Deutscher Neoliberalismus von 1924 bis 1963
Springer International Publishing (Verlag)
978-3-032-17807-7 (ISBN)
- Noch nicht erschienen - erscheint am 01.04.2026
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Dieses Buch bietet eine detaillierte Untersuchung des deutschen Neoliberalismus zwischen 1924 und 1963. Es argumentiert, dass bereits in der Zwischenkriegszeit ein neoliberales Netzwerk entstand Jahrzehnte bevor Elitennetzwerke in Großbritannien und den USA die neoliberale Revolution der Thatcher- und Reagan-Ära vorantrieben. Der Autor zeigt, wie dieses Netzwerk die gesellschaftlichen Entwicklungen der 1950er Jahre maßgeblich beeinflusste und ein Vorbild für neoliberale Projekte in anderen Ländern wurde. Dieser Erfolg beruhte weitgehend auf der gezielten und strategischen Neuordnung des semantischen Feldes: durch Aufgeben oder Wiederaufgreifen missbrauchter Begriffe, durch Infragestellen bestehender Bedeutungen oder durch Einbringung neuer Konzepte in die politische Diskussion. Das Buch untersucht die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (ASM), einen frühen neoliberalen Think Tank, der 1953 unter der Leitung von Alexander Rüstow gegründet wurde und sich zu einem einflussreichen politischen Akteur im Nachkriegsdeutschland entwickelte. Der Autor verfolgt einen dezidiert transnationalen Ansatz, indem innerdeutsche Debatten mit jenen kontrastiert und verknüpft werden, die unter neoliberalen Befürwortern in der Mont Pèlerin Society (MPS) stattfanden. Mehr als nur eine politische Fallstudie bietet dieses Buch eine historische Darstellung der begrifflichen Auseinandersetzungen um den Neoliberalismus, der beteiligten Akteure, der Arenen, in denen diese stattfanden, sowie der semantischen Mittel und Strategien, die dabei eingesetzt wurden. Damit liefert es wertvolle Einblicke für Forschende der deutschen und politischen Geschichte sowie der Politikwissenschaft im Allgemeinen.
Arne I. A. Käthner promovierte in Geschichte an der Universität Bielefeld in Deutschland. Er war Doktorand an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology sowie Gastdoktorand an der Aarhus University in Dänemark. Zuvor studierte er Politikwissenschaft und Anglistik an der Universität Erfurt sowie International Studies an der Aarhus University
1. Einleitung.- 2. Das "Erste Nachkriegsjahrzehnt": Elitennetzwerke in Zeiten der Krise, 1924-1933.- 3. Das "Zweite Nachkriegsjahrzehnt": Remigration und erneuerte Allianzen, 1945-1953.- 4. Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft: Ein vergessener Think Tank der Nachkriegszeit.- 5. Begriffliche Hindernisse für eine liberale Reaktion: Der Kampf gegen den sozialistischen Gegner.- 6. Neoliberalismus imaginieren: Die Suche nach einer positiven Vision im Namen der Freiheit.- 7. Die Formierung des deutschen Neoliberalismus: Semantische Bemühungen zur Unterstützung des (unvollkommenen) Marktes.- 8. Schlussfolgerung: Deutscher Neoliberalismus und die semantische Gegenrevolution.
| Erscheint lt. Verlag | 5.6.2026 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Etwa 450 S. |
| Verlagsort | Cham |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Regional- / Ländergeschichte |
| Schlagworte | Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft • Begriffsgeschichte • Gesellschaftlicher Wandel • Nachkriegsdeutschland • Neoliberaler Think Tank • Neoliberales Netzwerk • Neoliberalismus • Political Ideology • Politische Debatte • Politische Eliten • Politische Semantik • Semantics • transnationale Netzwerke • Zwischenkriegszeit |
| ISBN-10 | 3-032-17807-X / 303217807X |
| ISBN-13 | 978-3-032-17807-7 / 9783032178077 |
| Zustand | Neuware |
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