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Knubbel Karl

Planet Toffel in Gefahr

(Autor)

Buch | Hardcover
60 Seiten
2023
Fabuloso (Verlag)
978-3-949150-22-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Knubbel Karl - Barbara Merten
CHF 20,70 inkl. MwSt
Klappentext
Die Toffler vom Planeten Toffel sind ein glückliches und zufriedenes Völkchen. Aus ihrem Boden braten sie die leckersten Pommes im ganzen Universum. Doch auf der Rundreise durch sein Land stellt der Obertoffler voller Entsetzen fest, dass die Bewohner den Planeten schon bald aufgegessen haben und alle um ihre Existenz bangen müssen.
Kann ‚Knubbel Karl‘, der Sohn vom Obertoffler, den Planeten und somit auch sein Volk retten?
Mit der Fliegerin ‚Liebe-Elle‘ macht er sich auf den Weg zu einer abenteuerlichen Reise durchs Universum. Er lernt andere Wesen und ihre Lebensformen kennen. Bis der kleine Toffler auf dem Planeten Moosach eine bahnbrechende Entdeckung macht, muss er einige Abenteuer überstehen …
Eine Geschichte, die Lust macht, sich mutig dem Leben zu stellen, aufeinander zuzugehen und Neues zu entdecken.

1. Bei den Tofflern Die Toffler vom Planeten Toffel haben es satt. Gründlich satt, obwohl sie hungrig sind. Kannst du dir das vorstellen? Na ja. Das ist für einen Erdling, wie du und ich, nicht so leicht zu verstehen. Bei uns gibt es ja Pflanzen und Tiere, aus denen man Essen zubereiten kann. Auf dem Planeten Toffel ist das aber nicht mehr so. Dort wächst nichts! Kein Baum mit Kirschen oder Äpfeln, kein Spinat, nicht mal ein Fliegenpilz. Null Komma nichts, obwohl es in früheren Zeiten einmal anders war. Der Planet besteht nur noch aus gelbem Toffel. An manchen Stellen ist der so weich wie Sand, an anderen hart wie Stein. Dort wird der Toffel mit großen Maschinen in Stifte und Scheiben geschnitten. Aus diesem Toffel bauen die Bewohner ihre Häuser, die Betten, Tische und Stühle, einfach alles. Und ob du es glaubst oder nicht, selbst das Essen wird aus Toffel gemacht. Die besten Pommes, die ich kenne, braten sie aus Toffel. Aus dem weichen Toffelsand kochen sie Toffelbrei für die Babys und die zahnlosen Omas und Opas. Riesige Löcher haben die Bewohner inzwischen in den Planeten gegraben. Doch weil schon so viel Toffel aufgefuttert und verbaut ist, wird es langsam eng. Die Toffler müssen zusammenrücken. Jede Familie bewohnt nur noch ein Zimmer. Obwohl Toffler ziemlich moppelig sind und zu einer Familie mindestens sechs kleine Toffelchen gehören, passt nur ein Bett in den Raum. Das finden sie aber überhaupt nicht schlimm, denn Toffler kuscheln überaus gern miteinander. Nach einer Rundreise durch sein Land ist der Obertoffler furchtbar erschrocken. „Ich glaube es nicht! Die Bande frisst mir den Planeten auf!“, ruft er entsetzt. „Ab morgen bekommt jeder nur noch einmal am Tag Toffelbrei oder Toffelpommes.“ Karl, der Sohn vom Obertoffler, guckt seinen Vater entsetzt an, denn ihm knurrt der Magen. „Ich habe aber Riesenhunger! Ich könnte einen ganzen Berg Toffelpommes verschlingen!“, ruft er empört. „So so, du beschwerst dich, weil du nicht genug zu essen bekommst?“ Der Vater zieht die Stirn in Falten. „Wo willst du denn wohnen, wenn alles aufgefressen ist?“ Karl zuckt die Achseln. „Darüber habe ich noch nicht nachgedacht.“ „So so. Dann wird es Zeit. Früher war unser Planet groß und prächtig. Und jetzt sehe ich, dass nicht mehr viel übrig ist, weil alle den ganzen Tag Toffel in sich rein stopfen. Guck dich an! Kugelrund und bequem bist du geworden, Knubbel Karl! Und du willst mein Nachfolger werden? So kann es auf keinen Fall weitergehen. Bis mir etwas einfällt, gibt es nur eine Portion am Tag. Auch für dich.“ Karl ist beleidigt. „Selber Knubbel“, grummelt er trotzig und streicht seinen dicken Bauch. „Was sollen wir denn sonst essen? Hier gibt es ja nichts anderes! Außerdem macht es Spaß zu essen!“ Am Abend, als Knubbel Karl in seinem Bett liegt, denkt er noch einmal darüber nach, was der Vater gesagt hat: ‘Wir essen unseren Planeten auf.’ „Oh wei! Wenn das stimmt. Wo sollen wir dann wohnen? Fallen wir hinunter ins Nirgendwo?“ Karl setzt sich erschrocken im Bett auf. „Nein!“, ruft er. „Das darf auf keinen Fall passieren! Ich werde mir was einfallen lassen. Ich, der Sohn vom Ober­toffler!“ Er fasst einen Entschluss. „Morgen werde ich mir unser Land genau ansehen. Und wenn Vater recht hat, werde ich eine Lösung finden! Garantiert.“ Frohen Mutes schläft er ein. Am Morgen ist Karl schon vor Sonnenaufgang hellwach. Er zieht sich leise an. Aus der Vorratskammer holt er eine Tüte mit gebratenen Toffel Pommes und stopft sie in seinen Rucksack, denn unterwegs gibt es zwar Toffel, aber keine Bratpfannen, um Pommes zu braten. Und rohe Toffel schmecken grässlich und machen Bauchweh. Bevor er sich aus dem Haus schleicht, schreibt er seinem Vater noch einen Brief: Lieber Vater, ich habe über deine Worte nachgedacht. Wenn du recht hast, sind wir wirklich in großer Gefahr. Ich muss eine Lösung finden, denn ich will ein guter Obertoffler werden. Darum werde ich mir unseren Planeten genau anschauen. Wenn ich herausgefunden habe, was uns retten kann, komme ich zurück. Mach dir keine Sorgen. Dein dich liebender Sohn Knubbel Karl von Toffel Er legt den Brief auf Vaters Platz am Esstisch, schließt leise die Tür und marschiert los. Auf der Straße ist es noch ruhig. Nur aus den Häusern hört Karl einige Toffler schnarchen. „Lustige Sägemusik! Ch sch ch sch krrruh“, ahmt er einen besonders lauten Schnarcher nach.

Erscheinungsdatum
Verlagsort Bilshausen
Sprache deutsch
Maße 270 x 185 mm
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Bilderbücher
Schlagworte Abenteuer • Fantasie • Kartoffelgeschichte • Kindgerecht • Planetrettung • Weltraum
ISBN-10 3-949150-22-6 / 3949150226
ISBN-13 978-3-949150-22-7 / 9783949150227
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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