Theologiae Facultas
Rahmenbedingungen, Akteure und Wissenschaftsorganisation protestantischer Universitätstheologie in Tübingen, Jena, Erlangen und Berlin 1850-1870
Seiten
2008
De Gruyter (Verlag)
978-3-11-020247-2 (ISBN)
De Gruyter (Verlag)
978-3-11-020247-2 (ISBN)
Die seit 1925 erscheinenden Arbeiten zur Kirchengeschichte bilden eine der traditionsreichsten historischen Buchreihen im deutschsprachigen Raum. Sie enthalten Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte des Christentums aller Epochen, veröffentlichen aber auch Arbeiten aus verwandten Disziplinen wie beispielsweise der Archäologie, Kunstgeschichte oder Literaturwissenschaft. Kennzeichnend für die Reihe ist der durchgängige Anspruch, historisch-methodische Präzision mit systematischen Kontextualisierungen des jeweiligen Gegenstandes zu verbinden. In jüngerer Zeit erscheinen verstärkt Arbeiten zu Themen einer Kultur- und Ideengeschichte des Christentums in einem methodisch offenen christentumsgeschichtlichen Horizont.
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die Wissenschaftsgeschichte der protestantischen Theologie zwischen 1850 und 1870. Auf breiter Quellenbasis werden vier wichtige Fakultäten dieser Periode in institutionen-, sozial-, mentalitäts- und ideengeschichtlicher Perspektive sowie mit Blick auf den kirchenpolitischen Kontext vergleichend untersucht. Es ergibt sich ein differenziertes Bild der Entwicklung protestantischer Theologie zur modernen Universitätsdisziplin: Überall etablierten sich Seminare als Orte wissenschaftlich anspruchsvoller Lehre; die Laufbahn der Universitätstheologen wurde zunehmend reguliert und professionalisiert; die wissenschaftliche Publizistik intensivierte und spezialisierte sich. Auf Basis einer kollektivbiographischen Analyse aller in Tübingen, Jena, Erlangen und Berlin lehrenden Universitätstheologen (womit zum ersten Mal in einer derartigen Untersuchung die Nichtordinarien einbezogen sind) werden die große Bandbreite der sozialen Verhältnisse der Fakultätsmitglieder sowie die Anfänge eines kompetitiven gesamtdeutschen Universitätssystems der protestantischen Theologie beschrieben. Besonderes Augenmerk gilt den zeitprägenden theologisch-positionellen Auseinandersetzungen, die auch um den Wissenschaftscharakter des Fachs geführt wurden, und der ungeahnt großen politischen Einflussnahme auf die Stellenbesetzungen.
Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die Wissenschaftsgeschichte der protestantischen Theologie zwischen 1850 und 1870. Auf breiter Quellenbasis werden vier wichtige Fakultäten dieser Periode in institutionen-, sozial-, mentalitäts- und ideengeschichtlicher Perspektive sowie mit Blick auf den kirchenpolitischen Kontext vergleichend untersucht. Es ergibt sich ein differenziertes Bild der Entwicklung protestantischer Theologie zur modernen Universitätsdisziplin: Überall etablierten sich Seminare als Orte wissenschaftlich anspruchsvoller Lehre; die Laufbahn der Universitätstheologen wurde zunehmend reguliert und professionalisiert; die wissenschaftliche Publizistik intensivierte und spezialisierte sich. Auf Basis einer kollektivbiographischen Analyse aller in Tübingen, Jena, Erlangen und Berlin lehrenden Universitätstheologen (womit zum ersten Mal in einer derartigen Untersuchung die Nichtordinarien einbezogen sind) werden die große Bandbreite der sozialen Verhältnisse der Fakultätsmitglieder sowie die Anfänge eines kompetitiven gesamtdeutschen Universitätssystems der protestantischen Theologie beschrieben. Besonderes Augenmerk gilt den zeitprägenden theologisch-positionellen Auseinandersetzungen, die auch um den Wissenschaftscharakter des Fachs geführt wurden, und der ungeahnt großen politischen Einflussnahme auf die Stellenbesetzungen.
Johannes Wischmeyer, Institut für Europäische Geschichte, Mainz.
"The result is a resource which deserves a long life and a stimulus to reflection on thc roles of universities in their wider culture."
Robert Morgan in: The Journal of Ecclesiastical History 2/2011
"W. ist eine dichte Darstellung gelungen, die trotz der Fülle des dargebotenen Materials nie ermüdet und trotz der nüchternen Analyse die Liebe zum unterhaltsamen Detail nicht unterdrückt. Seine Interpretation ist durchweg umsichtig und ausgewogen. (...) W. hat ein verlässliches Bild von der Institution der Facultas Theologiae gezeichnet, auf das man nicht mehr verzichten möchte."
Matthias Deuschle in: Theologische Literaturzeitung 5/2010
| Erscheint lt. Verlag | 20.5.2008 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Arbeiten zur Kirchengeschichte ; 108 |
| Verlagsort | Berlin/Boston |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 155 x 230 mm |
| Gewicht | 810 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Regional- / Ländergeschichte |
| Geisteswissenschaften ► Religion / Theologie ► Christentum | |
| Schlagworte | Berlin, Geschichte; Geistes-/Kultur-Geschichte • Church history • Church History; History of Scholarship; History of Theology; University History • Eberhard-Karls-Universität Tübingen • Erlangen, Geschichte; Geistes-/Kultur-Geschichte • Evangelische Theologie • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg • Friedrich-Schiller-Universität Jena • Hardcover, Softcover / Religion/Theologie/Christentum • HC/Religion/Theologie/Allgemeines, Lexika • HC/Religion/Theologie/Christentum • History of Scholarship • History of Theology • Jena, Geschichte; Geistes-/Kultur-G. • Kirchengeschichte • Theologiegeschichte • Tübingen, Geschichte; Geistes-/Kultur-Geschichte • Universität Berlin • Universitätsgeschichte • University History • Wissenschaftsgeschichte |
| ISBN-10 | 3-11-020247-6 / 3110202476 |
| ISBN-13 | 978-3-11-020247-2 / 9783110202472 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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