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Damien und die Silbernadel (eBook)

eBook Download: EPUB
2022 | 1. Auflage
386 Seiten
neobooks Self-Publishing (Verlag)
978-3-7549-8386-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Damien und die Silbernadel -  Matthias Boden
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Der junge Damien muss nach den Sommerferien auf eine neue Schule wechseln. Dort erfährt er durch eine Führung mit seinen Freunden, dass diese Schule eine lange zurückreichende Vergangenheit besitzt. Unter anderem gab es auch eine Geschichte eines alten Mannes, der vor vielen Jahren im Nebenhaus lebte. Der alte Jeremias, der erste Besitzer und Arbeiter, der das alte Gemäuer bauen ließ, versteckte dort lange vor dem Krieg einen wertvollen Schatz. Laut den Lehrern konnten die Reichtümer noch nicht gefunden werden. Zusammen mit seinen Freunden Laura und Ralf findet er auch eine erste Spur. Neben dem langweiligen Schulalltag beginnen die Drei der Spur zu folgen. Die drei beginnen bald schon daran zu zweifeln, ob es diesen Schatz auch wirklich gab, denn um ihn zu finden müssen sie viele Rätsel lösen.

Matthias Boden ist Jahrgang 1977. Geboren bei Karlsruhe, nach einem Aufenthalt in der Karibik (4 Jahre), lebt er nun alleine in der Nähe von Bielefeld. Nach seinem Abschluss lernte er Industriemechaniker und arbeitete nebenher auch als Bodyguard. Zu seinen Hobbys zählen das Schreiben, Computer, Kochen und Snooker.

Matthias Boden ist Jahrgang 1977. Geboren bei Karlsruhe, nach einem Aufenthalt in der Karibik (4 Jahre), lebt er nun alleine in der Nähe von Bielefeld. Nach seinem Abschluss lernte er Industriemechaniker und arbeitete nebenher auch als Bodyguard. Zu seinen Hobbys zählen das Schreiben, Computer, Kochen und Snooker.

Prolog


Es war noch früh am Mor­gen und die Son­ne war eben erst auf­ge­gan­gen, als sich die Tür zu Da­miens Kin­der­zim­mer öff­ne­te. Sei­ne Mut­ter weck­te ih­ren Sohn lie­be­voll an die­sem Tag. Die lan­gen Som­mer­fe­ri­en wa­ren an die­sem Mon­tag zu En­de und Da­mi­en kam in die sieb­te Klas­se. Die ers­ten vier Jah­re sei­ner Schul­zeit auf der Grund­schu­le wa­ren vor­bei ge­gan­gen und die Ge­samt­schu­le die er und sei­ne Freun­de da­nach be­such­ten, muss­te auf­grund von Bau­fäl­lig­keit ge­schlos­sen wer­den.

Sei­ne ehe­ma­li­ge Klas­sen­leh­re­rin war der Mei­nung, dass er das Zeug da­zu hat­te auf das Gym­na­si­um zu ge­hen. In sei­ner Hei­mat­stadt gab es ei­ni­ge Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, die mehr oder we­ni­ger weit von sei­nem Wohn­ort ent­fernt wa­ren. Am An­fang der Fe­ri­en setz­te sich Da­mi­en zu sei­ner ge­lieb­ten Ma­ma, die ent­schei­den soll­te, wel­che Schu­le für Da­mi­en die rich­ti­ge war. Na­tür­lich durf­te er selbst ent­schei­den, auf wel­ches Gym­na­si­um sei­ner Hei­mat­stadt er von nun an ge­hen woll­te.

Die vie­len Freun­de sei­ner bis­he­ri­gen Schul­zeit ver­teil­ten sich auf un­ter­schied­li­che Ein­rich­tun­gen. Man­che soll­ten eher die Real­schu­le be­su­chen und ei­ni­ge we­ni­ge die Haupt­schu­le. Da­mi­en durf­te sich wie­der ein Gym­na­si­um aus­su­chen, an dem er die nächs­ten Jah­re ver­brin­gen woll­te. Sei­ner Mut­ter war es nicht ent­gan­gen, dass Da­mi­en nicht glück­lich dar­über war sei­nen hal­b­en Freun­des­kreis zu ver­lie­ren. In sei­nem Al­ter kam dann auch lang­sam noch das In­ter­es­se am an­de­ren Ge­schlecht hin­zu.

Na­tür­lich gab es auch in sei­ner Grund­schul­klas­se ei­ne Schü­le­rin, mit der er sich präch­tig ver­stand. Al­ler­dings lau­te­te ih­re Emp­feh­lung nur Real­schu­le und nicht wie bei ihm Gym­na­si­um. Sie war ihm wich­tig und die Aus­sicht dar­auf nicht mehr je­den Tag mit ihr zu­sam­men zu sein war für den Jun­gen nicht schön. Lau­ra, so hieß die jun­ge Da­me, kann­te er schon seit dem Kin­der­gar­ten. Sie war so alt wie er und wohn­te gar nicht weit ent­fernt. Da­nach wa­ren bei­de auf die Ge­samt­schu­le ge­wech­selt, die jetzt ge­schlos­sen wur­de.

Selbst­ver­ständ­lich be­such­te sie auch die­sel­be Grund­schu­le des Stadt­vier­tels und sie be­ka­men wei­te­re Jah­re ge­schenkt. Jetzt soll­ten sie aber al­le auf ei­ne an­de­re Ge­samt­schu­le wech­seln. Auch ein paar sei­ner Freun­de wech­sel­ten auf die­se Schu­le und Da­mi­en stand An­fang der Fe­ri­en noch vor der Ent­schei­dung, wel­che Bil­dungs­ein­rich­tung er denn aus dem schier gren­zen­lo­sen Fun­dus wäh­len soll­te. Letzt­end­lich ent­schied er sich, nicht zu­letzt we­gen Lau­ra, auch für die­se Ge­samt­schu­le.

Sei­ne Mut­ter war dar­über nicht ganz so be­geis­tert. Im­mer­hin war die Schu­le ein gan­zes Stück ent­fernt und um sie zu er­rei­chen brauch­te Da­mi­en ei­ne Bus­fahr­kar­te. Wäh­rend er sei­ne Som­mer­fe­ri­en größ­ten­teils im Frei­bad des Vier­tels ver­brach­te, muss­te sich sei­ne Mut­ter um den Rest küm­mern. Ka­tha­ri­na kauf­te ih­rem Sohn einen neu­en Schul­ran­zen samt Mäpp­chen und ei­ni­ge Hef­te. Scha­den konn­te es ja nicht schon ein biss­chen was zu Hau­se im Schrank zu ha­ben.

Heu­te war der ers­te Schul­tag und sie soll­te ih­ren ein­zi­gen Sohn zum ers­ten Tag be­glei­ten. Wie je­den Mor­gen war sie schon et­was län­ger wach und küm­mer­te sich um das Früh­stück. Sei­nen We­cker über­hör­te Da­mi­en noch et­was öf­ter. An man­chen Ta­gen igno­rier­te der jun­ge Mann das gräss­li­che Klin­geln auch ein­fach. Wer ging schon ger­ne je­den Mor­gen aus dem Haus, um sich in ei­nem großen Ge­bäu­de das, in sei­nen Au­gen un­nüt­ze Ge­re­de ei­ner Lehr­kraft an­zu­hö­ren.

In sei­nem Le­ben gab es deut­lich schö­ne­res, an­statt sich täg­lich ei­ni­ge Stun­den um die Ohren zu schla­gen und Nach­mit­tags dann auch noch in sei­nem Kin­der­zim­mer von Auf­ga­ben ver­folgt zu wer­den. Le­sen und Schrei­ben konn­te er ja schon. Rech­nen klapp­te auch oh­ne grö­ße­re Pro­ble­me und mehr brauch­te man ja auch nicht. Al­ler­dings hat­ten die Er­wach­se­nen sich einen per­fi­den Plan aus­ge­dacht. Da­mi­en soll­te noch mehr Un­sinn ler­nen, den er nicht brau­chen konn­te.

Wen in­ter­es­sier­te es schon wie ein Be­richt in ei­ner Zei­tung auf­ge­baut war oder wie vie­le Ge­dich­te es gab, die man ihn noch zwin­gen woll­te aus­wen­dig zu ler­nen. An­fangs kö­der­te man ihn noch mit der Aus­sicht auf ei­ne hö­he­re Schu­le. Dass ihn dann aber noch ein­mal neun Jah­re Schu­le er­war­ten wür­de, ver­schwieg man al­ler­dings. Ler­nen, um noch mehr zu ler­nen. Auf so ei­ne be­scheu­er­te Idee konn­ten auch nur Er­wach­se­ne kom­men.

Ihm er­klär­te man dann im­mer wie­der, dass je hö­her sei­ne Schul­bil­dung war, um­so mehr Geld konn­te er spä­ter bei der Ar­beit ver­die­nen. Das war na­tür­lich Un­sinn. Lio­nel Mes­si ver­dien­te je­des Jahr Mil­lio­nen auf dem Sport­platz. Der muss­te auch nicht vor ei­nem Tor­schuss ei­ne Ma­the­ma­ti­k­auf­ga­be lö­sen. Wo­zu soll­te er über­haupt Rech­nen kön­nen? In der heu­ti­gen Zeit mach­ten das klei­ne Ta­schen­rech­ner und Com­pu­ter schnel­ler und ge­nau­er. Selbst sein Han­dy konn­te das schon in ein paar Se­kun­den und ihn quäl­te man in der Schu­le mit Tex­t­auf­ga­ben.

Die­se Tex­t­auf­ga­ben in sei­nen Bü­chern wa­ren für Da­mi­en der letz­te Mist. Für ihn hör­te sich das un­ge­fähr so an: Bau­er Hein­rich hat einen Ap­fel­baum in sei­nem Gar­ten. Da­ran hän­gen 30 Ki­lo­gramm Oran­gen. Wie vie­le Bir­nen kann Bau­er Hein­rich bei Re­gen ern­ten?

In der gan­zen Stadt gab es kei­nen Bau­er Hein­rich, den Da­mi­en kann­te. Auch ei­ne Su­che im In­ter­net er­gab kei­nen Tref­fer für einen Bau­ern mit die­sem Na­men in sei­ner Hei­mat­stadt. Lau­ra hat­te auch schon ge­sagt, dass sie die­sem Bau­er Hein­rich ei­ne Schau­fel auf das Schien­bein wirft, wenn sie ihn fin­det. Da­mi­en fühl­te sich nicht wohl an die­sem Mor­gen. Schon das frü­he Auf­ste­hen nach den lan­gen Fe­ri­en ge­fiel ihm ganz und gar nicht.

Lang­sam schäl­te er sich aus dem war­men Bett und mach­te sich auf den Weg ins Ba­de­zim­mer. Sei­ne Mut­ter wer­kel­te im­mer noch in der Kü­che. Wie je­den Mor­gen roch es schon wie­der nach die­sem ekel­haf­ten Kaf­fee. Da­mi­en hat­te ei­nes Mor­gens mal einen Schluck aus der Tas­se sei­ner Mut­ter pro­biert. Die­ses Ge­bräu, was sie je­den Mor­gen zu­be­rei­te­te, konn­te man ei­gent­lich nicht trin­ken. Sein Ka­kao war ihm da viel lie­ber. So­gar Tee schmeck­te ihm deut­lich bes­ser.

Statt sei­nen Frei­zeit­ho­sen muss­te er an die­sem Mor­gen wie­der ei­ne kur­ze Jeans­ho­se an­zie­hen. Dann setz­te er sich an den Früh­stücks­tisch. Dort war­te­te schon ein Glas Oran­gen­saft und die Tas­se hei­ßen Ka­ka­os auf ihn. Da­miens Ma­gen quit­tier­te den ers­ten Schluck Oran­gen­saft mit ei­nem lau­ten Knur­ren. Sei­ne Mut­ter muss­te la­chen und reich­te ih­rem Sohn das Körb­chen mit den fri­schen Bröt­chen. Es war ziem­lich still am Tisch. Ka­tha­ri­na woll­te ih­ren Sohn nicht schon am frü­hen Mor­gen quä­len.

Das frü­he Auf­ste­hen tat ihm nicht gut und die Ge­dan­ken an die neue Schu­le freu­ten ihn auch nicht. Der ein­zi­ge schö­ne Ge­dan­ke an die­sem Mor­gen war, dass es nicht mehr lan­ge dau­er­te bis er wie­der mit Lau­ra Zeit ver­brin­gen konn­te. Auch sein Freund Ralf wür­de an die­ser Schu­le sei­ne nächs­ten Jah­re ver­brin­gen. Die­se bei­den kann­te er schon von Kin­des­bei­nen an. Sie wa­ren be­freun­det und hat­ten die letz­ten Wo­chen fast täg­lich mit­ein­an­der ver­bracht.

Nach dem Früh­stück räum­te Ka­tha­ri­na den Tisch ab, wäh­rend Da­mi­en die Schul­sa­chen in sei­nen neu­en Ran­zen stopf­te. Als sie fer­tig war, frisch­te sie ihr Ma­ke-up noch ein­mal auf, be­vor sie sich auf den Weg zur Bus­hal­te­stel­le mach­ten. Das wür­de in Zu­kunft Da­miens Schul­weg wer­den. Ka­tha­ri­na woll­te ihn je­den Mor­gen an die Hal­te­stel­le brin­gen, aber Da­mi­en hat­te strikt et­was da­ge­gen. Er war kein klei­nes Kind mehr und woll­te auch nicht mehr so be­han­delt wer­den.

Der Über­gang ins Er­wach­se­nen­al­ter ge­stal­te­te sich nicht nur für Da­mi­en schwie­rig. In sei­nem Kör­per er­wach­ten lang­sam die Hor­mo­ne, die sei­nen ge­sam­ten Or­ga­nis­mus durch­ein­an­der­brach­ten. Wenn das Te­stos­te­ron durch die Blut­bahn floss und sich der Kör­per lang­sam ver­än­der­te, ka­men auch die El­tern an ih­re Gren­zen. Die jun­gen Frau­en und Män­ner lehn­ten sich lang­sam auf und ver­such­ten ih­ren ei­ge­nen Kopf durch­zu­set­zen.

An die­sem Mor­gen al­ler­dings muss­te er...

Erscheint lt. Verlag 12.11.2022
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch Vorlesebücher / Märchen
Schlagworte Abenteuer • Lernen • Rätsel • Schatz • Schule • Spannung • Spaß
ISBN-10 3-7549-8386-5 / 3754983865
ISBN-13 978-3-7549-8386-7 / 9783754983867
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