Eduard Wieben
Biographische Skizze eines nahezu vergessenen Politikers der Weimarer Republik
Seiten
2008
|
2. Auflage
edition ost (Verlag)
978-3-89793-166-4 (ISBN)
edition ost (Verlag)
978-3-89793-166-4 (ISBN)
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Von 1928 bis 1930 saß Eduard Alexander im Deutschen Reichstag. Und 1931 wählte ihn in Boizenburg ein rot-rotes Wahlbündnis zum Bürgermeister. Das war so einmalig wie unrealistisch: Sein Amt trat er nie an. Dennoch trägt in Boizenburg eine Straße seinen Namen und erinnert ein Stein vorm Rathaus an den Mann, den 1944 die Nazis holten. Im März vorm Ende des Krieges starb Eduard Alexander in einem KZ. Das Farbfoto auf dem Titel zeigt ihn 1943, da war 58 Jahre alt und sichtlich vom Leben gezeichnet. Nur wenig ist von ihm geblieben. Er selbst versenkte alles im Tegeler See, was ihn hätte belasten können. Aus dem, was blieb, entstand dieses Buch.
Eduard Alexander (1881-1945) kam aus Essen und endete vermutlich im KZ Bergen-Belsen, wohin er aus Sachsenhausen überstellt worden war. Über sein Ende ist nichts bekannt, und auch über sein politisches Leben wissen wir vergleichsweise wenig. Der promovierte Jurist war Sozialist aus Überzeugung. So wechselte von der SPD zu Spartakus, als diese ihren Burgfrieden mit dem Kriegsparteien schloß. Und Ende 1918 gehörte er zu jenen, die die KPD gründeten. Zu seinen Freunden rechneten Rosa Luxemburg, Franz Mehring, Karl Kautsky, Clara Zetkin und andere aus der ersten Riege der Bewegung. In den 20er Jahren arbeitete er bei der Roten Fahne, 1928 zog er in den Reichstag ein. Doch als »Versöhnler« schob man ihn aufs Abstellgleis. Als 1930 ein neues Parlament gewählt wurde, stellte man ihn nicht wieder auf, und seine Arbeit bei der Zeitung hatte er auch schon verloren. Doch als 1931 Boizenburg einen Bürgermeister wählte, schickte ihn die Zentrale in die Provinz. Alexander gewann die Stichwahl, doch er scheiterte an jenem Bruderkrieg, der 1933 die Katastrophe möglich machte - der auch er am Ende zum Opfer fiel.
Eduard Alexander (1881-1945) kam aus Essen und endete vermutlich im KZ Bergen-Belsen, wohin er aus Sachsenhausen überstellt worden war. Über sein Ende ist nichts bekannt, und auch über sein politisches Leben wissen wir vergleichsweise wenig. Der promovierte Jurist war Sozialist aus Überzeugung. So wechselte von der SPD zu Spartakus, als diese ihren Burgfrieden mit dem Kriegsparteien schloß. Und Ende 1918 gehörte er zu jenen, die die KPD gründeten. Zu seinen Freunden rechneten Rosa Luxemburg, Franz Mehring, Karl Kautsky, Clara Zetkin und andere aus der ersten Riege der Bewegung. In den 20er Jahren arbeitete er bei der Roten Fahne, 1928 zog er in den Reichstag ein. Doch als »Versöhnler« schob man ihn aufs Abstellgleis. Als 1930 ein neues Parlament gewählt wurde, stellte man ihn nicht wieder auf, und seine Arbeit bei der Zeitung hatte er auch schon verloren. Doch als 1931 Boizenburg einen Bürgermeister wählte, schickte ihn die Zentrale in die Provinz. Alexander gewann die Stichwahl, doch er scheiterte an jenem Bruderkrieg, der 1933 die Katastrophe möglich machte - der auch er am Ende zum Opfer fiel.
Uwe Wieben, Jahrgang 1947, geboren und aufgewachsen in Boizenburg. Nach dem Abitur 1966 Studium an der Karl-Marx-Universität in Leipzig (Kunsterziehung und Geschichte), danach Tätigkeit als Lehrer und von 1978 bis 1990 Direktor des Heimatmuseums in Boizenburg. 1989 Promotion zum Dr. phil. an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Von 1990 bis 1996 Bürgermeister von Boizenburg. Dr. Uwe Wieben ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
| Reihe/Serie | Verlag am Park |
|---|---|
| Zusatzinfo | illustriert |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 125 x 210 mm |
| Themenwelt | Literatur ► Comic / Humor / Manga ► Humor / Satire |
| Sachbuch/Ratgeber ► Geschichte / Politik ► 20. Jahrhundert bis 1945 | |
| Geisteswissenschaften ► Geschichte | |
| Schlagworte | Boizenburg • Boizenburg KPD SPD Rote Fahne Reichstag Drittes Reich Weimarer Republik Mecklenburg Wirtschaft Kommunalpolitik • Drittes Reich • Kommunalpolitik • KPD • Mecklenburg • Reichstag • Rote Fahne • Spartakus • SPD • Weimarer Republik • Wirtschaft |
| ISBN-10 | 3-89793-166-4 / 3897931664 |
| ISBN-13 | 978-3-89793-166-4 / 9783897931664 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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