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Hörqualität bei hörgeschädigten Grundschülern an allgemeinen Schulen.

Erfassung der subjektiven Hörqualität bei hörgeschädigten Grundschülern an allgemeinen Schulen: Entwicklung und Erprobung eines bildgestützten Fragebogens.

(Autor)

Buch | Softcover
5 Seiten
2017
Median-Verlag von Killisch-Horn GmbH
978-3-941146-68-6 (ISBN)
CHF 44,75 inkl. MwSt
Im Zuge von Inklusion werden künftig vermehrt hörgeschädigte Kinder und Jugendliche mit sehr unterschiedlichen Hörbedürfnissen allgemeine Schulen besuchen. Sie sind dort in hohem Maße auf gute Hörbedingungen angewiesen. Im angloamerikanischen Raum gibt es seit vielen Jahren Fragebögen, welche die Möglichkeit bieten, Hörqualität subjektiv zu beurteilen und herausfordernde Hörsituationen zu erkennen.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde aus verschiedenen englischsprachigen Inventaren der Fragebogen zur „Einschätzung der Hörsituation im Alltag von Kindern“ (E-HAK) entwickelt und an 30 hörgeschädigten Dritt- bzw. Viertklässlern, die allgemeine Schulen besuchten, im Rahmen einer Pilotstudie erprobt und validiert. Dazu wurden Zusammenhänge zwischen audiologischen Daten, subjektiv erlebter Hörqualität, kommunikativer Partizipation im Unterricht und Schulerfolg untersucht. Es zeigte sich, dass Hörqualität bedeutsam für das Partizipationserleben im Unterricht ist und indirekt auf schulische Leistungen wirkt.
Darüber hinaus können mit dem E-HAK Reflexionsprozesse im Hinblick auf die Beurteilung der Hörsituation angestoßen werden, die weitere pädagogische Maßnahmen begründen können.
Das Buch vermittelt einen vertieften Einblick in die subjektive Beurteilung von Hörqualität in der Schule und stellt einen wichtigen Baustein im Rahmen angewandter Pädagogischer Audiologie dar.

Barbara Bogner schloss 1990 ihr Studium der Sprachbehindertenpädagogik, Psychologie und Musikpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab (Magister Artium und Staatsexamen). Von 1992 – 2002 arbeitete sie im Bereich Pädagogische Audiologie und Sprachtherapie am Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte in Nürnberg. Seit Oktober 2002 ist sie Hochschullehrerin (Akademische Oberrätin) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Fach Hörgeschädigtenpädagogik. Die vorliegende Dissertation wurde im Oktober 2016 eingereicht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Pädagogische Audiologie und Hörtechnik im Kontext von Inklusion. Schwerpunkte ihrer Lehre sind pädagogisch-audiologische Diagnostik und technische Hörhilfen sowie didaktische Fragen der Hörgeschädigtenpädagogik (z. B. Unterrichtsplanung, Berufliche Bildung, E-Learning). Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zu pädagogisch-audiologischen Themen und des Lehrbuchs „Hörtechnik für Kinder mit Hörschädigung – Ein Beitrag zur Pädagogischen Audiologie“. Sie ist Referentin auf nationalen und internationalen Tagungen des eigenen Fachs und benachbarter Fachdisziplinen. Seit 2007 ist sie Beauftragte für die Belange von Studierenden mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Außerdem ist sie Mitglied des Redaktionsgremiums der Fachzeitschrift HörgeschädigtenPädagogik (Median Verlag, Heidelberg), verschiedener Fachgesellschaften (American Auditory Society, BDH, dfgs, DGA) und des Bundesarbeitskreises Pädagogische Audiologie des BDH.

Danksagung
Zusammenfassung
1Einleitung
2Hören und Hörqualität
2.1Anthropologie des Hörens
2.2Hören in der Schule
2.2.1Bedeutung von Hören und Zuhören im Unterricht
2.2.1.2Schüler mit Hörschädigung
2.2.2Hörraum Klassenzimmer
2.2.2.1Akustische Situation im Klassenzimmer
2.2.2.2Auswirkungen von Lärm auf Sprache und Kognition
2.2.2.3Auswirkungen von Lärm auf Wohlbefinden
2.3Hörqualität
2.3.1Begriffsklärung Qualität – Hörqualität
2.3.2Qualitätsstandards »Hören in Räumen«
2.4Ermittlung von Hörqualität
2.4.1Objektive Maße
2.4.1.1Verifikation durch Messtechnik
2.4.1.2Validierung durch Performanzmessungen
2.4.2Subjektive Maße
2.4.2.1Validierung durch Frageninventare bei Erwachsenen
2.4.2.2Validierung durch Frageninventare bei Kindern
3Kinder mit Hörschädigung in der allgemeinen Schule
3.1Beschreibung des Personenkreises
3.1.1Medizinische Sichtweise
3.1.1.1Formen kindlicher Hörstörungen
3.1.1.2Schweregrad der Hörstörung
3.1.1.3Exkurs: Einseitige Hörstörung
3.1.2Pädagogische Sichtweise
3.1.3Bio-psycho-soziales Modell der ICF
3.2Technische Hilfen
3.2.1Individualtechnik: Hörgeräte und CI
3.2.2Möglichkeiten und Grenzen der Individualtechnik
3.2.3Zusatztechnik in der Schule
3.3Herausforderungen der Inklusion
3.3.1Hörsituation im Klassenzimmer
3.3.2Schulischer Bildungserfolg
3.3.3Partizipation
4Theoretische Begründung der Studie
5Methodisches Vorgehen
5.1Stichprobe
5.2Erhebungsinstrumente
5.2.1Beurteilung der Hörsituation – Entwicklung des E-HAK
5.2.1.1Fragebogen zur Einschätzung der Hörsituation im Alltag
von Kindern (Schülerversion) E-HAK-S
5.2.1.2Fragebogen zu Einschätzung der Hörsituation im Alltag
von Kindern (Lehrerversion) E-HAK-L
5.2.2Classroom Participation Questionnaire (CPQ)
5.2.3Schüleräußerungen zur Beurteilung der Hörsituation
5.2.3.1Protokollbogen zum E-HAK-S
5.2.3.2Leitfadengestütztes Interview
5.2.4Gewinnung von Informationen zu soziodemographischen
Merkmalen, Hörtechnik, externen Faktoren und Bildung
von Indizes
5.3Durchführung
5.4Statistische Analysen
5.4.1Quantitative Analysen
5.4.2Qualitative Analysen
6Ergebnisse
6.1Validierung des E-HAK
6.1.1Zuverlässigkeit der Messung mit dem E-HAK
6.1.2Erfassen von Hörqualität mit dem E-HAK
6.1.3Vergleich der Hörqualität mit und ohne
Hörübertragungsanlage
6.1.4Beurteilung der Hörqualität im Zusammenhang mit dem
Ausmaß des Hörverlusts
6.1.5Beurteilung der Hörqualität aus Schüler- und
Lehrerperspektive
6.2Zusammenhänge zwischen Hörqualität, Partizipation
und Schulerfolg
6.2.1Subjektiv erlebte Partizipation im Unterricht
6.2.2Zusammenhänge zwischen Hörqualität,
Partizipationserleben und schulischen Leistungen
6.2.3Strukturgleichungsmodell
6.3Zusammenhänge zwischen personalen, technischen
und externen Faktoren und Beurteilung der Hörqualität
6.3.1Zusammenhang zwischen Hörqualität und
audiologischen Daten
6.3.2Zusammenhang zwischen Hörqualität und dem
Index »Personale Merkmale«
6.3.3Zusammenhang zwischen Hörqualität und dem
Index »Technik«
6.3.4Zusammenhang zwischen Hörqualität und dem
Index »Externe Faktoren«
6.4Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
6.4.1Entwicklung des Kategoriensystems
6.4.2Ergebnisse aus den Interviews
6.4.2.1Kategorie 1: Die Hörumgebung
6.4.2.2Kategorie 2: Die Person, die spricht
6.4.2.3Kategorie 3: Die Technik
6.4.2.4Kategorie 4: Wünsche
6.4.2.5Kategorie 5: Strategien
6.4.3Ergebnisse aus dem Protokollbogen zum E-HAK-S
6.4.4Hörfähigkeit und Beurteilung der Hörsituation
6.4.5Kommentare der Klassenlehrer
7Diskussion
7.1Qualität des E-HAK
7.2Korrelate des E-HAK
7.2.1Hörqualität und Partizipationserleben
7.2.2Hörqualität und Schulerfolg
7.2.3Erweitertes Modell
7.2.4Hörqualität, personale, technische und externe Faktoren
7.2.5Qualitative Daten
7.3Methodenkritik
8Empfehlungen für die pädagogische Arbeit
9Literaturverzeichnis
10Abbildungsverzeichnis
11Tabellenverzeichnis
12Anhang
12.1E-HAK-S
12.2E-HAK-L
12.3CPQ-D
12.4Leitfaden für das Gespräch vor der Befragung
12.5Protokollbogen zur Durchführung des E-HAK-S
12.6Protokollbogen zur Durchführung des CPQ-D
12.7Leitfaden für das Abschlussgespräch/Interview
12.8Transkriptionsregeln
12.9Schreiben an die Eltern
12.10Schreiben an die Schulen
12.11Bildung von Indizes – Häufigkeiten
13Die Autorin

Zusammenfassung Gutes Hören ist eine Schlüsselqualifikation für schulischen Erfolg und wesentlich für das Partizipationserleben im Unterricht. Zur Beurteilung der Hörqualität wurde der Fragebogen zur „Einschätzung der Hörsituation im Alltag von Kindern“ (E-HAK) entwickelt und bei 30 hörgeschädigten Dritt- bzw. Viertklässlern, die allgemeine Schulen besuchten, erprobt und validiert. Hörgeschädigte Schüler (E-HAK-S) und ihre Lehrer (E-HAK-L) sollten das Hörverstehen in verschiedenen unterrichtsrelevanten Situationen subjektiv einschätzen. Zusammenhänge zwischen audiologischen Daten, subjektiv erlebter Hörqualität, kommunikativer Partizipation im Kontext Schule und Schulerfolg wurden untersucht. Die Zuverlässigkeit der Messung mit dem E-HAK-S und E-HAK-L ist gegeben. Die zwölf Items bilden typische schulische Hörsituationen ab, der Einfluss des Grads der Hörschädigung und der Nutzen von drahtlosen Hörübertragungsanlagen spiegeln sich wider, ebenso Zusammenhänge zwischen Hörqualität, Partizipation und schulischen Leistungen. Hörqualität scheint indirekt über das Partizipationserleben auf schulische Leistungen zu wirken. Mit dem E-HAK können Reflexionsprozesse in Bezug auf die Beurteilung der Hörsituation angestoßen werden. Im Zuge von Inklusion werden in den nächsten Jahren vermehrt hörgeschädigte Kinder die allgemeine Schule besuchen, so dass die Ermittlung von Hörqualität für diese Zielgruppe besonders bedeutsam ist.

Erscheinungsdatum
Verlagsort Heidelberg
Sprache deutsch
Maße 170 x 270 mm
Gewicht 502 g
Einbandart geklebt
Themenwelt Kinder- / Jugendbuch
Sozialwissenschaften Pädagogik Sonder-, Heil- und Förderpädagogik
Schlagworte Audiologie • Classroom Participation Querstionnaire • E-HAK • Fragebogen • Grundschüler • Hörfähigkeit • Hörminderung • Hörqualität • Hörschädigung • Hörsituationen • Inklusion • Klassenzimmer • Pädagogische Audiologie • Schwerhörigkeit
ISBN-10 3-941146-68-8 / 3941146688
ISBN-13 978-3-941146-68-6 / 9783941146686
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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