Das Geheimnis von Novaris (eBook)
348 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-98452-3 (ISBN)
Ich bin 1999 in Jena geboren. Bis jetzt habe ich beruflich eine abgeschlossene Ausbildung zur kaufmännischen Assistentin absolviert. Nach dieser Ausbildung habe ich ein Studium im Fachbereich Wirtschaftsrecht begonnen. Da die rechtlichen Aspekte meiner Ausbildung jedoch für mich spannender als die wirtschaftlichen waren, strebe ich hinterher noch ein Studium im Fachbereich Rechtswissenschaften an. An eigenen Geschichten schreibe ich neben meinen Beruflichen Alltag schon, seit dem ich ein kleines Kind war.
Ich bin 1999 in Jena geboren. Bis jetzt habe ich beruflich eine abgeschlossene Ausbildung zur kaufmännischen Assistentin absolviert. Nach dieser Ausbildung habe ich ein Studium im Fachbereich Wirtschaftsrecht begonnen. Da die rechtlichen Aspekte meiner Ausbildung jedoch für mich spannender als die wirtschaftlichen waren, strebe ich hinterher noch ein Studium im Fachbereich Rechtswissenschaften an. An eigenen Geschichten schreibe ich neben meinen Beruflichen Alltag schon, seit dem ich ein kleines Kind war.
Kapitel 2
Als es wieder hell um mich wurde, verstand ich erst nicht, was geschehen war. Ich befand mich immer noch auf der Straße, unserer kleinen Stadt. Doch sie war komplett leer. Kein einziges Auto, keine Menschen und das, obwohl es um mich herum nun Tag war.
Selbst die Häuser schienen leer zu sein.
Verwirrt stand ich von der Straße auf und klopfte mir anschließend den Dreck von der Kleidung ab. Ich war nicht verletzt? Aber ich hatte doch diesen Schmerz gespürt? Was war hier nur bloß los?
Mit einem unguten Bauchgefühl sah ich mich auf der Straße um.
Ich hatte dieses ungute Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmen konnte, doch ich war mir nicht sicher, ob da irgendetwas dran war oder ob ich mich einfach nur in etwas hineinsteigerte. Es wäre nichts Neues, wenn ich mich vor etwas fürchtete, was eigentlich eine logische Erklärung hatte und überhaupt nichts zu bedeuten hatte. Also vielleicht war heute auch nur einfach nichts los und die Menschen verbrachten einen ruhigen Tag in ihren Häusern, abseits der Fenster. Und ich bin vielleicht nur durch den Schock ohnmächtig geworden und der Schmerz beruhte auf meinen Sturz. Da dieser vielleicht nicht so schlimm war, ist der Schmerz nun verzogen. Dennoch war es seltsam, dass kein Krankenwagen gerufen wurde, aber so waren manche Menschen eben.
Ich sollte wahrscheinlich einfach nach Hause gehen, mich von diesem Schock erholen und anschließend ein Gespräch mit Jonas führen. Mir gefiel es immer noch nicht, wie wir beide auseinander gegangen sind. Er war einer meiner besten Freunde und ich würde ihn nur ungern wegen dieser Meinungsverschiedenheit verlieren.
Blieb also nur zu hoffen, dass es ihn genauso ging. Immer noch mit einem unguten Gefühl setzte ich meinen Weg in Richtung meines Zuhauses fort. Dafür musste ich nur die Straße eine Weile folgen, anschließend an der Kreuzung, an welcher ein großes italienisches Restaurant stand, nach rechts abbiegen, über den Parkplatz des Supermarktes und wieder einen kleinen Seitenweg folgen, bis ich endlich in der Straße ankam, in welcher mein Zuhause war.
Immer noch konnte ich keinen einzigen Menschen sehen. Selbst der Parkplatz unseres Supermarktes war komplett leer. Müssten nicht wenigstens die Mitarbeiter anwesend sein? Schließlich hatten wir heute Dienstag und meines Wissens keinen Feiertag.
Was war hier also los? Nun fiel mir auch keine logische Erklärung mehr ein. Irgendwas musste hier passiert sein. Nur was war das? Was konnte alle Menschen aus dieser Stadt vertreiben? Und dies ohne Ankündigung.
Mit zittrigen Händen suchte ich den Schlüssel unter dem Blumenkübel, welchen wir immer neben unserer Eingangstür platziert hatten. Der Schlüssel war für den Fall gedacht, dass einer von uns seinen vergaß oder wir uns auf Feierlichkeiten befanden, wo man leicht seinen Schlüssel verlieren konnte.
Als ich endlich den Schlüssel in meinen Händen hielt, versuchte ich die Tür aufzuschließen, was sich durch meine Panik zu einer echten Herausforderung entwickelte. Doch nach mehreren Anläufen schaffte ich es, den Schlüssel in das passende Loch zu bekommen und die Tür aufzuschließen.
Hinter unserer Eingangstür befand sich ein kleiner Raum, welcher den Eingangsbereich von dem angrenzenden Flur trennte. Hier bewahrten wir eine Kommode mit unseren Jacken und einen Schuhschrank auf. Die Tür, welche diesen Raum von dem Flur trennte, war immer geschlossen, damit unser Hund nicht einfach so aus dem Haus rennen konnte. Normalerweise wohnten wir an einer stark befahrenen Straße und unser kleiner Spitz, unterschätze sehr gerne die Autos.
Um ihn also nicht unnütz einer Gefahr, durch seine Naivität auszusetzen, hielten wir die Tür immer geschlossen. Außer wir begaben uns auf einen kleinen Spaziergang, doch dieser fand auch nur unter Aufsicht statt.
Als ich die Haustür geschlossen hatte und meine Schuhe, sowie meine Jacke ausgezogen hatte, betrat ich unseren Flur. Normalerweise kam unser Hund sofort angerannt, um uns zu begrüßen, doch auch dies blieb aus.
„Mama? Papa? Ist jemand zuhause?“, rief ich laut ins Haus hinein.
Keine Antwort.
„Hallo?“, rief ich etwas lauter. Doch auch dieses Mal blieb die Antwort aus.
Was war hier bloß los?
Mit schwerem und langsamen Schritt sah ich mich in unserem Haus um. Zuerst bog ich nach rechts in unser großes Wohnzimmer ab. Der Fernseher war aus, die Kissen auf dem Sofa gerichtet und der Fernsehtisch geordnet. Hier war schon einmal niemand. Ich trat aus dem Raum hinaus und bog nun nach links in unsere Küche ab. Auch hier war alles blitzblank. Der Abwasch, welchen wir gestern noch hier stehen hatten, war verschwunden und alles war wieder sauber und an seinen vorgesehenen Platz. Ich erhaschte noch einen Blick in unser angrenzendes Esszimmer. Wie auch in den anderen Zimmern herrschte hier pure Ordnung und es war keine Menschenseele zu sehen.
Frustriert trat ich nun auch aus der Küche und stieg unsere braune Holztreppe nach oben in das zweite Stockwerk.
Auf dieser Etage befand sich ein Badezimmer, das Schlafzimmer meiner Eltern, das Zimmer meiner Schwester und mein Zimmer. Meine Schwester ist vor drei Jahren ausgezogen, wenn sie uns nicht gerade besucht, war ihr Zimmer also immer leer. Dennoch erhaschte ich einen Blick in das Zimmer. „Clara?“, rief ich als ich die Tür öffnete. Auch dieses Zimmer war leer und ungewöhnlich ordentlich. Meine Schwester hielt sonst nie viel von Ordnung und räumte eigentlich nur ihr Zimmer auf, wenn unsere Mutter sie dazu aufforderte.
Leicht enttäuscht schloss ich die Tür wieder und begab mich zur Zimmertür meiner Eltern.
„Mama? Papa?“, rief ich noch einmal als ich ihre Tür öffnete. Auch hier war niemand. Das Bett war gemacht, der Schminktisch meiner Mutter war geordnet und alle Kleidungsstücke waren fein säuberlich in die Schränke eingeordnet.
Als ich auch hier niemanden wahrnehmen konnte, schloss ich auch diese Tür.
Ohne jegliche Hoffnung klopfte ich an der Badtür und fragte: „Ist jemand hier drinnen?“
Als mir niemand antwortete, öffnete ich die Tür. Ich fand ein fein säuberliches Badezimmer, aber keine weitere Person.
Es bleib also nur noch mein Zimmer übrig, auch wenn ich wenig Hoffnung hatte, hier jemanden finden zu können. Was sollten meine Eltern schon in meinem Zimmer machen? Und soweit ich wusste, war meine Schwester immer noch in den Studentenwohnheim ihrer Universität. Also gab es auch keinen Grund für sie, sich in meinem Zimmer aufzuhalten.
Dennoch öffnete ich meine Zimmertür und blickte in mein Zimmer. So hatte ich es ganz sicher nicht zurückgelassen. Auch in meinem Zimmer war alles aufgeräumt. Ich konnte mich jedoch erinnern, gestern ein kleines Chaos hier zurückgelassen zu haben. Ich hatte mehrere Anläufe gebraucht, um das perfekte Outfit zu finden und hatte auch noch einige alte Gläser in meinem Zimmer stehen. Von all dem war hier nichts mehr zusehen. Und ich bezweifelte auch, dass meine Mutter oder mein Vater sich die Mühe gemacht haben, mein Zimmer aufzuräumen. Das war normalerweise meine Aufgabe gewesen und dass ich diese erfüllte, war auch beiden sehr wichtig gewesen.
Also, was war hier nun los? Keine Menschenseele, aber alles in einer ungewöhnlichen Ordnung?
Verwirrt und leicht panisch, ließ ich mich auf meinem Bett fallen. Mein Bett bestand aus einem braunen Holzgestell, an welchen seitlich drei hölzerne Schubladen angebracht waren. In diesen bewahrte ich meine Unterwäsche und Bettzubehör auf. Außerdem hatte ich eine rot-schwarz-karierte Decke sowie Kissen.
Was sollte ich jetzt nur tun? Ich war komplett allein an diesen Ort. Einen Ort, der meiner Heimat bis auf den letzten Punkt glich. Zumindest, wenn man davon absieht, dass hier ein Putzkommando durchgeschickt wurde.
Noch während dem ich verzweifelt auf meinem Bett lag, merkte ich, dass sich irgendetwas veränderte. Plötzlich fing es stark zu regnen an und ich konnte einige Blitze erkennen. Doch das war nicht das, was mich aufschrecken ließ. Ich hörte ein Geräusch, welches nur von einem Lebewesen stammen konnte. Schritte.
Hektisch sprang ich wieder aus meinem Bett und blickte aus meinem Fenster. Und da sah ich, dass ich recht hatte.
Vor unserem Haus konnte ich einen Mann, mittleren Alters erkennen. Ich kannte diese Person nicht, was in dieser Kleinstadt schon etwas zu heißen hatte. Doch das war nicht das Seltsamste an diesen Mann. Er lief rückwärts. Ich wollte diesen Mann schon als seltsam abstempeln, als mir eine weitere Person auffiel. Eine alte Frau um die achtzig Jahre, welche ebenfalls rückwärtslief.
Was war hier nur bloß los?
Obwohl mir diese Menschen seltsam und unheimlich vorkamen, waren sie die einzigen, welche ich hier sehen konnte. Die einzigen, welche mir vielleicht eine Antwort geben konnten. Aus diesem Grund verließ ich nervös mein Zimmer, stieg unsere Treppe nach unten und verließ anschließend das Haus.
Als ich wieder sehen...
| Erscheint lt. Verlag | 25.8.2023 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Kinder- / Jugendbuch | |
| Schlagworte | altes Gebäude • Familienhistorie • Geheimnis • Grusel • Mystery • Spannung • Studentenunterkunft • Studienbeginn • Tragik • Verrat • Vertrauen • Vertrauen und Verrat |
| ISBN-10 | 3-347-98452-8 / 3347984528 |
| ISBN-13 | 978-3-347-98452-3 / 9783347984523 |
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