Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Die deutschen Juden und der Spielfilm der NS-Zeit - Ernst Offermanns

Die deutschen Juden und der Spielfilm der NS-Zeit

2., korrigierte Auflage
Buch | Softcover
132 Seiten
2005
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-58223-7 (ISBN)
CHF 59,90 inkl. MwSt
Die deutschen Juden faßten die Spielfilmproduktion der NS-Zeit - bis auf die reinen Tendenzfilme - offenbar nicht als ein Derivat des sie bedrohenden antisemitischen Regimes auf. Einzelzeugnisse, so von Victor Klemperer, teilweise bisher unveröffentlicht, Ilse Aichinger, Carl Zuckmayer, Gottfried Reinhardt u.a., vor allem aber die Erfolge der Filmbühne des Jüdischen Kulturbundes 1938-41 bezeugen eine durchweg zustimmende Aufnahme des überwiegenden, tendenzfreien Anteils der deutschen Filmproduktion. Der vom jüdischen Publikum empfundenen Affinität entsprach eine durchgängige Kritik der NS-Filmpolitik, nicht zuletzt von J. Goebbels selbst, an deren noch deutlich vom "liberalistischen" Geist der Weimarer Zeit geprägten Grundzug. Ein Anhang belegt den maßgebenden Anteil jüdischer Filmproduzenten und -künstler am bisher durchweg als "präfaschistisch" eingeschätzten nationalen Historienfilm der Jahre 1930-32.

Der Autor: Ernst Offermanns, geboren 1931; Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Bonn, Heidelberg und Köln; Professor für Neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin 1971-93; Veröffentlichungen zur Romantik (A. v. Arnim, J. v. Eichendorff), zu Arthur Schnitzler und zur Filmgeschichte.

lt;i>Aus dem Inhalt: Einzelzeugnisse von Publikum und «Insidern» - Die Filmbühne des Jüdischen Kulturbundes - Grundsätze der Rezeption, Affinität der Produktion - Filmbesuche gegen das Verbot und aus dem Untergrund - Nach 1945 - Joe Mays und Kurt Bernhardts Die letzte Kompagnie (1930) und Veit Harlans Kolberg (1945).

«... so lassen sich für eine empirische Kunstsoziologie aus Offermanns überaus lesenswerter Studie doch sehr differenzierte und instruktive Einsichten in die gleichzeitige Independenz und Interdependenz von Politik und Kunst gewinnen - Einsichten, zu denen die orthodoxe Filmgeschichtsschreibung aufgrund einer falsch verstandenen 'political correctness' bis heute mehrheitlich offenbar nicht fähig ist.» (literaturkritik.de - Rezensionsforum für Literatur und für Kulturwissenschaften, Nr. 4, April 2006)

Erscheint lt. Verlag 5.4.2005
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 190 g
Themenwelt Kunst / Musik / Theater Film / TV
Geisteswissenschaften Geschichte
Geisteswissenschaften Sprach- / Literaturwissenschaft Literaturwissenschaft
Schlagworte Aichinger, Ilse • aufl • Auflage • deutschen • Deutschland • Ernst • Film • Filmrezeption • Geschichte 1930-1968 • Hardcover, Softcover / Kunst/Fotografie, Film, Video, TV • Harlan, Veit • HC/Kunst/Fotografie, Film, Video, TV • Juden • jüdischer Kulturbund • Klemperer, Victor • Klepper, Jochen • korrigierte • Nationalsozialismus • NS-Film • Offermanns • Reinhardt, Gottfried • Rezeption • Spielfilm • Zeit • Zuckmayer, Carl
ISBN-10 3-631-58223-4 / 3631582234
ISBN-13 978-3-631-58223-7 / 9783631582237
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
Ein Leben

von Tilmann Dr. Lahme

Buch | Hardcover (2025)
dtv (Verlag)
CHF 39,90