erbe anzuführen.«

Adrius zuckte übertrieben zusammen. »Du redest nicht lange um den heißen Brei rum, oder?«

Ein kahl werdender Mann mit Brille und einer dünnen Nase räusperte sich. Adrius kannte ihn – es war Jean Renault, das Oberhaupt eines der mächtigsten Vasallenhäuser der Falcrests. Adrius hatte ihn immer schon sträflich verklemmt und spießig gefunden, aber er hatte in der Tat viel Einfluss auf die anderen Vasallen. »Obwohl wir Ihre Offenheit und Meinung in dieser Sache schätzen, müssen wir uns doch fragen – was genau ist es, das Sie in die Lage versetzt, die Führung der Familie zu übernehmen? Es ist Ihr Bruder, den Aurelius als Erben benannt hat. Offensichtlich hatte er durchaus das Gefühl, dass Adrius dieser Aufgabe gewachsen wäre.«

Adrius konnte Amaras Anspannung spüren, als sie die Zähne zusammenbiss. Doch ihre Stimme klang ruhig, als sie entgegnete: »Mein Vater hat diese Entscheidung getroffen, bevor Adrius beschlossen hat, sich von der Familie abzuwenden.«

Renault sah Adrius an. »Ist das wahr?«

Adrius zuckte die Achseln. Die Wahrheit spielte keine Rolle – was eine Rolle spielte, war, ob Amara diese Männer davon überzeugen konnte, dass es in ihrem eigenen Interesse war, ihr die Verantwortung zu übertragen. Es war ihr nicht gelungen, ihren Vater davon zu überzeugen – und Adrius schätzte, dass er ein ganz klein wenig neugierig darauf war, ob sie bei diesen Männern besser abschneiden würde.

»Es ist wahr«, antwortete Amara. »Am Abend vor meiner Hochzeit hat Adrius Falcrest Hall verlassen und erklärt, nie mehr zurückzukehren. Ich glaube, sowohl mein Ehemann als auch Lord Vale können das bezeugen.« Sie sah nach rechts, wo Darian saß, der wie immer ganz den pflichtbewussten Gatten gab.

»Er hat jene Nacht tatsächlich im Vale-Turm verbracht«, bestätigte Darian.

»Als Adrius Falcrest Hall verlassen hat, hat er jeden Anspruch als Erbe verwirkt«, fuhr Amara mit distanzierter, herrischer Stimme fort. »Die einzige Person, die einen rechtmäßigen Anspruch auf die Falcrest-Familie erheben kann, bin deshalb ich.«

Die Oberhäupter der Vasallenhäuser schienen einen Augenblick zu brauchen, um das aufzunehmen, und wechselten Blicke untereinander. Schließlich ergriff wieder Renault das Wort. »Wir schätzen Ihre Haltung in dieser Sache, aber sicher können Sie verstehen, dass wir … zögern, einem Mädchen im Teenageralter die Führung der Falcrest-Familie anzuvertrauen.«

»Bei allem gebotenen Respekt«, erwiderte Amara kühl, »es ist nicht an Ihnen, mir die Verantwortung anzuvertrauen oder nicht.«

Renault kniff die Augen zusammen. »Und dennoch werden Sie feststellen, dass Sie – wenn die Vasallenhäuser kein Vertrauen in Ihre Führungsqualitäten haben – unser aller Unterstützung vielleicht verlieren. Wir müssen an das Schicksal unserer eigenen Familien denken, das eng mit den Geschäften der Falcrest-Familie verwoben ist.« Er warf einen raschen Blick zu Zeno Morandi. »Wir könnten uns genötigt sehen zu überlegen, ob unsere Interessen nicht in den Händen von jemand anderem besser aufgehoben wären.«

Adrius unterdrückte ein Schnauben. Die Drohung war deutlich. Wenn Amara sich den Forderungen der Vasallenhäuser nicht beugte, würden sie ihr gesamtes Kapital der Falcrest-Familie entziehen und eine andere Möglichkeit finden, ihr Geld zu investieren. Wenn nur einige der größten Vasallen ausstiegen, würden die anderen bestimmt folgen.

Amaras Ton war eisig. »Ich versichere Ihnen, dass ich durchaus fähig bin, die Falcrest-Familie anzuführen. Ich habe mich mein ganzes Leben lang auf diese Aufgabe vorbereitet.«

Sie klang knallhart und ruhig, aber das reichte nicht aus, um Adrius zu täuschen. Er kannte sie seit achtzehn Jahren, und er merkte es, wenn sie wütend war. Und jetzt tobte sie innerlich. Sie hasste es, dass sie die Zustimmung dieser Leute brauchte, die sie zweifellos für unter ihrer Würde hielt.

»Wenn sich die Vasallenhäuser dann wohler fühlen, können wir das vielleicht anders lösen«, schaltete sich Vale vom anderen Ende der Tafel ein. »Vielleicht könnte eine … Aufsichtsinstanz Ihre Bedenken zerstreuen?«

Adrius zog die Augenbrauen hoch. Er war sich nicht sicher, welche Position Vale hier einnahm – so wie er ihn kannte, würde er aufrichtig versuchen, Amara zu helfen, ohne zu ahnen, wie sehr sie ihm dieses Angebot übel nehmen würde.

Renault hingegen wirkte fasziniert. »Aufsichtsinstanz?«

Vale neigte den Kopf. »Amara und mein Sohn sind jetzt verheiratet. Als ihr Schwiegervater wäre ich mehr als gewillt, einzuspringen, bis sie sich zurechtgefunden hat.«

»Einzuspringen?«, stieß Zeno Morandi hervor. Er schürzte die Lippen, als er sich Renault zuwandte. »Darüber können Sie nicht ernsthaft nachdenken. Dem Oberhaupt einer anderen der Fünf Familien die Verantwortung für die Falcrest-Familie zu übertragen, ist absolut aberwitzig. Ein klarer Interessenkonflikt.«

»Beruhige dich, Zeno, niemand hat etwas von Verantwortung übertragen gesagt«, widersprach Vale begütigend. »Das wäre eine rein beratende Funktion. Natürlich vorübergehend. Amara würde die volle Kontrolle behalten.«

»Oh, bitte«, schnaubte Morandi. »Damit greifst du ganz klar nach der Macht und die anderen Familien werden das nicht dulden.«

»Nun, das ist ja etwas, womit du dich auskennst, nicht wahr, Zeno?«, fragte Vale.

Adrius konnte nicht anders, er musste grinsen. Er hatte Morandi nie besonders gemocht – er hatte ihn immer für genauso grausam und skrupellos wie seinen eigenen Vater gehalten und für doppelt so feige.

Morandis wachsame Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. »Was willst du damit andeuten?«

»Es geht das Gerücht, dass die Morandi-Familie vorhat, die talentiertesten Zauberer der Falcrests und einen Teil der Sammlung der Falcrest-Bibliothek zu übernehmen«, gab Vale zurück. »Hältst du es nicht für ein bisschen unfein, um die Falcrest-Bibliothek herumzuschnüffeln, während der Falcrest-Patriarch im Sterben liegt?«

»Du willst mir sagen, was unfein ist?« Morandi spuckte die Worte geradezu aus. »Wie würdest du es dann bezeichnen, der Person Unterschlupf zu gewähren, die Falcrest angegriffen hat, um keine zwei Tage später zu versuchen, dich selbst in eine Machtposition zu bringen?«

Adrius zuckte zusammen. Obwohl Morandi Marlows Namen nicht ausgesprochen hatte, schien plötzlich die Luft aus dem Raum gewichen zu sein.

»Die Gerichte werden entscheiden, wer den Mordanschlag verübt hat«, sagte Vale langsam.

Sein Blick huschte für einen flüchtigen Moment zu Adrius. Ein unbehaglicher Schauer durchfuhr Adrius. Kannte Vale die Wahrheit – dass es nicht Marlow gewesen war, die seinen Vater niedergestochen hatte, sondern er? Hatte Marlow es ihm verraten?

Adrius griff tollpatschig nach seinem Weinglas und trank einen weiteren großen Schluck. Schon der bloße Gedanke an Marlow schnürte ihm die Brust zusammen.

»Meine Herren«, ließ sich Renault wieder vernehmen. »Wir sind nur hier, um eine Antwort auf die Frage zu finden, wer die Geschäfte der Falcrest-Familie führen soll. Das ist alles....

Erscheint lt. Verlag 11.6.2025
Reihe/Serie Die Garden-of-the-Cursed-Reihe
Übersetzer Barbara Imgrund
Sprache deutsch
Original-Titel Garden of the Cursed #2 von 2
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte ab 14 • Age of Darkness • Cassandra Clare • chain of gold • Chain of iron • Chloe Gong • cozy fantasy • eBooks • enemies to lovers • fake dating • Fantasy • Fantasy Thriller • forced proximity • garden of the cursed deutsch • Jugendbuch • Jugendbücher • Leigh Bardugo • Mädchen • masquerade of the heart deutsch • mystery fantasy • Mystery Romance • neuerscheinung romantasy 2025 • Romantasy • Serien • These Violent Delights • Young Adult
ISBN-10 3-641-31526-3 / 3641315263
ISBN-13 978-3-641-31526-9 / 9783641315269
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