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Schwert und Glut (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2016
369 Seiten
cbt (Verlag)
978-3-641-18258-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Schwert und Glut - Sara B. Larson
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Nach dem Sieg über den Tyrannen Hector herrscht Friede im Königreich Antion. Doch der junge König Damian und seine engste Vertraute und Leibwächterin Alexa bekommen zu spüren, wie trügerisch dieser ist. Ein Anschlag auf Damians Leben erschüttern die Grundfesten des Landes. Und Alexa kämpft mit ihren eigenen Gefühlen. Denn immer noch gehört ihr Herz heimlich dem König. Wird Alexa den König beschützen und sich zu ihrer Liebe bekennen, bevor es zu spät ist?

Die "Schwertkämpfer"-Reihe von Sara Larson vereint eine betörende Liebesgeschichte mit dramatischen Intrigen und leidenschaftlichen Gefühlen. Beste Unterhaltung für alle, die starke Heldinnen und romantische Fantasyabenteuer lieben!

Alle Bände der Schwertkämpfer-Reihe:
Schwert und Rose (Band 1)
Schwer und Glut (Band 2)
Schwert & Flamme (Band 3)

Seit sie denken kann, hat Sara B. Larson Geschichten geschrieben – obwohl sie heute ihren Computer benutzt, anstelle eines Meerjungfrauenheftchens. Sie lebt in Utah mit ihrem Mann und ihren drei Kindern und schreibt, wenn ihre Kinder Mittagsschlaf halten, und während der einsamen Nachtstunden, wenn die meisten Menschen schlafen. Ihr Mann behauptet, sie hätte ein Diplom in Multitasking gemacht. Gelegentlich zieht sie sich mit Weingummis in die Badewanne zurück.

Zwei

DAS BERNSTEINFARBENE LICHT des Sonnenaufgangs sickerte genau in dem Augenblick durch die Fenster am Ende des Korridors, als ich befürchtete, die Augen nicht länger offen halten zu können. Schon längst ging ich nicht mehr auf und ab, sondern stand reglos vor Damians Tür und starrte hinaus in den Dschungel, der allmählich hinter den Palastmauern sichtbar wurde.

Ich war erschöpft – wegen des Schlafmangels, wegen des langen Herumstehens, vor Sorge und weil ich versuchte, mir die Gedanken an den König zu verbieten. Trotzdem schwelgte ich unwillkürlich in Erinnerungen, je weiter die Nacht voranschritt. Ein Gesichtsausdruck von ihm hatte sich mir für immer ins Gedächtnis eingebrannt: Wie er mich angesehen hat, als er mich zum ersten Mal nach dem Kampf aufsuchte, bei dem Ikers Zauberfeuer meine eine Gesichtshälfte zerstört und ich ihn schließlich doch noch bezwungen hatte. Als er mir gestanden hatte, dass er mich brauche … dass er mich liebe. Als er seine Lippen zum letzten Mal auf meine gedrückt hatte, bevor ich die Hoffnung in seinem Blick zerstört und durch Schmerz ersetzt hatte.

Energisch schüttelte ich den Kopf und versuchte, die Bilder, die Worte und die Erinnerungen zu verscheuchen. Zu vergessen, dass Damian für mich verloren war. Anderen Menschen gegenüber verhielt er sich freundlich und fürsorglich. Er war der Mann, der er immer gewesen war, den er aber viele Jahre lang hatte verbergen müssen. Aber wenn es um mich ging …

Weiter unten im Korridor wurde eine Tür geöffnet und riss mich aus meinen Gedanken. Rylan tauchte auf, Mateo im Schlepptau. Nach Judes Tod teilten sie ein Zimmer miteinander. Tief in meinem Inneren quälten mich Schuldgefühle, wie immer, wenn ich Rylan mit Mateo sah. Es war meine Schuld, dass Rylans Bruder umgekommen und Jude nicht mehr die Wache an seiner Seite war. Als ich ihnen entgegenblickte, sie ihre Schwertscheiden umschnallten und sich für einen neuen Tag der Wache über unseren neuen König rüsteten, verdrängte ich meine Schuldgefühle. Jude hatte beschlossen, sich zu opfern, um mich dabei zu unterstützen, Antion zu retten. Sein Tod hatte mir die Möglichkeit geboten, an Iker heranzukommen und ihn zu vernichten.

»Raue Nacht?«, erkundigte sich Rylan, als er näher kam. Seine Augen wanderten über mein Gesicht, verweilten einen kurzen Moment bei meinen Narben.

»Ja.« Es hatte keinen Sinn zu lügen, er kannte mich nur allzu gut. »Deron wird dich sicherlich informieren. Ich werde mir schnell ein bisschen Schlaf gönnen.«

»Alexa, was ist geschehen?«

»Wie gesagt, Deron wird dir alles berichten. Ich bin zu müde.«

Ich wandte mich ab, steuerte schnell mein Gemach an, das neben dem von Damian lag, so wie es immer gewesen war. Außer Deron war ich die Einzige, die keinen Zimmergenossen hatte. Was daran lag, dass jeder wusste, dass ich ein Mädchen war. Zumindest hatte es einen Vorteil, von allen verhätschelt zu werden – Ungestörtheit.

Ich hörte Schritte hinter mir, aber ich achtete nicht darauf und öffnete meine Tür. Ich trat ein, war aber nicht schnell genug, die Tür zu schließen. Rylan hatte mich bereits eingeholt und streckte die Hand aus, um die Tür aufzuhalten.

»Alexa, bitte, sag mir, was los ist.«

Ich blickte in seine sanften braunen Augen und entdeckte nichts als Besorgnis. »Eine Delegation aus Dansii ist auf dem Weg hierher, und wir wissen nicht, warum«, antwortete ich schließlich.

Rylan schaute verblüfft drein. »Woher wissen wir das?«

»Mitten in der Nacht traf ein Läufer ein, um ihre Ankunft zu verkünden.«

»Komm, Ry, lass sie schlafen. Sie war die ganze Nacht auf«, rief Mateo vom anderen Ende des Korridors.

Rylan rührte sich nicht von der Stelle, studierte weiterhin mein Gesicht. »Gibt es noch etwas?«

»Was meinst du damit?«, wich ich aus. So, wie er mich anstarrte, verspürte ich das Verlangen, mich herauszuwinden, mich abzuwenden. Doch ich zwang mich, das Kinn vorzurecken und seinem Blick standzuhalten.

Rylan hob die Hand, doch als ich zusammenzuckte, erstarrte er. Nach einer kleinen Weile ließ er sie schließlich herabsinken. »Mateo hat recht. Ich sollte dir deinen Schlaf gönnen.« Er trat einen Schritt zurück.

Ich streckte die Hand nach der Tür aus, bereit, sie ihm vor der Nase zuzuschlagen.

Doch dann zögerte er erneut und blickte mir direkt in die Augen. »Solltest du je Lust haben, über etwas zu reden … du weißt, ich bin für dich da. Okay?«

Ich nickte knapp. »Ich weiß.«

Etwas blitzte in seinem Blick auf, aber bevor ich es enträtseln konnte, nickte er ebenfalls und blickte zur Seite. »In Ordnung, schlaf gut. Alles wird gut.«

Ich sah ihm nach, als er sich entfernte. Jetzt, da ich wirklich allein war, gab ich meiner Erschöpfung nach. Als ich mein Gemach betrat, löste ich meine Schwertscheide und ließ sie zu Boden fallen. Ohne mich meiner Uniform oder der Stiefel zu entledigen, rollte ich mich auf meinem Bett zusammen. Obwohl ich ausgelaugt war, fürchtete sich ein Teil von mir, einzuschlafen, denn meine Albträume wurden immer schlimmer. Im Schlaf suchten mich alle möglichen grauenhaften Ungeheuer heim. Aber schließlich übermannte mich der Schlaf und mir fielen die Augen zu.

Ein Pochen an der Tür ließ mich hochschrecken. Ich setzte mich auf und unterdrückte einen Aufschrei, umklammerte mein feuchtes Hemd direkt über dem Herzen. Schweiß überzog meine Haut. Meine Hände zitterten und mein Puls raste. Iker suchte mich heim. Sein Zauberfeuer verfolgte mich in meinen Träumen und die Flammen verschlangen mich immer wieder von Neuem. Jedes Mal, wenn ich ihn mit dem Schwert durchbohrte, war es verkohlt statt blutig, sobald ich es wieder herauszog. Auch wenn ich ihm noch so viele Hiebe versetzte, er starb einfach nicht. Seine Augen glühten, waren erfüllt vom Feuer der Dämonen, deren Macht er ausgeübt hatte. Und er verhöhnte mich, konnte gar nicht genug davon bekommen.

Erneut pochte jemand laut an meine Tür, und ich beeilte mich, aufzustehen und meine Schwertscheide umzuschnallen. »Ich komme«, rief ich.

Als ich den Raum durchquerte, spürte ich auf meiner Wange und am Hals eine Spur von Schmerz, einen Nachhall des Feuers, das die Narben verursacht hatte. Ich hielt kurz inne, bevor ich nach dem Türknauf griff, und hob stattdessen die Hand, um die zerstörte Haut auf meiner Wange zu berühren – eine Geste, die mir zur Gewohnheit geworden war. Meine Verunstaltung erinnerte mich ständig an meinen Erfolg, aber auch an meine Verluste.

Als ich endlich die Tür aufriss, stand Deron davor und blickte mich entschuldigend an. »Tut mir leid, dich zu wecken, aber wir benötigen unbedingt jede verfügbare Wache. Die Delegation wurde bereits erspäht, sie nähert sich gerade Tubatse. Innerhalb einer Stunde wird sie hier eintreffen.«

Mein Herz verkrampfte sich. Sie waren also bereits in der Hauptstadt angelangt, genau unterhalb des Palasts? »Schon in Ordnung. Ich habe sowieso nicht gut geschlafen.« Ich schloss die Tür hinter mir und folgte meinem Hauptmann den Korridor entlang. Dem Licht nach zu schließen, das durch das Fenster hereinströmte, schien es später Morgen zu sein. Ich spürte eine Erschöpfung, die tief in meinen Muskeln und Knochen saß. »Wissen wir schon, wie viele es sind? Und wer sie begleitet?«

Deron sah mich durchdringend an. »Machst du dir Gedanken über Zauberer? König Damian hat Eljin gebeten, sie auszukundschaften und zu prüfen, ob er welche erfühlen kann, noch bevor sie hier eingetroffen sind. Da sie aber mit Pferden kommen, wird es schwierig sein, nah genug an sie heranzukommen.«

Ich nickte. Eljin hatte uns alle in Erstaunen versetzt, als er nach der Krönung angeboten hatte, hierzubleiben statt mit seinem Vater, General Tinso, nach Blevon zurückzukehren. Er ging den meisten Palastbediensteten auf die Nerven, aber ich war sehr erleichtert über seine Anwesenheit, ebenso wie Damian, Rylan und all jene, die wussten, wer er wirklich war – und was er bewirken konnte. Er und Tanoori, die ebenfalls im Palast geblieben war, hatten sich sogar angefreundet. Im Lauf des vergangenen Monats hatte ich beobachtet, wie sie miteinander spazieren gingen und sich unterhielten, aber ich hatte bis jetzt noch keine Gelegenheit gefunden, Tanoori über ihre Freundschaft auszuhorchen. Sie war mit ihrer Aufgabe beschäftigt, die Frauen, die aus dem Bruthaus ausquartiert worden waren, zu überwachen und Damians Initiative, wenn möglich die Mütter wieder mit ihren Babys zusammenzuführen, voranzutreiben. Und meine Zeit war mit meinen Pflichten ausgefüllt.

»Wo ist der König?«, erkundigte ich mich, als wir die Treppe zum Erdgeschoss des Palasts hinuntereilten.

»Er befindet sich im großen Thronsaal und erwartet die Delegation. Der Läufer aus Dansii leistet ihm dort Gesellschaft, ebenso die übrige Leibwache.«

Ich überlegte, warum die Dansii bereits hier waren. Der Läufer hatte gesagt, sie lägen ein bis zwei Tage zurück. Es machte mich unruhig, dass wir keine Zeit gehabt hatten, vor ihrer Ankunft die Zahl der Wachen zu verstärken. Unsere einzige Hoffnung bestand darin, dass sie keinen schwarzen Zauberer im Gefolge hatten. Ich traute mir noch nicht zu, einen weiteren Zauberer zu besiegen, besonders nach nur wenigen Stunden unruhigen Schlafs, in denen es mir trotz aller Anstrengungen nicht gelungen war, Iker zu besiegen.

Obwohl wir uns sehr beeilten, schien es mir viel zu lange zu dauern, bis wir zum König gelangten. Ich wusste nicht, warum, aber eine innere Stimme flüsterte mir zu, dass ich an seiner Seite sein müsste, wenn die Delegation eintraf. Neben Damian zu stehen,...

Erscheint lt. Verlag 8.8.2016
Reihe/Serie Die Schwertkämpfer-Reihe
Die Schwertkämpfer-Reihe
Übersetzer Antoinette Gittinger
Verlagsort München
Sprache deutsch
Original-Titel Ignite
Themenwelt Literatur
Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte ab 14 • Bodyguard • Das Reich der sieben Höfe • eBooks • Erste Liebe • Fantasy • Jugendbuch • Jugendbücher • Kinderkrimi • Liebe • Liebesdreieck • Liebe und Intrigen • Magic Academy • Romantasy • Sarah J. Maas • Serien • starke Heldin • Throne of Glass • Young Adult
ISBN-10 3-641-18258-1 / 3641182581
ISBN-13 978-3-641-18258-8 / 9783641182588
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