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ZAP. Für die einen ist es Vergnügen. Für ihn ein Albtraum. (eBook)

Tech-Thriller von Bestsellerautor Andreas Eschbach für alle ab 14 Jahren
eBook Download: EPUB
2023 | 1. Auflage
304 Seiten
Arena Verlag
978-3-401-81062-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

ZAP. Für die einen ist es Vergnügen. Für ihn ein Albtraum. -  Andreas Eschbach
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Der neue Geniestreich von Bestsellerautor Andreas Eschbach! Ein mitreißender Tech-Thriller, eine Satire auf die Medienwelt und die Frage, wie schnell aus einem Leben ein Albtraum wird. Ein gnadenloses Spiel und du kennst die Regeln nicht. Finn ist gerade erst mit seiner Familie umgezogen und trotzdem hat sich nichts an seinem Leben geändert: Für seinen Vater ist er immer noch zu introvertiert, sein Bruder und er haben sich nichts zu sagen, seine Mutter und Schwester finden ihn zu wenig umweltbewusst. Schöne Scheiße! Doch als er von der Schule nach Hause kommt und in ihrer Wohnung fremde Möbel und Menschen vorfindet, wünscht er sich schnell sein langweiliges Leben zurück. Nichts stimmt mehr in der Stadt, keine Straßennamen, keine Gebäude. Nach und nach erkennt Finn, dass ein gnadenloses Spiel mit ihm gespielt wird. Ihm bleibt keine Wahl als mitzuspielen ... oder? Rasant, bewegend und psychologisch raffiniert: Eschbach über die Frage, was wirklich zählt.    Weitere Titel von Andreas Eschbach bei Arena: Gliss. Tödliche Weite Aquamarin (1) Submarin (2) Ultramarin (3) Black*Out (1) Hide*Out (2) Time*Out (3) Perfect Copy Das Mars-Projekt (1-5)

Andreas Eschbach, geboren in Ulm, studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und wurde durch den Thriller 'Das Jesus-Video' bekannt. Die Fortsetzung 'Der Jesus-Deal' eroberte 2014 erneut die Bestsellerlisten. Mit 'Eine Billion Dollar', 'Der Nobelpreis', 'Ausgebrannt', 'Ein König für Deutschland', 'Herr aller Dinge', 'Todesengel', 'Teufelsgold', 'NSA', 'Der schlauste Mann der Welt' u.a. gehört Eschbach zu den deutschen Top-Autoren. Seine Romane für junge Leser*innen wie 'Aquamarin', 'Submarin', die 'Black*Out'-Trilogie oder 'Das Marsprojekt' erscheinen im Arena Verlag. Andreas Eschbach lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in der Bretagne.

Andreas Eschbach, geboren in Ulm, studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und wurde durch den Thriller "Das Jesus-Video" bekannt. Die Fortsetzung "Der Jesus-Deal" eroberte 2014 erneut die Bestsellerlisten. Mit "Eine Billion Dollar", "Der Nobelpreis", "Ausgebrannt", "Ein König für Deutschland", "Herr aller Dinge", "Todesengel", "Teufelsgold", "NSA", "Der schlauste Mann der Welt" u.a. gehört Eschbach zu den deutschen Top-Autoren. Seine Romane für junge Leser*innen wie "Aquamarin", "Submarin", die "Black*Out"-Trilogie oder "Das Marsprojekt" erscheinen im Arena Verlag. Andreas Eschbach lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in der Bretagne.

MORGENS


Der Wecker zeigte 02:90 Uhr und piepste und piepste und piepste.

Und irgendwie war der Abschaltknopf verschwunden! Einfach weg!

Finn stemmte sich mühsam hoch, starrte schlaftrunken auf die in der Dunkelheit rot glühenden Digitalziffern und verstand beim besten Willen nicht, was eigentlich los war.

Zwei Uhr neunzig? Wie ging das denn überhaupt? Wie kam das blöde Ding dazu, ihn um diese unmögliche Zeit zu wecken?

Und wieso fand seine Hand den verdammten Knopf nicht, mit dem man das Gepiepse abschalten konnte?

Dann sprang die Uhr auf 12:90 Uhr, und Finn dämmerte, dass der Wecker einfach auf dem Kopf stand. Er packte das Ding, drehte es um und las 06:21 Uhr, was schon wesentlich vernünftiger aussah. Der flache Knopf war auch wieder da, wo er hingehörte. Ein Drücken, und es wurde still, herrlich still.

Stöhnend ließ sich Finn zurück ins Kissen fallen. Keine Frage, wer ihm diesen Streich gespielt hatte: Moritz. Sein lieber, kleiner Bruder, mit dem er sich seit dem Umzug das Zimmer teilen musste.

Er reckte sich nach dem Schalter, der das unpraktisch angebrachte Leselicht über seinem Kopf einschaltete, kniff die Augen zusammen, als es hell wurde, und lugte hinüber ins andere Bett. In dem natürlich niemand mehr lag. Moritz saß bestimmt schon seit mindestens einer halben Stunde im Wohnzimmer vor dem Computer, hatte Kopfhörer auf und ballerte die erste Runde des Tages in irgendeinem seiner zehntausend Spiele, bei denen Finn vom bloßen Zusehen Kopfschmerzen bekam.

Wieder sank er zurück in sein Kissen und war einmal mehr davon überzeugt, dass man ihn bei der Geburt vertauscht haben musste. Zumindest war er der einzig Normale in einer Familie krankhafter Frühaufsteher: Seine große Schwester hüpfte jeden Tag um fünf Uhr aus dem Bett, um Hausaufgaben zu machen, sein Vater schrieb um diese Zeit die ersten E-Mails in der Hoffnung, auf diese Weise seine Kollegen beim Sender zu beeindrucken, und seine Mutter bastelte an aufwendigen Frühstücken, die sie für ihren Blog fotografierte, ehe sie auf den Tisch kamen. Ja, und Moritz eben – BÄMM, BÄMM, ZONG, PENG, »Hasta la vista, Baby!«

Kurzum, die Wohnung brummte längst vor Leben, obwohl es noch nicht mal halb sieben war. Man hörte es sogar: Gespräche, Gelächter, das Klappern von Töpfen und Geschirr. Finn dagegen würde seine erste heroische Tat des Tages vollbringen, indem er sich bis ins Bad schleppte.

FAST FORWARD


6:35

Immerhin ein paar ruhige Minuten auf der Toilette waren ihm vergönnt. Er schaffte es sogar, dabei nicht wieder einzuschlafen. Doch kaum stand er am Waschbecken, rumpelte es von draußen gegen die Tür.

»Bist du das, Ökfaim?«, hörte er Silke zetern.

Ökfaim, das war ihre Abkürzung für »Ökologischer Fußabdruck in Menschengestalt«. Seine eingebildete Schwester gab sich auf ihrem Videochannel nämlich höchst umweltbewusst, allerdings hauptsächlich, weil das gut ankam. Oder weil sie dachte, dass das gut ankam. Ökfaim nannte sie ihn, wenn er ihr im Weg war oder sie sonst irgendwie nervte. Und eins von beidem war fast immer der Fall.

»Besetzt!«, rief er.

»Oh, Mann!«

Er beugte er sich vor, studierte sein Gesicht im Spiegel und versuchte, sich vorzustellen, wie er mit Bart aussehen würde. Bestimmt besser. Er fand, dass er total belanglos aussah, so ohne irgendwelche Ecken und Kanten, die einen erst interessant machten.

Silke rüttelte wieder an der Türklinke. »Jetzt lass mich doch mal kurz rein! Ich brauch auch nur einen Moment, versprochen!«

Sie drängelte so lange, bis er schließlich nachgab und ihr das Bad überließ. Ein Fehler, wie er gleich darauf merkte, als er draußen im Flur stand und hörte, wie drinnen die Dusche anging.

FAST FORWARD


6:55

Bestimmt gab es einen Unterschied zwischen einem Albtraum und einem Frühstück im Kreis seiner unerträglich aufgekratzten Familie, aber Finn hatte noch nicht herausgefunden, welchen.

»Da bist du ja endlich«, sagte seine Mutter, als er sich setzte, und stellte einen Pfannkuchen mit gesund aussehendem Zeug als Topping vor ihn hin. »Vorsicht, der Teller ist heiß. Hab ihn im Ofen warm gehalten.«

»Silke hat mich aus dem Bad vertrieben«, verteidigte sich Finn.

»Du darfst dir halt nicht alles gefallen lassen, Brüderchen«, meinte Silke schnippisch. Sie betrachtete sich durch die Frontkamera ihres Handys und zupfte ihre noch leicht feuchte Mähne in Form. »Außerdem hab ich mir nur schnell die Haare gewaschen, das ging total schnell.«

»Und das fällt dir um halb sieben ein?«

»Hab’s halt vergessen. Meine Güte!«

Moritz redete währenddessen ohne Punkt und Komma auf ihren Vater ein, schwärmte von einem neuen, supertollen Superfernseher, den er gesehen hatte: Was für wahnsinnig tolle Bilder! Was für ein wahnsinnig toller Sound! Den müssten sie unbedingt kaufen! Ihr Vater nickte nur und war mit den Gedanken offenbar ganz woanders.

»Du willst das Ding ja nur, um noch mehr zu zocken und damit es noch bunter und lauter kracht«, meinte Finn.

Moritz bedachte ihn mit einem mitleidigen Blick. »Du hast echt keine Ahnung. Wär doch ein blödes Spiel, wenn’s am Ende nicht kracht, oder?«

Finn seufzte. »Du hast recht. Ich hab wirklich keine Ahnung.« Er musterte seinen Teller. »Was ist das überhaupt?«

»Zuckerfreie, vegane Pfannkuchen mit geriebenem Apfel und Früchten des Waldes«, erklärte Mutter. »Also, Beeren, kurz gesagt.«

»Und das da?« Er deutete auf einen weißlichen Klecks.

»Als ich’s fotografiert hab, war es noch Schlagsahne. Aber die ist im Ofen natürlich zerlaufen.«

Silke checkte ihre Statistiken und maulte, dass die Views schon wieder runtergegangen seien, obwohl sie ein soo tolles Video eingestellt hatte. »Mom, du hast selbst gesagt, dass das Video toll war, oder?«

»Ja. Aber jetzt iss was.«

Finn schob das, was von der Sahne noch übrig war, mit der Gabel beiseite und probierte den Pfannkuchen. Glück gehabt, heute schmeckte es sogar ziemlich gut. Was nicht immer der Fall war, manchmal sahen die Gerichte seiner Mutter einfach nur gut aus.

Silke aß auch und fing schon nach dem zweiten Bissen an, in den höchsten Tönen zu schwärmen. »Boah, ist das gut! Mom! Du hast dich wieder selber übertroffen! Ich muss dir einen Kommentar schreiben, sobald das Foto online ist. Ach was, fünf Kommentare!« Silke unterhielt ein Dutzend verschiedener Accounts, über die sie regelmäßig ihre eigenen Beiträge lobte, wenn es sonst niemand tat.

»Schon gut«, meinte ihre Mutter, »was willst du?«

»Deinen mauvefarbenen Seidenschal. Bitte! Nur für ein paar Bilder und ein Video.«

Mutter lächelte. »Also gut, du kriegst ihn … für eine Zwei oder besser in Geschichte.«

Silke warf die Gabel hin. »Och Mann, Mama!«

Vater ließ sich eine zweite Tasse Kaffee aus dem Automaten. Er trug doch tatsächlich dieses grässliche 1spass-TV-Fan-T-Shirt! Auf dem Rückweg zum Tisch verwuschelte er Finn die Haare und meinte: »Na, Junge, alles senkrecht?«

Finn verdrehte die Augen. Er hasste es, wenn sein Vater auf Jugendsprache machte, weil er dann erst richtig alt wirkte.

»Ich hab neulich deinen Klassenlehrer getroffen«, fuhr sein Vater fort, während er sich wieder setzte. »Der meinte, du hättest dich schon ganz gut eingelebt an der neuen Schule.«

Stimmte das? Finn hätte darauf gewettet, dass sein Klassenlehrer sich noch nicht einmal seinen Namen gemerkt hatte.

Hatte er aus Versehen irgendwas richtig gemacht, ohne es zu merken?

Normal wäre gewesen, wenn sein Vater darüber gespottet hätte, dass Finn als Einziger in der Familie Bücher las und dem Fernsehprogramm, diesem fantastischen, vielfältigen Angebot auf über zweihundert Kanälen, nichts abgewinnen konnte.

Normal wäre gewesen, wenn sein Vater ihn »Bücherfresser« genannt hätte, oder, als Ausdruck seiner besonderen väterlichen Zuneigung, »unser kleines Bücherfresserchen«.

»Ist heute irgendwas Besonderes los?«, fragte Finn...

Erscheint lt. Verlag 12.10.2023
Verlagsort Würzburg
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte Andreas Eschbach • Bestseller • Bücher wie Ursula Poznanski • Das erste Mal verliebt sein • Der schlauste Mann der Welt • Erfolg • Erpressung • Fake • Familiendrama • Fernsehen • Freiheitsgeld • hacken • Hauptfigur in einer TV-Show • Identität • Illusion • Kommerz • Livestream • Manipulation • Medienkritik • Medienszene • Moral • Nicht alles • Nicht dazu gehören • Produzent • Psycho-Spiel • rache nehmen • Rolle deines Lebens • Sendung mit versteckter Kamera • Simulierte Realität • tech-thriller • Truman Show • Truman-Show • TV-Show • Umzug • Vertrauensbeweis • Wahrheit
ISBN-10 3-401-81062-6 / 3401810626
ISBN-13 978-3-401-81062-1 / 9783401810621
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