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Solo für Girl Online (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2016
262 Seiten
cbj (Verlag)
978-3-641-20764-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Solo für Girl Online - Zoe Sugg
Systemvoraussetzungen
8,99 inkl. MwSt
(CHF 8,75)
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Nach einer ziemlich schwierigen Zeit auf Tour mit ihrem Rockstar Noah weiß Penny eines sehr genau: Sie will ihre eigenen Wege gehen. Noah ist einfach abgetaucht, und niemand weiß, wo er sich aufhält. Auch Penny nicht. Seit Wochen hat sie nichts von ihm gehört. Für sie wird es Zeit, wieder in ihr normales Leben zurückzufinden. Doch sie igelt sich ein. Da kommt eine Einladung nach London gerade recht: Megan hat dort an einer berühmten Schauspielschule angefangen und stellt Penny ihren Freundinnen vor. Der schüchternen Posey Tipps gegen Lampenfieber zu geben, ist für Penny eine willkommene Ablenkung. Aber ist auch der bezaubernde Callum aus Schottland die richtige Art von Ablenkung? Und hat Penny wirklich mit Noah abgeschlossen, wenn die Erinnerung an ihn sie an jeder Ecke einholt?



Zoe Sugg begann ihre Karriere 2009 in den Social Media und eroberte die Onlinewelt im Sturm. Auf ihren Kanälen bei Instagram und YouTube hat sie es auf 25 Millionen Follower gebracht und nutzt ihre Plattform regelmäßig, um wichtige Themen wie psychische Gesundheit und Cybermobbing zu diskutieren. Inzwischen hat sie einen Buchclub gegründet. Zoes erster Roman 'Girl Online' schaffte es auf Anhieb auf die New-York-Times-Bestseller-Liste, die 'Girl Online'-Bücher sind weltweit ein großer Erfolg.

Kapitel 1

Kaum habe ich den Blogpost fertig geschrieben, schiebe ich Elliot meinen Laptop hin. »Denkst du, das reicht?«

Sein Blick wandert über das Display, und ich beschäftige mich inzwischen mit dem Nagel an meinem kleinen Finger.

»Ich finde, es sieht gut aus«, sagt er nach ein paar quälenden Sekunden.

Nachdem ich seine Bestätigung habe, schnappe ich mir meinen Laptop wieder und klicke auf Veröffentlichen, bevor ich es mir noch mal anders überlegen kann. Sofort habe ich das Gefühl, eine Last würde von meinen Schultern verschwinden. Jetzt ist es getan. Ich kann die Worte nicht zurücknehmen. Mein »Statement« ist offiziell da draußen, obwohl es eigentlich albern ist, dass ich überhaupt ein Statement abgeben muss. Meine Wangen werden heiß, als mir bewusst wird, wie wütend diese Situation mich macht …

Elliot hüstelt – ziemlich laut – und unterbricht damit meinen Gedankenfluss. Er hat seinen Mund seitlich verzogen. Bei diesem Anblick wird mir sofort mulmig, denn ich weiß, dass er sich über irgendetwas Sorgen macht. »Hast du wirklich seit Mitte August nichts mehr von Noah gehört?«

Ich zucke mit den Schultern. »Nö.«

»Das kann ich gar nicht glauben. Brooklyn Boy enttäuscht uns.«

Ich zucke noch mal mit den Schultern. Das ist so ungefähr die einzige Geste, zu der ich in der Lage bin. Wenn ich zu lange darüber nachdenke, kommen all die Gefühle wieder hoch. Und es hat mich genug Mühe gekostet, sie zu verbergen.

»Alles, was ich habe, ist diese eine SMS.« Ich hole mein Handy hervor und öffne die Nachricht. »Siehst du?«

Sorry, Penny. Es ist alles ein bisschen viel geworden. Ich steige aus der Tour aus und nehm mir eine Auszeit. Melde mich bald Nx

Ich weiß nicht, wie Noah »bald« definiert, aber das ist jetzt schon über einen Monat her, und ich habe keinen Mucks von ihm gehört. Dabei habe ich ihm mehrere SMS, Direct Messages über Twitter und E-Mails geschickt und nie eine Antwort bekommen. Weil ich nicht wie die verzweifelte Exfreundin wirken wollte, die ihm nachspioniert, habe ich vor Kurzem damit aufgehört. Aber es zieht sich immer noch alles in mir zusammen, wenn ich nur daran denke, dass er überhaupt nicht reagiert hat.

»Tja, du hast das Richtige getan, indem du deine Story veröffentlicht hast, damit die Leute dich endlich in Ruhe lassen. Wer braucht schon so ein Drama, was?«

»Genau.« Ich gehe ans Fußende meines Betts und schnappe mir die Haarbürste vom Schreibtisch. Mein Blick wandert über die Selfies am Spiegel, während ich meine von der Sommersonne ein bisschen aufgehellten rotblonden Haare bürste. Da gibt es Bilder von mir mit Leah Brown, mit Elliot und Alex, und sogar eins mit Megan. Die meisten sind jedoch halb verdeckt von Lieblingsfotos, die ich aus Zeitschriften ausgeschnitten habe – als Anregungen für meine eigene Mappe. Außerdem hängt da der Zeitplan für meine Abiturvorbereitung. Sorgsam habe ich darin Unterstreichungen vorgenommen und mit verschiedenen Farben markiert, um genau zu wissen, was ich tun muss. Mum hat schon gescherzt, dass ich mehr Zeit mit Farbstiften als mit Lernen verbringe, aber es hilft mir eben, weil es mir ein Gefühl von Kontrolle gibt. Auf alles andere in meinem Leben habe ich anscheinend sowieso keinen Einfluss – nicht auf Noah und auch nicht auf meine Karriere als Fotografin, nicht mal auf meine Freunde … Alle bereiten sich schon auf das Leben nach diesem Schuljahr vor. Obwohl ich mit meinem Praktikum bei François-Pierre Nouveau – einem der angesagtesten Fotografen weltweit – einen Riesenvorsprung habe, kommt es mir vor, als würde ich stillstehen, während alle um mich herum rennen. Wie soll ich danach weitermachen?

»Denkst du, er hat jemand anderen kennengelernt?« Elliot schaut mich über den Rand seiner Brille mit einem Ausdruck an, den ich nur zu gut kenne. Das wird Penny gar nicht gefallen, sagt dieser Ausdruck, mit dem er mich hin und wieder überrascht.

»Elliot!« Ich werfe die Bürste nach ihm, der er mühelos ausweicht. Sie knallt gegen die Wand und landet dann auf einem Haufen Wäsche.

»Was denn? Er ist Single, du bist Single. Es wird langsam Zeit, dass du mal wieder rausgehst, Pen. Im Leben gibt es noch mehr als nur Brooklyn.« Dann zwinkert er mir so übertrieben zu, wie es seine Art ist, und ich verdrehe die Augen.

Wenn es irgendetwas gibt, das mich noch mehr aufregt als Noahs Schweigen, dann ist es die Vorstellung, dass er jemand anderen hat.

Weil ich dringend das Thema wechseln muss, frage ich Elliot: »Wie geht es eigentlich Alex?«

Elliot hebt die Hände zur Decke. »Perfekt, wie immer.«

Ich grinse. »Ihr beiden seid einfach zu süß. Fast könnte einem davon schlecht werden.«

»Hab ich dir schon erzählt, dass er das mit dem Vintage-Shop nicht mehr macht? Er arbeitet jetzt in einem Restaurant.« Elliot strahlt vor Stolz. »Ich kann’s gar nicht erwarten, mit der Schule fertig zu sein, damit wir zusammenziehen können. Ich meine, ich verbringe ja sowieso den Großteil meines Lebens in seiner Wohnung. Wenn ich nicht gerade hier bin, versteht sich.«

Er lächelt, aber dieses Lächeln erreicht seine Augen nicht. Da beuge ich mich vor und ergreife seine Hand. »Deine Eltern werden sich schon damit abfinden …« Seit Wochen wird bei den Wentworths zu Hause ununterbrochen gestritten. Manchmal hören wir das Geschrei durch die dünne Wand meines Zimmers im Dachgeschoss. Solche Abende sind ein bisschen peinlich.

Jetzt ist er mit Schulterzucken dran. »Meiner Ansicht nach sollten sie sich endlich selbst aus ihrem Elend befreien. Wir wären alle besser dran, wenn sie sich einvernehmlich trennen würden.«

»Penny!«, höre ich meine Mum durchs Treppenhaus herauf rufen.

Ich schaue auf meinem Handy nach der Uhrzeit. »Oh, Mist! Los, Elliot – wir kommen zu spät! Ich kann doch meine erste Stunde nicht verpassen.« Also springe ich vom Bett auf und beginne, Bücher in meine Tasche zu werfen. Schnell kontrolliere ich noch mein Gesicht im Spiegel, und erst da fällt mir auf, dass ich nur die Hälfte meiner Haare gebürstet hatte, bevor ich die Bürste nach Elliot geworfen habe. Vom Tisch schnappe ich mir ein Haargummi und drehe die Haare – zerzaust oder nicht – zu einem hohen Knoten zusammen. Das muss reichen.

Elliots Fähigkeit, eine dunkle Wolke in einen Sonnenstrahl zu verwandeln, erstaunt mich schon immer. Auch als ich mich jetzt wieder zu ihm umdrehe, ist er munter und gesprächig. Grinsend hakt er sich bei mir unter. »Wettrennen um ein Schokocroissant?«

»Ich nehm’ dich beim Wort.«

Lachend nehmen wir immer zwei Stufen auf einmal und stoßen dabei mehrmals zusammen.

»Was habt ihr zwei Verrückten denn vor?«, spottet Mum, als wir die letzte Stufe runterspringen und uns jeder ein warmes Schokocroissant aus ihrer ausgestreckten Hand schnappen. »Vergiss nicht, heute Abend um sieben zu Hause zu sein. Wegen Toms Geburtstag.«

»Kein Problem!«, sage ich schon halb zur Tür hinaus und weiß, dass ich Schokolade an Stellen habe, wo sie an einer ordentlichen Sechzehnjährigen nicht sein sollte. Natürlich würde ich den Geburtstag meines großen Bruders nie vergessen, aber ich weiß, warum Mum mich daran erinnert. Ich habe mir nämlich angewöhnt, nach der Schule mit Elliot durch Brighton zu streifen und Fotos von ihm für meine Mappe zu machen. Er ist quasi das perfekte Model für mich: so superselbstbewusst, dass es ihm nie etwas ausmacht, mitten auf der Straße für mich zu posieren, selbst wenn Leute vorbeigehen. »Vielleicht sollte ich einen Blog starten«, meinte er irgendwann zu mir. »Dann könnte ich darin all diese Fotos präsentieren! Sogar die, die dir nicht gefallen, sind großartig.«

»Das solltest du«, hatte ich geantwortet. »Es wäre auch toll für deine Modeaktivitäten.«

»Ich denke mal drüber nach«, war seine Reaktion, aber er hat die Sache bis jetzt nicht angepackt. Deshalb vermute ich, dass Elliot die Idee, einen Blog zu haben, mehr anspricht als die Vorstellung von der ganzen damit verbundenen Arbeit. Immer verdreht er die Augen, wenn er mich schon wieder am Laptop sieht. Aber er weiß auch, dass genau das nötig ist, um einen Blog zu pflegen. Nach meiner langen Sendepause im letzten Jahr bin ich jetzt entschlossener denn je, einen Erfolg daraus zu machen.

Draußen bringt mir die kühle Luft in Erinnerung, dass es schon Herbst ist, auch wenn wir erst September haben. Diese Zeit des Jahres mag ich am allerliebsten: Das Laub der Bäume beginnt sich nach den Strapazen des Sommers zu verfärben und zu welken und die Sonne scheint ohne den Dunst der Sommerhitze klarer. Alles wirkt einfach eine Spur strahlender und frischer – ein sauberer Neuanfang fürs neue Schuljahr. Genau das brauche ich jetzt.

Ich schmiege mich enger an Elliot und hake mich bei ihm unter. »Unsere Foto-Session müssen wir heute Abend abkürzen«, sage ich. »Das einzig Bedauerliche daran, dass Alex im Secondhandladen aufhört, ist, dass wir dann keine witzigen Kostüme mehr ausleihen können!«

Ich erinnere mich an mein Lieblingsfoto von Elliot: Darauf trägt er seine normalen Klamotten (Skinny-Jeans, weinrotes T-Shirt und eine Strickjacke aus grober Wolle) und dazu einen Piratenhut mit riesiger Feder. Außerdem balanciert er mit einem Bein auf einem umgedrehten Eimer, den wir am Felsenstrand gefunden hatten. Er sieht darauf aus wie der Piratenkönig von Brighton. Allerdings ein Pirat mit echt gutem Modegeschmack.

»Dann müssen wir uns wohl wieder an den Fundus deiner Mutter halten«, sagt Elliot mit einem dramatischen Seufzer....

Erscheint lt. Verlag 28.11.2016
Reihe/Serie Die Girl Online-Reihe
Die Girl Online-Reihe
Übersetzer Henriette Zeltner-Shane
Verlagsort München
Sprache deutsch
Original-Titel Girl online #3
Themenwelt Literatur
Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte ab 12 • Blog & Blogger • Brighton • Dein-Spiegel-Bestseller-Autorin • eBooks • Halloween • Jugendbuch • Jugendbücher • Lampenfieber • Liebeskomödie • London • New-York-Times-Bestsellerautorin • Panikattacken • Rockstar • Schauspielschule • Schottland • Selbstwert • Serien • Vlogger • Young Adult • youtube • Youtube-Star • Zoella
ISBN-10 3-641-20764-9 / 3641207649
ISBN-13 978-3-641-20764-9 / 9783641207649
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