the reset - Die Entdeckung der Realität (eBook)
228 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-28408-1 (ISBN)
Über mich: Mein Name ist Joy und ich bin Autorin. Ich wohne zusammen mir meiner wundervollen Familie, die aus zwei nicht ganz so intelligenten (dafür aber süssen) Katzen, meinem chaotischen Bruder und natürlich meinen lieben Eltern, besteht, in der Schweiz. Ich mache eine Ausbildung zur Kauffrau EFZ in einer Firma, die medizinische Verbrauchsgüter verkauft. Wie du wahrscheinlich auch, habe ich eine grosse Leidenschaft für Bücher. Ich habe früh gewusst, dass ich in meiner Zukunft liebend gerne mit Büchern arbeiten will - in der sechsten Klasse, um genau zu sein. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn Aufsätze angekündigt wurden und das tue ich immer noch. In der Oberstufe habe ich angefangen meinen ersten Roman «the reset» zu schreiben. Dieser Roman hat mir so viel gegeben, diese Welt zu erschaffen, war ein überwältigendes Projekt. Ich wünsche mir, dass dieses Buch auch andere Menschen ein Stück durch ihr Leben begleiten darf.
Über mich: Mein Name ist Joy und ich bin Autorin. Ich wohne zusammen mir meiner wundervollen Familie, die aus zwei nicht ganz so intelligenten (dafür aber süssen) Katzen, meinem chaotischen Bruder und natürlich meinen lieben Eltern, besteht, in der Schweiz. Ich mache eine Ausbildung zur Kauffrau EFZ in einer Firma, die medizinische Verbrauchsgüter verkauft. Wie du wahrscheinlich auch, habe ich eine grosse Leidenschaft für Bücher. Ich habe früh gewusst, dass ich in meiner Zukunft liebend gerne mit Büchern arbeiten will - in der sechsten Klasse, um genau zu sein. Ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn Aufsätze angekündigt wurden und das tue ich immer noch. In der Oberstufe habe ich angefangen meinen ersten Roman «the reset» zu schreiben. Dieser Roman hat mir so viel gegeben, diese Welt zu erschaffen, war ein überwältigendes Projekt. Ich wünsche mir, dass dieses Buch auch andere Menschen ein Stück durch ihr Leben begleiten darf.
Kapitel 2
Wie gewohnt komme ich die Treppe herunter. Mein Vater steht in der Küche und bereitet das Frühstück zu. Vater hat ein Café in der Stadt, das Einzige hier. Kochen ist seine wahre Leidenschaft. Ich glaube, es hat nicht einen Tag gegeben, an dem ich ihn ohne Kochschürze gesehen habe, selbst wenn er zu Hause kocht, trägt er immer eine Schürze. Wann immer er in der Küche steht, hat er ein Lächeln im Gesicht. Liza sagt, das Lächeln hätte ich definitiv von ihm. Der ausschlaggebende Unterschied zwischen dem Lächeln meiner Mutter und dem Lächeln meines Vaters ist simpel. Meine Mutter lacht normal, ihre strahlend weißen Zähne kommen zum Vorschein und ihre Mundwinkel zucken nach oben. Mein Vater dagegen lacht mit seiner gesamten Erscheinung. Er lacht aus dem tiefsten Inneren seiner Seele und steckt alle Anwesenden an. Wenn ich Leute anlächle, kann ich mit neunundneunzigprozentiger Sicherheit sagen, dass sie mir auch ein Lächeln schenken werden.
Meine Mutter ist eine bewundernswerte Frau, auch wenn sie schon zwei Kindern das Leben geschenkt hat, sieht sie aus, als ob sie einem Modemagazin entlaufen wäre. Selbst ihr Style ist todschick, sie trägt entweder enge Kleider in exotischen Farben und unterschiedlichem Schnitt oder eine enge Jeans und einen Blazer. Sie ist eine klassische Workaholic. Ihr wurde schon im Kindesalter eine erfolgreiche Karriere versprochen. Sie hat echt viel drauf. Sie ist dieses Jahr zum siebten Mal hintereinander zur schönsten Frau der Stadt gewählt worden; das ist eine Ehre für die gesamte Familie, sagen zumindest alle. Dieser Titel bedeutet sehr viel, sie ist die Bürgermeisterin. Alle großen Aufträge oder Probleme werden von ihr gelöst.
Meine Schwester ist genauso schön wie meine Mutter. Liza ist eines meiner größten Vorbilder. Sie sieht einer Gottheit zum Verwechseln ähnlich, sie ist aber nicht aufmüpfig oder eingebildet. Sie hat das Aussehen von Mutter und das Herz von Vater. Ich habe ganz simpel das Herz unseres Vaters bekommen. Versteht mich nicht falsch, ich finde das großartig, aber wie schon gesagt, das Aussehen spielt hier eine enorme Rolle. Liza ist Schulsprecherin an unserer Schule und sie ist mit Luke, dem beliebtesten, bestaussehenden und auch wohlhabendsten Jungen der Schule zusammen. Ich habe weder einen so guten Posten noch einen Freund. Ich möchte echt nicht unglücklich wirken, aber manchmal wünsche ich mir schon auch jemanden, dem ich blind vertrauen kann; jemanden, der mich immer versteht und mich bedingungslos liebt. Aber meiner beschränkten Erfahrung nach gibt es solche Menschen nicht und ich bezweifle ernsthaft, dass es bedingungslose Liebe gibt. Außerdem ist Liza der verantwortungsbewussteste und pflichtbewussteste Mensch, den ich kenne – sie erledigt alle ihre Aufgaben so, wie man es von ihr verlangt, liefert sie makellos ab und ist dazu auch noch super organisiert. Sie ist das exakte Ebenbild meiner Mutter, was die Arbeit angeht. Seit ich mich erinnern kann, hat sie nicht nur immer einen perfekt ausgeklügelten Plan, sondern auch mindestens einen Back-up-Plan. Eine weitere perfekte Eigenschaft meiner Schwester: Sie bricht nie irgendwelche Regeln. Hat sie noch nie. Ich weiß noch, als wir beide Kinder waren, wies sie mich zurecht, weil ich einem Jungen aus meiner Klasse einen Streich spielen wollte, weil er immerzu meine Freunde genervt hatte.
Seufzend setze ich mich an die Küchenfront und sehe meinem Vater beim Braten der Pancakes zu. Er lächelt mir freundlich zu. Ich drehe mich um, um Liza einen guten Morgen zu wünschen. Doch der Fernseher ist aus und die Couch, auf der Liza sonst immer liegt und Frühstücksfernsehn sieht, ist leer. Jetzt erst fällt mir auf, dass auch Mum nicht hier ist. Mum ist bestimmt noch oben im Bad. Aber wo ist Liza denn?
«Hast du gut geschlafen?», reißt Dad mich aus meinen Gedanken.
«Hm?», ich drehe mich ruckartig wieder zu ihm.
«Wie du geschlafen hast?»
«Aha, ähm», die Frage kommt mir so überraschend wie unpassend vor. «Gut, glaube ich. Das heißt, bis mich der Wecker aus dem Schlaf gerissen hat.» Ich grinse belustigt. «Da fällt mir ein, ich brauche einen neuen Wecker», gestehe ich schuldbewusst.
«Was? Schon wieder? Aber der war doch nigelnagelneu?», fragt er. «Was stellst du bloß mit diesen Dingern an?» Das ist eine berechtigte Frage, im vergangenen Jahr habe ich ganze sieben Wecker verschlissen. Ich reflektiere einige der Vorfälle. An einem Samstag habe ich den Wecker aus dem Fenster direkt in den Pool geschmissen, an einem Montag habe ich einen anderen Wecker am Kabel gehalten und ihn ein paar Mal gegen die Wand geklatscht. «Ich glaube, ich will das gar nicht wissen», Dad verzieht das Gesicht. Wir lachen beide laut los.
«Wo sind Mum und Liza?», frage ich, als wir uns wieder unserer Manieren besinnen.
«Ach, irgendwas ist bei Miss Fox passiert und unsere Bürgermeisterin und unsere Schulsprecherin haben alle Hände voll zu tun. Mum hat heute Morgen noch vor dem Weckruf einen Anruf gekriegt und ist ungeschminkt und bloß im Morgenmantel nach drüben gestürmt. Wahrscheinlich nichts Schlimmes, die gute alte Dame hat bestimmt nur mal wieder vergessen, den Herd auszuschalten.» Diese These ist berechtigt, denn das ist im vergangenen Monat schon zwei Mal geschehen.
«Nein. Das glaube ich nicht», flüstere ich tonlos und besinne mich auf meinen Traum. Just in diesem Augenblick geht die Haustür auf und Mum und Liza kommen herein. Sie sehen aus, als ob sie einen Geist gesehen haben. Ohne auch nur ein Sterbenswörtchen zu sagen, geschweige denn einen Mucks von sich zu geben, setzen sie sich gleichzeitig hin. Ich betrachte die bleichen Gesichter und die starren Blicke und mir wird sofort klar, dass mein Traum nicht bloß ein Traum war. Ich schlucke. Sofort eile ich zu Liza und nehme sie in den Arm. Einzelne Tränen rollen ihr übers Gesicht. Mum vergräbt ihr zartes Gesicht in den Händen. Ich weiß nicht, wie lange ich so dasitze und Liza schützend an mich drücke. Doch endlich, endlich, endlich spricht Dad die Worte aus, auf die ich, um ehrlich zu sein, schon die ganze Zeit gewartet habe:
«Was ist geschehen?», seine Stimme klingt geschockt und zitterig.
«Miss Fox ist tot. Sie muss nachts Besuch bekommen haben. Es gab einen Kampf und der Täter hat sie des Lebens beraubt. Die Spuren sind im ganzen Haus zu sehen.» Bei diesen Worten schluchzt Liza so sehr, dass ihr gesamter Körper von dem Ruck geschüttelt wird.
Oma kommt hinein. Seit einigen Monaten wohnt sie auch bei uns. Sie ist die weiseste Frau, die ich kenne. Sie kann Geschichten erzählen, wie es sonst keiner kann. Sie hat schneeweißes schulterlanges Haar und immer ein Lachen im Gesicht. Sie ist die Mutter meines Vaters. Er hat sein Lachen definitiv von ihr. Zu meiner Überraschung sieht sie überhaupt nicht erstaunt oder gar verwundert aus. Sie weiß, was geschehen ist. Manchmal – sehr oft – wenn ich ihr etwas erzähle, fühlt es sich so an, als ob sie es bereits wüsste. Es fühlt sich so an, als ob sie direkt durch meine Augen in meinen Kopf sehen könnte. Eins ist klar, keiner weiß so viel über Menschen, wie sie es tut. Sollte es so etwas wie Seelenverwandte geben, sind wir es sicher. Sie ist wie auch ich der Meinung, dass Regeln nur ein krampfhafter Versuch sind, die Kontrolle zu behalten, Musik die Stimme der Seele ist, Liebe eine Lüge der Bücher und des Fernsehers ist und die Kreativität aus den Köpfen der Menschen vertrieben wurde. Eigentlich machen die meisten Menschen so gut wie alles in ihrem Leben aus Verzweiflung.
«Okay, wir müssen etwas unternehmen. Liza, sobald du mit dem Frühstück fertig bist, wirst du verkünden, dass das Spiel heute Nachmittag regulär stattfinden wird. Ich werde ins Büro gehen und alle weiteren Schritte einleiten. Und du gehst in dein Café und alles wird wie gewohnt weitergehen. Wir werden keine Unruhe oder gar Panik dulden», erläutert Mum.
Keine halbe Stunde später sitzen Liza und ich vor dem Fernseher und sehen unsere geliebte Mutter, wie sie klar und deutlich erklärt, was geschehen ist und wie nun vorgegangen wird. «Wie ihr wohl alle wisst, ist heute Morgen etwas passiert, das wir nie für möglich gehalten hätten. Miss Fox ist tot in ihrem Haus aufgefunden worden. Es ist und bleibt vorerst unklar, ob dies ein Unfall oder eine beabsichtigte Tat war. Daher bitten wir jeden von euch, jetzt nicht in Panik zu geraten, auch wenn wir allen Grund dazu hätten. Unser Alltag soll wie gewohnt weitergehen.» Liza sieht wie gebannt auf den Bildschirm.
«Es waren blutverschmierte Handabdrücke an der Wand», murmelt Liza wie in Trance. Ihr Schock sitzt tief, soviel ist mir bewusst. Ich nehme sie schnell in den Arm.
«Ich weiß», sage ich leise.
«Eines weiß ich bestimmt. Es war ein schrecklicher und äußerst qualvoller Tod», flüstert sie. Abermals erinnere ich mich an meinen Traum und es läuft mir...
| Erscheint lt. Verlag | 15.9.2021 |
|---|---|
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch ► Jugendbücher ab 12 Jahre |
| Schlagworte | Abenteuer • Jugendbuch • Jugendroman • Reset • Roman |
| ISBN-10 | 3-347-28408-9 / 3347284089 |
| ISBN-13 | 978-3-347-28408-1 / 9783347284081 |
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