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Der Weg ins Licht (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2024 | 1. Auflage
214 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7597-9873-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Der Weg ins Licht -  Alec Kaiser
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Nach einem tragischen Autounfall verändert sich das Leben des jungen Aiden schlagartig. Der Unfall raubt ihm nicht nur die Fähigkeit zu gehen, sondern auch die Freude und Hoffnung, die er einst verspürte. Aiden zieht sich in eine Welt des Schmerzes und der Dunkelheit zurück, unfähig, die Schönheit um sich herum wahrzunehmen. Doch seine Mutter, Nadine, gibt ihn nicht auf. Entschlossen, ihrem Sohn zu zeigen, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten lebenswert ist, beginnt sie, ihn auf eine emotionale Reise mitzunehmen.

Mein Name ist Alec Kaiser, ich bin 20 Jahre alt. Mit diesen Büchern möchte ich jedem zeigen, dass man alles erreichen kann, wenn man nur daran glaubt. Denn nur du setzt die Grenzen in deinem Leben.Egal welche Herausforderungen dir begegnen oder welche Zweifel du hast, dein Glaube an dich selbst ist der Schlüssel zum Erfolg. Durch die Geschichten und Lektionen in diesen Büchern wirst du inspiriert, deine Träume zu verfolgen und Hindernisse zu überwinden. Es liegt an dir, dein volles Potenzial zu entfalten und die Welt zu verändern.

Der Anfang ist schwer


Nadine: Nachdem ich den Anruf erhalten hatte, war ich sofort losgefahren. In meinem Kopf schwirrten so viele Gedanken herum. Das Einzige, was ich in diesem Moment verspürte, war die Angst – die Angst, meinen Sohn Aiden womöglich nie wieder zu sehen. Ich machte mir so viele Vorwürfe. Wie konnte ich nur erlauben, dass er mit seinen Freunden im Auto wegfährt? Ich hoffte so sehr, dass es ihm gut ging. Es musste ihm einfach gut gehen. Er war doch erst 16.

Als ich im Krankenhaus ankam, hörte ich, dass er gerade im OP sei. Nach mehreren Stunden wurde mir mitgeteilt, dass sein Zustand sehr kritisch sei und er daher in ein Koma gefallen war. Sie konnten nicht sagen, wann er wieder aufwachen würde.Ich saß in der Krankenhauslobby, umgeben von fremden Menschen, die alle in ihre eigenen Sorgen vertieft waren. Jeder Atemzug fühlte sich schwer an, und die Minuten schienen sich endlos zu dehnen.

Immer wieder ging ich im Kopf durch, was an diesem Tag passiert war, versuchte verzweifelt, die Dinge rückgängig zu machen, die ich nicht kontrollieren konnte.Endlich, nach Stunden, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten, kam ein Arzt auf mich zu. Sein Gesicht war ernst, aber ich konnte einen Hauch von Mitgefühl darin erkennen.„Frau Weber?", fragte er, und ich nickte.„Wir haben alles getan, was wir konnten", begann er und setzte sich neben mich.

„Ihr Sohn hat schwere innere Verletzungen und einen Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Er ist stabil, aber wir müssen abwarten und sehen, wie sein Körper auf die Behandlungen reagiert."Ich wollte so viele Fragen stellen, aber keine Worte kamen über meine Lippen. Alles, was ich tun konnte, war, stumm zu nicken und die Tränen zurückzuhalten, die in meinen Augen brannten.„Kann ich ihn sehen?", brachte ich schließlich heraus.Der Arzt nickte. „Ja, aber nur für kurze Zeit.

Er braucht jetzt viel Ruhe."Er führte mich durch die Flure des Krankenhauses, bis wir vor einem kleinen Zimmer ankamen. Durch das Fenster sah ich Aiden, blass und reglos, umgeben von Maschinen, die leise piepten und seine lebenswichtigen Funktionen überwachten. Mein Herz zog sich zusammen, als ich das Zimmer betrat.Ich setzte mich neben sein Bett und nahm seine Hand. Sie war warm, aber er reagierte nicht auf meine Berührung.

Tränen liefen über mein Gesicht, als ich seinen Namen flüsterte und ihm versprach, dass ich bei ihm bleiben würde, egal wie lange es dauern würde.Die nächsten Tage waren ein verschwommener Nebel aus Warten und Hoffen. Jede kleine Regung, jedes leise Seufzen aus seinem Mund wurde von mir als ein Zeichen der Besserung wahrgenommen. Freunde und Verwandte kamen und gingen, brachten Essen und Worte des Trostes, aber nichts konnte die Angst in meinem Herzen lindern.

Die Zeit schien stillzustehen, während ich an Aidens Bett wachte. Tage wurden zu Wochen, Wochen zu Monaten, und mein Leben drehte sich nur noch um das Krankenhauszimmer, in dem mein Sohn im Koma lag. Jeden Tag hoffte ich auf ein Wunder, jeden Tag betete ich darum, dass er die Augen öffnen würde. Doch die Realität war unbarmherzig. Die Ärzte hatten mich gewarnt, dass es keine Garantien gebe. Niemand konnte sagen, ob und wann er wieder aufwachen würde.

Freunde und Verwandte versuchten, mir beizustehen. Sie brachten mir warme Mahlzeiten, saßen mit mir zusammen und sprachen leise Worte des Trostes. Doch selbst in der Nähe von geliebten Menschen fühlte ich mich allein. In den stillen Stunden der Nacht, wenn nur das monotone Piepen der Maschinen zu hören war, kämpfte ich mit meinen Gedanken und der unermesslichen Angst um meinen Sohn. Ein halbes Jahr war vergangen.

Ein halbes Jahr voller Hoffen und Bangen, voller kleiner Fortschritte und großer Rückschläge. Immer wieder sah ich auf Aidens blasses Gesicht, suchte nach einem Zeichen, nach einem Hinweis, dass er mich hörte, dass er noch bei mir war.Eines Abends, als ich wie gewohnt an seinem Bett saß und seine Hand hielt, spürte ich plötzlich eine leichte Bewegung. Mein Herz schlug schneller, und ich hielt den Atem an. Hatte ich mir das nur eingebildet? Doch dann bewegte sich seine Hand erneut, ein kaum merkliches Zucken, aber es war da.

Tränen schossen mir in die Augen, und ich rief nach einer Krankenschwester. Der Arzt wurde gerufen, und ich wurde aus dem Zimmer gebeten, während sie Aiden untersuchten. Die Minuten zogen sich wie Kaugummi, und ich konnte kaum still sitzen. Schließlich kam der Arzt heraus, ein kleines Lächeln auf seinen Lippen.

„Frau Weber, es gibt positive Anzeichen", sagte er. „Ihr Sohn zeigt erste Reaktionen. Das ist ein gutes Zeichen, aber wir müssen weiterhin geduldig sein." Ich nickte, unfähig zu sprechen, die Tränen liefen über mein Gesicht. Es war ein kleines Licht am Ende des Tunnels, ein Funken Hoffnung, den ich so dringend gebraucht hatte. Ich ging zurück in Aidens Zimmer, setzte mich wieder an sein Bett und hielt seine Hand fest.

„Aiden, ich bin hier", flüsterte ich. „Ich gebe dich nicht auf. Wir schaffen das zusammen." Die nächsten Tage waren von kleinen Fortschritten geprägt. Aiden begann, auf einfache Reize zu reagieren. Es war ein langer Weg, aber jeder kleine Schritt gab mir neue Kraft. Die Ärzte waren vorsichtig optimistisch, aber ich wusste, dass der Weg zur Genesung lang und steinig sein würde. Doch ich hatte die Hoffnung nie aufgegeben, und nun schien es, als würde mein Sohn langsam den Weg zurück ins Leben finden.

Aiden: Ich erinnerte mich, dass ich mit meinen Freunden im Auto saß. Von einem Moment auf den anderen wurde alles schwarz um mich herum. Das Einzige, was ich spürte, waren höllische Schmerzen, doch die dauerten nicht lange an. Im darauf folgenden Moment wurde alles weiß um mich herum. Ich wusste nicht, was passiert war, aber ich hatte Angst. Als ich meine Augen öffnete, stand ich neben mir – und das wortwörtlich. In diesem Moment hatte ich mehr als nur etwas Angst. Was zum Teufel war denn hier bitte los? Mein Körper lag an Maschinen angeschlossen in einem Bett, und neben mir saß meine Mutter, die bitterlich weinte. Ich ging auf sie zu und redete mit ihr, doch sie hörte mich nicht.

Ich versuchte, sie zu berühren, doch meine Hand ging durch sie hindurch. Ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. War ich tot? War das hier das Jenseits? Die Angst in mir wuchs, und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich rief ihren Namen, schrie sogar, aber nichts. Es war, als ob ich gar nicht existierte.

Die Tage vergingen, oder zumindest nahm ich an, dass es Tage waren. Ich hatte kein Gefühl für die Zeit mehr. Ich konnte beobachten, wie sich das Krankenhauspersonal um meinen Körper kümmerte, wie meine Mutter Tag und Nacht an meinem Bett wachte, aber ich konnte nichts tun, um ihr zu zeigen, dass ich hier war. Es war ein endloser Albtraum.

Dann, eines Tages, als ich wieder neben meinem Bett stand und meine Mutter beobachtete, spürte ich eine Veränderung. Es war, als ob ein sanfter Windhauch durch den Raum ging. Meine Mutter hielt meine Hand und flüsterte meinen Namen. Ich fühlte eine leichte Vibration, und plötzlich schien alles heller zu werden. Ich sah, wie meine Hand, die meine Mutter berührte, fester und realer wurde. War das ein Zeichen? Konnte sie mich spüren?

„Mama, ich bin hier", sagte ich leise, obwohl ich wusste, dass sie mich nicht hören konnte. Aber ich fühlte eine Verbindung, eine Art Band, das uns zusammenhielt. Jeden Tag versuchte ich mehr, mich zu konzentrieren, mich zu verbinden. Es war, als ob ich einen Weg zurück in meinen Körper finden musste.

Eines Nachts, als alles still war und nur das leise Piepen der Maschinen zu hören war, fühlte ich einen starken Zug. Es war, als ob mein Geist wieder in meinen Körper gezogen wurde. Ich spürte die Schmerzen, die Schwere, die Realität. Langsam öffnete ich meine Augen. Das Licht war grell, und alles war verschwommen, aber ich konnte sie sehen. Meine Mutter, die an meinem Bett saß, ihre Hand hielt meine.

„Mama..." Meine Stimme war schwach, kaum mehr als ein Flüstern, aber sie hörte es. Ihre Augen weiteten sich, und Tränen schossen ihr in die Augen.

„Aiden? Oh mein Gott, Aiden!" Sie beugte sich vor, und ihre Tränen fielen auf mein Gesicht. „Du bist wach! Du bist wirklich wach!" Ich fühlte ihre Hand fest in meiner, und trotz der Schmerzen und der Schwäche wusste ich, dass ich zurück war. Ich hatte es geschafft. Ich war wieder bei ihr. Sie holte einen Arzt, der mich gründlich untersuchte. Meine Augen suchten verzweifelt nach Antworten in seinem Gesicht, während er verschiedene Tests durchführte. Schließlich wandte er sich mir zu, seine Miene ernst, aber mitfühlend.

„Aiden", begann er vorsichtig, „ich muss dir etwas sagen. Durch den Unfall hast du schwere Verletzungen erlitten. Deine Wirbelsäule wurde stark beschädigt, und leider bedeutet das, dass du nicht mehr gehen können wirst." Seine Worte trafen mich wie ein Schlag. Mein Atem stockte, und ich starrte ihn ungläubig an. „Nie mehr?", flüsterte ich, die Realität langsam erfassend. Der Arzt nickte...

Erscheint lt. Verlag 14.8.2024
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte Das band der Familie • Drama • Spannung • Trauer • Verrat
ISBN-10 3-7597-9873-X / 375979873X
ISBN-13 978-3-7597-9873-2 / 9783759798732
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