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THE ORIGINALS - Auf ewig verbunden (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2016
cbt (Verlag)
978-3-641-16094-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

THE ORIGINALS - Auf ewig verbunden - Julie Plec
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Klaus, Elijah und Rebekah - die Ersten, die Ursprünglichen, the Originals! Sie wollten für immer und ewig zusammenhalten. Doch die Ewigkeit ist voller gefährlicher Leidenschaften und blutiger Verlockungen ... New Orleans 1788: Die Vampir-Geschwister sind gezwungen, sich die Herrschaft über die Stadt mit den verhassten Werwölfen zu teilen. Während Rebekah und Elijah auf der Suche nach ihrem ganz privaten Glück sind, erschafft Klaus eine blutdurstige Vampirarmee und plötzlich finden sich Klaus, Elijah und Rebekah in einem Kampf auf Leben und Tod wieder ...

Julie Plec arbeitet für Film und Fernsehen als Produzentin und Autorin. Sie ist Co-Autorin und Produzentin der Serie THE VAMPIRE DIARIES und Autorin des Spin-Offs THE ORIGINALS, das die Geschichte der Geschwister Klaus, Rebekah und Elijah, der ersten Vampirfamilie, erzählt.

KAPITEL 2

Rebekah atmete den Geruch der feuchten Erde ein, während ihr Pferd durch Louisiana galoppierte. Es war gut, aus der Stadt herauszukommen, den einengenden Mauern des Herrenhauses und den strengen Augen ihrer Brüder zu entfliehen. Früher einmal hatte sie ihren Geschwistern versprochen, dass sie bis in alle Ewigkeit zusammenbleiben würden, aber damals hatte sie noch keine Ahnung gehabt, wie lang die Ewigkeit sein konnte.

»Was für eine Schande, den ganzen Spaß den Pferden zu überlassen«, rief Luc ihr zu. »Wir könnten selbst laufen.«

Rebekah konnte nicht so unbeschwert sein wie er, solange sie sich nicht um einen Mörder in ihrer Familie gekümmert hatte – Klaus. Als sie aus New Orleans geflohen war, hatte sich ihr ein Bild des Grauens eingebrannt, und sie würde erst frei davon sein, wenn Klaus für das bezahlte, was er getan hatte.

Rebekah strich sich das blonde Haar aus dem Gesicht und sehnte sich danach, sich so frei zu fühlen wie Luc, der den Wind durch seine dicken goldenen Locken peitschen ließ. Es war seine entspannte Lebenseinstellung, die sie bewogen hatte, ihn mitzunehmen, in der Hoffnung, dass seine gute Laune die Düsternis durchdringen würde, die sie umgab, seit sie Marguerite Leroux’ Leichnam in ihrem Bett gefunden hatte.

»Wir haben keine Eile«, konterte sie, und Lucs blaue Augen zwinkerten schelmisch. Trotz allem, was sie belastete, konnte Rebekah ihn nicht ansehen, ohne entweder zu lachen oder ihn zu begehren … oft beides gleichzeitig. Sie hatte eindeutig den richtigen Reisegefährten gewählt. »Die Pferde mögen zwar etwas langsamer sein als wir, aber ich möchte es nicht riskieren, Aufmerksamkeit zu erregen.«

Obwohl es mitten in der Nacht war, konnte man nie wissen, wer einen beobachtete. Elijah hatte Klaus vor Ärger bewahren wollen, indem er ihm die Verantwortung über New Orleans’ blühendes Handelsgeschäft überließ, aber damit hatte er nur erreicht, dass Klaus Augen und Ohren überall hatte. Er war zu einem vollkommenen Schrecken geworden, voller Überraschungen, die immer schlimmer wurden. Marguerites Tod war nur das jüngste Beispiel, doch Klaus hatte das arme Mädchen seit Jahren bedroht und eingeschüchtert. Er hatte Marguerite nie ganz verziehen, was ihre Mutter, die Hexe Lily, seiner geliebten Vivianne angetan hatte.

Luc drängte sein Pferd vorwärts, als sie den Gipfel eines niedrigen Hügels erreichten, und Rebekah trat ihrer eigenen Stute in die Flanken, um mit ihm Schritt zu halten. Unter ihnen breitete sich ein smaragdgrünes Tal aus, bedeckt mit üppigem, mondbeschienenem Gras. An seinem anderen Ende duckte sich an einem Fluss ein kleines Dorf.

»Wir sollten hier halt machen und den Tagesanbruch abwarten«, schlug Rebekah vor. Alles, was in New Orleans auf ihr lastete wegen ihrer Familie und der armen Marguerite, wurde bereits ein wenig leichter. »Dort gibt es sicher ein Gasthaus.«

»Ich glaube, ich sehe eins«, stimmte Luc zu und schwang sich aus dem Sattel.

Sie tat es ihm gleich und ging neben ihm. Beiläufig legte er ihr den Arm um die Taille und strich über die Stäbe ihres Korsetts. Mit einem Seufzen überließ sie sich seiner Hand.

»Muss ich damit rechnen, dass Eure Brüder uns überfallen, oder werden wir allein sein?«, fragte er und zupfte neckend an einer Seidenschleife auf ihrer Hüfte.

Luc Benoit war östlich des Flusses in den gerade erst gegründeten Vereinigten Staaten geboren worden, und das zeigte sich in allem, was er tat. Er besaß die rastlose Neugier eines Entdeckers und das spontane Selbstvertrauen eines Jungen, der in dem Glauben erzogen worden war, er könne es mit jeder Herausforderung aufnehmen, die sich ihm stellte. In seiner Welt waren Wölfe, Bären und pfeilschnelle Alligatoren umhergestreift, und so hatte er sich nie die Mühe gemacht, die Angst vor dem Unbekannten zu lernen.

Die prahlerische Verwegenheit war schließlich sein Untergang gewesen, obwohl Rebekah sah, dass er nicht das Geringste daraus gelernt hatte. Luc hatte sich einer Bande von Freibeutern angeschlossen, die den Briten entlang der Nordküsten das Leben schwer machten, und danach hatte er einfach damit weitergemacht, andere zu schikanieren, um daraus Gewinn zu schlagen. Er war genau die Art von trägem Unruhestifter geworden, wie Klaus sie zusammentrieb, um seine lächerliche »Armee« zu bilden. Tatsächlich hatte Klaus Luc bereits rekrutiert, als Rebekah ihm zum ersten Mal begegnet war.

Sie hatte keine andere Wahl gehabt, als Luc selbst zum Vampir zu machen und ihn vor einem Schicksal zu retten, das ihn an Klaus’ endlose Versuche der Selbstzerstörung band. Ihr geplagter Bruder schaffte es immer, alle in seiner Nähe zu vernichten, um daraus wieder und wieder unversehrt hervorzugehen, und Luc sah viel zu gut aus, um zu sterben. Zu der Zeit war Rebekah der Ansicht gewesen, sie verdiene eine verwegene und begehrenswerte Ablenkung. Dann hatte Klaus Marguerite umgebracht und alles hatte sich verändert.

»Ich lebe und reise seit Jahrhunderten mit meinen Brüdern«, sagte sie zu Luc. »Aber dieser Ausflug ist nur für uns beide. Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr in dieser Gegend und ich brauche Eure Hilfe auf der Suche nach etwas ganz Bestimmtem.« Sie konnte nicht versprechen, dass Klaus oder Elijah sie nicht verfolgen würden, da keiner von ihnen über Rebekahs Entscheidung erfreut sein würde. Aber sie und ihr treuer neuer Liebhaber hatten einen guten Vorsprung, und Rebekah wusste, wie man verschwand, wenn es sein musste.

Sie hatte es satt, ihrer Familie Rechenschaft zu schulden. Das alles war in dem Moment vorbei gewesen, als sie den blutigen Pflock gesehen hatte, der abgebrochen mitten in Marguerite Leroux’ dünner Brust gesteckt hatte. Das schlaksige Mädchen hätte vor Jahren zu einer Frau herangewachsen sein sollen, und so wäre es auch gekommen, wenn Klaus sie nicht versehentlich während des Wahnsinns getötet hätte, der seiner törichten Wiederbelebung von Vivianne Lescheres gefolgt war. Rebekah hatte sie gerettet, sodass sie für immer ein junges Mädchen blieb … oder zumindest, bis Klaus es sich in den Kopf gesetzt hatte, einige seiner wilden Drohungen wahr zu machen.

Klaus hatte es immer genossen, seine Geschwister mithilfe der Vampire zu kontrollieren, die ihnen am nächsten standen. Er hatte nicht lange gebraucht, um zu erkennen, dass Rebekah eine echte Verbundenheit mit Marguerite empfand, und er schien eine besondere Freude daraus zu ziehen, Rebekah daran zu erinnern, dass er diese Verbindung binnen eines brutalen Moments zerstören konnte. Selbst nachdem Klaus wegen einer eingebildeten Beleidigung zwei Diener getötet hatte, hatte Rebekah nie geglaubt, dass er ihr eine Person nehmen würde, die sie wirklich liebte – nicht, bis sie mit eigenen Augen den Beweis dafür gesehen hatte.

Es war zu grausam, zu gefühllos, selbst für Klaus’ Verhältnisse. Aber nach Viviannes Tod hatte Klaus auch den letzten Rest Anstand verloren. Er verschloss sein Herz vor allen außer sich selbst. Und so hatte Rebekah, als sie Marguerites kalten Leichnam an sich schmiegte, geschworen, Klaus ein für alle Mal von seinem Elend zu erlösen.

»Eure Brüder wissen nicht, dass Ihr ausgeritten seid«, vermutete Luc, der sie mit nachdenklich zusammengepressten Lippen beobachtete. »Keine Sorge, Rebekah, ich bin ein Mann, der zu seinem Wort steht. Ich kann Euer Geheimnis bewahren.«

Er wollte weitersprechen, doch Rebekah fasste ihn an den Schultern, um ihn zu küssen – und zum Schweigen zu bringen. Zu viele Fragen waren nicht gut, und es war auf dieser Reise nicht Lucs Aufgabe, sie ins Verhör zu nehmen. Er funkelte sie mit gespielter Entrüstung an, bevor er ihren Kuss erwiderte.

»Meine Familie war früher vollständig, bevor sie nach Virginia gekommen ist«, erinnerte sich Rebekah laut, hakte ihn unter und setzte ihren Spaziergang zu den ersten Häusern des kleinen Dorfs fort. Die Sonne würde erst in einer Stunde aufgehen. »Aber eine Seuche hat meine älteste Schwester dahingerafft, und nach ihrem Tod wollte mein Vater uns an einen Ort bringen, wo wir in Sicherheit sein würden. Ich bin in der Neuen Welt geboren worden, nicht weit von hier. Meine Eltern dachten, sie hätten uns gerettet.«

Luc sah sie an. »Hier drohen viele andere Gefahren«, bemerkte er.

»Genau.« Eins der Pferde wieherte leise hinter ihnen, und Rebekah ließ suchend den Blick über die dunklen Bäume schweifen, die sie umgaben. »Unser kleines Dorf grenzte an einen Werwolfclan und einer meiner Brüder wurde Opfer ihrer Gewalt. Meine Eltern begriffen damals, dass wir nirgendwo wirklich in Sicherheit sein würden. Sie konnten nicht für immer weglaufen, aber sie würden immer wieder Kinder verlieren, wohin sie auch gingen.«

»Und doch seid Ihr heute hier«, rief Luc ihr ins Gedächtnis. »Gesund und munter und, wenn ich so sagen darf, in äußerst guter Verfassung.«

Rebekah lächelte reumütig, außerstande, es zu leugnen. Auf seine gewohnte direkte Art hatte Luc die gleiche Logik verwendet, die ihre Mutter veranlasst hatte, ihre Kinder in Vampire zu verwandeln. Esther hatte geglaubt – damals zumindest –, dass es nur auf Stärke und Leben ankam, selbst wenn sie ihre Familie alles andere kosteten.

»Meine Mutter war eine Hexe«, erklärte Rebekah. »Eine außerordentlich mächtige Hexe, und sie hat uns mit einem Unsterblichkeitsfluch belegt …«

»Ich habe es Euch schon einmal einen Fluch nennen hören«, unterbrach Luc sie. »Aber ich verstehe nicht, warum Ihr dieses Wort für ein niemals endendes Leben benutzt.«

»Es ist ein Fluch.« Sie sprach eindringlich, wusste aber, dass Luc als Vampir noch zu neu war, um es zu...

Erscheint lt. Verlag 9.5.2016
Reihe/Serie THE ORIGINALS-Reihe
THE ORIGINALS-Reihe
Übersetzer Michaela Link
Verlagsort München
Sprache deutsch
Original-Titel The Originals # 3
Themenwelt Literatur
Kinder- / Jugendbuch Jugendbücher ab 12 Jahre
Schlagworte 1788 • ab 12 • ab 13 • eBooks • Ewigkeit • Fantasy • Geschwister • Hexen • Jugendbuch • Jugendbücher • Leidenschaft • Liebe • New Orleans • Romantasy • Serien • The Vampire Diaries • Vampire • Werwölfe • Young Adult
ISBN-10 3-641-16094-4 / 3641160944
ISBN-13 978-3-641-16094-4 / 9783641160944
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