Café Andromeda
Campus (Verlag)
978-3-593-37071-2 (ISBN)
- Titel ist leider vergriffen;
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Sylvia Englert, geb. 1970, lebt in München und ist Autorin zahlreicher Sach- und Jugendbücher, die sie teilweise unter dem Pseudonym Katja Brandis veröffentlicht. Für ihr Buch Wörterwerkstatt wurde sie 2002 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Stefan Jäger, geb. 1962 forschte und lehrte nach seiner Physik-Promotion in Berlin und an der University of California in Santa Cruz. Heute arbeitet er in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung einer Biotechnologiefirma in Hamburg.
Es wäre wirklich ein Wunder, wenn dieses Ding endlich mal funktionieren würde, wie es soll, dachte Andy Zero erbittert. Wie konnte ich nur so was konstruieren?Mit seinen 24 Jahren war Andy der jüngste Captain der United-Galaxy-Alliance-Flotte, und er gab sich Mühe, seiner Rolle angemessen mit Würde aufzutreten. Nur war das nicht ganz leicht, wenn man kopfüber über der Außenhülle seines Schiffs hing und versuchte, etwas an einem Tachyonentriebwerk zu reparieren. Das Haar hing ihm über das Gesicht, er schwitzte, und sein Overall hatte eben einen neuen Fleck abbekommen. Zu allem Überfluss war ihm gerade auch noch der Magnetfeldschraubenzieher aus der Handgefallen und irgendwo in den Tiefen des Maschinenraums verschwunden."Na, mal wieder Problemchen mit Ihrer Mühle?"Andy erkannte die Stimme sofort. Professor Dillitzer! Andy fluchte innerlich und versuchte, sich aufzurichten und über den Rand des Rumpfes zu spähen. Johannes Dillitzer blickte mit einem schadenfrohen Lächeln zu ihm hoch. Wie immer war er makellos gekleidet, diesmal in einem anscheinend nagelneuen Anzug aus blauer arkturianischer Seide. Und wie immer sah er aus, als hätte er den Kopf eben erst in die Frisiermaschine gesteckt."Nicht mehr Probleme als Sie mit Ihrer", sagte Andy und versuchte, genauso hochmütig zu klingen. Was nicht besonders gut glückte. "Und, sind Sie schon weitergekommen? Sie wissen schon, mit der Formel?" Das saß. Mürrisch blickte Dillitzer ihn an.Andy und Dillitzer hassten sich schon seit Jahren heiß und innig. Dillitzer forschte mit seinem Team auf dem gleichen Gebiet, doch irgendwie schaffte er es im Gegensatz zu Andy immer, reichlich Gelder dafür bewilligt zu bekommen. Ständig war er im galaxy.wide.web zu sehen, wo er mit wichtigem Gesichtsausdruck über wissenschaftlichen Fortschritt referierte. Sein größtes Ziel bestand darin, die Weltformel zu finden. Doch in einem schwachen Moment ganz zu Anfang seiner Karriere, nach etlichen Gläsern synthetischen Whiskys, hatte er Andy gestanden, dass es ihm im Grunde gar nicht um die Erkenntnis ging. Sein Ziel war es, Wissenschaftsminister zu werden. Und es war klar, dass dieser zweitwichtigste Posten in der United Galaxy Alliance (UGA) demjenigen so gut wie gehörte, der die Weltformel fand.Andy war ein Tüftler. Für ihn war der Gedanke, womöglich zum Wissenschaftsminister ernannt zu werden, entsetzlich. Aber er wollte nicht, dass Dillitzer es wurde. Und die Suche nach der Weltformel faszinierte ihn, er saß während langer Raumflüge oft auf der Kommandobrücke und rechnete das Problem durch. Aber auch er war in letzter Zeit nicht wirklich weitergekommen, und so hatte er sich auf die Weiterentwicklung des Photonentunnels konzentriert. VieleJahre lang war dieser Tunnel nur zur schnellen Übermittlung von Nachrichten benutzt worden, doch Andy hatte sich vor kurzem eine Methode patentieren lassen, wie man damit auch durch Zeit und Raum reisen konnte. Sicher und bequem funktionierte das noch nicht, der neue Tunnel befand sich noch nicht einmal in der Beta-Test-Phase. Aber das hatte Dillitzer nicht daran gehindert, ihn prompt auch in sein Schiff einbauen zu lassen, als er von dem Patent erfahren hatte."Warum lassen Sie Ihre Kiste nicht mal verschrotten?", fragte Dillitzer. "Sie ist doch sowieso längst veraltet."Meinte der etwa die Magellanus? Beleidigt legte Andy eine Hand auf den geschwungenen Rumpf seines Schiffes. Er allein hatte das Recht, über sie zu meckern. Gut, sie war nur ein Prototyp, die Experimentalversion eines Schiffs, das vielleicht später einmal in Serie gefertigt werden würde. Und nach zahllosen Reparaturen und Konstruktionsänderungen sah sie ziemlich zusammengestückelt aus. Aber er hatte sie selbst mit entwickelt. Vor einem Jahr hatte sich die Flotte entschieden, ihm die Magellanus zur freien Verfügung zu stellen, damit er sieüber einen längeren Zeitraum testen konnte."Längst veraltet? Was meinen Sie damit? Sie ist das Neueste und Schnellste, was es gibt!
| Illustrationen | Friedhelm M Leistner |
|---|---|
| Zusatzinfo | zahlr. Ill. |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Gewicht | 629 g |
| Einbandart | Halbleinen |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch ► Sachbücher ► Naturwissenschaft / Technik |
| Schlagworte | Einstein, Albert • Heisenberg • Jugendbuch • Naturwissenschaft • Newton, Isaac • Physik; Kindersachbuch/Jugendsachbuch |
| ISBN-10 | 3-593-37071-9 / 3593370719 |
| ISBN-13 | 978-3-593-37071-2 / 9783593370712 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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