Oma braucht uns - Das Kindersachbuch zum Thema Altwerden, häusliche Pflege und Generationen-Wohnen
Edition Riedenburg E.U. (Verlag)
978-3-902943-78-1 (ISBN)
Lese- und Medienproben
Alexandra ist Mama von vier Erdenkindern und einem Sternenkind, Trageberaterin und Betreiberin des Internetforums stillen-und-tragen.de. Als examinierte Krankenschwester hat sie in der häuslichen Kranken- und Altenpflege gearbeitet. *** Regina schreibt Bücher, Artikel für Zeitschriften und illustriert die Bände der Reihe „Ich weiß jetzt wie!“. Sie ist dreifache Mama, Krankenschwester und Stillberaterin. *** Heike ist Autorin und Mama von sechs Kindern. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es ist, wenn Oma oder Opa Hilfe im Alltag benötigen und gepflegt werden.
Alt werden, pflegen, zusammenhalten. 5
Oma braucht uns. 6
Quiz für Kinder. 42
Wie ist es bei euch zu Hause?. 44
Woran denkst du?. 46
Auch du kannst helfen!. 47
Nützliche Hinweise für Eltern. 48
Glossar. 49
Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass Kinder ihre Großeltern heute länger und bewusster auf ihrem Lebensweg wahrnehmen. Dabei entsteht oft eine ganz besondere Beziehung zwischen den Generationen. Wenn gesundheitliche Veränderungen bei Oma oder Opa eintreten, verändert sich das eingespielte Miteinander: Aus den fürsorglichen Großeltern werden Menschen, die selbst Hilfe benötigen. Innerhalb der Familie und von außen, beispielsweise durch mobile Pflegedienste. In der Geschichte von Elias und Malin zieht die Familie in eine andere Stadt, damit Oma und Opa nicht länger alleine sind. Im selben Haus ergeben sich neue Routinen, und Elias und Malin genießen die Zeit mit den Großeltern. Sie haben stets ein offenes Ohr und erzählen viel von früher. Als Oma sich verletzt, wird klar, dass alle mithelfen müssen. Denn Oma braucht fortan viel Unterstützung bei alltäglichen Dingen. Die Geschwister lernen Rollator und Toilettensitzerhöhung, Essen auf Rädern und Treppenlift kennen. Unbefangen und voller Neugier helfen sie den Erwachsenen, die Situation anzunehmen. Gute Gespräche, sei es aus aktuellem Anlass oder einfach so, wünschen die Autorinnen & die Illustratorin Alexandra Scherf, Heike Wolter & Regina Masaracchia
Hallo! Ich heiße Elias, bin fast sieben Jahre alt und komme bald in die zweite Klasse. Am liebsten fahre ich Fahrrad oder spiele Piraten mit meiner Schwester Malin, die fünf Jahre alt ist. Meine Mama heißt Anne und mein Papa heißt Tobias. Ich habe auch eine Sternenschwester, die heißt Lilly. Lilly war als Baby sehr krank und ist gestorben. Sie wohnt bei den Sternen. Ein Foto von Lilly hing bis vor kurzem in unserem Wohnzimmer an der Wand gegenüber dem großen Fenster. Dort, wo jeden Morgen die Sonne hineinscheint. Im Moment ist das Bild nicht da, obwohl wir Lilly alle wirklich gern um uns haben. Das hat aber einen ganz wichtigen Grund – wir werden umziehen! „Papa hat eine neue Arbeit gefunden!“, hat uns Mama vor einiger Zeit erklärt. „Und“, fügt Papa hinzu, „das Beste kommt noch. Die neue Arbeit ist in der Stadt, wo Oma Hanni und Opa Walter wohnen! Wir ziehen zu ihnen, in ihr Haus! In den Sommerferien ist es so weit.“ „Was für ‘ne supertolle Nachricht!“, rufe ich. Gemeinsam mit Malin tanze ich vor Freude durch das Zimmer. Aber dann haben wir auch ganz viele Fragen. „Was ist mit meiner Schule?“, möchte ich wissen. „Wie soll ich denn jeden Morgen hierher kommen? Mit dem Hubschrauber vielleicht?“ Mama und Papa lachen. „Natürlich nicht!“, sagen sie einstimmig. „Du wirst eine neue Schule besuchen in der neuen Stadt.“ Hm, schade! Die Idee hätte mir schon gefallen, weil ich später einmal Hubschrauberpilot werden möchte. Aber wie geht das wirklich, dass wir mit Oma Hanni und Opa Walter in einem Haus zusammenwohnen? Wird sich mein Hamster Nico mit Omas Kater Carlo und ihrem Wellensittich Putzi verstehen? Malin will wissen, ob sie dann, wie in den Ferien, bei Oma im Bett schlafen und abends lange aufbleiben darf. Wir reden beide auf einmal, und Mama und Papa bringen uns erst mal zur Ruhe. Papa sagt: „Wie in den Ferien ist es sicherlich nicht. Wir sind ja dann immer zusammen, jeden Tag. Das nennt man Alltag, und der muss geregelter laufen als die Ferien. Oma und Opa werden in die untere Etage ziehen. Dort gibt es zwei schöne Zimmer, eine Küche und ein Bad.“ „Dann essen Oma und Opa gar nicht jeden Tag bei uns?“, fragt Malin und schaut ein wenig enttäuscht. „Nicht jeden Tag, aber bestimmt manchmal!“, meint Mama. „Oma und Opa wohnen ja unten, wir wohnen oben. Jeder hat also die Möglichkeit, seinen Alltag allein zu verbringen. Trotzdem sind wir dicht zusammen und können uns gegenseitig immer schnell helfen. Etwa wenn Oma einkaufen muss, dann kann ich sie mit dem Auto fahren und schwere Sachen tragen. Oder Oma passt auf euch beide auf, wenn ich mal weg muss.“ „Cool!“, sage ich und denke daran, wie ich Omas Einkäufe mit dem Hubschrauber bringe. Vielleicht könnte ich mir ja einen ferngesteuerten Hubschrauber zu Weihnachten wünschen? Papa kratzt sich am Kopf. „Da kommen bestimmt noch einige Herausforderungen auf uns zu.“ Mama klopft Papa auf die Schulter und sagt: „Keine Sorge, Tobias. Es wird sich alles fügen.“
Drei Tage später ist endlich Wochenende. Ich habe mir trotzdem meinen Wecker gestellt und springe beim Klingeln auch gleich aus dem Bett. Heute darf ich zuschauen, was die Krankenpflegerin des mobilen Hilfsdienstes in der Früh mit Oma macht! Ich flitze in die Küche, aber eigentlich bin ich viel zu ungeduldig zum Frühstücken. Schnell noch Zähne putzen, anziehen, und schon renne ich die Stufen runter zu Oma und Opa. Opa öffnet mir die Tür. „Guten Morgen, Elias!“, begrüßt er mich. „Ich habe Oma gerade geweckt. Schwester Katrin müsste jeden Moment da sein!“ Da klingelt es auch schon. Eine junge Frau mit einem Zopf und einer großen Tasche kommt zur Wohnungstür herein. „Guten Morgen, Herr Morgenroth! Wie geht es Ihnen heute?“, fragt sie gut gelaunt. „Ach gut, vielen Dank, Schwester Katrin.“ „Und du bist Elias?“, wendet sie sich an mich. Ich nicke und strecke ihr meine Hand entgegen. „Ich bin Katrin. Na, dann komm mal mit. Wir wollen gleich einmal nach deiner Oma schauen.“ Katrin geht voran ins Schlafzimmer. Während sie die Vorhänge beiseite zieht, begrüßt sie Oma und ihren Vogel Putzi, den Wellensittich. „Haben Sie gut geschlafen, Frau Morgenroth?“, fragt Katrin meine Oma. Oma nickt. Sie sieht noch recht müde aus. So wie ich, wenn ich morgens von Mama für die Schule geweckt werde. „Schauen Sie nur, die Sonne scheint und es wird ein warmer Frühlingstag“, sagt Katrin zu Oma. „Außerdem bekommen wir heute Hilfe von Ihrem Enkel!“ „Guten Morgen, Oma!“, rufe ich und gebe Oma einen Schmatz. „Hallo Elias, wie schön, dass du da bist!“, freut sich Oma. Opa kommt auch ins Schlafzimmer. Er trägt eine große Schüssel mit warmem Wasser, die er auf einen kleinen Tisch neben Omas Bett stellt. Auf dem Tischchen stehen außerdem Seife, Zahnbürste und Zahnputzbecher. Katrin zieht sich zwei dünne Gummihandschuhe an. Dann nimmt sie einen Schwamm und tut etwas Seife darauf. „So, dann wollen wir mal!“, meint sie zu Oma. Oma drückt den Knopf auf der Fernbedienung, der das Bett hochfährt. Als das Bett ganz oben ist, hilft Katrin Oma, sich auf die Bettkante zu setzen und sich das Nachthemd auszuziehen. Dann wickelt sie Oma in ein Handtuch ein und reicht ihr den nassen Waschlappen. Ganz langsam tupft sich Oma damit ab. Rasch seift Schwester Katrin Oma den Rücken ein. „Ich wusste gar nicht, dass man sich auch im Bett waschen kann“, sage ich erstaunt. „Doch, das geht sogar sehr gut. Man muss nur immer ein Handtuch unterlegen, dann wird auch nichts nass“, erklärt mir Katrin. Oma gibt Katrin den Waschlappen zurück und trocknet sich das Gesicht ab. „Ach, jetzt bin ich schon ganz kaputt“, sagt sie. „Bitte machen Sie doch weiter, Schwester Katrin.“
| Erscheint lt. Verlag | 14.12.2014 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Ich weiß jetzt wie! ; 12 |
| Zusatzinfo | 13 ganzseitige Farb-Illustrationen; zahlreiche s/w-Skizzen |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 190 mm |
| Gewicht | 96 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch ► Sachbücher ► Körper / Sexualität |
| Schlagworte | alt • Alte • Altenheim • Altenpflege • Alter • Altern • Altersheim • Alzheimer • Angehörige • Aufenthalt • Badewannenlift • Badewannenlifter • Barrierefrei • Barrierefreiheit • Behindertengerecht • Behindertengerechtes Wohnen • Betreutes Wohnen • Bilderbuch • Bruch • Chefarzt • Demenz • Erklären • Essen auf Rädern • Familie • Familienangehörige • Familienverband • Gehbock • Gehen • Gehhilfe • Gehleiter • Großeltern • Großmutter • Großvater • Hauskrankenpflege • Hausnotruf • Heilen • Heilung • Heim • Heimpflege • hilfsdienst • Honig im Kopf • Hüfte • Hüftgelenk • Kind • Kinder • Kinderbuch • Kindern • Kindersachbuch • Knie • Kniegelenk • Krankenhaus • Krankenkasse • Krankenpflege • Krankenpflegerin • Krankenschwester • künstliches • Kur • Kuraufenthalt • Kurklinik • Lernen • Lift • Lifteinbau • Mama illegal • Maßnahme • Maßnahmen • Medizin • Medizinischer Dienst • Neues • Notfall • Notfallnummern • Oberschenkel • Oberschenkelhalsbruch • Oma • Oma und Frieder • Opa • Operation • operieren • Palliativ • Palliativpflege • Parkinson • Pflegebedürftig • Pflegebedürftige • Pflegebedürftigkeit • Pflegebett • Pflegedienst • Pflegestufe • Pflegestufen • Pflegschaft • Postoperativ • Rampe • Reha • Rehab • Rehabilitation • Rehaklinik • Rettung • Rettungsdienst • Rollator • Rollstuhl • Sachbuch • Schmerztherapie • Schwester • Schwierigkeiten • Senior • Seniorenheim • Senioren-WG • Seniorin • Sturz • Tagesklinik • Treppenlift • Treppenlifter • Vergesslichkeit • Verwandte • Verwandtschaft • WG • Wohnen • Wohnen im Alter • Wohngemeinschaft • zu Hause • Zuhause |
| ISBN-10 | 3-902943-78-5 / 3902943785 |
| ISBN-13 | 978-3-902943-78-1 / 9783902943781 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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