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Drako ohne Furcht - Wer hat schon einen Drachen? - Ein kleiner Drache, drei Freunde und das Geheimnis der verwunschenen Truhe -  Manuela Schäfer

Drako ohne Furcht - Wer hat schon einen Drachen? - Ein kleiner Drache, drei Freunde und das Geheimnis der verwunschenen Truhe (eBook)

eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
130 Seiten
Verlag DeBehr
978-3-98727-168-7 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
4,99 inkl. MwSt
(CHF 4,85)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Die Freunde Leon, Toni und Matteo gehen zusammen in die dritte Klasse. Eines Tages entdecken sie tief im Wald einen geheimnisvollen Stein. Und der hat mit einem mutigen kleinen Drachen namens Drako zu tun, der plötzlich auftaucht. Drako mag Kekse, aber mehr weiß er nicht über sich. Die Freunde wollen ihm helfen, sein Geheimnis zu lüften. Außerdem kann so ein kleiner Drache natürlich nicht allein im Wald zurückbleiben. Also muss er mit in die Menschenwelt, was eine Menge Chaos anrichtet. Viele Rätsel sind zu lösen. Was hat es mit der geheimnisvollen Truhe auf sich, von der Drako immer spricht? Wo kommt er eigentlich her? Und was fängt man mit einem Drachen überhaupt an? Spannende Drachen-Abenteuer ab 5 Jahren.

 

Donnerstag:

Am nächsten Tag ist es etwas bewölkt, als sich die Jungs nach der Schule zum Spielen treffen. Heute sind sie Indianer. Und klar, die Indianer hatten damals auch keinen Regenschutz. Also auf geht’s. In ihrem Wald angekommen, liegt ein leicht schimmernder Film auf den Bäumen, auf dem Boden und in der Luft. Klar, das ist nur Nebel, sind sich die Jungs einig. Indianergeheul und los. Bei der Stärkung sitzen sie wieder auf dem Stein.

„Komisch, obwohl es heute nicht so heiß ist, ist der Stein immer noch ziemlich warm“, meint Leon.

Es fängt ganz leicht an zu regnen und der Stein beginnt zu dampfen. Bei genauem Hinsehen hat er leichte rote Risse. Ist das vielleicht Lava? Es rumort, Rrrrrrroar …

Langsam gehen die Jungs zurück.

Roar! Knister, Knack

Leon, Matteo und Toni lassen den Stein nicht aus den Augen, gehen aber ganz vorsichtig zurück. Was passiert hier? Es raucht immer mehr, die Risse im Stein werden größer, röter und dunkler. Es kracht.

Weglaufen oder dableiben?

Ganz leise flüstert Matteo „Hilfe“, aber wegrennen wollen sie auch nicht. Die Jungs sind fest entschlossen, zuzuschauen, was hier abgeht. Der schimmernde Nebel wird dichter.

„Bleibt zusammen!“, schreit Leon.

 

Es wird immer lauter.

„Oh Mann“, meint Toni, „was passiert hier?“

Plötzlich ein großer Knall, die Jungs schleudert es ein paar Meter rückwärts.

Dann ist es ganz still um sie. Der Nebel ist sehr dicht.

„Geht’s euch gut? Ich kann euch nicht sehen“, ruft Leon.

„Ja, alles okay“, antwortet Matteo. Er ist direkt neben ihm. Toni, wo ist Toni?

„Toni!“, rufen sie. „Toooooni!“ Oh Mann, was ist los, was ist passiert? Was sollen sie tun? Hilfe holen? Toni suchen?

„Aaaaah“, hören Matteo und Leon Toni schreien. Dann ertönt ein ganz komisches Geräusch. Ein Fiepen? Ein Grummeln? Die zwei rennen wie blind durch den Nebel.

„Wo bist du? Antworte, Toni. Sollen wir Hilfe holen?“ Keine Antwort. Weiter durch den Nebel.

„Toni, so antworte doch endlich!“, schreit Matteo aus voller Kehle.

Und plumps, liegt Leon vor Toni. Er ist über seine Füße gestolpert.

„Mensch Toni, da bist du ja. Kannst du nicht antworten?“

 Toni aber ist kreidebleich im Gesicht und kann kaum reden. Ein Stottern ist alles, was er herausbekommt: „D-d-daaaa.“ Er zeigt auf einen Umriss im Nebel. Ein riesiger Schatten läuft auf sie zu.

 

Der Nebel ist immer noch so dicht, dass die Jungs einander kaum sehen können. Toni hält sich seinen Knöchel.

„Toni, kannst du laufen?“, flüstert Leon.

„Ich weiß nicht, es tut sehr weh“, gibt Toni leise zurück.

Tragen können sie Toni nicht. Ganz eng beisammen warten sie, was passiert. Der Schatten wird nun kleiner. Kleiner? Nanu …? Was könnte das sein? Langsam senkt sich der silberne Nebel auf den Boden und zum Vorschein kommt: ein Drache! In Taschenformat? Aber es gibt doch gar keine Drachen. Da hat sich bestimmt jemand mit den Jungs einen Spaß erlaubt. Leons Papa hat immer so coole Ideen. Der baut auch alles Mögliche für ihn oder hinterlässt mal Rätsel, das über mehrere Tage geht.

Der Drache kommt immer näher. Komisch sieht er aus. Grün ist sein Körper. Auf dem Rücken und Kopf hat er Stacheln. Lange, spitze Zähne schauen aus seinem Mund. An den Füßen und Händen hat er je Krallen. Auf dem Rücken wachsen ihm Flügel. Die Augen mustern die drei Freunde ganz genau. Noch ein paar Schritte weiter. Bleiben oder wegrennen?

„Ha-Ha-Hatschi“, und eine kleine rote Flamme kommt aus der Nase.

„Aaaah“, schreien die Kinder wie aus einem Mund. Aber sie sind unfähig, wegzulaufen.

 

 

„Das ist bestimmt was Selbstgebautes von deinem Papa. Der will uns nur einen Schreck einjagen, das kann doch unmöglich echt sein“, lacht Toni nervös.

Matteo und Leon nicken langsam. Irgendwo muss da doch eine Antenne sein, das hier kann doch nicht echt sein. Es gibt keine Drachen. Das lernt man schon im Kindergarten.

„Hallo.“

Die Augen fallen den drei Jungs fast heraus. Hat der Kleine etwa Hallo gesagt?

So was Cooles hat mein Papa ja noch nie gebaut, denkt sich Leon.

Skeptisch schaut der kleine Drache Leon, Toni und Matteo an. „Könnt ihr mich verstehen?“, fragt der Drache ganz langsam.

„Äh, ja … aber …“, antwortet Matteo.

„Papa, kannst du mich hören? Ist da eine Rücksprechanlage oder so was eingebaut?“, fragt Leon.

„Eine was? Wer ist Papa?“, fragt der kleine Drache und zeigt auf Toni. „Ist das dein Name?“

„Ha ha, sehr witzig“, erwidert Toni.

Die drei schauen sich an und fangen an zu lachen. Der kleine Drache stimmt in das Gelächter mit ein. Dann verstummen alle vier wie auf einen Schlag.

„So, jetzt zeig mal deine Schrauben und Mechanik. Wo ist dein Motor versteckt?“, sagt Matteo.

Verständnislos schaut der Drache Matteo an. Dieser geht ganz langsam um den Drachen herum, kann aber nirgendwo Schrauben oder eine Antenne entdecken.

„Hm … sehr gut verkleidet alles.“

„Was meinst du?“, fragt der kleine Drache.

Das Dreier-Gespann schaut sich belustigt an.

„Okay, Papa, jetzt hör auf und komm raus“, sagt Leon.

Die drei schauen sich um. Papa Lukas kommt nirgendwo heraus.

 Toni ist sichtlich genervt. „Wir sind doch nicht blöd, das ist irgendeine Puppe oder ein Roboter.“ Toni steht auf und geht auf den Drachen zu.

Dieser bäumt sich auf, spreizt die Flügel und fängt zu fauchen an. „Ich warne dich, auch wenn ich klein bin, bin ich gefährlich!“

Matteo und Leon fangen an zu lachen. So wie Toni vor dem aufgeplusterten Drachen steht, sieht es einfach urkomisch aus.

„Okay, okay“, meint Leon. „Dann gib uns mal einen Beweis, dass du echt bist, und erzähl, woher du kommst.“ Er zwinkert den beiden anderen Jungs zu. Klar, dass der Drache das nicht schafft.

Der kleine Drache fängt zu erzählen an: „Also wir Drachen werden aus einem steinernen Ei geboren. Woher das Ei kommt, weiß ich nicht. Eigentlich haben wir immer eine kleine Truhe dabei, wo alles erklärt wird. Auch wie es weitergeht. Aber die habe ich wohl verloren. Und wir haben verschiedene Fähigkeiten. Mehr weiß ich auch nicht.“

 

 

Truhe? Sie haben doch vor kurzem eine Truhe gefunden. Mit diesen Zeichen darauf. Das war doch kurz bevor oder nachdem der Stein aufgetaucht ist. Dann kommt der kleine Drache auf Leon zu.

„Nette Geschichte, aber das beweist immer noch nicht, dass du echt bist.“

Auf einmal springt der kleine Drache hoch und beißt Leon in den Finger. Leon schreit. Das tut weh und brennt. Die Jungs springen auf und wollen Leon zur Hilfe eilen. Ist der Drache doch gefährlich? Braucht er etwa einen Maulkorb? Oder hat er einen technischen Defekt? Immer noch kein Papa, der aus seinem Versteck springt.

„Bist du denn von allen guten Geistern verlassen?“ Leon blutet und verzerrt vor Schmerzen das Gesicht. Die Jungs wollen ihm helfen.

„Keine Sorge“, meint der kleine Drache, „ich mach das schon.“ Er pustet einen silbernen Nebel auf Leons Finger. Es fängt zu kribbeln an. Gespannt schauen die drei auf Leons Finger und machen große Augen. Es hört auf zu bluten, ganz langsam zieht sich die Wunde zusammen.

„Oookaaay“, sagt Matteo ziemlich verdattert, „das kann keine Maschine!“

„Nein, das glaube ich auch nicht“, meint Toni.

Leon schaut total fasziniert seinen Finger an. Das kann doch nicht sein! Der Finger raucht noch etwas, eine kleine, sternförmige Narbe ziert nun seinen Finger. Kein bisschen tut es mehr weh. „Es tut überhaupt nicht mehr weh“, wundert sich Leon.

Die anderen zwei schauen total fasziniert seinen Fingern an. „Boah, krass“, kommt es wie aus einem Mund. Stolz schaut der kleine Drache die Freunde an.

„Aber wie kannst du …? Wie machst du …? Warum?“, fragt Leon.

„Tja, das weiß ich auch nicht. Das ist alles, was ich weiß. Ich hatte gehofft, dass in meiner Truhe mehr steht.“

Die Truhe, ja klar! Wo haben sie die Truhe nochmal in Sicherheit gebracht?

 Toni will aufspringen, sackt aber zusammen. Ach ja, da war doch was. Sein Knöchel. Der kleine Drache läuft zu Toni und pustet auch ihm den Nebel auf den Knöchel. Ein Kribbeln und Zack, wie durch ein Wunder ist alles gut. Auch auf seinem Knöchel ist jetzt eine kleine sternförmige Narbe zu sehen. „Wow, danke. Wie heißt du eigentlich?“, will Toni wissen.

„Hm, tja, gute Frage. Ich habe keine...

Erscheint lt. Verlag 6.11.2023
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch
ISBN-10 3-98727-168-X / 398727168X
ISBN-13 978-3-98727-168-7 / 9783987271687
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