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13 Weihnachtstrolle machen Ärger (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2016 | 1. Aufl. 2016
272 Seiten
Baumhaus (Verlag)
978-3-7325-3296-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

13 Weihnachtstrolle machen Ärger - Sabine Städing
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Ein Weihnachtsabenteuer von Sabine Städing, der Autorin der Bücher rund um Petronella Apfelmus.

Jonas und seine kleine Schwester Mila hätten nie gedacht, dass sie einmal ein richtiges Weihnachtsabenteuer erleben. Doch genau das geschieht, als sie eines Abends Geräusche aus dem Adventskalenderhören und neugierig hinter das größte Türchen gucken. Schwupps - landen sie im Weihnachtsdorf, wo sie nicht nur die Weihnachtsmann-WG kennenlernen, sondern auch den grimmigen Knecht Ruprecht und jede Menge weiterer weihnachtlicher Figuren treffen.

Seit Väterchen Frost verschwunden ist, ist die Stimmung im Dorf gedrückt. Wer soll sich jetzt um die kranken Rentiere kümmern? Alle sind in großer Sorge, denn Weihnachten darf nicht ausfallen!

Und so beginnt ein aufregendes Abenteuer, in dem Jonas und Mila in die Fänge dreizehn fieser Trolle geraten, dabei mithelfen, Väterchen Frost zu befreien und so dafür sorgen, dass das Weihnachtsfest doch noch stattfinden kann.

Das Haus im Wald


Das Licht kam wirklich von einem kleinen Haus. Umgeben von hohen Tannen stand es auf einer Lichtung und sah so einladend und freundlich aus, dass Mila am liebsten sofort an die Tür geklopft hätte. Doch Jonas hielt sie zurück. Er wollte lieber erst einen Blick durch das Fenster werfen. – Und das war ein guter Gedanke.

In dem Haus saß ein großer, zottiger Mann. Er war in Felle gekleidet und band vor dem Feuer blattlose Zweige zu Ruten. Ab und zu drehte er ein Hähnchen am Spieß und fluchte, wenn ihm eine Rute nicht gelingen wollte.

Unbehaglich sahen sich die Kinder an. Der Mann sah bedrohlich aus, aber das waren der Schnee und die Kälte auch.

Jonas wollte trotz allem gerade an die Tür klopfen, als er hinter sich ein leises Niesen hörte. Überrascht drehte er sich um und traute seinen Augen nicht. Unter einer der Tannen stand ein kleiner Kerl, der aussah wie ein waschechter Lebkuchenmann. Er war zwar etwas größer und kräftiger als seine Kollegen im Supermarkt. Ansonsten war er ihnen jedoch wie aus dem Gesicht geschnitten. Die Farbe, der Zuckerguss, alles an ihm stimmte.

»Nicht anklopfen …«, rief er leise, und seine Stimme klang trocken wie altes Brot.

Mila war wie hypnotisiert. Vergessen waren die Kälte und der Wolf. Sie näherte sich langsam der Tanne und ging in die Hocke.

»Wer bist du?«, fragte sie freundlich.

»Ich bin ein Lebkuchenmann!«, sagte das Männchen, und ein paar Krümel fielen aus seinem Mund.

Mila war begeistert. »Komm schnell!«, rief sie und winkte Jonas heran. »Hier ist ein echter Lebkuchenmann, und er kann sprechen!«

»Pssst!«, machte der Lebkuchenmann und versteckte sich ängstlich zwischen den Zweigen, als nun auch Jonas herankam.

»Nicht anklopfen, oder er kommt euch holen«, wisperte er aufgeregt.

»Wer?«, fragte Jonas erschrocken.

Der Lebkuchenmann sah ihn ungläubig an. »Ihr wisst nicht, wer dort wohnt?«

Mila und Jonas schüttelten die Köpfe.

»In dieser alten Hütte wohnt Knecht Ruprecht, der Kinderschreck! Ihr habt doch hoffentlich schon mal von ihm gehört?«

Mila und Jonas nickten.

»Er tut nichts lieber, als unartige, vorwitzige Kinder zu schnappen und sie zu verdreschen. Und vorwitzig seid ihr ja wohl, sonst wärt ihr nicht hier«, stellte der Lebkuchenmann fest.

Natürlich, es passte alles zusammen. Der zottige Bart, die Fellkleidung und die Rutensträuße, die der Mann vor sich hingrummelnd vor dem Feuer band.

»Aber was sollen wir denn machen?«, fragte Jonas bedrückt. »Wenn wir hier draußen bleiben, werden wir erfrieren oder von einem Wolf gefressen.«

»Ich nehme euch mit in unser Dorf«, sagte der Lebkuchenmann.

»Es gibt ein Dorf, in dem lauter Lebkuchenmännchen wohnen?«, staunte Mila.

»Lebkuchenmänner, -frauen und -kinder!«, antwortete der Lebkuchenmann streng. »Aber das werdet ihr selber sehen. Und jetzt kommt, bevor ich hier festfriere.«

Mila und Jonas sahen sich an. Sie waren zwar müde und erschöpft, trotzdem wollten sie lieber in einem Lebkuchendorf übernachten als bei dem unheimlichen Mann dort drinnen. Sie wollten sich gerade auf den Weg machen, als hinter ihnen ein schreckliches Knurren ertönte. Der Wolf, der ihnen gefolgt war, stürmte mit großen Sprüngen auf die Lichtung.

»Ojeojeoje!«, jammerte der Lebkuchenmann. Er formte einen Schneeball, zielte und warf ihn dem Wolf direkt ins offene Maul. Der blieb verdutzt stehen, spuckte den Schneeball angewidert aus und sträubte sein graues Fell.

»Ojeojeoje! Ich brauche mehr Schneebälle …! Schnell … schnell … schnell!«, rief der Lebkuchenmann.

Jonas und Mila reagierten sofort. Doch noch bevor sie auch nur einen Schneeball geformt hatten, wurde die Tür der Hütte aufgerissen, und Knecht Ruprecht sprang heraus. »Was ist hier los?!«, brüllte er. Er grollte genauso tief wie der Wolf. »Wer wagt es, meinen Grimm mit Schneebällen zu bewerfen?«, fragte er dann drohend und blickte wütend umher.

Der Lebkuchenmann ließ unauffällig den Schneeball fallen, den er schon wieder in der Hand hielt. Er zitterte am ganzen Körper.

»Warst du das, Kuchenmann?« Knecht Ruprechts eisgraue Augen blitzten gefährlich.

»Der Wolf wollte uns fressen!«, entgegnete Mila entrüstet und stellte sich schützend vor den Lebkuchenmann.

Knecht Ruprecht sah sie so finster an, dass sich seine schwarzen buschigen Augenbrauen über der Nase berührten. »Blödsinn, du Naseweis. Mein Wolf hat euch vor dem Erfrieren gerettet. Eine Nacht hier draußen würdet ihr kaum überleben …« Wortlos stapfte er zurück zu seiner Hütte. Dann drehte er sich noch einmal um. »Worauf wartet ihr …? Kommt mit ins Haus, du auch, Lebkuchenmann! Oder wollt ihr warten, bis ihr euch in Eissäulen verwandelt habt?«

Jonas räusperte sich. Knecht Ruprecht gefiel ihm ganz und gar nicht. »Danke, aber wir müssen weiter!«, sagte er tapfer und griff nach Milas Hand.

»Ach, ihr müsst weiter. Na, an mir soll’s nicht liegen, dann guten Weg! Ich suche morgen nach euch. Vielleicht lassen die wilden Wölfe ja ein paar Häppchen von euch übrig.«

Erschrocken sahen sich die Geschwister an. »Wir bleiben nicht im Wald«, erklärte Jonas mutig. »Der Lebkuchenmann nimmt uns mit in sein Dorf.«

Knecht Ruprecht zog grimmig die Augenbrauen zusammen. »Das Lebkuchendorf ist über eine Stunde von hier entfernt. Ich glaube nicht, dass der Naseweis es so weit schafft. Aber … ich will euch nicht aufhalten!«

Mit diesen beunruhigenden Worten verschwand er wieder in seiner Hütte. Die Tür ließ er jedoch einen Spalt weit auf.

Jonas sah seine Schwester an. Zitternd vor Kälte stand sie neben ihm. Und plötzlich war auch er nicht mehr sicher, ob sie es wirklich bis ins Lebkuchendorf schafften. Außerdem fing es schon wieder zu schneien an. So stark, dass man die Hand kaum vor Augen sehen konnte. Unschlüssig schaute Jonas den Lebkuchenmann an.

»Knecht Ruprecht hat recht«, gab der zu. »Vermutlich seid ihr tatsächlich viel zu erschöpft, um meilenweit durch den Schneesturm zu laufen. Es ist wirklich klüger, über Nacht hierzubleiben. Hier werden wir wenigstens nicht erfrieren.«

»Bleibst du denn auch hier?«

Der Lebkuchenmann nickte. »Wenn ihr wollt, bleibe ich bei euch.«

Jetzt fühlte sich Jonas besser. Und Mila zog ihn auch gleich am Ärmel. »Komm schnell, bevor er uns die Tür vor der Nase zuschlägt«, drängelte sie. »Ich bin müde und habe Hunger und Durst.«

Und so folgten sie gemeinsam dem zottigen Mann in seine Hütte. Grimm, der Wolf, trottete zahm wie ein Lamm hinterher.

Die Wärme, die sie empfing, war wunderbar. Verstohlen sahen sich die Geschwister um. Die Hütte war aus groben Balken gezimmert und bestand nur aus einem einzigen Raum. In einer Ecke stand ein breites Bett, davor ein Tisch und ein Stuhl. Im Kamin brannte ein herrliches Feuer, und ein verführerischer Duft nach gebratenem Hähnchen hing in der Luft.

»Ah, ihr habt es euch also überlegt«, sagte Knecht Ruprecht, als sie nun doch zu ihm in die Hütte kamen. Dann verfinsterte sich sein Blick. »Aber glaubt nicht, dass ich deswegen das Hühnchen mit euch teile«, brummte er und nahm den Spieß aus dem Feuer.

Dann setzte er sich an den Tisch, packte das gebratene Huhn mit beiden Händen und biss herzhaft hinein.

Jonas und Mila standen daneben und sahen zu, wie ihm das Fett in den Bart tropfte. Ihre Mägen knurrten ganz abscheulich, aber sie wagten nicht zu fragen, ob sie auch etwas zu essen bekommen konnten.

Nachdem Knecht Ruprecht seine Mahlzeit beendet hatte, rülpste er zufrieden und warf Grimm die Reste des Hühnchens zu. Gierig machte sich der Wolf darüber her.

»Ah, das war gut!«, grunzte der Mann und klopfte sich zufrieden den Bauch. Dann sah er die Kinder und den Lebkuchenmann mürrisch an. »Was steht ihr hier herum und glotzt? Habt ihr nichts Besseres zu tun, als einem Mann das Essen in den Mund zu gucken?«

Jonas nahm seinen ganzen Mut zusammen »Wir … wir haben auch Hunger«, sagte er und sah Knecht Ruprecht fest in die Augen.

»Ich … ich nicht!«, piepste der Lebkuchenmann und verschwand blitzschnell unter dem Tisch.

»So, ihr habt also Hunger?«, grollte Knecht Ruprecht, ohne den Lebkuchenmann zu beachten. »Soll das der Dank dafür sein, dass ich euch vor dem Kältetod gerettet habe?«

Mila zog ihren Bruder am Ärmel. »Sei lieber still …«, flüsterte sie.

Knecht Ruprecht warf ihr einen kurzen, schrägen Blick zu. Und ging dann, ohne ein weiteres Wort, an einen großen Topf, der auf der Feuerstelle stand. Mit der Suppenkelle schöpfte er Hühnerbrühe in zwei hölzerne Näpfe und reichte sie den Geschwistern, zusammen mit einem Stück trockenem Brot.

»Zieht auch eure nassen Pullover aus und stellt eure Schuhe vor das Feuer!«, brummte er.

Dankbar nahmen die Kinder das Essen an. Die Hühnerbrühe und das Brot schmeckten herrlich. Als sie alles bis auf den letzten Krümel aufgegessen hatten, setzten sie sich vor das Feuer und genossen die Wärme.

Die Holzscheite knackten, und Knecht Ruprecht fing wieder an, seine Ruten zu binden. Eine ganze Weile sprach niemand ein Wort, doch dann nahm Jonas noch einmal all seinen...

Erscheint lt. Verlag 9.9.2016
Illustrationen Barbara Scholz
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur
Kinder- / Jugendbuch Bilderbücher
Kinder- / Jugendbuch Kinderbücher bis 11 Jahre
Schlagworte Abenteuer • Advent • Bücher ab 10 Jahre • Bücher ab 6 Jahre • Bücher ab 7 Jahre • Bücher ab 8 Jahre • Bücher ab 9 Jahre • Bücher für Jungs • Bücher für Kinder • Bücher für Mädchen • Einschulung • Erstleser • Ferien • Freunde • Freundschaft • Geburtstag • Geschenk • Geschenkidee • Geschwister • Humor • Johnny Sinclair • Kids • Kinderbuch • Kinderbücher • Kindergeburtstag • Konfirmation • Leseanfänger • lustig • lustige Weihnachtsgeschichten • Petronella Apfelmus • Quatschgeschichten • Romane für Kinder • Schnee • selber Lesen • Sommerferien • Spaß • Trolle • Vorlesegeschichte • Vorlesen • Weihnachten • Weihnachtsgeschenk • Wichtel • witzig
ISBN-10 3-7325-3296-8 / 3732532968
ISBN-13 978-3-7325-3296-4 / 9783732532964
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