Der Historiker als Detektiv – der Detektiv als Historiker
transcript (Verlag)
978-3-8376-1108-3 (ISBN)
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Ein faszinierendes Exempel moderner Kulturgeschichte: Er weist die Zusammenhänge und Wahlverwandtschaften zwischen Kriminalromanen und Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert nach.
Dieses Buch widmet sich dem detektivischen Selbstverständnis der Geschichtswissenschaft und der Beziehung von Historik, Kriminalistik, Geschichtsschreibung und Kriminalliteratur. Während sich Historiker nach der Einführung des vollgültigen Indizienbeweises im 19. Jahrhundert als Untersuchungsrichter verstehen konnten, wird im 20. Jahrhundert der Detektiv zum literarischen Vorbild historiographischer Forschungspraktiken. Zunehmend übernehmen jetzt auch Krimi-Detektive historische Ermittlungen: Am Beispiel britischer, französischer und deutscher Krimis über den Nationalsozialismus widmet sich diese Untersuchung den Konsequenzen der Darstellung von Geschichte als Kriminalroman.
Achim Saupe (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.
»[Achim Saupe zeigt] interessante Interdependenzen zwischen Historiographie und Kriminalliteratur auf, die als Ausgangspunkt für weitere Studien dienen können.«
Christian Jung, www.scienceblogs.de, 31.05.2010 20100531»[Achim Saupe zeigt] interessante Interdependenzen zwischen Historiographie und Kriminalliteratur auf, die als Ausgangspunkt für weitere Studien dienen können.«
»[T]hese und Darstellung der gut lesbaren, faktenfreudig erzählten und auf Nachvollziehbarkeit bedachten Arbeit [überzeugen] vollkommen. Denn Saupe belegt, dass es wenig erkenntnisfördernd ist, Geschichtsschreibung und Literatur engzuführen und auf archetypische Plotstrukturen zu reduzieren, oder umgekehrt mit Verweis aufs Faktische die Kontamination historiographischer Erzählungen durch fachexterne Narrative zu negieren. Vielmehr ist von Wechselverhältnissen auszugehen, die mithilfe der Begriffe Fakt und Fiktion, Literatur und Geschichte, U und E kaum sinnvoll erhellt werden können.«
»Saupes Studie ist ein guter Ausgangspunkt, um sich über Geschichtstheorie und umfassendere kulturelle Zusammenhänge zwischen den Diskursen von Geschichtswissenschaft, Strafrecht und Kriminalliteratur zu orientieren. Sie erlaubt es, auf dieser Folie nochmals über Geschichtsschreibung als literarisches Genre nachzudenken und sich der poetologischen Bedingungen der Historiographie zu vergegenwärtigen.«
»Gut lesbar, faktenfreudig erzählt und auf Nachvollziehbarkeit bedacht.«
Besprochen in:IASL online, 25.01.2010, Jens Jäger
| Erscheint lt. Verlag | 27.8.2009 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Histoire ; 7 |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 225 mm |
| Gewicht | 802 g |
| Themenwelt | Geschichte ► Teilgebiete der Geschichte ► Kulturgeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Germanistik | |
| Geisteswissenschaften ► Sprach- / Literaturwissenschaft ► Literaturwissenschaft | |
| Schlagworte | Allgemeine Literaturwissenschaft • Cultural History • General Literature Studies • Geschichte des 20. Jahrhunderts • Geschichtstheorie • Geschichtswissenschaft • Historische Narratologie • History • History of the 20th Century • Indizienbeweis • Kriminalroman • Kriminalroman (Sekundärliteratur) • Kriminalsoziologie • Kulturgeschichte • Literatur • Literature • Nationalsozialismus • Nationalsozialismus (Ideologie) • Sociology of Crime • Theory of history |
| ISBN-10 | 3-8376-1108-6 / 3837611086 |
| ISBN-13 | 978-3-8376-1108-3 / 9783837611083 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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