Tavias Reise.Unterwegs in den Zeitlostraum
Weil sie diese wichtige Frage niemandem stellen kann, macht sie sich heimlich auf die Reise durch den Ozean. Dabei trifft sie verschiedene Meeresbewohner wie die Riesenmuschel Tridacna, einen Schwarm Möwen, Leuchtquallen, den großen Mantarochen und sogar den ehrwürdigen Ältestenrat der Kraken. Alle erzählen von ihren Erfahrungen und dem, was sie über das Sterben wissen. So schwinden mit jeder Begegnung Tavias Ängste, und schließlich ist sie sich sicher: „Sterben kann jeder – also kann ich das auch!“ Als Tavia daraufhin wieder zu ihrer Familie zurückkehrt, begleiten Mama, Papa, und ihr Bruder Tavo sie auf dem letzten Abschnitt ihrer Reise in den Zeitlostraum…
Tavia macht es uns und unseren Kindern leicht, ins Gespräch zu kommen.“ „Helden“, ja, so heißen sie: die Hauptfiguren in Kinderbüchern, Märchen und Geschichten. Viele dieser kleinen Helden habe ich liebgewonnen, seit ich lesen kann. Und doch: Es will mir kaum ein Held, kaum eine kleine Heldin einfallen, die diesen Namen mehr verdient hätte als die kleine Tavia, das Oktopusmädchen, dessen Geschichte uns hier vorliegt. Es ist eine große Geschichte, die da auf die Leser wartet. Eine wichtige Geschichte. Eine Geschichte, die ich selbst gerne schon viel früher zur Verfügung gehabt hätte. Damals, als mein kleiner, fünfjähriger Sohn mich fragte, ob auch ich einmal sterben muss, und sein Papa und. er selbst? Ich gebe es zu: Ich habe mich damals gedrückt. Habe gesagt, dass man erst stirbt, wenn man ganz alt ist. Und dass wir jetzt noch nicht darüber nachdenken müssen. Ach, hätte ich damals schon Tavia gehabt, um mir zu helfen, um Worte zu finden für das, was ich selbst nicht erklären konnte! Ja, ich hätte meinem kleinen Sohn diese Geschichte vom Oktopusmädchen, das an der tödlichen Krankheit Buntämie erkrankt ist und herausfinden will, wie Sterben geht, „zugemutet“. Gemeinsam mit ihm hätte ich wieder und wieder zugehört, mitgefragt, mitgefiebert, Tabus gebrochen und schließlich Abschied von Tavia genommen. Vielleicht hätten wir geweint. Es wäre gut gewesen. Es hätte uns wieder ein Stück mutiger gemacht und daran erinnert, wie wertvoll das Leben ist und wie lieb wir einander haben. Als Clown im Krankenhaus habe ich viele Kinder auf ihren letzten Wegen begleitet. Gerade die ganz Kleinen haben mich dabei oft in Staunen und Hochachtung versetzt. Tatsächlich: Kinder haben viel weniger Angst vor dem Tod, als wir glauben. Sie fürchten sich nicht vor ihrer Ballonfahrt zur Sonne, vor ihrer Reise ins Zeitlosland. Sie fürchten sich nur vor der Sprachlosigkeit ihrer Eltern und vor dem, was nicht angesprochen werden darf. Tavias Geschichte schenkt uns Worte, Bilder und eine Riesenportion Mut. Wir dürfen ratlos sein, wenn es um Krankheit, Tod und Sterben geht. Wir dürfen auch weiterhin nicht alles wissen. Wir haben ja Tavia, endlich, Gott sei Dank. Sie macht es uns und unseren Kindern leicht, ins Gespräch zu kommen und zu begreifen, dass offene Fragen mindestens ebenso wertvoll sind wie kluge Antworten. Viel innige Freude beim Lesen und Hören dieser wundervollen Geschichte und ihrer Musik wünscht Barbara Pachl-Eberhart
| Erscheint lt. Verlag | 20.11.2014 |
|---|---|
| Vorwort | Barbara Pachl-Eberhart |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 225 x 220 mm |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Kinder- / Jugendbuch ► Bilderbücher ► Erzählerische Bilderbücher |
| Kinder- / Jugendbuch ► Sachbücher ► Religion / Philosophie / Psychologie | |
| Schlagworte | Krebs • Sterben • Tod • Trauer |
| ISBN-10 | 3-943064-08-5 / 3943064085 |
| ISBN-13 | 978-3-943064-08-7 / 9783943064087 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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