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Die Träne Tritons -  Gabriel Kodritsch

Die Träne Tritons (eBook)

eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
Buchschmiede von Dataform Media GmbH (Verlag)
978-3-99139-069-5 (ISBN)
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Jefalda ist eine der Jüngsten der Elben und sie ist fleißig und gerecht. Doch ein Ereignis treibt sie in die Welt hinaus. Weg von ihrer Heimat. Um wieder zurück zu kehren, muss sie die Träne Tritons in die weit entfernte Stadt Riv bringen. Doch der Weg ist gefährlich und so stolpert Jefalda gemeinsam mit dem Satyr Fingling in ein Abenteuer.

Gabriel Kodritsch wurde am 25.07.1988 im LKH in Leoben geboren, einer kleinen Stadt in der Mitte der Steiermark. Seine Eltern trennten sich als er noch sehr jung war. Er lebte von nun an mit seiner Schwester bei seiner Mutter. Gabriel hatte eine schöne Kindheit in einem kleinen Dorf nahe Leoben. Er absolvierte die HTBL Kapfenberg im Zweig für Kunststoff und Umwelttechnik. Nach dem Bundesheer ging er an die KF Universität in Graz um Physik zu studieren. Er brach sein Studium im ersten Semester ab und wurde Konstrukteur. Später war er für das rote Kreuz unterwegs.

ERSTES KAPITEL

JEFALDA UND FINGLING

Der Baum des Lebens steht im Westen, auf einem Hügel, umgeben von einem uraltem Wald, auf einer Insel in mitten des Meeres. Die hohen Lichter leuchten des Nachts zu seiner Krone. Zwischen seinen Füßen leben seit jeher die Elben und bewachen die Eingänge zu den Wurzeln, wo Tritons Träne liegt. Ein Kristall in Form einer Träne, die als Geschenk und Zeichen des Bündnisses zwischen Triton dem Herrn der Gewässer und Oberon dem Herrn der Erde, den Baum des Lebens und die Elben für alle Zeiten mit frischem Wasser versorgen soll. Jefalda ist eine der jüngsten der Elben und sie ist fleißig und gerecht. Sie verbringt die meiste Zeit in der Krone, wo der Wind in den Blättern raschelt. Sie liebt den Duft der Erde, sie singt Lieder über milde Flammen, Feuer das uns Wärme gibt. Oft tanzt sie im Regen und pflückt wilde Blumen. Ihre Schritte sind voll Anmut und mutig ist sie. So sagt auch die hohe Priesterin Jalamin. Jefalda ist bedacht auf jeden ihrer Schritte, sie wird eine Priesterin der Natur, wenn ihre Tage reif. Doch noch ist sie jung, gelehrig und voll Güte. Ein Mädchen das jede Rasse zieren würde. Ihr Vater Goldwen ist stolz auf sie und ihre Mutter Jochama ebenso.

Zu jener Jahreszeit sind die Blätter rötlich und Gelb. Die letzten Blüten schließen sich in ihre Knospen ein und verschwinden im Erdreich. Die Moose lassen ihren Saft langsam in die Erde sickern, der Duft steigt zum Mond hinauf, die Stämme der Bäume ziehen längere Gesichter und werden müde. Der Boden wird härter, doch zeichnet er hier und da liebliche Gedanken in den Staub. Auch die waldnahen Hänge lassen sich etwas mehr herabfallen und selbst die sonst stillen Steine kichern schon in Gedanken an den Schnee, der im Elben Reich nur einmal pro Jahr fällt.

Einmal pro Jahr sind die Wiesen weiß, schlafen und die Bäume umhüllt, des kalten Winterkleides Glanz. Der Weiher friert sich ein, die Frösche schlafen auch. Er zeigt nun den kalten Spiegel auf dem die Elben tanzen. Er ist aus Eis und zeigt ein neues Bild. Dann schlafen sie unter jenem Baum, zwischen den Wurzeln und auch zwischen den Ästen in der Krone. Windfänger werden jene hoch oben lebenden Elben genannt. Varan, der Gott des Feuers, wärmt an diesem Tage etwas mehr die heißen Quellen. Heute baden dort nicht nur Elben, Feen, Musen, Nyraden, auch kein Satyr bleibt hier noch fern.

Der Hügel auf dem der Baum des Lebens steht, ist am Wintertag des Nachts von tausend Sternen und dem Mond beschienen. Lichter leuchten um ihn herum. Glühwürmchen und Irrwische leuchten zu den Festspielen, Arthonas der Wind, bleibt für diese Stunden stumm. Zwischen Eis und Schnee, blühen mitten in der Nacht, gelbe Blumen an den Wurzeln, die plötzlich schneller wachsen. Sie formen Tische und Stühle für die Gäste, es ist das Fest der Wintersonnenwende. Ja, in Mitten der Nacht feiern sie es und am Morgen lockt Varan die Sonne zum Horizont und sagt. „Fang den Wind. Er soll dich lieben, wenn Acris Mondgöttin, Triton ihre Liebe schenkt.“ So jagt sie nun den Tag lang seine schnellen Wandlungen, sein kichern treibt sie an. Sie ist vernarrt in seine Fänge und wenn er des Nachts ihre Strahlen küsst, errötet sie. Die Morgenröte sagt uns dann, diese Nacht ist ein Licht geboren. Dann schmilzt der Schnee und Jefalda fängt wieder mit dem tanzen an. Wieder singt sie über des Feuers Liebe, streichelt den Rehen den Rücken und kitzelt den Hasen den Bauch. So schnell, man würde es nicht glauben, erwacht der Frühling in der Natur.

Zumindest auf dieser Insel. Zumindest tat er es an jedem Tag. Doch dieser Morgen war anders. Keine sanfte Morgenröte, kaum warm der Sonnenschein. Der Schnee schmilzt nicht. Er bleibt liegen und die gelben Blütenblätter fallen auf ihn herab. Der Weiher bleibt gefroren, die heißen Quellen werden immer kälter, die Wurzeln ziehen sich zurück, doch verkümmern Zusehens. Es ist furchtbar, keine Fruchtbarkeit wird uns offenbar. Dort zwischen den Wurzeln, wo Tritons Träne liegt, treffen sich nun die Elben. „Noch nie gab es einen zweiten Wintertag, die Natur wird unterdrückt! Ein großer Frevel muss geschehen sein.“ Sagt die hohe Priesterin Jalamin und zeigt auf den heiligen Stein. Denn zum endsetzen aller Anwesenden, wird der Kristall plötzlich schwarz. Wie Frost, fährt es durch der Wurzel Windungen und die Elben werden starr. Nicht vor Schrecken, sie gefrieren. Bleiben und verharren. Schatten breitet sich aus. Es wird immer dunkler. Und da, ein Schatten wird zur Form eines jagenden Wesens. Es werden mehr. Sie fangen die noch nicht vereisten Elben, halten diese fest, bis sie gefrieren.

Jefalda steht neben der Priesterin die Tritons Träne packt. Doch die dunklen Schatten wollen sie schon überwältigen. So reicht sie Jefalda den Kristall. „Nimm ihn an dich, fliehe von diesem Ort. Erreiche Riv, wo Triton Wasserherr regiert. Frage woher Frosts Handeln rührt. Es ist seine Kälte, die uns hier hält!“ Jefalda greift den Kristall mit beiden Händen. Die Schatten sehen nur noch sie. Sie ist die Einzige die noch nicht zu Eis erstarrt ist und so flüchtet sie vor den dunklen Fängen, den Händen, die scheinbar kalt und voll Willen nach ihr greifen. Sie läuft den Hügel hinab, über den kalten Schnee.

Es hat zu schneien begonnen. Der Wind wird zornig und wirft in wilden Wirbeln, Schnee und Eis in ihr Gesicht. Doch Jefalda läuft wie Elben laufen. Schnell und sicher, selbst im Schnee. Bald ist der Waldesrand erreicht. Dort vorne ist die erste Wurzel, sie kennt sie gut, sie kennt die Bäume, doch keine Antwort auf ihr Wispern kann sie hören. Tränen rinnen über ihre Wangen. Es ist so still im Wald. Kein Tier kann sie hören. Doch die Schatten folgen schnell und ebenso lautlos. Doch nur deren leeren Willen kann sie spüren. Sie dreht sich um und versucht zu erblicken, was nicht zu sehen ist. Da stolpert sie und stürzt noch vor.

Der alte Waldschrat Kudros Kerben und sein kleiner Freund, der umsichtige Satyr Fingling, saßen schon den ganzen Abend, die Nacht und nun auch noch den ganzen Morgen am Feuer und hatten gelacht. Sie hatten gut gespeist, das Essen mehr als genossen. Wein und Feuertränke sonderer Art hatten sie getrunken und Beeren zur Nachspeise vertilgt.

Im Bart des alten Kudros hingen noch Reste von den Beeren und auch Reste von dem Beerensaft. Fingling lag am Boden, die eine Hand auf seinem Bauch, den Kopf auf einem Strauch, unterlegt von seiner anderen Hand. Danach ließ er einen Finger in sein Ohr wandern und fragte keck. „Wenn ich ein Goldstück in meinem Ohr finde, tauscht du es mir gegen einen Smaragd?“ Der alte Waldschrat fuhr sich mit der Hand durch den Bart.

„Hmm,“ begann dieser etwas ablehnend. „führ wahr, ein Goldstück kann ich gut gebrauchen, einen Smaragd hingegen nicht. Doch mag ich keinen meiner gegen ein Goldstück tauschen, was hast du sonst in deinem Ohr versteckt?“ Fingling rollte sich auf den Bauch und ließ sein kleines Schwänzchen wie ein Hund hin und her wedeln. „Ich habe Gold und Silber im Ohr. In der Nase finde ich nur Brombeerkerne. Interesse?“ Rasch erhob der Waldschrat sich.

„Diese sind des Waldes Keime! Gib sie zurück, du alter Tunichtgut!“ Sofort war auch Fingling auf den Beinen.

„Und ich bin wie du, im Wald ein Gast. Nicht stehlen werde ich diese Saat, je werde ich sie länger borgen. Ich werde sie setzen, am besten,“ er hielt kurz Inne und drehte sich zu allen Seiten. Dann fuhr er mit gedämpfter Stimme fort. „am Besten in den Boden nahe weißer Pilze! Von denen ich gleich Zwei oder Drei verspeisen werde!“ Mit diesen Worten pulte er eine halbe Handvoll Brombeerkerne aus seiner Nase und hüpfte zu den Wurzeln einer nahen Eiche. „Ob Gevatter Tod, dich meidet, will ich nicht wissen, alter Eichenmann. Ich frage um die Pilze zu deinen Füßen, sind sie dir schon aufgefallen?“ Fragte der kleine doch standhafte Satyr einen der Eichenbäume.

Ein rascheln in der Krone und plötzlich stürzte ein junges Elbenmädchen ins Lager des Waldschraten. Ein schwarzer Kristall in Form einer Träne rollte über den Boden. Fingling war sofort heran galoppiert und hatte ihn aufgehoben.

„Das ist die Träne Tritons kleiner Satyr! Gib sie mir zurück!“ Rief das Elbenmädchen rasch und rappelte sich auf. Doch schon tauchten die Schatten auf. Der alte Waldschratt brüllte laut und wild und warf sich auf die Biester. Ein Feuer brannte plötzlich auf. Die Schatten wurden dichter, dann, mit einem Klatschen der Hände von Kudros und einem hellen Leuchten verloschen sie.

„Wo kommen diese Düsterlinge her? Fingling, hast du wieder Steine in die Zwergen Mühlen geworfen?“ Doch Fingling schüttelte den Kopf.

„Natürlich. Doch diese finsteren Gestalten sind nie und nimmer das Werk von Zwergen Mühlen. Kein Stein kann so düster sein.“ Dann betrachtete er den schwarzen Stein, den Jefalda ihm als gleich aus der Hand nahm. „Wie ist dein Name?...

Erscheint lt. Verlag 16.9.2022
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch
ISBN-10 3-99139-069-8 / 3991390698
ISBN-13 978-3-99139-069-5 / 9783991390695
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